Immobilien – 13.07.2022

Folgen der Pandemie

Die wichtigsten Fakten:

  • Die Belegungsquote von Büroarbeitsplätzen in den USA liegt weiter unter dem Vor-Corona-Niveau.
  • Steigende Hypothekenzinsen führen zu einer erhöhten Nachfrage nach Mietwohnungen in den USA.

Quelle: THANANIT / Adobe Stock

Der Anteil der Pendler und Geschäftsreisenden in international bedeutenden Verkehrszentren der USA ist relativ hoch. Sie sind daher stärker von den anhaltenden Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffen als andere Großstädte. In den sogenannten „Gateway Cities“ wie New York und San Francisco liegt die Belegungsquote von Büroarbeitsplätzen erst bei rund 35 Prozent des Vor-Corona-Niveaus. Andere US-Städte haben im Durchschnitt bereits 44 Prozent erreicht. Gleichzeitig sind auch Hotels in den Verkehrsmetropolen vergleichsweise weniger ausgelastet, da viele Unternehmen die Zahl der Geschäftsreisen reduziert haben. Die als Investitionsstandorte traditionell bedeutsamen Verkehrszentren könnten bei der Performance hinterherhinken. Die Deutsche Bank sieht daher vor allem außerhalb der „Gateway Cities“ interessante Anlagechancen im Büro-Sektor – aber auch für Logistikimmobilien.

Hohes Niveau

Unterdessen zeigt der deutliche Anstieg der Hypothekenzinsen am Markt für US-Wohnimmobilien Wirkung. Seit Januar haben sich Kredite durchschnittlich um 3 Prozentpunkte verteuert. Trotz der pandemiebedingt hohen Sparquote können sich immer weniger Haushalte den Kauf von Eigentum leisten. Das wiederum hat bereits spürbare Auswirkungen auf den Mietwohnungsmarkt. Die steigende Nachfrage dort treibt die Mieten weiter nach oben. Pikant: Ausgerechnet die aggressive Leitzinswende der US-Notenbank Federal Reserve nährt die Inflation, die sie bekämpfen will: Schon heute legen die Wohnkosten mit 5,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr so stark zu wie zuletzt 1991.

Aktuelle Marktkommentare erhalten Sie im täglichen Newsletter „PERSPEKTIVEN am Morgen“.

Redaktionsschluss: 07.07.2022, 18 Uhr;