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Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hat im Juni anhaltend niedrige Zinsen bis mindestens 2022 in Aussicht gestellt. Nachjustiert wurde das Kreditprogramm für kleinere und mittlere Firmen – die Unternehmen kommen nun leichter an das Geld. Das Gesamtvolumen von 600 Milliarden US-Dollar soll Firmen mit bis zu 15.000 Mitarbeitern oder einem Umsatz von höchstens 5 Milliarden US-Dollar helfen, die Corona-Krise zu bewältigen.

Inzwischen haben die Notenbanker auch weitere Details zu bevorstehenden Operationen am Sekundärmarkt im Rahmen ihres Mitte Mai aufgelegten Notfallprogramms zum Ankauf von Unternehmensanleihen mitgeteilt. Die sogenannte SMCCF (Secondary Market Corporate Credit Facility) hatte zunächst damit begonnen, Anteile von Börsenfonds auf dem Sekundärmarkt zu erwerben. Nun hat die Fed beschlossen, auch Einzelanleihen zu kaufen und das Kreditprogramm auf gemeinnützige Organisationen auszuweiten. Ziel ist auch hier, die Finanzmärkte zu stabilisieren und ausreichend Liquidität sicherzustellen.

Klare Antwort

Nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts sollte die Bundesregierung die Europäische Zentralbank (EZB) zu einer Überprüfung ihres Wertpapierkaufprogramms PSPP bewegen. Die EZB nahm im Juni Stellung zur Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen: Die Anleihekäufe seien angemessen, um das Ziel stabiler Preise zu gewährleisten. Auch seien ausreichende Sicherheitspuffer in die Kaufprogramme integriert, um mögliche Negativeffekte zu begrenzen. Die Politik war zufrieden.

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Redaktionsschluss: 09.07.2020