Die wichtigsten Fakten

  • Preise für Wohn- und Gewerbeimmobilien dürften weiter anziehen
  • Einzelhandelsobjekte könnten zunehmend unter Druck greaten
  • Für Anleger scheinen insbesondere Logistikimmobilien interessant

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Seit dem Schock der Finanzkrise ist insbesondere in den Metropolregionen weltweit ein Anstieg der Immobilienpreise zu beobachten. Obwohl Notenbanken wie die Fed und die EZB einen allmählichen Ausstieg aus ihrer extrem expansiven Geldpolitik eingeleitet haben, könnte sich dieser Trend im Jahr 2018 fortsetzen. Denn die Geldpolitik dürfte im historischen Vergleich locker und die Finanzierungskonditionen trotz leicht steigender Zinserwartungen günstig bleiben. Darüber hinaus sollte das robuste Weltwirtschaftswachstum die Immobiliennachfrage stützen – und zwar sowohl im Segment der Wohn- als auch der Gewerbeimmobilien. So hat sich durch die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt – etwa steigende Beschäftigtenzahlen und leicht steigende Löhne in Deutschland und den USA – die Einkommenssituation vieler Menschen verbessert. Trotz der Preissteigerungen in den vergangenen Jahren sind Wohnimmobilien aufgrund der insgesamt günstigen Finanzierungskonditionen vielerorts vergleichsweise erschwinglich geblieben, was die Nachfrage hoch halten und die Preise weiter treiben könnte. Das gilt unter anderem für Deutschland, wo das Angebotswachstum aufgrund zu geringer Bautätigkeit in den Metropolen nach wie vor nicht mit der steigenden Nachfrage mithalten dürfte.

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Europäische Gewerbeimmobilien könnten vom Jobboom profitieren

Im Bereich der Gewerbeimmobilien sollten die positiven Geschäftsaussichten der Unternehmen und der zunehmende Stellenwert des Dienstleistungssektors die Preise für Büroflächen stützen. Nach Schätzungen des britischen Analysehauses Oxford Economics könnten in den kommenden fünf Jahren allein in Europa sechs Millionen zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden – davon rund drei Millionen Bürojobs. Angesichts der zunehmenden Digitalisierung dürften von dieser Entwicklung insbesondere moderne, entsprechend ausgestattete Büroobjekte profitieren. Trotz der insgesamt positiven Aussichten für Anleger scheint eine umfassende Marktexpertise auch 2018 hilfreich. Das gilt insbesondere für den britischen Gewerbeimmobilienmarkt. Dieser ist angesichts des anstehenden Brexits zuletzt zwar etwas unter Druck geraten – könnte bei entsprechender Auswahl der Anlageobjekte jedoch nach wie vor interessantes Ertragspotenzial bieten.

Zunehmender Onlinehandel: Gute Aussichten fürs Logistiksegment

Der Siegeszug des Onlinehandels dürfte sich 2018 unvermindert fortsetzen und damit den Markt für klassische Einzelhandelsimmobilien weiter belasten. Hauptprofiteure des boomenden Internethandels sind aus Sicht der Deutschen Bank moderne Logistikimmobilien – denn die gestiegenen Ansprüche der Kunden an Flexibilität und Lieferzeit erfordern effiziente und agile Beschaffungsketten. Vor diesem Hintergrund dürfte der Bedarf an nationalen Verteilerstationen und regionalen Warenlagern nahe am Endkunden kontinuierlich steigen. Die hohe Flächennachfrage könnte die Preisentwicklung in den kommenden Jahren begünstigen. Interessant erscheinen dabei insbesondere Objekte, deren Ausstattung aktuellen und zukünftigen Bedürfnissen gerecht wird – beispielsweise mit Blick auf die Automatisierung.

Ein breit diversifiziertes Immobilieninvestment könnte aus Sicht der Deutschen Bank auch im Jahr 2018 eine Möglichkeit darstellen, interessante Erträge zu erwirtschaften. Das gilt angesichts der vergleichsweise niedrigen Anleiherenditen in Europa insbesondere für entsprechend risikobereite Anleger, die größeren Wert auf regelmäßige Ausschüttungen legen.

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Redaktionsschluss: 12.12.2017

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