Staatlich gefördert vorsorgen

Zukunftsvorsorge mit Geld vom Staat

Für Ihre private Rente können Sie staatlich geförderte
Ver­sorgungsmodelle nutzen: Die Riester-Förderung, die Rürup-Förderung oder die betriebliche Altersvorsorgung. Im persönlichen Gespräch analysieren wir gemeinsam mit Ihnen, welches Modell für Sie das richtige ist.

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Riester Rente

Aufgeklärt.
Die fünf größten Vorurteile über Riester-Rente 

 

 

Nicht alles, was über die Riester-Rente gesagt wird, stimmt. Lesen Sie hier die häufigsten Vorurteile – und was wirklich den Tatsachen entspricht.
 

1. „Riester lohnt sich nicht.“

2. „Ich muss über 100 werden, damit sich Riester auszahlt.“

3. „Riester lohnt sich nur mit vielen Kindern.“

4. „Wenn ich sterbe, ist das Geld weg.“

5. „Wenn ich im Alter im Ausland leben will, habe ich nichts von meiner Riester-Rente.“

 

 

Staatliche Zulagen und Steuervorteile im Überblick

Art der Vorsorge 

Für wen geeignet? 

Vorteile

 

Riester-Förderung

 

 

 

 

 

Ideal für Familien und Berufseinsteiger, aber auch Minijobber oder ALG-II-Empfänger und alle, die staatliche Zulagen und Steuervorteile kombinieren wollen.

 

 

 

 

  • Wer 4 % des Vorjahresbruttos spart, erhält eine staatliche Zulage von 154 Euro.
  • Pro Jahr sind 2.100 Euro steuerlich absetzbar.
  • Kinderzulage von 300 Euro pro Kind / Jahr für ab 2008 geborene Kinder (vorher 185 Euro) und Berufseinsteigerbonus: 200 Euro für alle unter 25 Jahren.

 

Betriebliche Altersversorgung
(bAV)

 

 

 

 

 

Ideal für Arbeitnehmer, die Steuer- und Sozialabgaben sparen möchten. Zuschüsse oder vermögenswirksame Leistungen vom Arbeitgeber können umgewidmet werden.

 

 

 

  • Der Arbeitgeber schließt die bAV für seine Belegschaft ab.
  • Ein Teil des Bruttolohns wird in Beiträge für eine bAV umgewandelt.
  • Die Beiträge sind bis 3.048 EUR (4 % der Beitragsbemessungsgrenze (West) der allgemeinen Rentenversicherung 2016) steuer- und sozialversicherungsfrei.

 

Rürup-Förderung

 

 

 

 

 

Ideal für Unternehmer, Freiberufler, Selbstständige und gut verdienende Angestellte, die sehr hohe Steuervorteile nutzen wollen.

 

 

 

  • Die Beiträge sind bei Alleinstehenden bis zu 23.362 Euro, bei Ehepaaren bis zu 46.724 Euro pro Jahr steuerlich absetzbar.
  • Für 2017 sind die Beiträge anteilig zu 84 % absetzbar. Der Anteil steigt jährlich um 2 Prozentpunkte bis auf 100 % in 2025.
  • Flexible Einzahlungen sind möglich.

1. „Riester lohnt sich nicht.“
Riester kann sich schon allein wegen der staatlichen Förderung und Zulagen lohnen.

  • Der Staat stockt Ihre Beiträge durch Zulagen auf — anders als die Zinsen sind diese staatlischen Zulagen nicht gesunken und sprechen im derzeitigen Zinstief für die Riester-Rente
  • Sie können von Steuervorteilen profitieren. 

 

 

2. „Ich muss über 100 werden, damit sich Riester auszahlt.“
In der Regel erhält man die Summe der eingezahlten Beiträge wieder zurück
Beispiel:
Ehepaar mit 2 Kindern (geboren im Jahr 2010 und 2012) Vater, 1981 geboren, Bruttoeinkommen 36.000 Euro, Riester-Vertrag abgeschlossen plus Kinderzulage

 

Eigenbeiträge für Riester-Verträge: 21.267,24 Euro
Mit Zulagen garantiertes Vertragsguthaben: 36.293,00 Euro
Monatliche Rente ab dem 67. Lebensjahr aus dem Riester-Vertrag: 150,29 Euro (Wertentwicklung von 3%)
Ergibt eine jährliche Rente aus dem Riester-Vertrag: 1.803,48 Euro
Summe der Rentezahlungen aus dem Riester-Vertrag mit 73 Jahren: 10.820,88 Euro

 

* Inkl. Überschüssen. 

 

 

3. „Riester lohnt sich nur mit vielen Kindern.“
Grundsätzlich kann jeder von einer Riester-Rente profitieren.
Wer keine Kinder hat, erhält zwar nur die Grundzulage, kann aber Steuervorteile nutzen. Beiträge zur Riester-Rente sind bis zu einer bestimmten Höhe als Sonderausgaben von der Steuer absetzbar — und reduzieren die Steuerlast.
 

Für Gutverdienende ohne Kinder ist die Riester-Rente, so Stiftung Warentest, Altersvorsorge und Steuersparmodell in einem. 1
 

1 Stiftung Warentest, Finanztest 09/2014, „Zulage mit neuem Glanz“.

 

 

4. „Wenn ich sterbe, ist das Geld weg.“
Die Riester-Rente ist vererbbar, in vielen Fällen inklusive Förderung.
Das Guthaben aus der Riester-Rente kann bei Tod des Versicherten weitervererbt werden. In der Regel wird das Geld also nicht „weg“ sein. Die staatliche Förderung, die sich aus Zulagen und Steuererleichterungen zusammensetzt, ist aber in manchen Fällen an den Staat zurückzuzahlen.

 

 

5. „Wenn ich im Alter im Ausland leben will, habe ich nichts von meiner Riester-Rente.“
Riester-Rente wird bei einem Wohnsitz innerhalb der EU immer ausgezahlt.
2009 hat der Europäische Gerichthof geurteilt: Wer im europäischen Ausland lebt, verliert den Riester-Vorteil nicht. Innerhalb der EU wird die Rieseter-Rente mit Förderung komplett ausgezahlt.


Lässt man sich außerhalb der EU nieder, müssen Zulagen und Steuervorteile zurückgezahlt werden. Das übrige Vorsorgekapital bleibt jedoch erhalten.