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Die Immobilienmärkte in der Eurozone meistern die Corona-Krise unterschiedlich gut. So entwickeln sich an vielen Standorten die Sektoren Logistik und Wohnen robust. Dagegen bleibt die Erholung bei Büro- und Einzelhandelsimmobilien mit Risiken behaftet. Für den Gesamtmarkt ist in den kommenden Monaten aber mit einer stabilen Rendite- und Wertentwicklung zu rechnen. Das lockt nach der Corona-Delle wieder mehr Investoren. Im Euroraum stiegen die Investitionen im 2. Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 6 Prozent auf 35 Milliarden Euro. Viele Investoren nehmen verstärkt Wohnimmobilien in den Blick. In Deutschland hat dieser Bereich im 1. Halbjahr fast 30 Prozent des gesamten Transaktionsvolumens ausgemacht. Angesichts guter Finanzierungsbedingungen und eines knappen Angebots setzt sich der Preisanstieg aktuell fort. Das gilt auch für die Mieten, die trotz regulatorischer Risiken und hoher Bautätigkeit weiter zulegen könnten.

Stabile Nachfrage

Im Sektor Büroimmobilien waren die Mieten im 2. Quartal 2021 nur noch an wenigen Standorten rückläufig, gleichzeitig zog die Flächennachfrage im Jahresvergleich um rund 25 Prozent an. Noch sind nicht alle Facetten des durch COVID-19 verursachten Marktwandels klar. Die Deutsche Bank ist aber optimistisch für flexible und moderne Bürolösungen in erstklassigen oder aufstrebenden Lagen. Nahezu ungebremst vollzieht sich in der Eurozone die Aufwärtsentwicklung bei Logistikimmobilien – die Flächennachfrage steuert 2021 auf einen neuen Rekord zu. Gleichzeitig sind die ohnehin niedrigen Leerstandsquoten weiter gesunken.

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Redaktionsschluss: 08.09.2021, 18.00 Uhr