Praxisimmobilie 2026

Stabiler Markt und klare Chancen für Heilberuflerinnen und Heilberufler

Sie sind auf der Suche nach neuen Praxis- oder Apothekenräumen zum Kauf, zum Ausbau oder zur Miete? Nach den Unsicherheiten der letzten Jahre bietet der Immobilienmarkt Heilberuflern jetzt wieder mehr Planbarkeit. 

Die gute Nachricht: Der Markt für Praxis- und Apothekenimmobilien hat sich stabilisiert. Nach den Preisrückgängen der vergangenen Jahre ziehen die Immobilienwerte wieder moderat an. Die Finanzierungskonditionen bewegen sich weiterhin auf einem im historischen Vergleich erhöhten Niveau, wobei kurzfristige Schwankungen möglich sind. Für Ärztinnen und Ärzte sowie Apothekerinnen und Apotheker mit guter Bonität eröffnen sich damit attraktive Chancen. Neu ist jedoch: Beim Kauf einer Praxisimmobilie ist die Energieeffizienz heute ein zentraler Faktor für den Kaufpreis, die laufenden Betriebskosten und den langfristigen Werterhalt der Praxis. Die Deutsche Bank unterstützt Heilberufler deshalb bereits frühzeitig mit einer individuellen Beratung. Ziel ist es, Fördermöglichkeiten optimal zu nutzen, Finanzierungsspielräume auszuschöpfen und langfristig wertstabile Immobilien zu sichern.

Immobilienmarkt ist stabiler, aber anspruchsvoller

Der deutsche Immobilienmarkt hat in den vergangenen fünf Jahren einen außergewöhnlichen Zyklus durchlaufen: von einem historischen Boom über eine abrupte Korrektur bis hin zur aktuellen Stabilisierung. Seit 2025 ziehen die Immobilienpreise wieder mit einem durchschnittlichen Plus von etwa 3 % moderat an. Die Preisreduktion aus den Vorjahren ist abgeschlossen, Mängel und Sanierungsbedarf sind eingepreist. Die Branche rechnet in den kommenden Jahren mit einem moderaten Wachstum, allerdings mit deutlich regionalen Unterschieden.

„Der Markt entwickelt sich wieder vom Käufer- zum Verkäufermarkt zurück. Dies gilt vor allem für Großstädte und wirtschaftsstarke Regionen.“

db HealthCare Senior-Experte Henning List aus Mannheim, der Ärzte und Apotheker berät. 

Zudem ist mit einer weitgehend unveränderten Entwicklung des Bauzins zu rechnen. „Die weitere Entwicklung der Zinsen hängt maßgeblich von den Kapitalmarkt- und Konjunkturentwicklungen ab. Abhängig vom wirtschaftlichen Trend sind natürlich Schwankungen möglich. Eine Niedrigzinsphase wie vor rund zehn Jahren ist vorerst nicht zu erwarten“, so Henning List.

Allerdings wird der Markt anspruchsvoller. Die Zeit, in der „jede Immobilie automatisch teurer wird“, dürfte vorbei sein. Eine gute Lage und Infrastruktur allein reichen nicht mehr aus. Künftig entscheidet die Qualität stärker über die Wertentwicklung einer Immobilie. Der energetische Zustand, die Substanz und langfristige Nutzbarkeit einer Immobilie beeinflussen den Kaufpreis und die Finanzierung zunehmend. So könnten energetisch schlechte Immobilien trotz Gesamtmarktanstieg an Wert verlieren oder hohe Abschläge erfordern. Dagegen bleiben moderne und effiziente Gebäude besonders gefragt. 

Warum jetzt ein guter Zeitpunkt sein könnte, in eine Praxis- oder Apothekenimmobilie zu investieren:

  • Preise sind wieder realistischer.
  • Energetische Risiken werden transparenter bewertet.
  • Die Finanzierung bleibt planbarer als während der Phase der starken Zinssteigerung 2022/23. 

Energieeffizienz – ein Thema mit neuer Relevanz

Das Thema Energieeffizienz hat den Immobilienmarkt in den letzten Jahren deutlich verändert. Käuferinnen und Käufer achten stärker auf Heizkosten, Energieverbrauch und Sanierungsbedarf. Beschleunigt hat diesen Trend vor allem das Gebäudeenergiegesetz (GEG), das seit November 2020 das zentrale Regelwerk für energetische Anforderungen an Gebäude ist. Mit dem geplanten Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) wird sich diese Entwicklung voraussichtlich fortsetzen und die energetische Modernisierung von Gebäuden weiter vorangetrieben werden. Die Folge: 

  • Energieeffiziente Häuser und Wohnungen erzielen höhere Preise.
  • Unsanierte Gebäude mit schlechten Energieklassen (E – H) müssen häufig Preisabschläge hinnehmen.
  • Käufer kalkulieren die erwarteten Sanierungskosten inzwischen direkt in ihre Kaufpreisangebote ein.

