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Regierungen und internationale Regulierungsbehörden müssen zu einem schnellen Konsens über die wichtigsten Elemente der derzeit diskutierten Reformen der Bankenregulierung finden, erklärte Dr. Josef Ackermann, Vorsitzender des Institute of International Finance (IIF), gestern auf der Frühjahrstagung des IIF in Wien.
„Wir halten die Richtung der Finanzmarktreformen im Wesentlichen für richtig“, so der Vorsitzende des Vorstands und des Group Executive Committee der Deutschen Bank auf einer Pressekonferenz im Rahmen der Tagung des Bankenverbands. „Das Ziel unserer Bemühungen − einschließlich unserer kürzlich veröffentlichten Berichte sowie der heute herausgegeben Studie über die kumulativen wirtschaftlichen Auswirkungen der Reformvorschläge − ist es, dazu beizutragen, dass wir unsere gemeinsamen Ziele erreichen.“
Ackermann stellte drei „kritische Punkte“ vor, die „im Vorfeld der anstehenden wichtigen Entscheidungen sorgfältig untersucht werden“ müssen. Zum einen müsse das Reformpaket insgesamt auswogen, fachlich fundiert und gut abgestimmt sein und auf eine Verbesserung der Widerstandsfähigkeit des Marktes abzielen. Nach der Ausarbeitung eines solchen Pakets seien zudem der Einführungszeitpunkt und der zeitliche Ablauf der Umsetzung von grundlegender Bedeutung.
Drittens müssen „regulatorische Maßnahmen sowohl inhaltlich wie auch hinsichtlich der zeitlichen Umsetzung global koordiniert werden“, betonte Ackermann. „Wir hoffen, dass dieses Bekenntnis zur globalen Koordination auch auf dem G20-Gipfel (am 26. und 27. Juni in Kanada) bekräftigt wird.“
Eine gestern vom IIF veröffentliche Studie (nur auf Englisch verfügbar, siehe Anhang) über die kumulativen wirtschaftlichen Auswirkungen der Reformvorschläge stellt deren möglichen Folgen vor, darunter höhere Kosten für Bankenkredite, so Ackermann. Zudem erläutere die Studie, wie wichtig es ist, den richtigen Zeitrahmen für die Umsetzung der Maßnahmen zu wählen. „Wir haben dem öffentlichen Sektor unsere Methodik, Daten und Ergebnisse in vollem Umfang vorgelegt. Dieser führt nun eine ähnliche Studie durch, und wir freuen uns darauf, die Ergebnisse dieser Auswertungen zu sehen und uns hierüber auszutauschen. Unsere Untersuchungen verfolgen das Ziel, einen Beitrag zur Diskussion des öffentlichen Sektors über die Finanzmarktreformen − vor dem Hintergrund der globalen Konjunktur- und Marktentwicklungen − zu leisten.“
Es sei wichtig hervorzuheben, dass sich die Banken ihrer Verantwortung und ihres Beitrags zur Finanzkrise bewusst sind, betonte Ackermann abschließend. „Wir müssen unsere Geschäftsaktivitäten weiter stärken und vermeiden, dass sich die Geschäftspraktiken verschlechtern, wie es im Vorfeld der Krise der Fall war“, so Ackermann. „In den kommenden Monaten werden wir uns bemühen, den Dialog mit dem öffentlichen Sektor weiter zu vertiefen. Wir sind davon überzeugt, dass das richtige Reformpaket, wenn es in einem sinnvollen zeitlichen Rahmen umgesetzt wird, der globalen Wirtschaft echte Vorteile bringen wird. Daher setzen wir uns dafür ein, mit politischen Entscheidungsträgern zusammenzuarbeiten, um dies zu erreichen.“
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