Rente: sechs Schritte in die richtige Richtung

Mit Ende 60 um die Welt reisen, Schlagzeug spielen lernen oder den Segelschein machen – warum nicht? Schließlich ist jetzt Zeit, um sich Träume zu erfüllen. Doch wie kann ich sicherstellen, dass ich mir das später auch leisten kann?


Es gibt gute Nachrichten – unsere Lebenserwartung steigt. Wer auf wie-alt-werde-ich.de sein voraussichtliches Alter berechnet, wird überrascht sein: Die meisten Menschen leben wahrscheinlich länger, als sie glauben. Gute Chancen also, dass Sie Ihren Lebensabend in vollen Zügen genießen können. Schließlich sind bis dahin die Kinder aus dem Haus, berufliche Verpflichtungen fallen in der Regel weg. Die neu gewonnene Freizeit nutzen viele Menschen, um sich lang gehegte Wünsche zu erfüllen. Ganz oben auf der Liste stehen Reisen und Projekte rund um Haus und Garten; aber auch Hobbys wie Chor oder Yoga. Häufig wird es im Alter auch noch einmal zur Herzensangelegenheit, wenn möglich die Familie zu unterstützen – zum Beispiel durch die Finanzierung des Studiums der Enkel. Alles gute Gründe, um ein Polster anzusparen. Aber wie? Wir erklären, wie Sie in sechs Schritten zu einem Plus auf Ihrem Rentenkonto kommen.


Schritt 1: sich einen Überblick verschaffen


Im Prinzip ist eine Altersvorsorge nichts weiter als ein lang angelegter Sparplan. Wer ein Händchen für Geldangelegenheiten hat, kann sich selbst schlau machen und daraus die passenden Anlagen ableiten. Sie müssen da aber nicht alleine durch: Sprechen Sie bei Bedarf mit einem Experten. Als Kunde der Deutschen Bank steht Ihnen Ihr Bankberater zur Seite, um einen individuellen Rentensparplan aufzustellen.

Schritt 2: die aktuelle Lebenssituation beachten


Angestellte haben andere Optionen als Selbständige, die Bedürfnisse jüngerer Sparer unterscheiden sich von denen der älteren. Zum Beispiel können jüngere oft nur kleine Beträge zurücklegen, profitieren jedoch von einer längeren Ansparphase. Aber auch, wer sofort eine Rente beziehen möchte, hat noch Möglichkeiten – etwa mit der 5 Sterne SofortRente der Deutschen Bank: Dabei zahlen Sie einmalig einen größeren Betrag ein, der renditeorientiert angelegt wird und aus dem Sie sofort eine monatliche Rente beziehen können.


Schritt 3: gesetzliche Rente ergänzen


Idealerweise haben Sie im Ruhestand gut 80 Prozent Ihres vorherigen Nettoeinkommens zur Verfügung – das gelingt nicht immer, ist jedoch ein sinnvolles Ziel. Als Angestellter sollten Sie sich zunächst mit Ihrer gesetzlichen Rente auseinandersetzen. Diese bildet den Basisbaustein, sollte aber in jedem Fall privat ergänzt werden.


Der Grund: Das Rentenniveau sinkt kontinuierlich. Einfacher gesagt: Im Vergleich zum Nettoeinkommen als Arbeitnehmer bekommen künftige Rentner immer weniger Rente. Im Jahr 2000 lag der Wert noch bei 52,9 Prozent, 2016 lag er nur noch bei 48,1 Prozent. Wer im Alter auf nichts verzichten möchte, sollte privat vorsorgen. Zudem bietet die gesetzliche Rentenversicherung keine ausreichende Absicherung gegen Berufsunfähigkeit. Auch eventuell auf Ihre Rente angewiesene Angehörige sind im Falle Ihres Todes nur eingeschränkt abgesichert.


Damit Sie Ihre Altersrente ohne Abschläge in Anspruch nehmen können, müssen Sie bei Rentenbeginn übrigens mindestens 67 Jahre alt sein. Wie es sich auswirkt, wenn Sie früher in Rente gehen, können Sie unter deutsche-rentenversicherung.de ermitteln.


Schritt 4: mit dem Arbeitgeber sprechen


Für Angestellte gibt es noch einen weiteren Weg: die betriebliche Altersversorgung (bAV). Dabei führt der Arbeitgeber einen festgelegten Betrag Ihres Bruttolohns für Ihre Vorsorge ab. Dieser Prozess wird auch als Entgeltumwandlung bezeichnet. Der Vorteil: Sie zahlen weniger Steuern und Sozialabgaben. Seit 2019 ist der Arbeitgeber zudem gesetzlich verpflichtet, einen Zuschuss zur betrieblichen Altersversorgung zu zahlen. Bietet Ihnen Ihr Arbeitgeber einen guten Vertrag an, bildet die betriebliche Altersversorgung eine attraktive Ergänzung Ihrer Rente.


Schritt 5: über private Versicherungen informieren


Es gibt eine Reihe von Versicherungskonzepten, die speziell auf die Altersvorsorge zugeschnitten sind. Das Prinzip ist immer gleich: Sie schließen einen Vertrag mit einer Versicherungsgesellschaft ab. Danach zahlen Sie regelmäßig oder als Einmalzahlung Geld ein. Ab einem vertraglich vereinbarten Zeitpunkt erhalten Sie von dem Versicherungsunternehmen einen monatlichen Betrag – ein Leben lang. Hinter Begriffen wie „Kapitallebensversicherung“ oder „klassische Rentenversicherung“ verbergen sich unterschiedliche Kategorien dieses Systems. Eine Sonderstellung nehmen staatlich geförderte Versicherungen ein. Dazu zählt die Riester-Rente, die der Staat durch Zulagen und Steuervorteile fördert. Ein weiteres staatliches Versicherungskonzept ist die sogenannte Rürup-Rente, die besonders für Selbständige und Freiberufler geeignet ist.


Schritt 6: starten statt warten


Die „eine“ Vorsorgestrategie gibt es nicht. Sie können auch mit einer Immobilie, Aktien oder anderen Wertanlagen für die Rente sparen. Alle Anlageformen haben unterschiedliche Chancen und Risiken. Sehen Sie sich um und finden Sie heraus, womit Sie sich wohlfühlen. Sollten Sie unsicher sein, was zu Ihnen passt: Ziehen Sie einen Experten hinzu. Dieser schaut sich nicht nur an, welche Produkte in Frage kommen, sondern hat auch Steuer und Sozialversicherung im Blick. In der Ansparphase und später in der Rentenphase.


Unsere Empfehlung lautet: starten statt warten. Grundsätzlich bringt Sie jedes Sparkonzept einer guten Rente etwas näher. Und kleine Schritte sind immer besser, als gar nichts zu tun. Sehen Sie die Altersvorsorge vor allem als Chance – damit Sie sich auch im Alter noch Extras leisten und Ihr Leben wie gewohnt genießen können.


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