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Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) könnte „in naher Zukunft“ die Ergebnisse ihrer seit 2018 laufenden Überprüfung der geldpolitischen Strategie, Instrumente und Kommunikation veröffentlichen. Ziel: Die Geldpolitik soll für die Marktteilnehmer transparenter und damit wirksamer werden – eine Blaupause für den Umgang mit den Besonderheiten des Corona-Schocks ist aber nach Einschätzung der Deutschen Bank nicht zu erwarten. Unterdessen hat die jüngste Sitzung der Fed bestätigt, dass die US-Notenbanker auf der Zinsseite ihren effektiven Spielraum weitgehend ausgeschöpft haben. Der Leitzins blieb unverändert, obwohl sich die Fed-Mitglieder über das abnehmende Tempo der konjunkturellen Erholung sorgen.

Klare Antwort

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat im Juli ebenfalls keine Kursänderung beschlossen. Präsidentin Christine Lagarde trat aber Spekulationen entgegen, das Pandemic Emergency Purchase Programme (PEPP) könne nicht vollständig ausgereizt werden. Das Corona-Krisenprogramm hat ein Ankaufvolumen von 1,35 Billionen Euro – und die EZB-Chefin ist nicht bereit, Kompromisse einzugehen. Damit das PEPP seine Wirksamkeit behält, weicht die Notenbank aktuell vom EZB-Kapitalschlüssel ab und kauft verstärkt Anleihen aus Krisenländern. Außerdem betonte die EZB-Präsidentin, dass eine Änderung der Bedingungen für Bankeinlagen bei der EZB aktuell nicht zur Diskussion stünde.

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Redaktionsschluss: 07.08.2020