Übergreifendes – 09.04.21

Übergreifendes – 09.04.21

Kapitalmarktausblick April

Kapitalmarktausblick April

Der monatliche Kapitalmarktausblick gibt Ihnen einen umfassenden Überblick darüber, wie die Deutsche Bank die Entwicklung der Wirtschaft und einzelner Anlageklassen einschätzt. 

Der monatliche Kapitalmarktausblick gibt Ihnen einen umfassenden Überblick darüber, wie die Deutsche Bank die Entwicklung der Wirtschaft und einzelner Anlageklassen einschätzt. 

Liquidität

Der jüngste Zinsanstieg bei US-Staatsanleihen – auch aufgrundsteigender Inflationserwartungen – verunsichert die Märkte,doch die US-Notenbank deutet keinerlei Straffung ihrer Geldpolitikin absehbarer Zeit an, da der Preisanstieg derzeit nochkein Problem darstelle. Die EZB erhöhte zuletzt ihre wöchentlichenAnleihekäufe. Daher erscheinen Zinsanhebungen weiterhinfern und mit ihnen auch Anlagemöglichkeiten am Geldmarkt.

Immobilien

Der Zyklus am Immobilienmarkt ist trotz Pandemie intakt. Auch dieses Jahr dürften die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland zulegen. Langfristig könnte es aber zu einer Abkühlung kommen, da sich preistreibende Faktoren wie Zuwanderung, günstige Finanzierungskosten oder geringe Baufertigstellungen abschwächen könnten. Anleger sollten deshalb auch Sektoren wie Büroimmobilien oder Logistik berücksichtigen.

Renten

Der Renditeanstieg bei US-Staatsanleihen könnte noch etwas anhalten, zumal die US-Notenbank Fed bislang stillhält. Kurse europäischer Staatspapiere, die aktuell vom EZB-Kaufprogramm profitieren, könnten konjunkturell bedingt künftig ebenfalls unter Druck geraten. Die Anlagechancen für Privatanleger bleiben begrenzt. Auch die Kurse von Unternehmensanleihen dürften von steigenden Zinsen belastet werden.

Aktien

Konjunktursensible Aktien profitieren aktuell von der Erholung in China und USA. Der Trend könnte sich in den kommenden Monaten fortsetzen, wenn sich in der Eurozone ein nachhaltiger Wirtschaftsaufschwung bemerkbar macht. Zyklische Unternehmen aus Japan und Europa könnten interessant sein. Hochbewertete Wachstumstitel mit starkem Fokus auf künftige Gewinne sollten in Zeiten steigender Zinsen eher gemieden werden.

Rohstoffe

Steigende US-Zinsen und ein stärkerer US-Dollar belasten die Aussichten für den Goldpreis. Eine wachsende Nachfrage aus Asien könnte den Preisdruck etwas lindern, für eine gute Performance im Depot reicht dies aber voraussichtlich nicht aus. Die Preise von vielen Industriemetallen stehen so hoch wie seit Jahren nicht mehr und haben nur noch begrenztes Preispotenzial.

Legende

Quelle: Deutsche Bank Private & Commercial Clients, CIO, Stand: 07.04.2021, 14 Uhr. Detailinformationen zu einzelnen Anlageklassen sowie deren Chancen und Risiken gibt Ihnen gerne Ihr Berater.

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Redaktionsschluss: 07.04.2021, 14 Uhr.