Die "International Bank Account Number" (IBAN) ist Teil der internationalen Standardisierung von Kontonummern. Zusammen mit dem BIC-Code (Verweis) ist die IBAN international geltender Standard zur Darstellung von Bankdaten beim grenzübergreifenden europäischen Zahlungsverkehr. IBAN setzt sich aus innereuropäisch max. 27 bzw. außereuropäisch aus max. 34 alphanumerischen Zeichen zusammen. (Deutsche IBAN: 22 Zeichen). Aufbau des Codes ist länderspezifisch geregelt und teilt sich in ein internationales Identifikationsmerkmal (Länderkennzeichen und Prüfziffer), Bankleitzahl und Kontonummer auf.
Ist eine Option im Geld, bedeutet das, sie hat einen positiven "inneren Wert". Bei einer Kaufoption (Call) ist das der Fall, sobald der Kurs des zugrunde liegenden Bezugswertes über dem Basispreis liegt, bei einer Verkaufsoption (Put), wenn der Kurs des Bezugswertes unter dem Basispreis liegt.
Auftragsart im elektronischen Handelssystem Xetra. Zusatz für einen Auftrag, der vollständig oder teilweise ausgeführt werden muss, sobald er auf den Markt kommt, wobei nicht ausgeführte Teile annulliert werden.
Im juristischen Sprachgebrauch bezeichnet eine Immobilie ein unbewegliches Gut. Im Bankgeschäft zählen dazu vor allem Grundstücke, Gebäude oder auch grundstücksgleiche Rechte (zum Beispiel das Erbbaurecht).
Investmentfonds bei dem das Fondsvermögen aus Immobilien besteht. Man unterscheidet zwischen offenen und geschlossenen Immobilienfonds. Bei offenen Immobilienfonds wird das Fondsvermögen in Zertifikaten verbrieft. Die Anzahl der Käufer ist unbegrenzt. Die von den Anlegern zufließenden Gelder werden größtenteils in gewerblich genutzte Grundstücke, Gebäude und eigene Bauprojekte investiert. Bei geschlossenen Immobilienfonds ist die Zahl der Anleger begrenzt. Der Fonds gilt als geschlossen, sobald das angestrebte Kapital gezeichnet ist.
Erwartete, für die Zukunft geschätzte Volatilität eines Basiswerts, die der Verkäufer einer Option bei der Ermittlung des Optionspreises zugrunde legt. Diese erwartete Volatilität lässt sich iterativ aus der Black-Scholes-Formel berechnen, wenn die übrigen Parameter bekannt sind (z.B. Optionspreis, Laufzeit, Zinssatz). Bei gleicher Aktie, vergleichbarer Basis, Laufzeit und Bezugsverhältnis ist der Optionsschein mit der geringsten impliziten Volatilität am "günstigsten".
Die International Commercial Terms sind internationale Regeln, die für die Auslegung der üblichen Lieferklauseln im internationalen Warenhandel geschaffen wurden. Sie umfassen die essentiellen Vertragspflichten sowohl des Ex- als auch des Importeurs insbesondere in Bezug auf den Warentransport und den Kosten- und Gefahrenübergang vom Ex- zum Importeur. Zwei mögliche Varianten stellen hier CIF (= Cost, Insurance, Freight) und FOB (= Free On Board) dar.
Plural: Indizes. Von der Statistik geliefertes Instrument, um Preis- und Mengenbewegungen von Gütern und Wertpapieren (Aktienindex) im Zeitablauf anschaulicher darzustellen. Dies geschieht meist dadurch, dass die betrachteten Werte prozentual bzw. relativ auf eine Basisgröße bezogen werden, die gleich 100% gesetzt wird.
Dem Anleger wird bei diesem Finanzinstrument eine feste Realverzinsung garantiert, da der nominale Zinssatz regelmäßig entsprechend der Änderung eines Preisindex angepasst wird.
Vermerk über die Übertragung von Eigentumsrechten an einem Orderpapier (z.B. Scheck, Wechsel) bzw. dem Forderungsrecht daraus. Der Vermerk wird auf dem Orderpapier direkt angebracht. Der Berechtigte aus einem Orderpapier erklärt durch das Indossament, dass der Bezogene bei Fälligkeit nicht ihm, sondern einem neuen Gläubiger zu zahlen hat.
