„Zeit für Neues. Wie mache ich mein Unternehmen innovativer?“

Nachhaltig produzieren, mit Industrie 4.0 vorausgehen, neue Geschäftsmodelle umsetzen:
So fördern und finanzieren Sie Innovation.

Zeit zu fragen: „Wie kann ich Innovation gestalten?“

Es sah nach einem guten Jahr aus für Connfair, ein auf Einlasskontrollen für Events spezialisiertes Unternehmen. Doch die Krise machte auf einen Schlag alle Pläne zunichte. Binnen weniger Wochen erfand sich das Unternehmen neu - neues Produkt, neue Zielgruppe, neue Strategie. Wie sie das erreicht haben, berichtet Connfair-CEO Arne Schäufele.

Mit Innovationen der Krise trotzen 

Die Coronavirus-Krise setzt Unternehmen quer durch alle Branchen schwer zu. Doch in vielen Betrieben hat sie auch den Innovationsgeist geweckt. Mit kreativen Ideen und neuen Produkten bahnen sich gerade kleine und mittlere Firmen einen erfolgreichen Weg und gehen gestärkt in die neue Normalität. Fünf inspirierende Beispiele. 

Das alte Sprichwort von der Not, die erfinderisch macht, trifft auch in der aktuellen Krise zu. Zahlreiche Firmen trotzen den wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie mit kreativen Ideen, innovativen Produkten, einer neuen Kundenansprache oder zusätzlichen Vertriebswegen.  

Was vielen dieser Innovationen gemein ist: Sie liegen oft nur einen kleinen Schritt jenseits des bisherigen Geschäftes oder Portfolios und wer seinen Marktes genau kennt, kann seinen Vertrieb schnell an neue Herausforderungen anpassen und neue Kundenpotenziale erschließen. Und: In jedem Unternehmen kann das Potenzial für Innovationen schlummern. Wir stellen fünf besonders spannende Beispiele vor. 

Case 1: Frankfurter Laufshop

Case 1: Gelebte Kundennähe

Wie die meisten Einzelhändler trafen die Einschränkungen während des Lockdowns auch den Frankfurter Laufshop hart. Das Ladengeschäft musste schließen – und das ausgerechnet zu Beginn der Laufsaison, wenn sich viele Freizeitsportler mit neuen Sportschuhen eindecken. Auf den ersten Blick erwies es sich nun als Nachteil, dass das Team um Geschäftsführer Jost Wiebelhaus Schuhe nicht auch in einem Onlineshop anbot. „Wir haben immer auf intensive Beratung mit Laufstilberatung und individuellen Service gesetzt“, sagt Wiebelhaus. „Mit den großen Onlinehändlern hätten wir ohnehin nicht mithalten."

Die Lösung brachte eine Art Hybrid: Der Laufshop richtete einen Versandservice ein, Kunden konnten für die Zeit des Shutdowns per E-Mail, WhatsApp oder Telefon Schuhe und Ausrüstung bestellen; die Zustellung durch den Laufshop war kostenlos. Wiebelhaus ermöglichte Kunden zudem, Videoaufnahmen ihres Laufstils per WhatsApp oder Mail zu schicken. Mitarbeiter erstellten daraufhin anhand des Videos und zusätzlicher Fotoaufnahmen der Füße eine Analyse und berieten die Kunden am Telefon über passende Schuhmodelle. In Videos informierte Wiebelhaus seine Kunden auf Facebook außerdem regelmäßig über die neuen Angebote. Die Strategie hat funktioniert. Nicht nur, dass der Versandhandel einen Teil des Umsatzverlustes ausgleichen konnte – seit der Wiederöffnung des Ladens am 20. April sind die Beratungstermine fast immer ausgebucht. „Die Kunden haben zu uns gehalten, weil sie sich als ein Teil der Laufshop-Community sehen“, sagt Wiebelhaus. „Dafür sind wir sehr dankbar.“

TIPP: Machen Sie Kunden zu Ihrer Fangemeinde. Kunden honorieren es, wenn sie sich als Teil eines gemeinsamen Projektes fühlen, das sie aktiv mitgestalten können.

