Sport-Stipendiatin des Jahres 2021

Leonie Meyer - Spitzenleistung in Sport und Studium

Leonie Meyer - Sport-Stipendiatin 2021

Deutsche Sporthilfe und Deutsche Bank vergeben zum neunten Mal den Preis „Sport-Stipendiat*in des Jahres“. Die feierliche Ehrung fand in diesem Jahr coronabedingt im kleinen Kreis statt und wurde dafür virtuell übertragen. Die Auszeichnug ging an Leonie Meyer und wurde von Karl von Rohr, stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Bank und Thomas Berlemann, Vorsitzender des Vorstandes der Stiftung Deutsche Sporthilfe überreicht.

Für die Preisträgerin verdoppelt die Deutsche Bank das laufende Sport-Stipendium für eineinhalb Jahre. Die vier weiteren Finalisten erhalten für den gleichen Zeitraum eine Zusatzförderung von 50 Prozent des monatlichen Stipendiums.

Leonie Meyer

Bei Ausbruch der Corona-Pandemie befand sich Leonie gerade bei einem Trainingslager in Neuseeland und konnte erst mit über einem Monat Verspätung über die Rückholaktion der Bundesregierung nach Deutschland zurückkehren. Obwohl das deutsche Kitesurf-Team ohne festen bzw. feste Nationaltrainer*in auskommen muss, wurde es im September 2020 EM-Zweiter.

Die 28-Jährige studiert an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel Humanmedizin und befindet sich trotz ihres zeit-und reiseintensiven Sports in der Regelstudienzeit. Noch dieses Jahr strebt sie das zweite Staatsexamen an. Im Frühjahr 2021 wurde Leonie erstmals Mutter eines Kindes; sie will ihre Leistungssportkarriere aber auch dank der großen Unterstützung ihres Partners weiter fortsetzen und peilt die Olympischen Spiele 2024 in Paris an.

„Sport-Stipendiatin des Jahres 2020“

Annabel Breuer

Annabel Breuer, „Sport-stipendiatin des Jahres“ 2020

Annabel Breuer, Mitglied der deutschen Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Damen und Studentin der Psychologie, ist die „Sport-Stipendiatin des Jahres“ 2020. Bei der Publikumswahl überzeugte sie durch den Gewinn der Bronzemedaille bei den Europameisterschaften 2019, gepaart mit ihren herausragenden universitären Leistungen.

Diese Kandidat*innen standen 2021 zur Wahl:

Andreas Bechmann
Andreas Bechmann - Zehnkampf

Andreas Bechmann

Andreas ist amtierender Deutscher Hallenmeister im Siebenkampf und belegte bei den Hallen-Europameisterschaften Anfang 2021 einen starken sechsten Platz. Im Zehnkampf durchbrach er bereits mit 19 Jahren erstmals die magische 8.000-Punkte-Marke. Der heute 21-Jährige peilt als seinen Karrierehöhepunkt die Olympischen Spiele 2024 in Paris an.

Der gebürtige Frankfurter studiert General Management an der accadis Hochschule Bad Homburg und plant noch in diesem Jahr seinen Bachelor-Abschluss. Gemeinsam mit seinen Kommiliton*innen gründete Andreas aus einem Uni-Kurs heraus ein Start-up im Bereich Insure-Tech, das eine Software zur Prävention von Wasserschäden anbietet. Die Idee von Andreas‘ Team wurde Anfang 2021 als „Sporthilfe Start-up des Jahres“ ausgezeichnet.

„Die Kombination aus Leistungssport, Studium und Start-up-Gründung stellt einen vor besondere Herausforderungen. Gleichwohl habe ich schnell gemerkt, wie hoch der Grad an Transferwissen ist: Mentale Modelle aus dem Sport helfen mir regelmäßig, Investoren-Pitches oder Prüfungssituationen zu meistern.“

Hannah Gablac
Hannah Gablac - Hockey

Hannah Gablac

Hannah gehört bereits seit ihrem 19. Lebensjahr zum festen Kreis der deutschen Hockey-Nationalmannschaft, mit den „Danas“ wurde sie unter anderem Europameisterin und WM-Fünfte. Die Nominierung für die Olympischen Spiele in Tokio verpasste sie hauchdünn, wie schon vor Rio 2016. Insgesamt lief Hannah bis dato in über 100 Länderspielen auf.

Neben dem Sport schloss die 26-Jährige im vergangenen Jahr an der Universität Hamburg ihr Studium der Humanmedizin ab – innerhalb der Regelstudienzeit. Bis Oktober 2020 absolvierte sie mitten in der Corona-Pandemie ihr Praktisches Jahr im Krankenhaus. Als ausgebildete Ärztin schaffte sie anschließend den Wiedereinstieg in Bundesliga und Nationalmannschaft, parallel arbeitete sie im Impfzentrum und als Corona-Schnelltesterin.

