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Die Corona-Pandemie ist noch nicht überstanden, inzwischen aber kehren auch in den USA Schritt für Schritt Büromitarbeiter an ihren Arbeitsplatz im Unternehmen zurück. Die vergangenen Monate haben gezeigt, dass in vielen Branchen mobiles Arbeiten vorzugsweise im Homeoffice besser funktioniert als bislang vermutet. Das ist allen voran Fortschritten bei der Digitalisierung zu verdanken – und könnte durch Covid-19 einen weiteren Schub erfahren. Viele Investoren befürchten nun eine sinkende Flächennachfrage mit entsprechenden Performanceeinbußen.

Die Deutsche Bank teilt diese Sorgen für den US-Büroimmobilienmarkt nicht. Entscheidende Faktoren beim Thema Homeoffice sind die Bereitschaft und die Fähigkeit von Mitarbeitern, ihren Job künftig außerhalb des gewohnten Büroumfelds zu erledigen. Einer Umfrage (16. April – 4. Mai) des Architekturbüros Gensler zufolge möchten nur 12 Prozent der US-Büroangestellten aus Unternehmen ab 100 Mitarbeitern Vollzeit von zu Hause aus arbeiten. Weitere 18 Prozent können sich das immerhin für drei bis vier Tage pro Woche vorstellen – die überwiegende Mehrheit will zurück ins Büro.

Geringere Wertsteigerung

Die US-Unternehmen benötigen zur Einhaltung der neuen Abstandsregeln rund 20 Prozent mehr Bürofläche. Einen Teil des Flächenbedarfs können die Unternehmen dadurch reduzieren, dass sie mehr Mitarbeitern mobiles Arbeiten ermöglichen. Die Chancen auf einen stabilen, robust wachsenden US-Büroimmobilienmarkt stehen nach Einschätzung der Deutschen Bank gut. Bei einer prognostizierten Homeoffice-Quote von 18 Prozent würde die Büronachfrage aber immer noch um 9 Prozent steigen.

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Redaktionsschluss: 07.08.2020