Geldanlage: Nachhaltigkeit auch in den USA zunehmend wichtig

Rund 7,2 Billionen US-Dollar sind mittlerweile angelegt in ESG-Finanzprodukten, die Umweltaspekte (engl.: Environment), soziale Komponenten (engl.: Social) sowie die Qualität der Unternehmensführung (engl.: Governance) berücksichtigen – mehr als doppelt so viel wie noch 2019. Mit 80 Prozent entfällt der Löwenanteil dieser Anlagen bisher auf Europa. Wir erwarten jedoch, dass das Thema zunehmend auch in den USA an Relevanz gewinnen wird. Denn ESG-Anlagen haben sich in der Coronavirus-Krise – bei vergleichbarer Performance – als schwankungsärmer erwiesen. Zudem dürfte der Kampf gegen Klimawandel, soziale Ungleichheit und Diskriminierung unter US-Präsident Joe Biden entschlossener geführt werden. Strengere Vorschriften und Normen sollten wiederum mittelfristig zu einer Verbesserung des ESG-Ratings von US-Unternehmen führen. Im internationalen Vergleich belegen sie bisher nur Platz 26 von 75 Ländern. Kurzfristig dürften die US-Kapitalflüsse jedoch weiterhin in Regionen mit vergleichsweise hohen Ratings wie Europa gehen und dort die Kurse stützen.