„Das dritte Medizin-Staatsexamen inmitten einer Pandemie und der Athletik-Vorbereitung für Olympia zu machen, war schon außergewöhnlich. Ich war mein Leben lang ‚die Sportlerin‘. Während der Pandemie habe ich den harten Krankenhausalltag der Ärzte und Pfleger miterlebt und die Patienten begleitet. Es war krass zu fühlen, dass Sport nicht alles ist.“

Katharina Lang
Katharina Lang - Rollstuhlbasketball

Katharina Lang

Katharina gewann mit der deutschen Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft Bronze bei der Europameisterschaft 2019 und machte damit die Qualifikation für ihre ersten Paralympics in Tokio perfekt. Die gebürtige Bayerin spielt im Wechsel für die RBB München Iguanas in der Rollstuhlbasketball-Bundesliga und für das College Team der University of Alabama.

In den USA studierte die 28-Jährige Marketing im Bachelor und gehörte in den vergangenen drei Semestern stets zu den besten Studierenden ihrer Uni mit einem Semester-Notenschnitt von 1,0. Nach dem Pandemie-Ausbruch musste sie vorrübergehend nach Deutschland zurückkehren und mitten in der deutschen Nacht an den amerikanischen Online-Vorlesungen teilnehmen. Ihren Abschluss bestand sie nach ihrer Rückkehr in die USA dennoch mit der Auszeichnung magna cum laude.

„Die Corona-Pandemie habe ich zu Beginn als enormen Stressfaktor erlebt und nach der Verschiebung der Paralympics daran gedacht, den Rollstuhlbasketball aufzugeben. Durch den Kontakt zu einer Psychotherapeutin fand ich wieder enorme Freude am Sport. Ich bin normalerweise kein Mensch, der sich auf fremde Hilfe stützt, diese Situation hat mir jedoch gezeigt, dass es enorm hilfreich sein kann.“

Deborah Levi
Deborah Levi - Bobsport

Deborah Levi

In der vergangenen Wintersport-Saison schaffte Deborah ihren endgültigen Durchbruch und ist gemeinsam mit ihrer Pilotin Laura Nolte in der Weltspitze angekommen. Im Zweier wurde das Duo Anfang 2021 Europameisterinnen, bei der WM gewannen sie die Bronze-Medaille. Die ehemalige Sprinterin aus Hessen gehört zu den physisch stärksten Athletinnen im Bobsport.

Noch vor Ausbruch der Corona-Pandemie erkrankte die 23-Jährige schwer an Influenza und musste während der Bob-Saison für einige Tage stationär behandelt werden. Dennoch schaffte sie den Weg zurück in den Sport und erreichte auch ihr Ziel, alle erforderlichen Kurse für das ihr Grundschullehramtsstudium an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main zu bestreiten. 2022 peilt sie den Start an den Olympischen Winterspielen in Peking an.

„Die Krankheit war eine meiner größten Hürden bisher im Sport, da man als Sportler:in oft ungeduldig ist und seinem Körper mehr abverlangt, als er gerade zu leisten im Stande ist. Dabei habe ich gelernt, meinem Körper Zeit für Umstellungen und Regeneration zu geben. Ich habe ein sehr unterstützendes Umfeld, für das ich immer wieder dankbar bin.“

Leonie Meyer
Leonie Meyer - Kitesurfen

Leonie Meyer

Bei Ausbruch der Corona-Pandemie befand sich Leonie gerade bei einem Trainingslager in Neuseeland und konnte erst mit über einem Monat Verspätung über die Rückholaktion der Bundesregierung nach Deutschland zurückkehren. Obwohl das deutsche Kitesurf-Team ohne festen bzw. feste Nationaltrainer*in auskommen muss, wurde es im September 2020 EM-Zweiter.

Die 28-Jährige studiert an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel Humanmedizin und befindet sich trotz ihres zeit-und reiseintensiven Sports in der Regelstudienzeit. Noch dieses Jahr strebt sie das zweite Staatsexamen an. Im Frühjahr 2021 wurde Leonie erstmals Mutter eines Kindes; sie will ihre Leistungssportkarriere aber auch dank der großen Unterstützung ihres Partners weiter fortsetzen und peilt die Olympischen Spiele 2024 in Paris an.

„Die Schwangerschaft hat meinen Körper verändert und der ist ja im Sport mein Kapital. Aber schwanger heißt nicht, dass im Sport nichts mehr geht, ganz im Gegenteil. Nach vielen Gesprächen mit meinem Partner und meiner Familie und Freunden haben wir uns dazu entschlossen, dass man auch als Athletin Mama sein kann.“