Die Deutsche Bank erwartet zwar, dass die Corona-Krise den US-Immobilienmarkt belasten wird. Anders als in früheren Rezessionen dürften die Renditen aber kaum steigen. 2021 könnten Objekte, die coronabedingt in Schwierigkeiten geraten sind, zum Verkauf stehen – ein Negativtrend ist allerdings bislang nicht absehbar.

Zu den Gewinnern der Pandemie zählen Industrieimmobilie. Der Trend zum E-Commerce hat sich noch einmal beschleunigt, die Umsätze legten allein im April im Vorjahresvergleich um knapp 30 Prozent zu. Damit sie schnell liefern können, haben Onlinehändler ihre Lagerbestände massiv aufgestockt. Diese Geschäftspolitik dürften die Firmen fortsetzen, um für künftige Unterbrechungen in den Lieferketten gewappnet zu sein. 

Strukturelle Faktoren

Mobiles Arbeiten und der Trend zum Homeoffice könnten die Flächennachfrage bei Büroimmobilien nachhaltig dämpfen. Ungeachtet dieser These gilt: Für Büroimmobilien sind die Investitionskosten vergleichsweise hoch. Deshalb outperformt das Segment den Gesamtmarkt typischerweise erst spät im Zyklus, wenn die Mieten robust wachsen – das aber ist in den USA erst wieder in einigen Jahren zu erwarten.Aus Investorensicht bevorzugt die Deutsche Bank defensive Investments, die durch strukturelle Faktoren unterstützt werden. Dazu gehören Industrie- und Wohnimmobilien – vorzugsweise in Regionen mit hoher Wertschöpfung aus dem Technologiesektor und starkem Bevölkerungswachstum. Außerdem dürften vor dem Hintergrund niedriger Kapitalmarktzinsen Assets mit stabilen Cashflows profitieren

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Redaktionsschluss: 10.09.2020