Die Digitalisierung erfordert auch im Mittelstand hohe Investitionen. Dafür gibt es jetzt spezielle Fördermittel.

Es gibt Themen, da sind plötzlich alle einer Meinung. Etwa bei der Digitalisierung. „Ganz wichtig“, sagt man dann. So sehen fast drei von vier Mittelständlern großes Potenzial darin, die abteilungsübergreifende Vernetzung voranzutreiben. Ähnlich wichtig schätzen sie die bessere Vernetzung mit Kunden ein. Nur einer von 14 Betrieben glaubt, dass das Potenzial für die weitere Digitalisierung im Unternehmen gering ist.

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Die Realität sieht allerdings etwas anders aus: „Weite Teile der mittelständischen Unternehmen schöpfen das Potenzial der Digitalisierung nicht aus“, heißt es etwa in einer Studie der Förderbank KfW. Mal fehlt es an geeigneten Mitarbeitern, mal an schnellen Datenleitungen. Und oftmals auch an den nötigen Mitteln (siehe Grafik). „Fast die Hälfte der Unternehmen investiert pro Jahr gerade mal 10.000 Euro in die Digitalisierung“, sagt Jutta Körber, Fördermittelexpertin bei der Deutschen Bank in Frankfurt. Da ist also noch Luft nach oben. „Gerade kleine und mittlere Familienunternehmen müssen hier aktiver werden. Sonst verlieren sie den Anschluss.“

Neuer Digitalisierungskredit für den Mittelstand

Das aber muss so nicht bleiben. Denn seit Jahresmitte fördert die bundeseigene KfW Investitionen zum Auf- und Ausbau digitaler Projekte. Der neu gestartete „ERP- Digitalisierungs- und Innovationskredit“ hilft kleinen und mittelständischen Unternehmen bis zu einem Jahresumsatz von 500 Millionen Euro und Freiberuflern, ihr Unternehmen fit zu machen für die digitale Zukunft. Gefördert werden zum Beispiel Betriebe, die sehr schnell wachsen oder besonders viel in Forschung und Entwicklung investieren oder etwa in digitale Vernetzung, Cloud-Technologie, Big Data oder Datensicherheit. Das Wörtchen „oder“ kommt öfter vor im Anforderungskatalog, und das heißt: Die Chancen stehen nicht schlecht, hier dabei zu sein.

Und das lohnt sich: Lange Laufzeiten bieten Planungssicherheit, und wenn die KfW für 70 Prozent die Haftung übernimmt, kann die Hausbank besonders günstige Konditionen bieten. Ergebnis: „Jede innovative oder digitale Investition rechnet sich jetzt noch schneller als bisher“, sagt Körber.

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Die Herausforderung: das passende Förderprogramm finden

Vergleichbare Programme bieten auch einige Landesförderinstitute oder der Europische Investitionsfonds. Hier das passende Angebot zu finden, das ist eine der Aufgaben, bei denen die Deutsche Bank ihren Firmenkunden hilft, ebenso bei Antrag und Genehmigung. Bundesweit bietet die Bank fünf nur auf Fördermittel spezialisierte Teams – damit ist der nächste Experte immer erreichbar. Und das ist wichtig: „Ein passendes Förderprogramm gibt es öfter, als viele glauben“, sagt Körber. Doch alle relevanten Details zu wissen, das schaffen nur wenige.

Fördermittel nicht in Anspruch zu nehmen, heißt Zukunftschancen verschenken.

Ist die Zusage erst mal im Briefkasten, wird nicht nur der Zins günstiger. Das Unternehmen wird als Ganzes attraktiver: „Das ist wie eine Auszeichnung“, sagt Körber. Denn wer gefördert wird, ist schlichtweg innovativ. Und das kann nun mal nicht jeder von sich sagen. „Wir raten dem Mittelstand ausdrücklich dazu, die entsprechenden Fördermittel in Anspruch zu nehmen. Dies nicht zu tun, heißt letztlich, Zukunftschancen zu verschenken,“ so Körber weiter.

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