Unter Inflation wird in der Volkswirtschaft ein allgemeiner und andauernder Anstieg des Preisniveaus verstanden. Die Ursachen der Inflation können realwirtschaftlicher (Nachfrageanstieg) oder monetärer (expansive Geldpolitik) Natur sein. Maßnahmen zur Bekämpfung inflationärer Tendenzen sind z.B. die Verminderung des Geldvolumens durch die Zentralbank oder eine nachfrageorientierte Wirtschaftspolitik, die mit verminderten Staatsausgaben dem allgemeinen Nachfrageanstieg entgegenwirkt. Auch Wohlverhalten und Disziplin der Tarifpartner können dazu beitragen, die Inflation in Grenzen zu halten. Das Gegenteil der Inflation ist die Deflation. Klassische Folgen hierbei sind Preisrückgänge und Rezession bis hin zu Konjunkturkrisen.
Darunter versteht man ein Wertpapier, dessen Rechte (Zinsen, Rückzahlung) allein an den Besitz des Papiers und nicht an eine (namentlich) bestimmte Person gebunden sind. In der Bundesrepublik ist das Inhaberpapier die häufigste Form des Wertpapiers. Inhaberpapiere können formlos verkauft, verschenkt, (oder) vererbt werden. Ein Nachweis der Verfügungsberechtigung ist nicht erforderlich. Die Handhabung macht Inhaberpapiere besonders geeignet für den Börsenverkehr.
Sicherheitsleistung, die bei der Aufnahme eines Future-Geschäfts zu hinterlegen ist - auch "Erst-Einschuss" genannt. Sie dient vor allem der Sicherung der finanziellen Ansprüche des Kontrahenten und damit der Risikoreduktion.
Deutsch: "Erstes öffentliches Angebot", speziell: Erstinanspruchnahme des Aktienmarktes im Wege einer Kapitalerhöhung oder Umplatzierung, d.h. es werden erstmalig Aktien eines Unternehmens interessierten Anlegern öffentlich zum Kauf angeboten. Mit einem IPO ist im Allgemeinen eine Börsenzulassung des Aktienkapitals und die Aufnahme der Börsennotierung verbunden. Aus Unternehmenssicht bedeutet ein IPO die Beschaffung von Risikokapital von außen durch Nutzung der Aktie als Finanzierungsinstrument. Synonym: Going Public.
Einzug von fälligen Forderungen wie z.B. Wechsel, Schecks und Wertpapieren. Diese Dienstleistung wird im Allgemeinen von Banken angeboten. Eine bekannte Form des Inkasso ist das Dokumenteninkasso.
Der innere Wert einer Option entspricht dem Mittelzufluss, den ein Optionsverkäufer aus der sofortigen Ausübung seines Optionsrechts erzielen würde. Eine Option weist einen Inneren Wert auf, wenn bei einem Call (Put) der Basispreis unter (über) dem aktuellen Kurs des Basiswerts liegt. Eine sofortige Ausübung der Option würde zu einem Gewinn in Höhe der positiven Differenz aus Basispreis (einschließlich Nebenkosten) und aktuellem Kurs führen. Notiert bei einem Call (Put) der Basiswert unter (über) oder gleich dem vereinbarten Basispreis, ist der Innere Wert gleich null.
Formel: Innerer Wert = (Kurs des Basiswerts - Basispreis) x Optionsverhältnis
Im allgemeinen Sprachgebrauch ist ein Insider jemand, der etwas weiß, was andere nicht oder noch nicht wissen. Insider ist auch jemand, der eine eventuell kursbeeinflussende Nachricht aus einem Unternehmen früher als die Masse der gegenwärtigen oder potenziellen Anteilseigner (beispielsweise Aktionäre) erhält. Will ein solcher Insider sein Wissen über die Börse zu Geld machen, läuft er Gefahr, strafrechtlich belangt zu werden.
Eine Insiderinformation ist nach § 13 WpHG eine konkrete Information: (1) über nicht öffentlich bekannte Umstände, die sich (2) auf einen oder mehrere Emittenten von Insiderpapieren oder auf Insiderpapiere selbst bezieht und die (3) geeignet ist, im Falle ihres öffentlichen Bekanntwerdens den Kurs der Insiderpapiere erheblich zu beeinflussen.
Beispiele für derartige Ereignisse können Großaufträge, Unternehmensfusionen, ein unerwarteter Gewinneinbruch, ein Forschungserfolg des Unternehmens und dergleichen mehr sein, sofern diese Ereignisse noch nicht öffentlich bekannt sind.
