Der Traum vom Sabbatical

Sabbatical verwirklichen

Auf dem Jakobsweg wandern, eine Weltreise machen, sich sozial engagieren oder mehr Zeit mit der Familie verbringen – es gibt viele Gründe für ein Sabbatical. Doch wie lässt sich der Traum von der beruflichen Auszeit verwirklichen?


Raus aus dem Alltagstrott, endlich mal nur die Dinge tun, die man wirklich machen möchte, für die man aber nie die Zeit findet – ein Traum für viele. So wundert es kaum, dass zahlreiche Arbeitnehmer intensiv über ein Sabbatical nachdenken. Doch bei vielen bleibt die Auszeit vom Berufsleben kaum mehr als ein heimlicher Wunschtraum. Ein wichtiger Grund dafür: Sie wissen nicht, wie sie ihren Wunsch in die Tat umsetzen sollen. Dabei ist das gar nicht so schwierig, wie es auf den ersten Blick erscheinen mag – jedenfalls, wenn man früh genug mit der Planung beginnt. Experten empfehlen einen Vorlauf von zwei Jahren. So kann man das Sabbatjahr entspannt organisieren, genug Geld ansparen und den Arbeitgeber auf seine Abwesenheit vorbereiten.

Wie nutzt man sein Sabbatical sinnvoll?

Reise um die Welt: Eine Reise in ferne Länder oder gleich um die ganze Welt ist immer noch der häufigste Grund für ein Sabbatical. Aus gutem Grund: Wie schon Goethe sagte, die beste Bildung findet ein Mensch auf Reisen. Gerade der Austausch mit fremden Kulturen erweitert den eigenen Horizont und stärkt die interkulturelle Kompetenz. Wem das noch nicht ausreicht, der kann das Sabbatjahr für einen Sprachkurs im Ausland nutzen.


Ein Tipp für Sparfüchse: In vielen Ländern kann man kostenlos übernachten – und das nicht in überfüllten Schlafsälen, sondern in luxuriösen Villen oder auf Bio-Bauernhöfen. Der Trend nennt sich House Sitting. Hausbesitzer suchen Freiwillige, die beispielsweise auf ihre Haustiere aufpassen, während sie selbst weg sind. Und beim Urlaub auf dem Bauernhof wird Arbeitskraft gegen Kost und Logis getauscht. Meist müssen die Urlauber vormittags helfen und können die Nachmittage nach ihren Wünschen verbringen – zum Beispiel am Strand.Hausbesitzer suchen Freiwillige, die beispielsweise auf ihre Haustiere aufpassen, während sie selbst weg sind. Und beim Urlaub auf dem Bauernhof wird Arbeitskraft gegen Kost und Logis getauscht. Meist müssen die Urlauber vormittags helfen und können die Nachmittage nach ihren Wünschen verbringen – zum Beispiel am Strand.


Mehr Zeit mit der Familie: Auch mehr Zeit für Familie und Freunde ist ein guter Grund für eine längere Pause. Zum Beispiel könnte man das Sabbatjahr für eine weitere Elternzeit mit dem Nachwuchs nutzen oder eine Pause vom Job machen, um einen geliebten Angehörigen zu pflegen.



Sabbatical verwirklichen



Es gibt viele Wege zum Sabbatical. Finden Sie Ihren.

Soziales Engagement: Während des Sabbaticals bleibt endlich genug Zeit für soziales Engagement – im Ausland oder vor der eigenen Haustür. Die Auswahl ist riesig: Tierheime freuen sich genauso über jede helfende Hand wie die Tafel oder Hilfsprojekte in Entwicklungsländern. Auch Zeit mit Senioren im Altenheim verbringen oder Flüchtlinge beim Deutschlernen unterstützen sind sinnvolle und erfüllende Aufgaben. Denn wer anderen hilft, erfährt viel Dankbarkeit – und die macht bekanntlich glücklich.

Eigene Projekte: In Schweden dürfen Arbeitnehmer eine sechsmonatige Auszeit von der Arbeit nehmen, um ein eigenes Start-up auf die Beine zu stellen. Davon träumen auch viele Arbeitnehmer in Deutschland und wollen die Auszeit als Start in die Selbstständigkeit oder für ein eigenes Sozialprojekt nutzen. Tatsächlich ist die freie Zeit eine ideale Möglichkeit, um einen Businessplan zu entwickeln und auf Markttauglichkeit zu prüfen. Der Vorteil: Ist die eigene Idee doch eher ein Liebhaberprojekt ohne Aussicht auf wirtschaftlichen Erfolg, kann man einfach in seinen alten Job zurückkehren.


Ist ein konkreter Plan für das Sabbatjahr gefasst, sollte man unbedingt den Arbeitgeber über seine Pläne informieren. Einen gesetzlichen Anspruch auf Freistellung gibt es nicht. Viele große Konzerne bieten ihren Mitarbeitern aber inzwischen spezielle Programme. Der Vorteil: Die Rahmenbedingungen für die Auszeit sind klar geregelt und es gibt ein Recht auf eine Rückkehr an den Arbeitsplatz. Auch in Betrieben ohne klare Regelungen ist eine Auszeit natürlich grundsätzlich möglich. Wichtig ist es, in diesem Fall einen Sabbatical-Vertrag abzuschließen. Darin werden sämtliche Absprachen mit dem Arbeitgeber festgehalten – zum Beispiel die Rückkehr an den alten Arbeitsplatz oder eine Regelung für betriebsbedingte Kündigungen während der Auszeit. Beratend zur Seite stehen beispielsweise der Betriebsrat der Firma und die Experten verschiedener Online-Portale.

Wie finanziert man die Auszeit?

Grundsätzlich gibt es drei verschiedene Modelle, um ein Sabbatjahr zu finanzieren. Manche Betriebe bieten ein Arbeitszeitkonto an. Darauf werden Urlaubstage oder Überstunden eingezahlt, die während des Sabbaticals eingelöst werden können. Eine andere Variante ist der Lohnverzicht auf Zeit. Der Arbeitnehmer verzichtet auf einen Teil seines Lohns und lässt ihn sich während der Auszeit auszahlen. Ein großer Vorteil bei beiden Modellen: Es fließt Geld, und die Sozialversicherung besteht weiter. Eine weitere Möglichkeit ist der unbezahlte Sonderurlaub für die Zeit des Sabbaticals. Allerdings muss man sich dann selbst um seine Versicherungen kümmern und genug Geld auf der hohen Kante haben.

Welche Versicherungen braucht man während des Sabbaticals?

Ein leidiges, aber wichtiges Thema sind die Versicherungen während der Auszeit. Wer weiterhin Gehalt von seinem Arbeitgeber bezieht, ist fein raus und weiter versichert. Anders sieht es bei unbezahltem Urlaub aus, dann muss man Kranken-, Renten- und Arbeitslosenversicherung aus eigener Tasche zahlen. Beruhigend zu wissen: Wer im Sabbatical kein Geld als Freelancer verdient, für den sind diese Beiträge ziemlich gering. Wer eine Weltreise plant, braucht noch mehr Versicherungen, zum Beispiel eine Auslandsreisekrankenversicherung oder eine Haftpflichtversicherung, die weltweit greift.


Auch wenn diese To-do-Liste ziemlich lang wirkt und viele Entscheidungen getroffen werden müssen, lohnt es sich, den eigenen Traum vom Sabbatical zu verfolgen. Immerhin verspricht die Auszeit viele neue Erfahrungen und Erlebnisse, die das Leben nachhaltig beeinflussen können – auch dann noch, wenn man längst wieder im Alltagstrott angekommen ist.

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