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Eine kleine Überraschung: Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) setzt 2021 ihr Ankaufprogramm für Staats- und Unternehmensanleihen mit einem Volumen von monatlich 120 Milliarden US-Dollar unverändert fort. Im Vorfeld der Fed-Sitzung im Dezember 2020 war spekuliert worden, dass die Fed eine Anpassung bei den Laufzeiten der angekauften Anleihen vornehmen könnte.

Die Währungshüter änderten aber ihre „Forward Guidance“, die Anlegern eine langfristige Orientierung über die künftige US-Geldpolitik vermittelt. Danach soll das Programm so lange fortgesetzt werden, bis am US-Arbeitsmarkt Vollbeschäftigung absehbar und das langfristige Inflationsziel von 2 Prozent erreicht ist. Die Deutsche Bank erwartet, dass die Notenbank erst 2022 beginnen wird, das Ankaufvolumen für Anleihen langsam abzusenken. Eine Leitzinserhöhung dürfte frühestens 2024 auf die Agenda kommen.

Längere Laufzeit

Eine weitere Lockerung der Geldpolitik ist auch für die Eurozone nicht zu erwarten. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat im Dezember zwar ihr Notkaufprogramm für Staatsanleihen und Unternehmensanleihen (PEPP) um 500 Milliarden auf 1,85 Billionen Euro aufgestockt. Damit können die Währungshüter das aktuelle Niveau der monatlichen Zukäufe in diesem Jahr stabil halten, aber nicht ausweiten. Gleichzeitig wurde das Laufzeitende für das PEPP um neun Monate auf März 2022 verlängert. Auslaufende Anleihen im EZB-Bestand sollen bis mindestens 2023 durch neue Anleihen ersetzt werden.

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Redaktionsschluss: 13.01.2021; 16 Uhr