Unternehmensnachrichten
Corona-Krise schlägt auf Helaba-Bilanz durch - Verlust im Halbjahr
13.08.20 / 11:20 dpa-AFX (0 mal gelesen)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Turbulenzen an den Kapitalmärkten in der Corona-Krise haben die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) im ersten Halbjahr in die roten Zahlen gedrückt. Das Institut wies vor Steuern einen Verlust von 274 Millionen Euro aus nach einem Gewinn von 325 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Nach Steuern ergab sich ein Minus von 185 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum plus 255 Mio. Euro). "Die Verwerfungen an den Kapitalmärkten im Zuge der Corona-Pandemie haben auf unsere Bilanz durchgeschlagen", sagte der seit Anfang Juni amtierende Helaba-Chef Thomas Groß am Donnerstag in Frankfurt. Einen Verlust im Gesamtjahr schloss er nicht aus.

Bewertungsverluste von rund 300 Millionen Euro auf Wertpapierbestände belasteten die Halbjahresbilanz der drittgrößten deutschen Landesbank. Sie würden sich über die Laufzeit wieder weitgehend ausgleichen, "so dass wir hier unter dem Strich keine nennenswerten Verluste zu erwarten haben", sagte Groß. In diesem Jahr würden die Bewertungseffekte das Ergebnis allerdings erheblich belasten. "Wir können deshalb aus heutiger Sicht auch einen Verlust nicht ausschließen." 2019 hatte die Landesbank sowohl vor Steuern (533 Mio. Euro) als auch nach Steuern (480 Mio. Euro) schwarze Zahlen geschrieben.

Operativ lief das Geschäft im ersten Halbjahr besser. Das operative Ergebnis, das den Zins- und Provisionsüberschuss sowie die Erträge aus vermieteten Immobilien umfasst, stieg auf 914 Millionen Euro (861 Mio. Euro).

Das Effizienzprogramm "Scope" läuft den Angaben zufolge planmäßig. Die Landesbank hatte sich im Frühjahr 2019 angesichts von Kosten- und Ertragsdruck einen Sparkurs verordnet. Bis 2023 sollen 380 bis 400 Arbeitsplätze in der Kernbank gestrichen werden./mar/DP/stk

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