Marktausblick

Der Marktausblick gibt die Einschätzungen der Deutschen Bank zu den einzelnen Anlageklassen wieder. Die Texte beschreiben die Marktsegmente, die Farben stehen für die Gesamtheit der Anlageklasse: Ob für eine Anlageklasse ein positives oder negatives Performancepotenzial ausgewiesen wird, hängt von den zugrundeliegenden Marktsegmenten ab.

So lesen Sie den Marktausblick in der Übersicht:

Liquididät

Die bedeutenden Notenbanken rund um den Globus dürften auch im Jahr 2021 ihre expansive Geldpolitik beibehalten oder teilweise sogar noch ausweiten. Mit einem signifikanten Inflationsanstieg ist dennoch kaum zu rechnen, da die Kapazitätsauslastungen weltweit noch nicht ausgereizt sind und auch der Arbeitsmarkt noch keine Vollbeschäftigung aufweist. Die Geldmarktzinsen dürften weiterhin gering bleiben.

Immobilien

Der Immobilienmarkt bietet für 2021 interessante Perspektiven, steht .jedoch auch vor Herausforderungen. Der  Einzelhandelssektor beispielsweise könnte durch den anhaltenden Boom des Onlinehandels zunehmend unter Druck geraten. Wohnimmobilien, insbesondere in Ballungszentren, sollten vor dem Hintergrund der fortschreitenden Urbanisierung dagegen weiterhin Wachstumspotenzial bieten. Der Wohnungsmangel dürfte diesen Trend stützen.
Insgesamt kann ein breit diversifiziertes Immobilienportfolio einen interessanten Portfoliobaustein bilden.

Renten

Die Renditeaussichten am Anleihemarkt bleiben insgesamt begrenzt. Die Verzinsungen von Anleihen mit geringer Laufzeit dürften durch die expansive Geldpolitik auf niedrigen Niveaus verharren. Renditen bei längeren Laufzeiten
könnten im Zuge der wirtschaftlichen Erholung leicht steigen. Das würde die Kurse belasten – ebenso wie eine zunehmende Risikobereitschaft der Anleger, verbunden mit Kapitalflüssen zum Beispiel in Aktien.  Schwellenländeranleihen dürften einen gewissen Zinsvorteil bieten. Aus Diversifikationsgesichtspunkten gehören Anleihen auch im Jahr 2021 in ein breit gestreutes Portfolio.

Aktien

Nach dem Krisenjahr 2020 könnten die Aktienmärkte 2021 Kurspotenzial bieten, sollte sich die konjunkturelle Erholung wie erwartet fortsetzen. Preisschwankungen dürften jedoch anhalten, da weiterhin wirtschaftliche und politische Risiken bestehen. Für Unternehmen aus den USA und Europa erwartet die Analystengemeinde Gewinnzuwächse im zweistelligen Prozentbereich. Allen voran die von der Coronavirus-Krise besonders betroffenen zyklischen Sektoren wie Tourismus, Banken, Grundstoffe und Industrie dürften Aufholpotenzial bieten. Anleger sollten Aktieninvestments breit streuen, derzeit mit einem möglichen Fokus auf Zykliker.

Rohstoffe

Der erwartete wirtschaftliche Aufschwung dürfte die Ölnachfrage und damit den Ölpreis stützen – die Schwankungen sollten jedoch anhalten. Die starke Investitionszurückhaltung der Branche führt zudem langfristig zu einer Verknappung des Ölangebotes. Auf kurze und mittlere Sicht könnten Industriemetalle unter anderem von den weltweit aufgelegten Infrastrukturprogrammen profitieren. Abnehmende Risiken und leicht steigende Anleiherenditen dürften die Nachfrage nach der „Krisenwährung“ Gold dämpfen.

Quelle: Deutsche Bank Chief Investment Officer, Private Bank Germany, Stand: 8. Dezember 2020. 
Detailinformationen zu den einzelnen Anlageklassen sowie deren Chancen und Risiken gibt Ihnen gern Ihr Berater.

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