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Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) setzt trotz guter Konjunkturaussichten für die USA ihre lockere Geldpolitik fort. So werde das Volumen der monatlichen Wertpapierkäufe in Höhe von 120 Milliarden US-Dollar so lange nicht angetastet, bis substanzielle Fortschritte am Arbeitsmarkt und bei der Preisstabilität erreicht seien. Fed-Chef Jerome Powell stellte klar, dass er sich nicht von Projektionen leiten lassen wolle. Die Deutlichkeit, mit der er den Kurs kommunizierte, überraschte insofern, als die US-Wirtschaft 2021 mit 6,5 Prozent wachsen könnte – so stark wie zuletzt in den 1970er-Jahren. Der oberste US-Währungshüter wollte offenbar die Anleger beruhigen, die eine Zinswende der Fed befürchten.

Höheres Volumen

Die Europäische Zentralbank (EZB) reagierte zuletzt auf die aus ihrer Sicht nicht gewollte Verschärfung der Finanzierungsbedingungen in der Eurozone. Zwar tastete auch die EZB die Leitzinssätze nicht an, überraschte aber mit der Aussicht, dass „die Käufe im Rahmen des Pandemie-Anleihekaufprogramms (PEPP) in einem deutlich höheren Umfang als in den ersten Monaten dieses Jahres durchgeführt werden“. Zwar ließ die EZB das Gesamtvolumen ihres Krisen-programms unverändert, allerdings haben die Währungshüter der Eurozone mit Käufen im Wert von 870 Milliarden Euro auch erst rund die Hälfte des PEPP-Volumens von insgesamt 1,85 Billionen Euro genutzt. Der EZB bleibt also noch genügend Spielraum, um ihre Anleihekäufe auszudehnen.

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Redaktionsschluss: 07.04.2021, 14 Uhr