      Laut einer aktuellen Datenstudie erzielen  Wohngebäude in Deutschland mit hoher Energieeffizienz derzeit bis zu 40 % höhere Preise am Immobilienmarkt als unsanierte  Vergleichsobjekte. Zudem könne sich die Energieeffizienzklasse einer Immobilie direkt auf Finanzierungskonditionen auswirken.

      Förderprogramme für energieeffizientes Bauen

      Sowohl der Staat als auch die Bundesländer unterstützen Ärzte und Apotheker bei umweltbewussten und langfristig energiesparenden Bauvorhaben und Sanierungsmaßnahmen mit zinsgünstigen Darlehen und anderen Förderungen. Die Beraterinnen und Berater von db HealthCare unterstützen und begleiten Heilberufler bei der Nutzung geeigneter Förderprogramme. Spezielle Kreditkonditionen und staatliche Förderprogramme für Praxis- und Apothekenimmobilien bieten unter anderem: 

      • Verschiedene Förderprogramme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) für klimafreundlichen Neubau für Selbstnutzer und Vermieter, für Nichtwohnimmobilien oder auch Photovoltaik und Energie­speicher
      • Die BEG-Förderung (Bundesförderung für effiziente Gebäude) für Gewerbeimmobilien 2026
      • Regionale Förderprogramme: Neben dem Bund vergeben auch Bundesländer und Kommunen zahlreiche Fördermittel für den Bau und die Modernisierung von Gebäuden.

      Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG): welche Auswirkungen auf Praxis- und Apothekenimmobilien zu erwarten sind

      Mit dem geplanten GModG soll das GEG nun in wesentlichen Teilen ersetzt bzw. neu strukturiert werden. Vom Bundeskabinett bereits beschlossen, wird es voraussichtlich im Sommer/Herbst 2026 in Kraft treten und die energetischen Anforderungen 1,2 an Praxis- und Apothekengebäude verändern. Für Ärzte und Apotheker gewinnt damit die energetische Qualität ihrer Praxis- oder Apothekenimmobilie weiter anBedeutung.

      Das geplante GModG 3 wird Arztpraxen und Apotheken künftig durch mehr Flexibilität bei der Wahl klimafreundlicher Heizsysteme unterstützen und den Umstieg auf energieeffiziente Lösungen erleichtern. Gleichzeitig können energetische Modernisierungen dazu beitragen, den Energieverbrauch langfristig zu senken und die Betriebskosten besser kalkulierbar zu machen. Auch wenn bei älteren Gebäuden je nach Ausgangszustand schrittweise Anpassungen an neue Effizienzstandards erforderlich werden können, eröffnen sich dadurch häufig Möglichkeiten zur Wertsteigerung und Zukunftssicherung der Immobilie.

      Für größere medizinische Einrichtungen wie Ärztehäuser, medizinische Versorgungszentren (MVZ) oder OP-Zentren können darüber hinaus moderne Energiemanagement- und Gebäudeautomationssysteme zum Einsatz kommen. Diese helfen dabei, Energieverbräuche transparenter zu überwachen, Prozesse effizienter zu steuern und Einsparpotenziale gezielt zu nutzen. Insbesondere bei technischen Anlagen mit einer Leistung von mehr als 70 kW kann eine Gebäudeautomation künftig einen wichtigen Beitrag zu einem wirtschaftlichen und nachhaltigen Gebäudebetrieb leisten.

      Für Praxis- und Apothekeninhaberinnen und -inhaber bedeutet dies: Wer Investitionen in bestehende oder neue Räumlichkeiten plant, sollte den energetischen Zustand des Gebäudes frühzeitig prüfen und mögliche Auswirkungen des GModG in die langfristige Finanz- und Investitionsplanung einbeziehen. Eine sorgfältige Analyse kann helfen, künftige Kosten besser einzuschätzen und Fördermöglichkeiten gezielt zu nutzen.

      Effizient finanzieren, nachhaltig betreiben: der smarte Weg zur Praxisimmobilie

      Genau dabei unterstützt die Deutsche Bank Ärzte und Apotheker mit ihrer Erfahrung und Expertise: Sie hilft dabei, Finanzierung, Fördermöglichkeiten und die gesetzlich erforderliche Energieeffizienz sinnvoll aufeinander abzustimmen. Sie kennt die besonderen Anforderungen von Heilberuflern, berät bei der Auswahl passender Förderprogramme, entwickelt individuelle Finanzierungslösungen und begleitet den gesamten Investitionsprozess. Mit einer durchdachten Kombination aus Förderdarlehen, Tilgungszuschüssen und energetischen Maßnahmen lassen sich Kosten senken, langfristige Planungssicherheit schaffen und Praxen sowie Apotheken zukunftssicher aufstellen.

      Sprechen Sie uns an.

      Sie fragen sich, wie Sie Ihre Praxis- oder Apothekenimmobilie finanzierungssicher und förderoptimal aufsetzen? Sprechen Sie dazu Ihren Berater von db HealthCare an. Oder vereinbaren Sie einen Termin. Wir freuen uns auf Sie.

