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Die Corona-Pandemie geht auch am deutschen Immobiliensektor nicht spurlos vorüber – Investoren könnten sich aber weiterhin interessante Perspektiven bieten. So dürfte der boomende Onlinehandel auch künftig die Nachfrage nach Industrieimmobilien stützen. Viele Händler suchen neue Lagerräume und moderne Verteilzentren mit guter Verkehrsanbindung. Die Eigentümer, Entwickler und Betreiber solcher Immobilien legten im 3. Quartal 2020 nicht nur überzeugende Geschäftszahlen vor, sondern berichteten über anhaltend gute Geschäftsaussichten. Immobilienfirmen dürften mit steigenden Umsätzen und Gewinnen von dieser Entwicklung im E-Commerce profitieren. Die Kehrseite der Medaille: Der stationäre Einzelhandel könnte zunehmend unter Druck geraten.

Interessante Perspektiven

Auch Büroimmobilien sollten gefragt bleiben – trotz der Corona-Krise und des Trends zu mehr Homeoffice. Das Segment profitiert davon, dass auch in Zukunft Arbeitsplätze vermehrt im Dienstleistungsbereich entstehen, während Jobs in der Industrie wegfallen. Tatsächlich sind die Mieten im Vergleich zum Jahresbeginn an fast allen wichtigen Standorten nicht gesunken, sondern haben sich in den vergangenen Monaten robust entwickelt. Der deutsche Markt zählt hier 2020 klar zu den Outperformern in der Eurozone.

Ganz ungeschoren kommt der Sektor aber nicht davon: Der Flächenumsatz liegt 30 Prozent bis 45 Prozent unter Vorjahresniveau. Mit der Verfügbarkeit eines Impfstoffs gegen COVID-19 dürfte der Bedarf an Büroflächen rasch wieder steigen. Größere Leerstände und Mietrückgänge sind dann auch in Zukunft nicht zu erwarten.

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Redaktionsschluss: 10.12.2020