Betriebs­renten­stärkungs­gesetz

Betriebliche Altersvorsorge seit 2018

Mitarbeiter finden
und binden

Impulse durch das Betriebs­renten­stärkungs­gesetz:

  • Deutlich verbesserter gesetzlicher Förderrahmen
  • Mehr Motivation und Mitarbeiterbindung
  • Profilierung Ihres Unternehmens im Arbeitsmarkt

Zielsetzung


Mit dem Betriebsrentenstärkungsgesetz hat der Gesetzgeber einen zusätzlichen Anreiz geschaffen, die betriebliche Altersvorsorge ihrer Mitarbeiter zu fördern, gerade für kleine und mittlere Unternehmen.

Der steuerliche Förderrahmen

– Liegt bei 8 % der allgemeinen Beitragsbemessungsgrenze (BBG) West*

– Die ersten 4 % der BBG bleiben auch weiterhin sozialversicherungsfrei

– Sonderzahlungen bis 8% der BBG möglich

Förderung für Geringverdiener

– Steuervergünstigung für Arbeitnehmer mit einem Monatsgehalt bis 2.200 Euro brutto

– Arbeitgeberzuschuss von bis zu 480 EUR jährlich wird mit bis zu 144 EUR vom Staat bezuschusst (Stand 2018)

– 30 % des gezahlten Beitrages (240 bis 480 EUR jährlich) können beim Arbeitgeber mit der abzuführenden Lohnsteuer verrechnet werden

Arbeitgeberzuschuss zur Entgeltumwandlung

– Arbeitgeber werden zu einem Zuschuss verpflichtet, wenn Arbeitnehmer die Betriebsrente über eine Entgeltumwandlung ansparen

– Der Zuschuss beträgt 15 % des Beitrages

– Dies gilt erstmals für Entgeltumwandlungen ab 01.01.2019 und für bestehende ab 01.01.2022

Keine Doppelbeiträge für Riester bAV

– Für Riester-Verträge über den Arbeitgeber

– Künftig keine Kranken-und Pflegeversicherungsbeiträge mehr auf diese Zusatzrenten in der Rentenphase

– Gilt auch für bereits bestehende Verträge

*BBG West immer zutreffend.

Weitere Sonderthemen

Vereinfachung bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses


– Verwendung eines Betrags von 4 % der BBBG der allgemeinen Rentenversicherung multipliziert mit der Zahl der Beschäftigungsjahre (maximal zehn Jahre) steuerfrei für nach 3 Nr. 63 EStG geförderte Verträge

– Eine Anrechnung bereits gezahlter Beiträge, wie bisher entfällt

– Die Vervielfältigungsregelung wird für Arbeitnehmer durch den höheren Einzahlungsrahmen deutlich attraktiver


Möglichkeit der Nachzahlung



– In Zeiten, in denen das Arbeitsverhältnis ruht, können oftmals aus finanziellen Gründen keine Beiträge zur Altersvorsorge gezahlt werden (z. B. Elternzeit)

– Mit einer neuen Nachzahlungsmöglichkeit können Arbeitnehmer nun auch rückwirkend fehlende Beiträge steuerbegünstigt nachzahlen

– Dies gilt allerdings nur für Kalenderjahre, in denen die Arbeitnehmer gar kein Entgelt bezogen haben.

Freibetrag bei der Grundsicherung


– Renten aus geförderter Altersvorsorge (bAV, Riester-und Basisrente) werden nicht vollständig auf die staatliche Grundsicherung angerechnet

– Verdopplung des Freibetrags auf bis zu rund 200 EUR pro Monat

– Damit können Beschäftigte, die über Jahrzehnte hinweg betrieblich und privat vorgesorgt haben, die Zusatzrente behalten

Der Begriff „Sozialpartnermodell“ bedeutet, dass Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften – die sogenannten Sozialpartner – für ihre jeweilige Branche über Konditionen und Partner in der bAV der Unternehmen entscheiden. Diese Entscheidung ist bindend für alle Unternehmen, die dem Branchentarif angehören. In Deutschland gibt es mehr als 50.000 Tarifverträge.


Das Gesetz sieht vor, dass sich auch nicht tarifgebundene Arbeitgeber und Arbeitnehmer den bestehenden Systemen anschließen können, um von den ausgehandelten Angeboten ebenfalls zu profitieren. Die Sozialpartner haben voraussichtlich ein großes Interesse daran, auch zahlreiche nicht-tarifgebundene Unternehmen für eine Teilnahme zu gewinnen, da ein höheres Anlagevolumen auch Vorteile für tarifgebundene Unternehmen und deren Arbeitnehmer bietet.




Häufige Fragen



1. Was bedeutet das Sozialpartnermodell für mein Unternehmen?


Prüfen Sie, ob in Ihrer Branche ein Tarifvertrag mit entsprechendem Inhalt abgeschlossen wurde. Eine tarifvertragliche Umsetzung ist die Voraussetzung für das Sozialpartnermodell.


2. Was bedeutet „reine Beitragszusage“?


Der Arbeitgeber ist nur dazu verpflichtet, den vereinbarten Beitrag an die Versorgungseinrichtung zu bezahlen. Den Arbeitnehmern wird eine „Zielrente“ in Aussicht gestellt, welche aber nicht garantiert ist.


3. Was bedeuten „Auto Enrollment“ und „Opt-Out“?


Das Betriebsrentenstärkungsgesetz sieht vor, dass bei tarifvertraglich geregelten Betriebsrenten sogenannte Auto-Enrollment-und Opt-Out-Lösungen vereinbart werden können. Das bedeutet, dass der Arbeitnehmer automatisch in die betriebliche Altersversorgung seines Arbeitgebers aufgenommen wird und explizit widersprechen muss, wenn er keine Betriebsrente in Anspruch nehmen möchte. Wenn er nicht widerspricht, zahlt der Arbeitgeber automatisch monatlich Beiträge über eine Entgeltumwandlung aus dem Bruttolohn in eine bAV ein. Mit "Auto Enrollment" und "Opt-Out" soll die Anzahl der Arbeitnehmer gesteigert werden, die eine bAV in Anspruch nehmen, da sie nicht selbst aktiv entscheiden und handeln müssen.

Neue Möglichkeit zur Mitarbeiterbindung

Alle bisherigen Arten von Betriebsrenten wird es auch weiterhin geben. Die Sozialpartnerrente ohne Garantie tritt nur als neue Möglichkeit hinzu. Auch in Zukunft können Unternehmen ihren Mitarbeitern die bestehenden Durchführungswege in der bAV anbieten. Gerade bei kleinen und mittleren Unternehmen ist erkennbar, dass die betriebliche Altersversorgung häufig noch nicht als Instrument zur Bindung von Mitarbeitern genutzt wird. Hier besteht noch großes Potenzial.


Der exklusive Versicherungspartner der Deutschen Bank, die ZurichGruppe Deutschland, arbeitet intensiv daran, mit den Leistungen und Services die Bedürfnisse der Unternehmer zu erfüllen. Das Betriebsrentenstärkungsgesetz bietet auch hier entscheidende Verbesserungsmöglichkeiten.



Potenzial bei kleinen und mittleren Unternehmen

1. Sprechen Sie Ihren persönlichen Berater dazu an.


2. Überprüfen Sie Ihre Versorgungsordnung.


3. Überprüfen Sie Ihren Kollektiv-Rahmenvertrag


4. Passen Sie Ihre Entgeltumwandlung an.


5. Sagen Sie den Arbeitgeberbeitrag zu.

6. Informieren Sie ggfs. Ihre Mitarbeiter.



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