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12.02.20 / 14:52
Aktien Frankfurt: Dax setzt Rekordjagd fort

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Rekordlauf am deutschen Aktienmarkt hat sich am Mittwoch in der Hoffnung auf letztlich nur glimpfliche Folgen des Coronavirus fortgesetzt. Der Dax übertraf mit dem Spitzenwert von 13 747 Zählern nochmals seine erst am Vortag erreichte Bestmarke. Zuletzt stand der Leitindex dann 0,76 Prozent höher bei 13 731,67 Punkten.

Auch in der zweiten Börsenreihe waren Rekorde angesagt. Der MDax stieg am Morgen erstmals über die Marke von 29 200 Punkten. Mit einem Anstieg um 0,09 Prozent auf 29 221,98 Zähler war der Schwung bei den mittelgroßen deutschen Werten aber etwas kleiner. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx lag außerdem mit einem halben Prozent im Plus. Er erreichte über 3840 Punkten ein Hoch seit 2008.

Damit setzten die Anleger weiter auf eine schnelle Erholung der Wirtschaft von den Folgen des Coronavirus-Ausbruchs in China. Hoffnung bereiten auch die jüngsten Entwicklungen bei der Verbreitung des Virus: Sowohl die Zahl der neuen Opfer als auch die der neu erkrankten Patienten gingen den offiziellen Angaben zufolge im Vergleich zum Vortag etwas zurück.

Experte Emmanuel Cau von der britischen Barclays-Bank glaubt daran, dass der Virus kein "Game Changer" für die Aktienmärkte ist. Wie er am Mittwoch in einer Studie schrieb, sieht er in Kursrückgängen eine allgemein gute Einstiegsgelegenheit. Die Kursentwicklung in den vergangenen Tagen lässt vermuten, dass Anleger genau diese Strategie verfolgen. Wegen der bleibenden Unsicherheiten sei es aber ratsam, sich nach unten abzusichern, ergänzte Cau.

Auf der Gewinnerseite profitierten die Autowerte besonders von der marktbreiten Hoffnung, zumal China für diese der wohl wichtigste Wachstumsmarkt ist. VW Chart anzeigen, Daimler Chart anzeigen und BMW Chart anzeigen hoben sich hier mit Anstiegen zwischen 2,3 zu 3,5 Prozent besonders positiv ab.

Aber auch Zulieferkonzerne profitierten. Continental Chart anzeigen wurden im Dax mit einem Anstieg um 4,1 Prozent zum Spitzenreiter. Hier wurde zusätzlich auf etwas Fantasie bei der geplanten Abspaltung der Antriebssparte Vitesco verwiesen wegen einer Präsentation, aus der hervorgehe, dass in der Sparte großes Wachstumspotenzial mit elektronischen Antrieben gesehen wird.

Ein weiterer großer Dax-Gewinner waren die 2,5 Prozent höheren Papiere der Deutschen Bank Chart anzeigen. Auch in der Finanzbranche zeigte sich die positive Marktstimmung besonders ausgeprägt. Die Papiere des Frankfurter Geldhauses setzten ihren starken Lauf der vergangenen Tage fort und näherten sich nun erstmals seit 2018 wieder bis auf wenige Cent der 10-Euro-Marke.

In der Gunst der Anleger nach unten rückten die Aktien, die eher in schwächeren Börsenzeiten gefragt sind. Viele Verlierer im Dax kamen daher aus den Branchen Versorger, Konsumgüter und Immobilien. RWE Chart anzeigen, Beiersdorf Chart anzeigen, Eon Chart anzeigen, Vonovia Chart anzeigen und Henkel Chart anzeigen gaben um bis zu 1,5 Prozent nach.

Die Berichtssaison der Unternehmen machte am Mittwoch unter Nebenwerten Schlagzeilen. Aktien von Jenoptik Chart anzeigen zogen im SDax um 4,7 Prozent an, sie erreichten ein Hoch seit Mitte Dezember. Der Technologie- und Rüstungskonzern hat im abgelaufenen Jahr mit dem Umsatzanstieg leicht die Erwartungen der Analysten übertroffen.

Für die Norma Group Chart anzeigen ging es im SDax ebenfalls um 4,7 Prozent nach oben. Der Autozulieferer bekam 2019 zwar die Branchenschwäche zu spüren, die Resultate stellten Börsianer und Analysten in ersten Kommentaren aber zufrieden. Analyst Daniel Kukalj sieht nun bei den Aktien des Spezialisten für Verbindungstechnik eine spekulative Gelegenheit, er empfahl die Aktien zum Kauf.

Die Kurse deutscher Bundesanleihen sind am Mittwoch weiter gesunken. Die gegenläufige Umlaufrendite stieg von minus 0,39 Prozent am Vortag auf minus 0,37 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,08 Prozent auf 144,58 Punkte. Der Bund-Future gab um 0,08 Prozent auf 174,08 Punkte nach.

Der Euro hat sich am Mittwoch nicht groß von der Stelle bewegt. Am Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung etwas mehr als 1,09 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstagnachmittag auf 1,0901 Dollar festgesetzt./tih/jha/

--- Von Timo Hausdorf, dpa-AFX ---



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