Haben Sie ein Innovationsprojekt, das Sie in Ihrem Unternehmen umsetzen wollen? Die Deutsche Bank unterstützt Sie in allen Fragen der Finanzierung Ihres Vorhabens. Sprechen Sie unsere Berater gern darauf an. 
Case 2: G. Lang GmbH & Co. KG

Case 2: Ein krisenfestes Produkt

Die Firma entwirft und baut Werkzeuge, mit denen im Spritzgussverfahren Kunststoffteile hergestellt werden. Ihre Produkte finden unter anderem in Autogetrieben, medizinischen Instrumenten und Möbeln Verwendung. Die große Bandbreite macht das Unternehmen in normalen Zeiten immun gegen Konjunkturschwankungen – doch in der Coronavirus-Krise war alles anders.

„Wo wir auch hinschauten: Kurzarbeit“, sagt der Geschäftsführer Michael Bost. Ein Kunde machte Bost Anfang April auf ein Produkt aufmerksam, das ein Kleinunternehmer im 3-D-Druck herstellte: einen Aufsatz für Türklinken, der es erlaubt, Türen ohne Handberührung zu öffnen und zu schließen. Bost reagierte sofort: Binnen eines Wochenendes schloss er einen Lizenzvertrag mit dem Hersteller. In weniger als einer Woche konstruierte die Firma anschließend das passende Werkzeug, seither läuft die Produktion. „Der Aufsatz trägt zu einer besseren Hygiene in Pflegeheimen, Arztpraxen, Behörden und Unternehmen bei“, sagt Bost. Allein in den ersten drei Wochen habe seine Firma rund 1.800 Aufsatzpaare ausgeliefert. „Wir sprechen mit dem Produkt eine völlig neue Klientel an“, sagt Bost. Das erfordert vor allem Umstellungen im Marketing und Vertrieb: Es ist ein Unterschied, ob auf der anderen Seite der Einkäufer eines namhaften Automobilzulieferers sitzt oder der Leiter eines Pflegeheims. Doch der Ausflug ins Neuland lohnt sich.

TIPP: Wendigkeit schlägt Größe. Marktchancen zu erkennen und mit voller Kraft umzusetzen, kann kleineren Unternehmen einen Vorsprung bei der Entwicklung neuer Produkte verschaffen.

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Case 3: Kinderheldin

Case 3: Plattformlösung für Telemedizin 

Das Start-up im Bereich Telemedizin bietet Hebammenberatung online an, die inzwischen mit rund 50 Krankenkassen abgerechnet werden kann. Schwangere können auf der Website des Unternehmens mit einer Hebamme chatten oder eine telefonische Beratung vereinbaren. Knapp ein Dutzend festangestellter Hebammen steht dafür täglich von 7.00 Uhr bis 22.00 Uhr bereit. Außerdem erhalten werdende Eltern in Videokursen Informationen und Beratung rund um Themen wie Stillen oder Geburtsvorbereitung. „Wir verstehen uns als ergänzendes Angebot“, sagt Mitgründer und Geschäftsführer Fabian Müller. „Wir können und wollen die Hebamme vor Ort nicht ersetzen.“

Mit Beginn der Kontaktbeschränkungen fielen überall in Deutschland Geburtsvorbereitungs- und Rückbildungskurse aus. Kinderheldin hat für diese Fälle in Windeseile eine Plattform eingerichtet, auf der Hebammen ihre Kurse live online veranstalten können. „Wir stellen verschiedene Tools für Videokonferenzen zur Verfügung, leisten technischen Support und stellen ergänzende Materialien bereit“, sagt Müller. Am Anfang war der Service gratis, inzwischen erhält Kinderheldin von den Hebammen eine Plattformgebühr. Für die Nutzerinnen sind die Kurse kostenlos: Sie werden bis auf weiteres für die Zeit der Coronavirus-Krise von den Krankenkassen erstattet. „Im Augenblick stehen fast tausend Schwangere und junge Mütter auf der Warteliste für einen der Kurse“, sagt Müller. „Wir werden das Angebot daher auf jeden Fall weiter ausbauen und auch weitere Kurse in unser Portfolio aufnehmen.“

TIPP: Prüfen Sie, wie Sie Ihre Dienstleistungen entlang der Bedürfnisse Ihrer Kunden ausbauen können. Gerade in Krisenzeiten können Sie damit das Vertrauen der Kunden in Ihr Unternehmen erhöhen.

