Anlageklasse Erläuterung
Liquidität

Das Niedrigzinsumfeld scheint sich festzusetzen. Der IWF hat jüngst die Prognosen für die Weltwirtschaft erneut nach unten angepasst und erwartet nun für 2019 nur noch ein Wachstum von 3,3%. Dies bestätigt den Ausblick von EZB-Chef Mario Draghi, der aufgrund der Abwärtsrisiken für die Konjunktur in der Eurozone am Nullzins festhält. Für dieses und das kommende Jahr erwartet die Deutsche Bank keine Leitzinserhöhung.

Renten

Die Rentenmärkte profitieren als „sichere Häfen“ von Unsicherheit und Rezessionsängsten der Anleger. Hauptrisiko für die Anleihemärkte sind steigende Zinsen. Die sind nach der Abkehr wichtiger Notenbanken von der geldpolitischen Straffung vorerst nicht zu erwarten. Unternehmensanleihen guter Bonität bieten eine positive Rendite. Anleger sollten breit gestreute Renteninvestments mit Schwerpunkt auf europäische sowie US-Staats- und Unternehmensanleihen präferieren.

Aktien

Die wichtigsten Aktienindizes haben ein fulminantes 1. Quartal hinter sich, was sich zumindest bis Ende April fortgesetzt hat. Der größte Teil der Jahresperformance könnte aber nun gelaufen sein. Ungelöste Konflikte (z. B. Handelsstreit, Brexit) erhöhen das Rückschlagsrisiko. Für die laufende Berichtssaison rechnen die Analysten mehrheitlich mit Gewinnrückgängen bei US- und europäischen Unternehmen, erwarten für das Gesamtjahr aber einen Gewinnanstieg. Investoren sollten Aktieninvestments über Regionen und Branchen breit streuen.

Immobilien

Immobilien bieten auch im aktuellen Umfeld konjunktureller Unsicherheiten eine solide Portfolio-Basis. Im europäischen Raum stechen insbesondere Büroimmobilien mit hoher Nachfrage bei knappem Angebot positiv heraus. Auch Logistikflächen trotzen der Konjunktureintrübung und könnten in den kommenden Jahren vergleichsweise hohe Renditechancen bieten. Wegen der Konkurrenz durch den Onlinehandel ist der Ausblick für das Einzelhandelssegment hingegen etwas schwächer.

Rohstoffe

Die Rohstoffmärkte bleiben politisch getrieben. Das infolge der OPEC-Produktionskürzungen gesunkene Angebot treibt seit Jahresbeginn den Ölpreis. US-Sanktionen und Turbulenzen in Förderstaaten könnten Preisschwankungen bewirken. Entspannter ist die Lage bei Edelmetallen: Die Goldnachfrage der Zentralbanken dürfte 2019 ein Rekordhoch erreichen. In unsicheren Zeiten könnte Gold als Absicherung dienen.

Pfeile und Texte: So lesen Sie den Marktausblick richtig

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Der Marktausblick gibt unsere Einschätzungen zu der Attraktivität von Anlageklassen wieder. Während die Texte die einzelnen Marktsegmente einer Anlageklasse beschreiben, steht der Pfeil für die Gesamtheit der Anlageklasse: Ob für eine Anlageklasse ein positives oder negatives Performancepotenzial ausgewiesen wird, hängt also von den zugrunde liegenden Marktsegmenten ab. Beispiel für die Anlageklasse Rohstoffe: Ist der Ausblick für Energierohstoffe und Industriemetalle positiv, der für Edelmetalle hingegen negativ, ergibt sich in Summe ein eher positives Performancepotenzial – die Anlageklasse wird als „mehrheitlich chancenreich“ eingestuft.

Quelle: Deutsche Bank Private & Business Clients, CIO, Detailinformationen zu einzelnen Anlageklassen sowie deren Chancen und Risiken gibt Ihnen gern Ihr Berater.

Soweit auf dieser Seite von Deutsche Bank die Rede ist, bezieht sich dies auf die Angebote der Deutsche Bank AG und der DB Privat- und Firmenkundenbank AG. Wir weisen darauf hin, dass die in dieser Publikation enthaltenen Angaben keine Anlageberatung darstellen, sondern ausschließlich der Information dienen. Soweit auf dieser Seite konkrete Produkte genannt werden, sollte eine Anlageentscheidung allein auf Grundlage der verbindlichen Verkaufsunterlagen getroffen werden. Eine Anlageentscheidung für Fonds sollte in jedem Fall auf der Grundlage der aktuellen Verkaufsprospekte einschließlich der zuletzt veröffentlichten Jahres- und ggf. Halbjahresberichte getroffen werden, die auch ausführliche Informationen zu den Chancen und Risiken enthalten. Die vorgenannten Verkaufsunterlagen erhalten Sie in gedruckter oder elektronischer Form kostenlos bei Ihrem Berater in allen Filialen der Deutschen Bank. Aus der Wertentwicklung in der Vergangenheit kann nicht auf zukünftige Erträge geschlossen werden. HINWEIS: Bei diesen Informationen handelt es sich um Werbung. Die Texte sind nicht nach den Vorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt. Es besteht kein Verbot für den Ersteller oder für das für die Erstellung verantwortliche Unternehmen, vor bzw. nach Veröffentlichung dieser Unterlagen mit den entsprechenden Finanzinstrumenten zu handeln. Die Deutsche Bank AG unterliegt der Aufsicht der Europäischen Zentralbank und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht.

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Redaktionsschluss: 03.05.2019