Immbilien – 14.01.22

Starke Bilanz, interessante Perspektiven

Die wichtigsten Fakten:

  • Investoren könnten mit Immobilien durchschnittlich bis zu knapp 4 Prozent Realrendite verdienen.
  • Konjunkturelle und strukturelle Faktoren sprechen für eine anhaltende Erholung im Segment Büroimmobilien.

Quelle: THANANIT / Adobe Stock

Der Aufwärtstrend an den globalen Immobilienmärkten hat sich 2021 fortgesetzt. Im 3. Quartal erreichte das Transaktionsvolumen gewerblicher Immobilien in der Eurozone 47,6 Milliarden Euro – 40 Prozent Plus gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Besonders dynamisch entwickelte sich die Nachfrage nach Logistik- und Wohnimmobilien. Moderat aufwärts ging es am Büromarkt. Lediglich Einzelhandelsobjekte und Hotels standen unter Druck.

Der Ausblick bleibt positiv: Auch 2022 dürften die Nachfrage hoch und die Finanzierungskosten niedrig bleiben. Zwar sind die Nettomieteinnahmen im Vergleich zum Kaufpreis von Gewerbeimmobilien vielerorts nur noch gering – insbesondere wegen der rückläufigen Mietrenditen im Logistikbereich. Doch im Gegensatz zur negativen realen Verzinsung bonitätsstarker Staatsanleihen können Investoren je nach Marktsegment aktuell durchschnittlich 3 Prozent bis knapp 4 Prozent Realrendite verdienen.

Große Unterschiede

Vorsichtig optimistisch beurteilt die Deutsche Bank die Entwicklung von Büroimmobilien. Zuletzt ist in der Eurozone die Flächennachfrage auf Mieterseite um 30 Prozent, in Deutschland sogar um 40 Prozent gestiegen – bleibt aber weiterhin unter ihrem Vor-Corona-Stand. Gleichzeitig sind die europäischen Büromieten so stark gestiegen wie seit Ende 2019 nicht mehr. So dürften 2021 an den führenden deutschen Standorten Mieten und Mietrenditen jeweils um rund 3 Prozent zugelegt haben. Ein robustes Wirtschaftswachstum und die strukturell bedingte Zunahme von Bürobeschäftigten sollten auch bei vermehrtem Homeoffice die Flächennachfrage künftig grundsätzlich stützen.

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Redaktionsschluss: 13.01.2022, 18 Uhr;