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    Case 4: Artlife – Messe- und Eventbau

    Case 4: Vorsprung durch autarke Produktion

    Was macht eine Messe- und Eventbaufirma, wenn keine Messen und Events mehr stattfinden dürfen? Sie steckt ihr Know-how, ihre Technik und ihre Manpower in ein neues Produkt und ein neues Geschäftsfeld. So tat es Artlife in Hofheim am Taunus. Statt Messestände oder ganze Eventgebäude zu bauen, errichtet Artlife bis auf weiteres mobile Kleinbüros, die sich für das Homeoffice eignen. Der sogenannte Xtra-Raum wird im Holzrahmenbau gefertigt, ist acht Quadratmeter groß und komplett ausgestattet mit Schreibtisch, Regalen und WLAN. „Von der Idee bis zum Prototyp hat es eine Woche gedauert“, sagt Geschäftsführer Thomas Barber. Zugute kommt dem Unternehmen, dass es in den vergangenen Jahren stetig in die Modernisierung des eigenen Maschinenparks und die Kompetenz der Mitarbeiter investiert hat. „Wir bauen auf zwei Produktionsstrecken alles selbst“, sagt Barber, „bei uns arbeiten Architekten, Innenarchitekten, Schreiner, Lackierer und Schlosser.“ Unternehmen, die ihre Mitarbeiter ausstatten wollen, aber auch Privatleute können das mobile Office mieten, leasen oder kaufen. „Der Xtra-Raum, das ist gelebter Zusammenhalt in unserer Firma“, sagt Barber.

    TIPP: Es kann sich bewähren, Wertschöpfung im Unternehmen zu behalten. In Krisenzeiten kann es helfen, Innovationen schneller umzusetzen. 

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    Case 5: Lottas Torten – Event Space & Cake Studio

    Case 5: Das Geschäft auf den Kopf gestellt

    Der Berliner Betrieb stellt Torten und andere Leckereien für Hochzeiten, Geburtstage und Firmenevents her. Im Februar 2020 eröffnete der exklusive Veranstaltungsraum. Doch als wegen der Coronavirus-Krise Feste abgesagt werden mussten, brachen die Aufträge ein. Allein in den ersten sechs Wochen der Kontaktbeschränkungen sind zwanzig Hochzeitsfeiern ausgefallen, die sie mit Torten hätte beliefern sollen, erzählt Firmengründerin Charlotte Wachsmuth. Nach einem kurzen Schockmoment hat sie sich gesagt: Aufgeben gilt nicht. Kurzerhand legte sie kleine Kollektionen mit verschiedenen Törtchen, Pralinen und Keksen auf, die Kunden als Gruß an Freunde und Familie verschicken können – die Sweet Treat Boxes. Highlight war eine limitierte Muttertagsedition. Die Pandemie hat ihr Geschäft auf den Kopf gestellt, sagt Wachsmuth: neue Produkte, neue Prozesse, neue Vertriebswege, neue Zielgruppen. Die größten Herausforderungen seien der Vertrieb und Versand. „Und die Kundenkommunikation ist aufwändiger als gedacht“, sagt die geprüfte Cake-Designerin. Zwar laufen die Bestellungen online über ein Formular auf der Website, doch es gibt viele Nachfragen und Beratungsbedarf. Charlotte Wachsmuth denkt trotzdem darüber nach, das Versandgeschäft mit den Sweet Treat Boxes beizubehalten. „Nur das Paketepacken würde ich outsourcen“, sagt sie und lacht.

    TIPP: Überlegen Sie, wie Sie mit einem leicht angepassten Geschäftsmodell neue Zielgruppen erschließen – nicht nur in der Krise.

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    Handel im Umbruch: Wie sieht die Lieferkette der Zukunft aus?

    Die Corona-Pandemie hat die Anfälligkeit von Lieferketten und die Risiken für die Produktion deutlich gemacht. Drei Szenarien zeigen, wie sich der weltweite Handel in den kommenden Jahren entwickeln könnte, welche Folgen dies für die Lieferketten hätte — und was Unternehmer tun müssen, um ihre Supply Chain zukunftssicher zu machen.

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