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20.11.20 / 14:17
Börse Stuttgart-News: Aktien weekly

STUTTGART (BOERSE STUTTGART GMBH) - Aktien-Marktbericht der Börse Stuttgart

Direkt vom Parkett: Diese Aktien stehen diese Woche im Fokus

Deutschland

Für das deutsche Leitbarometer geht eine durchaus volatile Handelswoche zu Ende. Der DAX pendelte zwischen der Marke von 13.050 und 13.250 hin und her, ohne nennenswert Boden gut zu machen. Für die Investoren scheint nach den Kursanstiegen in Folge der positiven Impfstoff-Meldungen der letzten Wochen vorerst kein weiteres Kurspotenzial in Sicht zu sein. Wieder einmal am meisten gehandelt wurden in dieser Woche die Papiere von SAP (WKN: 716460). Nach den enttäuschenden Zahlen von vor drei Wochen musste die Aktie herbe Verluste hinnehmen. Nach einer raschen Erholung konsolidiert sich der Kurs mittlerweile um die 100 Euro-Marke. Auf Monatssicht steht dennoch ein Minus von ca. 25% zu Buche. Für die deutsche Automobilbranche ist die Woche vor allem vom Autogipfel der Bundesregierung geprägt. Diese sicherte den Automobilkonzernen Unterstützung in Milliardenhöhe zu. Für Daimler (WKN: 710000) bedeutet das: Konzernumbau, Fokus auf Elektromobilität und Verlagerung einiger Produktionsstandorte nach Asien. Den Investoren scheint die Strategie jedenfalls zu gefallen; die Aktie gewinnt auf Wochensicht knapp 4%.

Amerika

Ein Bullen-Markt, der seinen Anlegern von Höchstständen bis hin zu den gewünschten Rücksetzern alles bietet: So beschreibt einer unserer Händler die aktuelle Lage an Amerikas Börsen. Der Dow Jones hat die Marke von 30.000 Punkten im Blick - eine wichtige Schwelle für den weiteren Kursanstieg. Der Technologie-Index Nasdaq 100 bleibt in der Performance hinter den Value-Werten aus dem Dow Jones zurück, zu wessen Gunsten einige Investoren umzuschichten scheinen. Zwar schoss nach der Bekanntgabe, dass der Covid-19 Impfstoff von Moderna (WKN: A2N9D9) mit 94 % eine höhere Wirksamkeit aufweist als der von BioNTech (WKN: A2PSR2), der Kurs nach oben auf rund 88 Euro. Aktuell wird der Wert nun bei rund 78 Euro gehandelt. BioNTech legte direkt nach und hob die Wirksamkeit seines Impfstoffes nach neuen Testreihen auf 95% an. Laut ersten Verhandlungen mit den einzelnen Ländern sollen die Impfdosen so schnell wie möglich ausgeliefert werden - womöglich bereits in diesem Jahr. Für Boeing (WKN: 850471) ist die lange Hängepartie um die 737 Max nach rund anderthalb Jahren vorüber. Der Vogel darf wieder durch die Lüfte fliegen - woraufhin die Aktie zeigte, welches Potential in ihr steckt. Sie ist seitdem sehr volatil: Es zeichnet sich eine interessante nächste Woche ab.

Asien

Der japanische Aktienmarkt ist kaum zu bremsen: Der Nikkei 225 erreichte in dieser Woche mit 26.014 Punkten ein neues 30-Jahreshoch. Gewinnmitnahmen führten daraufhin zu günstigeren Niveaus bei den Werten. Ein Blick auf die Unternehmen im Nikkei ist spannend: Demnächst wird es einen Neuzugang geben, da NTT Docomo (WKN: 916541), die Mobilfunksparte der Muttergesellschaft NTT (WKN: 873029), wieder in diese eingegliedert wird. An die freie Stelle tritt überraschenderweise der Elektronikhersteller Sharp (WKN: 855383). Mit dieser Entscheidung rechnete niemand im Markt: Somit mussten zum Beispiel alle Fonds, die den Index abbilden, die Aktien von Sharp in ihr Depot nehmen. Die Aktie gewann im Wochenvergleich gut 10 %. Von der Wiederzulassung der zwischenzeitlich stillgelegten Boeing 737 Max profitierten auch die japanischen Zulieferer von Boeing (WKN: 850471), allen voran Toray Industries (WKN: 853974): Die Aktie verteuerte sich um mehr als 6 %. Die Aktie von ZOZO (WKN: A0M0A8) hingegen sackte um fast 13 % ab. Der Hintergrund: Maezawa Yusaku, der Gründer und einer der Großaktionäre von ZOZO, trennte sich von einem größeren Paket. Die Marktteilnehmer reagierten auf diese Nachricht äußerst negativ.

Europa

Die Aktie der Fluglinie Norwegian Air (WKN: A0BLAH) strauchelt erneut: Die Fluggesellschaft hat bereits seit längerem Schulden in Milliardenhöhe und kämpft in der Corona-Krise mehr denn je ums Überleben. Vor einer guten Woche hatte die norwegische Regierung mitgeteilt, dem Unternehmen keine weiteren Kredite zu gewähren. Daraufhin stellte Norwegian Air Gläubigerschutz für die in Irland ansässigen Tochterunternehmen. Dies gibt dem Unternehmen Zeit zur Umstrukturierung und das Geschäft kann, wenn auch unter Aufsicht, weiterbetrieben werden. Die Anleger reagierten allerdings skeptisch: Aktuell liegt die Aktie mit knapp 12 % im Minus.

Disclaimer:

Der vorliegende Marktbericht dient lediglich der Information. Für die Vollständigkeit und Richtigkeit übernimmt die Boerse Stuttgart GmbH keine Gewähr. Insbesondere wird keine Haftung für die in diesem Marktbericht enthaltenen Informationen im Zusammenhang mit einem Wertpapierinvestment übernommen. Hiervon ausgenommen ist die Haftung für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit.

Quelle: Boerse Stuttgart GmbH, www.boerse-stuttgart.de

(Für den Inhalt der Kolumne ist allein Boerse Stuttgart GmbH verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)



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