Bund fördert Boom beim „grünen“ Bauen

Der Traum vom Haus im Grünen wächst um den Traum vom „grünen“ Haus, wie die Bilanz der KfW-Bank zeigt. Denn nie zuvor hat die Förderbank so viele Mittel für nachhaltiges Bauen vergeben wie 2020. Seit diesem Jahr gelten neue Antragswege für energieeffiziente Einzelmaßnahmen.

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Die Förderbank KfW weist für das Pandemiejahr 2020 eine Rekordbilanz auf. Das liegt zwar kurzfristig auch an den Corona-Hilfen, die über die staatliche Bank abgewickelt worden sind. Doch auch ohne diese Zahlungen wäre die Fördersumme der KfW deutlich gewachsen. Ein Grund dafür ist ihr zweitgrößter Bilanzposten: das energieeffiziente Bauen und Sanieren.

So förderte die Bank das „grüne“ Wohnen im vergangenen Jahr mit 26,9 Milliarden Euro – ein Zuwachs von rund 140 Prozent im Jahresvergleich. Die Förderung für energetisch optimierte Neubauten und die energieeffiziente Sanierung von Bestandsimmobilien entspricht mehr als der Hälfte des Volumens im gesamten KfW-Privatkundensegment.

„Bundesförderung für effiziente Gebäude“ bündelt Programme

Rund 140.000 Investitionszuschüsse wurden von Ende November 2020 bis zum Jahreswechsel allein für Ladestationen bei Wohngebäuden für Elektroautos zugesagt. 8,8 Milliarden Euro stellte die Bank zudem für die Wohneigentumsförderung und altersgerechte Umbauten von Immobilien bereit. Im Rahmen des Baukindergelds wurden auf 124.731 Anträge hin insgesamt 2,6 Milliarden Euro bewilligt.

Und ein Ende des „grünen“ Baubooms ist nicht in Sicht. Denn mit der im Januar 2021 eingeführten „Bundesförderung für effiziente Gebäude“ (BEG) will die Bundesregierung nun das nationale Klimaschutzprogramms 2030 vorantreiben. Die BEG bündelt die bisherigen Programme zur Förderung von Energieeffizienz und Erneuerbaren Energien im Gebäudebereich – darunter das CO2-Gebäudesanierungsprogramm und das Marktanreizprogramm zur Nutzung Erneuerbarer Energien im Wärmemarkt.

BAFA ersetzt KfW als Ansprechpartner

Damit geht auch eine wichtige Änderung für Ihre Kunden einher: Seit diesem Jahr müssen Mittel für bestimmte Einzelmaßnahmen der BEG nicht mehr bei der KfW beantragt werden, sondern beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Das BAFA fördert somit Maßnahmen an der Gebäudehülle, der Anlagentechnik, Erneuerbare Energien für Heizungen, Heizungsoptimierung sowie Fachplanung und Baubegleitung.

Auf dem Weg, die im Pariser Klimaabkommen vereinbarten Ziele bis 2050 zu erfüllen, sind dies nur erste Schritte des Bundes. Wer auch privat einen „grünen Fußabdruck“ hinterlassen will, muss so lange nicht warten. Denn schon jetzt können sich Kunden der Deutschen Bank von der App „Deutsche Bank Mobile“ ihren persönlichen CO2-Ausstoß pro Monat berechnen lassen. Ganz einfach – anhand Ihrer Kontobewegungen. Zunächst steht das Angebot für Apple-Nutzer zur Verfügung.