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19. September 2017

Liebe Leser,

Portugals Staatsanleihen sind laut Ratingagentur Standard & Poor’s kein Ramsch mehr. Vor allem dank gestiegener Haushaltsdisziplin gab sie portugiesischen Bonds jetzt das Gütesiegel „Investment Grade“ zurück. Die Rendite für zehnjährige Papiere aus Lissabon fiel daraufhin auf 2,51 Prozent, auch Bonds aus Spanien oder Italien verzinsten geringer. Zieht eine weitere Ratingagentur bei Portugal nach, dürften mehr institutionelle Investoren dessen Anleihen ins Auge fassen. Das verspräche der Euro-Peripherie weitere Entspannung. Weil sich aber ein EZB-Kurswechsel und damit ein langsam steigendes Zinsniveau im Euroraum abzeichnen, könnten Kurzläufer die bessere Wahl sein.

Die aktuelle Hurrikansaison wirbelt Europas Rückversicherer auf. Nach „Harvey“ und „Irma“ senkten erste Konzerne ihre Gewinnerwartung – werden doch die versicherten Schäden durch diese Stürme inzwischen auf 32 bis 50 Milliarden US-Dollar geschätzt. Das läge indes deutlich unter den rund 60 Milliarden US-Dollar, die „Katrina“ 2005 hinterließ. Derzeit scheinen die Schäden weder das Eigenkapital noch die geplanten Dividenden und Aktienrückkäufe zu bedrohen. Doch zieht jetzt Hurrikan „Maria“ unter anderem Richtung Puerto Rico und könnte Gewinnwachstum und Aktienperformance in dem Sektor gefährden.

Europas Telekommunikationssektor hinkt dem Gesamtmarkt seit Jahresanfang hinterher und ist deutlich niedriger bewertet. Doch jetzt zeichnet sich ein Ende der durch die Abschaffung der Roaminggebühren angestoßenen Abwärtsspirale bei den Mobilfunkpreisen ab. Zudem dürften neue Smartphonemodelle neue Kunden in teurere Verträge locken. Dies verspricht der Branche schon im vierten Quartal mehr Umsatz, kommendes Jahr scheint im Vergleich zu 2017 ein Plus von drei bis vier Prozent möglich. Was bleibt, ist die Belastung durch den – teils staatlich verordneten – Ausbau schneller Datennetze. Anbieter, die hier weiter sind als die Konkurrenz, könnten an der Börse bessere Aussichten haben, sollte eine Trendwende beim Umsatz einsetzen.

Europäische IT-Anbieter stehen oft im Schatten der amerikanischen Tech-Giganten. Zu Unrecht. Der Sektor hat 2017 bisher mit einem Plus von gut 19 Prozent nicht nur den Stoxx 600, sondern in Euro gerechnet auch die US-Konkurrenz klar outperformt. Denn die hiesige Branche scheint vor allem in zwei Bereichen gut aufgestellt: Zum einen ist sie stark bei IT-Sicherheit, zum anderen im Cloudgeschäft, auf das Unternehmenskunden zwecks Einsparungen verstärkt setzen. Zwar sind auch Europas Techaktien längst nicht mehr günstig bewertet. Doch angesichts der Stärke in Zukunftsfeldern könnte der Sektor noch Luft nach oben haben.

Zahl des Tages: 35
Das Jahr 1982: Das Internet steckt in den Kinderschuhen, die Datenautobahn gleicht eher einem Trampelpfad. Um die noch rein schriftliche Kommunikation anschaulicher zu machen, schlägt der US-Informatiker Scott E. Fahlman heute vor 35 Jahren vor, Späße künftig durch die Zeichenfolge „Doppelpunkt, Bindestrich, Klammer zu“ anzuzeigen. Seitdem verbreitet das Smiley-Emoticon gute Laune. :-)

Ich wünsche Ihnen einen fröhlichen Start in den Tag!

Herzlichst,
Unterschrift: Dr. Ulrich Stephan
Ihr Ulrich Stephan
Chef-Anlagestratege Privat- und Firmenkunden

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