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22. Mai 2019

Liebe Leser,

Über manipulierte Währungen, den schwachen Renminbi und australische Steuersenkungen Washington verschärft die Kriterien zur Einstufung als Währungsmanipulator, ein zum US-Dollar fallender Renminbi könnte chinesische Exportverluste ausgleichen, und das positive Quartalswachstum darfüber die Schwäche der Wirtschaft in Singapur nicht hinwegtäuschen.
USA beobachten Währungsmanipulatoren genau
Was haben die Schweiz, Südkorea und China gemeinsam? Sie stehen mit zehn weiteren Ländern als mögliche Währungsmanipulatoren unter US-Beobachtung. Auch Deutschland ist stellvertretend für die Eurozone dabei. In einem Bericht des US-Finanzministeriums, der noch diesen Monat erwartet wird, könnte die Zahl sogar auf insgesamt 20 steigen. Denn von den drei Kriterien – ein erheblicher Handelsüberschuss mit den USA, deutliche Interventionen am Devisenmarkt und ein hoher Leistungsbilanzüberschuss – wurde das letztere verschärft. 1994 stuften die USA mit China das bisher letzte Mal einen Handelspartner als Währungsmanipulator ein. Auf eine Einstufung folgen zunächst Verhandlungen mit Washington und dann Sanktionen, unter denen auch die Unternehmen der betroffenen Länder leiden würden. Daher dürften die dortigen Aktienmärkte auf den Status negativ reagieren.
Renminbikurs ein Faktor im Handelsstreit mit den USA
Da der Wechselkurs des Renminbi zum US-Dollar Teil der Handelsgespräche war, hat sich Peking in den letzten zwei Monaten um Währungsstabilität bemüht. Seit der Eskalation der Verhandlungen Anfang Mai verlor der Renminbi aber über zweieinhalb Prozent und notiert jetzt bei 6,91 Yuan je US-Dollar.
https://www.deutsche-bank.de/dam/deutschebank/de/pgk/pk/testassets/Wechselkursentwicklung_USD_CNY.svg
Eine weitere Abwertung würde chinesischen Exporteuren helfen, die unter den US-Strafzöllen leiden. Als der Wechselkurs im Oktober 2018 bei 6,97 Yuan zum Greenback lag, verhinderte Peking jedoch das Überschreiten der psychologischen Marke von 7, um Washington nicht weiter zu verärgern. Wegen des bereits getrübten Verhältnisses könnte das diesmal anders werden. Eine Abwertung auf 7,10 Yuan zum US-Dollar würde die negativen Effekte der US-Strafzölle für chinesische Exporteure in etwa ausgleichen.
Singapurs Wachstum überrascht und enttäuscht zugleich
Auf den ersten Blick sieht Singapurs Wachstum im ersten Quartal mit 3,8 Prozent zum Vorquartal sehr gut aus – erwartet worden waren nur 2,3 Prozent. Vor allem der Bau trug zum ersten Mal seit zehn Quartalen positiv zum BIP bei. Ein genauerer Blick zeigt aber, dass sowohl das Verarbeitende Gewerbe als auch der Export schwach waren. Daher wundert es nicht, dass das Plus im Jahresvergleich mit 1,2 Prozent enttäuschte. Die Regierung nahm die Aussichten für das Gesamtjahr 2019 auf 1,5 bis 2,5 Prozent zurück. Der Markt spekuliert nun auf eine Lockerung der Geldpolitik. Keine Erfolgsstory für den Singapur-Dollar, der schon seit einiger Zeit zum US-Dollar abwertet. Vielleicht aber eine Stabilisierung der Wirtschaft und des Ausblicks für den Straits-Times-Index, der 2019 mit etwas mehr als fünf Prozent Performance in Euro bisher schlechter gelaufen ist als beispielsweise der MSCI-World-Aktienindex.
Steuersenkungen nach Australienwahl
Australiens Premier Scott Morrison erhält überraschend eine dritte Amtszeit. Bereits wenige Stunden nach der Parlamentswahl kündigte seine liberal-nationale Koalition Steuersenkungen an. Gebeutelt vom schwachen Immobilienmarkt, unsicheren Rohstoffmärkten und Gegenwind vom Welthandel, kann die Wirtschaft konjunkturpolitische Unterstützung gebrauchen: Am Aktienmarkt kam das gut an, mit besonders hohen Kursgewinnen bei Banktiteln. Für eine nachhaltige Konjunkturwende wird der Wahlsieg allein aber nicht reichen. Die Notenbank deutete daher Leitzinssenkungen an, die das Aufwertungspotenzial für den „Aussie“ begrenzen dürften. Auch der Aktienmarkt benötigt Hinweise, dass sich die aktuelle Wachstumsdelle verabschiedet.
Wenn alles anders kommt: Überraschungen an der Börse
https://itunes.apple.com/de/podcast/perspektiven-to-go/id1447547025?mt=2
Dotcom-Blase, Lehman-Pleite oder Brexit: Vor bösen Überraschungen sind Anleger nie gefeit. Doch es gibt Strategien, wie Investoren in Ausnahmesituationen handeln, sich positionieren – und sich absichern können. Darüber spricht Finanzjournalistin Jessica Schwarzer mit mir in der neuen Folge von „Perspektiven To Go“.

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Zahl des Tages: 2624
Alte Bäume haben es dem Geowissenschaftler David Stahle von der Universität Arkansas angetan. Nun ist er im Naturschutzgebiet am Black River in North Carolina auf eine Sumpfzypresse gestoßen, die seit 2624 Jahren aufrecht steht – mindestens. Sie ist damit der weltweit älteste Baum ihrer Art und könnte Daten zur Klimageschichte der Region liefern. Und zeichnet sich durch außerordentliche Standfestigkeit aus.

Lassen Sie sich heute von nichts umhauen!

Herzlichst,
Unterschrift: Dr. Ulrich Stephan
Ihr Ulrich Stephan
Chef-Anlagestratege Privat- und Firmenkunden

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