Investitionscheck: Darauf sollten Sie achten


Für Investitionen in den eigenen Betrieb gilt: Sorgfältige Planung fördert nachhaltigen Erfolg. Haben Sie an alles gedacht? Bevor Sie Kauf- und Kreditvertrag unterschreiben, machen Sie den Investitionscheck.

Wenn nicht jetzt, wann dann?

Anleger kennen die knifflige Frage nach dem richtigen Zeitpunkt zum Investieren. Ob die Kurse steigen oder fallen, ist oft schwierig vorherzusehen. Bei Investitionen in Ihren Betrieb haben Sie es als Unternehmer oft leichter. Zumindest bei Ersatzinvestitionen ergibt sich der optimale Zeitpunkt zum einen anhand steuerlicher Aspekte wie Restwert und Abschreibungsdauer. Zum anderen bestimmen technische und wirtschaftliche Faktoren, ob und wann Sie beispielsweise Maschinen, Anlagen, IT oder Fahrzeuge durch modernere, leistungsfähigere ersetzen sollten.

Es gibt viele Wege zu investieren. Finden Sie Ihren.

Eine einmalige Gelegenheit?

Doch nicht jede Investitionsentscheidung lässt sich von langer Hand planen. Möchten Sie zum Beispiel eine Marktchance als Erster ergreifen oder sich frühzeitig mit einem innovativen Geschäftsmodell etablieren? Müssen Sie zeitnah auf veränderte Kundenbedürfnisse oder neue Wettbewerber reagieren? Oder wollen Sie eine günstige Gelegenheit nutzen, beispielsweise eine kurzfristig angebotene Immobilie erwerben, einen verhandlungsbereiten Wettbewerber übernehmen oder sich an einem Start-up mit Kapitalbedarf beteiligen? In diesem Fall sollten Sie zwar schnell, aber nicht überstürzt agieren.


Um teure Fehlentscheidungen zu vermeiden, klären Sie vorab folgende Fragen: Welche Alternativen gibt es zu dem anvisierten Investitionsobjekt? Ist der Preis im Vergleich zu den Alternativen angemessen? Was spricht dafür, dass Kaufpreis und Marktwert künftig steigen werden? Oder entwickeln sich die Preise eher rückläufig, beispielsweise, weil Schutzrechte auslaufen, Produktionsverfahren überholt sind oder ein Standort mittelfristig an Attraktivität verlieren wird?

Nebenkosten nicht vergessen

Bevor Sie den Kaufvertrag unterschreiben, prüfen Sie, welche weiteren Kosten mit der geplanten Investition verbunden sind. Beispiel Immobilienkauf: Maklerprovision, Notargebühren und Grunderwerbsteuer summieren sich in der Regel auf rund 15 Prozent des Kaufpreises. Zudem können erhebliche Umbau- oder Modernisierungskosten erforderlich werden. Nicht zu unterschätzen sind auch Schulungskosten, Ausgaben für die Suche nach passenden Spezialisten oder Abfindungen, die beispielsweise bei Investitionen in neue Maschinen, neue IT oder bei Firmenkäufen anfallen können.

Zeitpunkt und Kaufpreis passen?

Dann wird es Zeit für den Kassensturz. Prüfen Sie, welche Eigenmittel Ihnen zur Verfügung stehen. Können Sie öffentliche Fördermittel nutzen, beispielsweise Bürgschaften, Investitionskostenzuschüsse oder tilgungsfreie Jahre? Damit lassen sich Kapitalbedarf und Finanzierungskosten oft spürbar senken.

Sie wollen investieren? Dann machen Sie jetzt den nächsten Schritt.

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