Einem Insider ist es verboten (§ 14 WpHG): (1) unter Verwendung von Insiderinformationen für eigene oder fremde Rechnung bzw. für einen anderen Insiderpapiere zu erwerben oder zu veräußern; (2) einem anderen eine Insiderinformationen unbefugt mitzuteilen oder zugänglich zu machen oder (3) einem Dritten den Erwerb oder die Veräußerung von Insider-Papieren zu empfehlen bzw. ihn dazu zu verleiten.
Bei Nichtbeachtung der Verbote können Strafverfahren gegen den Insider eingeleitet werden. Um das Aufspüren und Verfolgen von nach § 14 WpHG verbotenen Insidergeschäften kümmert sich die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht.
Dauerhafte Zahlungsunfähigkeit eines Schuldners. Einzelwirtschaftlich betrachtet führt die Insolvenz fast immer zur Zerstörung der Wirtschaftseinheit des Schuldners.
Bezeichnung für einen unlimitierten oder limitierten Kauf- oder Verkaufauftrag, der evtl. erheblichen Einfluss auf den Kurs eines Wertpapiers hat. Der Makler muss hier die Abwicklung sukzessive über den Tag verteilt in mehreren Schritten vornehmen und am gleichen Tag der Handelsüberwachungsstelle melden. I-W-Orders werden insbesondere bei Großaufträgen oder marktengen Gattungen angezeigt.
Die IFRS werden vom International Accounting Standards Board (IASB) entwickelt und veröffentlicht. Der IASB ist ein privater, unabhängiger Standardsetter mit Sitz in London. Die 14 Mitglieder des IASB kommen aus 9 verschiedenen Ländern. Das IASB arbeitet mit den nationalen Standardsettern (in Deutschland der DRSC, in den USA das FASB) zusammen, um die Übereinstimmung der nationalen Regelungen mit den internationalen Rechnungslegungsvorschriften voranzutreiben. Vorgänger des IASB war das IASC. www.iasb.org.
Vorgänger des International Accounting Standards Board (IASB). Freiwilliger, privater Zusammenschluss von über 100 mit Rechnungslegungsfragen befassten Berufsverbänden aus 80 Ländern mit dem Ziel, Rechnungslegungsgrundsätze und -regeln, die bei der Aufstellung von Jahresabschlüssen beachtet werden sollen, zu formulieren, zu veröffentlichen und deren weltweite Akzeptanz zu fördern sowie die internationale Harmonisierung von Normen, Rechnungslegungsgrundsätzen und Methoden zur Aufstellung von Jahresabschlüssen voranzubringen. www.standardsetter.de/drsc/docs/iasb_about.html.
Die ICMA ist 2005 durch die Fusion von International Primary Market Association (IPMA) und International Securities Market Association (ISMA) entstanden. Die ICMA ist eine Vereinigung und Interessenvertretung von internationalen Investmentbanken und hat sich zum Ziel gesetzt, an der Beibehaltung und Entwicklung eines wirtschaftlichen und kosteneffizienten internationalen Kapitalmarktes mitzuwirken. Arbeitsfelder sind z.B. kapitalmarktbezogene regulatorische Fragestellungen, Begleitung von Produktinnovationen oder Qualifikationsinitiativen. www.icma-group.org
Ein International Central Securities Depository ist ein internationaler Zentralverwahrer, welcher Wertpapiergeschäfte im internationalen sowie in bestimmten lokalen Märkten, meist durch direkte oder indirekte (über lokale Banken) Vernetzung zu lokalen CSDs, abwickelt. Ursprünglich beschränkte sich die Aufgabe der ICSDs auf das Clearing & Settlement von Eurobonds, für die damals keine unterstützende Marktinfrastruktur vorhanden war. In Europa existieren 2 ICSDs: Clearstream Banking Luxembourg (CBL) und Euroclear Bank in Brüssel.
Zertifikate, die das Eigentum an internationalen Wertpapieren repräsentieren. Stellen eine Weiterentwicklung der nur für den Gebrauch in den USA vorgesehenen American Depositary Receipts (ADR) im Sinne einer internationalen Verwendung dar. Die IDR sind 1970 von der Morgan Guaranty Trust Company eingeführt worden, um den internationalen Handel in Wertpapieren zu vereinfachen, und kommen nur außerhalb der USA zur Verwendung.
Vom IASC bzw. IASB veröffentlichte Richtlinien für die Rechnungslegung. Die Standards wurden früher als IAS, jetzt als IFRS bezeichnet. Die Umbenennung drückt die Erweiterung des Inhalts (von "Accounting", also "Buchführung", hin zu "Financial Reporting", also "Rechnungslegung") aus. Alte IASs behalten diese Bezeichnung. Die neuen IFRSs werden wie einst die IASs ab 1 nummeriert ("IFRS 1", "IFRS 2", ...). Es gibt daher gleichzeitig einen IAS 1 und einen IFRS 1.
