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ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax verharrt in stiller Andacht
27.12.17 / 18:04 dpa-AFX (0 mal gelesen)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Kurz vor dem Jahresende haben die Börsianer am deutschen Aktienmarkt die Hände in den Schoß gelegt. Nach anfänglichen Kursgewinnen gaben die Aktien am Mittwoch die Aufschläge großteils wieder her. "Die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr ist oft sehr ruhig", schrieb Craig Erlam vom Broker Oanda in einem Marktkommentar. Die Börsenumsätze dürften in dieser verkürzten Handelswoche gering sein, viele Akteure seien im Urlaub und der Datenkalender sei auch nicht gerade prall gefüllt, so der Analyst.

Der Dax schloss nahezu unverändert bei 13 070,02 Punkten. Der MDax , in dem 50 mittelgroße deutsche Unternehmen zusammengefasst sind, legte hingegen um 0,59 Prozent auf 26 298,31 Zähler zu. Für den Technologiewerte-Index TecDax ging es um 0,06 Prozent auf 2537,78 Punkte aufwärts.

Es mangele an wegweisenden Impulsen, um den Dax aus seiner Handelsspanne zu reißen, sagten auch die Experten der Privatbank Donner & Reuschel. Schon seit Wochen pendelt der Leitindex - von wenigen Ausreißversuchen abgesehen - zwischen etwa 12 800 und 13 200 Punkten. Seit Jahresbeginn steht für den Index jedoch immerhin ein Plus von rund 14 Prozent zu Buche.

Da sich Steuererleichterungen in den USA auch hierzulande in den Bilanzen einiger Unternehmen niederschlagen, meldeten die ersten deutschen Konzerne positive Effekte. So rechnet der Autobauer Daimler Chart anzeigenKauf/Verkauf unter dem Strich - nach der Herausrechnung gegenläufiger Effekte - mit einem Sonderertrag von rund 1 Milliarde Euro. Der Kontrahent BMW Chart anzeigenKauf/Verkauf kalkuliert mit bis zu 1,55 Milliarden Euro mehr Nettogewinn. Die Kurse beider Autobauer konnten zunächst zulegen; sie gaben die Gewinne in dem lethargischen Markt jedoch wieder ab und schlossen etwas niedriger.

Bei anderen Unternehmen wie Qiagen Chart anzeigenKauf/Verkauf aus dem TecDax reißt die Steuerreform dagegen Löcher in die Bilanz. Grund ist, dass die in der Vergangenheit angesammelten Verlustvorträge bilanziell weniger wert sind. Der Anteilsschein büßte 1,8 Prozent ein.

Um 1,2 Prozent abwärts ging es im TecDax für den Apple Chart anzeigenKauf/Verkauf -Zulieferer Dialog Semiconductor Chart anzeigenKauf/Verkauf . Hier drückten Sorgen über eine möglicherweise schwache Nachfrage nach dem iPhone X den Kurs. Händler verwiesen auf einen Bericht der taiwanesischen Zeitung "Economic Daily", die unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen berichtet habe, Apple werde seine Quartalsabsatzprognose für das neue iPhone-Modell senken.

Technologieaktien zeigten sich auch davon belastet, dass es am Freitag vor Weihnachten und auch am Dienstag an der Nasdaq-Börse leicht abwärts gegangen war. Hierzulande drückte dies im Dax die Aktien des Chip-Ausrüsters Aixtron Chart anzeigenKauf/Verkauf um fast 6 Prozent nach unten.

Der weiter steigende Kupferpreis verhalf den Papieren des Hamburger Kupferverarbeiters Aurubis Chart anzeigenKauf/Verkauf zu einem Kursplus von 1,4 Prozent. Marktbeobachter erklärten den jüngsten Preissprung beim Kupfer mit Produktionskürzungen in China.

Größter Kursgewinner im TecDax waren die Papiere von Evotec Chart anzeigenKauf/Verkauf mit einem Aufschlag von 7,5 Prozent. Allerdings waren die Aktien des Biotech-Unternehmens zuletzt vom Hoch von Anfang Oktober um mehr als 40 Prozent eingebrochen und erholten sich nun etwas.

Der EuroStoxx 50 beendete den Tag mit minus 0,09 Prozent auf 3550,17 Punkten. In Paris trat der Leitindex CAC-40 wie der Dax auf der Stelle. Die Londoner Börse meldete hingegen leichte Kursgewinne. In den USA lag der Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsschluss leicht im Plus.

Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite unverändert bei 0,26 Prozent. Der Rentenindex Rex stagnierte ebenfalls bei 140,66 Punkten. Der Bund-Future Chart anzeigenKauf/Verkauf stieg um 0,40 auf 162,28 Punkte. Der Euro legte zu auf 1,1896 US-Dollar, vorübergehend war er über 1,19 Dollar gestiegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1895 US-Dollar festgesetzt./bek/men

--- Von Benjamin Krieger, dpa-AFX ---

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