Immbilien – 07.12.21

Immobilien: Viel Licht – und etwas Schatten

Die wichtigsten Fakten:

  • In den USA melden Core-Immobilien den kräftigsten Renditeschub über vier Quartale seit 2005.
  • Industrie- und Wohnimmobilien übertreffen den Gesamtmarkt, Büro und Einzelhandel laufen hinterher.

Quelle: THANANIT / Adobe Stock

Der kräftige Aufschwung am US-Immobilienmarkt hat sich auch im 3. Quartal 2021 fortgesetzt. Der aussagekräftige NCREIF Property Index (NPI) weist für erstklassige Immobilien in 1A-Lage mit hohem Vermietungsstand und sehr guter Mieterbonität (Core-Immobilien) eine Gesamtrendite von 5,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal aus – der stärkste Anstieg seit 2005. Über den Zeitraum von vier Quartalen beträgt der Zuwachs 12,2 Prozent, zuletzt lag er 2015 höher. Diese Entwicklung entspricht dem historischen Muster. Allerdings war die Streuung der Performance über die Sektoren und Märkte so groß wie seit über 40 Jahren nicht mehr.

Große Unterschiede

Historisch niedriger Leerstand (2,5 Prozent), Anstieg der Nettobetriebseinnahmen (NOI) um 10,2 Prozent im Jahresvergleich: Mit 32,4 Prozent erzielten Industrieimmobilien über die letzten vier Quartale die bislang höchste Gesamtrendite eines Sektors in der Geschichte des NPI (seit 1978). Ein entscheidender Faktor für die Entwicklung des Sektors war der boomende E-Commerce – der Onlinehandel baut seine Vertriebskapazitäten spürbar aus. Besser als der Gesamtmarkt haben sich auch Wohnimmobilien (13,4 Prozent) entwickelt. Die anhaltende Abwanderung älterer Millenials in die Vororte bewirkte, dass sich Wohnimmobilien dort stärker verteuerten als beispielsweise Hochhäuser in Innenstädten. Büro- und Einzelhandelsimmobilien laufen der starken Entwicklung des NPI weiter hinterher. Büroobjekte traten im 3. Quartal 2021 auf der Stelle und erzielten über vier Quartale eine Gesamtrendite von 4,9 Prozent.

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Redaktionsschluss: 03.12.2021, 18.00 Uhr