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In den USA hat sich erwartungsgemäß die Dynamik am Immobilienmarkt im 1. Quartal 2020 leicht abgeschwächt, der Gesamtmarkt präsentiert sich aber in einer robusten Verfassung. Die Erträge können sich sehen lassen: Mit einer Performance von 0,7 Prozent haben private Immobilien in den ersten drei Monaten des Jahres besser abgeschnitten als Aktien. Dagegen haben Anleihen wie auch schon in der 12-Monatsbetrachtung erneut besser performt als Immobilien. Immerhin aber verzeichneten erstklassige Objekte (Core-Immobilien) zum Ende des 1. Quartals 2020 im Durchschnitt der letzten vier Quartale eine Gesamtrendite von 5,3 Prozent (NCREIF Property Index).

Geringere Wertsteigerung

Die Zahlen vom US-Immobilienmarkt erfassen bislang nur einen kleinen Teil der zu erwartenden negativen Folgen der Pandemie. Sie sind insofern mit Vorsicht zu genießen. Insbesondere Einzelhandelsimmobilien könnten seit dem 2. Quartal 2020 noch stärker als ohnehin schon unter Druck geraten sein. Die jährliche Wertentwicklung in dem Segment war stärker rückläufig als in den Vorquartalen und betrug zum 31. März –6,4 Prozent.

In abgeschwächter Form zeigt sich diese Entwicklung allerdings auch in den anderen Immobiliensegmenten. Der Gesamtmarkt weist für den Betrachtungszeitraum von vier Quartalen nur noch eine Wertsteigerung der Immobilien von durchschnittlich 0,7 Prozent aus. Drei Viertel des jährlichen Total Returns wurden über die Mietrendite (4,5 Prozent) erwirtschaftet. Zum Vergleich: Vor zehn Jahren waren es erst 50 Prozent.

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Redaktionsschluss: 09.07.2020