Redaktionsschluss: 12.12.2017

Anlageklasse Erläuterung
Liquidität

In den kommenden Monaten ist von einer weiteren Normalisierung der Geldpolitik in den USA und der Eurozone auszugehen. Dabei bewegen sich die Notenbanken auf unbekannten Pfaden, denn für den Ausstieg aus einer Nullzinspolitik gibt es keinen Präzedenzfall. Die Hauptbedenken gelten einer zu schnell steigenden Inflation, durch die sich die Währungshüter zu einem aggressiveren Ausstieg gedrängt fühlen könnten. Da die Deutsche Bank nicht mit einem Leitzinsschritt der Europäischen Zentralbank vor Mitte 2019 rechnet, dürften die kurzfristigen Zinsen zunächst auf niedrigem Niveau bleiben.

Immobilien

Der Immobilienmarkt könnte auch im Jahr 2018 von einer erwartet hohen globalen Konjunkturdynamik profitieren. Das könnte insbesondere für Gewerbeimmobilien in Ballungszentren und Metropolregionen gelten. Weiteres Aufwärtspotenzial bieten das weiterhin niedrig erwartete Zinsumfeld – das entsprechend günstige Finanzierungskonditionen gewährleistet – und das solide Wirtschaftswachstum weltweit. Ein breit diversifiziertes Immobilienportfolio scheint daher weiterhin eine Möglichkeit darzustellen, um interessante Renditen erzielen zu können.

Renten

Sowohl am kurzen als auch am langen Ende der Zinskurve ist im Jahr 2018 mit steigenden Zinsen in den USA und der Eurozone zu rechnen. In den USA sollte sich neben den erwarteten Leitzinsanhebungen auch die Verkleinerung der US-Notenbankbilanz – verbunden mit einer geringeren Nachfrage nach US-Staatsanleihen – dämpfend auf die Kurse auswirken. In der Eurozone könnte eine weniger expansive Rhetorik der Europäischen Zentralbank im Jahresverlauf 2018 zu steigenden Zinsen führen. Im Bereich der Schwellenländeranleihen dürften vor allem Papiere in Lokalwährungen bei steigenden US-Zinsen unter Druck geraten. Dynamisches Portfoliomanagement wird im Rentensegment wichtiger.

Aktien

Für das Jahr 2018 erwartet die Deutsche Bank weltweit im Schnitt ein Gewinnwachstum von rund 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Interessant erscheinen insbesondere zyklische Sektoren. Allerdings sollten Anleger mit größeren Kursschwankungen rechnen als im vergleichsweise ruhigen Anlagejahr 2017. Dem deutschen Aktienmarkt dürfte nach wie vor seine zyklische Ausrichtung zugutekommen. Die Deutsche Bank erwartet weiter global anziehende Investitionen sowie steigende Unternehmensgewinne und entsprechend steigende Kurse. Im Fokus könnten Aktien aus den USA, Europa, Japan sowie den Schwellenländern Asiens stehen.

Rohstoffe

Aufgrund steigender Realzinsen sowie nachlassender politischer Risiken besteht für den Goldpreis aktuell kaum Aufwärtspotenzial. Industriemetalle könnten hingegen von der guten konjunkturellen Lage weltweit profitieren. Die kürzlich beschlossene Verlängerung des Öl-Förderlimits der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) und anderer Produzenten wie Russland könnte durch die US-Schieferölproduzenten kurzfristig kompensiert werden, was Preissteigerungen bei Erdöl dämpfen sollte. Aus Sicht der Deutschen Bank erscheinen direkte Investments in Rohstoffe weiterhin uninteressant.

Pfeile und Texte: So lesen Sie den Marktausblick richtig

Interessant Mehrheitlich interessant Neutral Mehrheitlich uninteressant Uninteressant

Der Marktausblick gibt unsere Einschätzungen zu der Attraktivität von Anlageklassen wieder. Während die Texte die einzelnen Marktsegmente einer Anlageklasse beschreiben, steht der Pfeil für die Gesamtheit der Anlageklasse: Ob für eine Anlageklasse ein positives oder negatives Performancepotenzial ausgewiesen wird, hängt also von den zugrunde liegenden Marktsegmenten ab. Beispiel für die Anlageklasse Rohstoffe: Ist der Ausblick für Energierohstoffe und Industriemetalle positiv, der für Edelmetalle hingegen negativ, ergibt sich in Summe ein eher positives Performancepotenzial – die Anlageklasse wird als „mehrheitlich chancenreich“ eingestuft.

Quelle: Deutsche Bank Private & Business Clients, CIO, Detailinformationen zu einzelnen Anlageklassen sowie deren Chancen und Risiken gibt Ihnen gern Ihr Berater. Erläuterungen: Risikoklasse (RK) 1–2: z. B. Euro-Anleihen bester Qualität, Deutsche Pfandbriefe; Risikoklasse (RK) 3–5: z. B. Euro-Anleihen, Fremdwährungsanleihen, Unternehmensanleihen, EM-Anleihen.

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