Die Rechnungslegung nach IFRS/IAS bewertet Wertpapiere nach der Mark-to-Market-Methode und schränkt so die Bildung stiller Reserven ein. Maßgebliche Zielsetzung der Rechnungslegung ist die Bereitstellung von Informationen vornehmlich für Investoren unter Einhaltung der Rahmengrundsätze "Verständlichkeit", "Entscheidungsrelevanz", "Vergleichbarkeit" sowie "Zuverlässigkeit". Im Gegensatz zum Gedanken des dem Gläubigerschutz entspringenden Vorsichtsprinzips, dem die deutsche Rechnungslegungstradition entspricht, orientieren sich die IFRS an dem Leitbild der sog. "fair presentation". Für die Aufnahme eines Unternehmens in den Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse ist die Rechnungslegung nach IFRS oder US-GAAP Pflicht.
Die ISSA ist ein 1979 durch Initiative der Citibank, Deutsche Bank und Schweizer Bankverein gegründeter Dachverband mit dem Ziel der Vereinheitlichung (Standardisierung) und Weiterentwicklung von Abwicklungstechniken und -verfahren im Wertpapiergeschäft. Die ISSA hat heute etwa 100 Mitglieder. www.issanet.org.
Der IWF wurde 1945 errichtet und ist eine supranationale, weltweit tätige Institution mit der Aufgabe der Förderung des internationalen Handels und der weltweiten wirtschaftlichen Zusammenarbeit. Weitere Aufgaben sind u.a. die Stabilisierung der Wechselkurse, die Bereitstellung von Krediten zur Überbrückung von Zahlungsbilanzungleichgewichten, die Mitwirkung bei Umschuldungsabkommen. Dem IWF gehören heute über 180 Staaten an. Deutschland ist seit 1952 Mitglied. www.imf.org.
Nutzung des Internet, eines dezentral zugänglichen weltweiten elektronischen Netzwerks, zur Abfrage von Konto- und Wertpapierdepotinformationen und zur Erteilung von Zahlungsverkehrs- und Wertpapieraufträgen durch den Kunden. Die Datenübertragung erfolgt durch ein gesichertes Verfahren, welches die Vertraulichkeit der Informationen gewährleistet. Das Internet ist eine Möglichkeit zur Durchführung des Home Banking.
Gesamtwert des Fondsvermögens abzüglich Schulden und Verpflichtungen eines Investmentfonds. Der Inventarwert dividiert durch die Anzahl der umlaufenden Fondsanteile ergibt den Inventarwert pro Anteil; bei offenen Fonds spricht man dann vom Rücknahmepreis.
Im klassischen US-Trennbankensystem im Wesentlichen auf Emissions- und Wertpapier- oder Mergers- & Acquisitions-Geschäfte (M&A) spezialisierte Finanzinstitute.
Synonym für Kapitalanlagegesellschaft (KAG). Institution zur Verwaltung von Investmentfonds, die beispielsweise aus Wertpapieren (Wertpapierfonds) oder auch Immobilien (Immobilienfonds) gebildet werden. Die Anteile an Fonds nennt man Investmentzertifikate (Investmentanteilscheine), die öffentlich verkauft werden. Investmentfonds erlauben auch mit kleinen Beträgen eine diversifizierte Anlage in ein Portfolio aus verschiedenen Wertpapieren oder anderen Assets.
Festverzinsliche Wertpapiere, die von führenden Ratingagenturen als bonitätsmäßig erstklassig eingestuft wurden. Man unterscheidet zwischen Anleihen hoher Kreditqualität (Investment Grade) und spekulativen Anleihen (High Yield oder Junk Bonds). Fällt ein Schuldner in seinem Rating unter den "Investment Grade", so sind die Kursabschläge auf seine Anleihen meist besonders heftig.
Investment Grade-Anleihen sind bei Standard & Poor´s die Ratings von AAA bis BBB- (ab BB+ bis CCC- = Non-Investment Grade) und bei Moody´s die Ratings von Aaa bis Baa3 (ab Ba1 bis Caa3 = Non-Investment Grade).
Anteile an einem Wertpapier- oder Immobilienfonds. Sie können in der Regel jederzeit zum Rücknahmepreis an die Investmentgesellschaft zurückgegeben werden. Für Anteile an geschlossenen Investmentfonds (Immobilienfonds) existiert jedoch kein organisierter Markt.