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Mit dem Inkrafttreten der Währungsunion zwischen den beiden deutschen Staaten am 1. Juli 1990 hielt in Ostdeutschland die D-Mark Einzug – und am gleichen Tag öffneten die ersten Filialen der Deutschen Bank ihre Türen. Als einzige Bankfiliale öffnete am 1. Juli 1990 bereits um Mitternacht die Deutsche Bank am Berliner Alexanderplatz ihre Eingangstür, um den ersten DDR-Bürgern, die stundenlang auf die Öffnung gewartet hatten, die DDR-Mark in D-Mark umzutauschen. Das Bild der stürmenden Menschenmenge ging durch die Presse.
Der erfolgreiche Start des Bankgeschäftes vor 20 Jahren wäre ohne das Engagement tausender Mitarbeiter nicht möglich gewesen, von denen die meisten zuvor der DDR-Staatsbank angehörten. Sie mussten sich ab Anfang 1990 bis zum Start des Privatkundengeschäfts der Deutschen Bank am 1. Juli auf das neue Wirtschafts- und Bankensystem vorbereiten. Unterstützt wurden sie dabei von rund 1.000 West-Kollegen, die ab Juni 1990 in den Filialen vor Ort waren.
Innerhalb kürzester Zeit wurden damals alle Voraussetzungen für eine flächendeckende Präsenz der Deutschen Bank in Ostdeutschland geschaffen. Dazu gründeten die Deutsche Bank AG und die Deutsche Kreditbank AG ein Joint Venture-Unternehmen, das den Großteil der Mitarbeiter und Niederlassungen der ehemaligen Staatsbank der DDR übernahm. So konnten am 1. Juli 1990 insgesamt 140 Geschäftsstellen an den Start gehen, die im Laufe des Tages den DDR-Bürgern insgesamt 120 Mio. D-Mark auszahlten – darunter auch aus zwölf provisorischen Bussen. Bis zur Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 konnte die Deutsche Bank bereits 250.000 Kunden in den östlichen Bundesländern begrüßen. Ende 1990 ging das Joint Venture dann in die Deutsche Bank über. Von 1990 bis 1992 investierte die Deutsche Bank 3,5 Mrd. D-Mark in die Ausbildung der Mitarbeiter, in die Infrastruktur der Geschäftsstellen und die IT-Ausstattung, gefolgt von weiteren Investitionen in den Folgejahren.
Im Kleinen wie im Großen sah es die Deutsche Bank nach dem Zusammenbruch des DDR-Wirtschaftssystems als ihre wesentliche Aufgabe an, ihre Erfahrung als führende Geschäftsbank Deutschlands einzubringen, Vertrauen aufzubauen und damit einen Beitrag für den Übergang von der Plan- zur Marktwirtschaft zu leisten. Bis 1992 konnten zum Beispiel Kredite auf eigene Rechnung in Höhe von insgesamt 18 Mrd. D-Mark an Privatpersonen und Unternehmen zur Verfügung gestellt werden.
Über den erfolgreichen Aufbau des Geschäftsbetriebes hinaus hat die Deutsche Bank ihrem gesellschaftlichen Engagement von Beginn an einen sehr großen Stellenwert beigemessen. Initiativen und Projekte in den Bereichen Bildung, Kunst und Musik sowie Soziales haben in den letzten 20 Jahren vielfältige Früchte getragen und wurden mit insgesamt knapp 30 Mio. Euro gefördert. Im Fokus standen und stehen vor allem soziale Vorhaben, zum Beispiel der Aufbau von Sozialstationen oder Bildungsinitiativen für junge Menschen. Mit der Ausbildung junger Menschen hat die Deutsche Bank zudem nachhaltig in die Zukunft der Region investiert. In den östlichen Bundesländern hat sie von 1990 bis heute rund 5.500 jungen Bankkaufleuten den Start ins Berufsleben ermöglicht
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