      Eine Praxis- oder Apothekenimmobilie kaufen oder mieten

      Argumente für den Kauf einer Praxis bzw. Apotheke
      • Hohe Bindungswirkung: Die Wahl eines Praxis- oder Apothekenstandorts ist grundsätzlich eine längerfristige Entscheidung. Sind Ihre Patientinnen und Patienten erst einmal an einen Ort und den Weg dorthin gewöhnt, können Sie den Standort durch den Erwerb der Immobilie für viele Jahre sichern.
      • Mehr Gestaltungsfreiheit: Bei Eigentum einer Gewerbeimmobilie haben Sie eine deutlich größere Gestaltungsfreiheit als bei Mietobjekten, was die Ausstattung und Einrichtung der Räume anbelangt. Zudem kommen die Investitionen in die Modernisierung der Räume oder des Gebäudes allein Ihnen als Eigentümerin oder Eigentümer zugute und könnten steuerlich berücksichtigt werden. Hierzu sollte Ihre Steuerberatung einbezogen werden.
                • Besserer Schutz Ihrer Investitionen: Je nach Fachrichtung müssen Sie in Ihren Praxisräumen umfassende Ein- und Umbauten vornehmen, um etwa Operationen oder bildgebende Diagnostik durchzuführen. Das kostet Sie viel Geld und lässt sich nur schwer wieder rückgängig machen. Bei einer vorzeitigen Beendigung eines Mietvertrags kann es beispielsweise passieren, dass Sie den Gegenwert der restlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer verlieren. Als Praxiseigentümerin oder -eigentümer haben Sie mehr Einfluss auf die Nachfolgeregelung.
                • Mögliche Wertsteigerung: Entwickelt sich ein Standort wirtschaftlich gut, profitieren Praxiseigentümer von dem steigenden Verkehrswert der Immobilie.
                • Steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten: Erwerben Sie Immobilien, gibt es Möglichkeiten der steuerlichen Gestaltung. Sprechen Sie im Vorfeld des Kaufs mit Ihrer Steuerberatung darüber. Eine gute Beratung ist das A und O.

                      Argumente für das Mieten einer Praxis bzw. Apotheke

                        • Mehr Flexibilität: Doch nicht alle Heilberufler, die sich gerade erst niederlassen, möchten sich fest an einen Standort binden. Immerhin ist noch unklar, wie erfolgreich die Praxis oder die Apotheke dort betrieben werden kann. Oder es gibt persönliche Gründe, den Praxis- bzw. Apothekenstandort zu verlegen oder aufzugeben. In dieser Situation können Sie als Mieterin oder Mieter viel flexibler agieren und müssen ggf. nur für die Restlaufzeit Ihres Mietvertrags eine Nachmieterin oder einen Nachmieter beschaffen.
                                  • Das Rundum-sorglos-Mietpaket: Die Heizung bleibt kalt? Das Fenster schließt nicht mehr richtig? Als Mietpartei wenden Sie sich in diesen Fällen einfach an Ihre Vermieterin oder Ihren Vermieter. Sie oder er kommt für die Reparaturen auf und kümmert sich darum, dass die Immobilie in Schuss bleibt. Sind Sie selbst Eigentümer, zählt das zu Ihren Aufgaben.
                                  •  Im Alter einfach kündigen: Bei Praxisaufgabe aus Altersgründen kann der Mietvertrag entsprechend gekündigt werden. Eine Nachfolge für die Immobilie zu finden, ist dagegen viel schwieriger.
                                            • Die schnelle Lösung: Einen Mietvertrag für eine Immobilie zu schließen und wieder zu kündigen, ist weniger komplex, als eine Immobilie zu erwerben. Beim Kauf einer Immobilie sind viele Aspekte gut zu durchdenken: die Finanzierung, die Steuerlast oder der Ruhestand. 

                                            Ihre db HealthCare-Beratung erreichen Sie bundesweit unter
                                            069 910-10074 oder vor Ort.

                                            1Weitere Quelle: https://www.bundeswirtschaftsministerium.de/Redaktion/DE/Expose/Energie/gebaeudemodernisierungsgesetz.html
                                            2Weitere Quelle: https://gebaeudemodernisierungsgesetz.info/aktuelles/kabinett-beschliesst-das-gmodg/
                                            3Die geplanten Neuregelungen zu Nichtwohngebäuden ( § 40, 41 und 56 GModG) enthalten in der Tat Verpflichtungen, die es bislang im GEG nicht gab (Umsetzung der EU-Gebäuderichtlinie (EPBD) zur Sanierungspflicht, Gebäudeautomation), und das betrifft auch Arztpraxen.

                                            Zum Schutz Ihrer persönlichen Daten werden das Video und die Verbindung zu YouTube erst nach einem Klick aktiv. Bereits beim Aktivieren des Videos werden personenbezogene Daten (IP-Adresse) an YouTube bzw. Google gesendet und gegebenenfalls auch dort gespeichert. Wenn Sie den Button "Video aktivieren" anklicken, wird ein Cookie auf Ihrem Computer gesetzt, sodass die Website weiß, dass Sie dem Anzeigen von eingebetteten Videos in Ihrem Browser zugestimmt haben. Weitere Details zu den von Google erhobenen Daten finden Sie unter https://policies.google.com/privacy.