Im deutschen Mittelstand ist die Stimmung quer durch alle Branchen positiv. Aufgrund erfolgreicher Geschäfte und steigender Unternehmensgewinne haben viele Firmen stattliche Finanzpolster aufgebaut – und suchen dafür interessante Anlage- oder Parkmöglichkeiten.

Wer Geld ausleiht, zahlt Zinsen; wer Geld anlegt, erhält Zinsen – diese logische und nachvollziehbare Regelung verliert seit zwei Jahren zunehmend an Gültigkeit. Immer öfter sehen sich Bankkunden sowohl privat als auch geschäftlich mit Verwahrentgelt für ihre Einlagen konfrontiert. Ursache für diese Entwicklung ist die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). Sie fordert seit Mitte 2014 von Geschäftsbanken Negativzinsen, wenn diese dort Geld hinterlegen. Allein deutsche Banken zahlten im vergangenen Jahr rund eine Milliarde Euro auf Zentralbankguthaben. Viele Geldinstitute geben diese Belastung mittlerweile an ihre Kunden weiter, zumal die EZB ihre Vorgehensweise auch 2017 beibehalten dürfte.

Für mittelständische Unternehmen wird das Liquiditätsmanagement damit zunehmend zur Herausforderung – denn viele verfügen über erhebliche Barmittel. Laut KfW-ifo-Mittelstandsbarometer beurteilten die mittelständischen Unternehmen ihre Geschäftslage Ende 2016 mehrheitlich als positiv. Angesichts stabiler Nachfrage und steigender Unternehmensgewinne haben viele ein finanzielles Polster aufgebaut. Die Suche nach sicheren, wertstabilen Anlagemöglichkeiten für die überschüssige Liquidität gestaltet sich im gegenwärtigen Zins- und Gebührenumfeld jedoch nicht einfach.

Welche weiteren Anlagemöglichkeiten gibt es? Erfahren Sie mehr in einem persönlichen Beratungsgespräch.

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Unternehmens- und Finanzchefs sollten ihre Optionen deshalb sorgfältig abwägen. Wer beispielsweise jetzt freie Gelder investiert, vermeidet Verwahrentgelt und profitiert stattdessen sogar noch von den nach wie vor niedrigen Kreditzinsen. Doch nicht jeder Unternehmer ist in Investitionslaune: Die wirtschaftlichen Prognosen für 2017 sind zwar überwiegend positiv, allerdings sorgen politische
Faktoren – wie die Wahlen in Deutschland und wichtigen europäischen Nachbarländern, die Umsetzung des Brexit und der Amtsantritt des neuen US-Präsidenten Donald Trump – auch für ein gewisses Maß an Unsicherheit.

Kurz- bis langfristig anlegen

Wer lieber noch etwas abwarten möchte, bevor er in den Ausbau oder die Modernisierung seines Unternehmens investiert, sollte sich nach kurzfristigen Anlagemöglichkeiten umsehen. Nicht überall wird Verwahrentgelt fällig. Die Deutsche Bank bietet Ihnen beispielsweise die Möglichkeit, freie Mittel in mehreren Tranchen mit unterschiedlicher Laufzeit zu einem fest kalkulierbaren positiven Zinssatz anzulegen.

Erfahren Sie mehr über gebührenfreie Anlagemöglichkeiten in einem persönlichen Beratungsgespräch.

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Eine Alternative für sicherheitsbewusste Finanz- und Firmenchefs mit mittelfristigem Anlagehorizont können beispielsweise konservative Rentenpapiere und Renten- bzw. Mischfonds sein. Im Vergleich zum Festgeld behalten Sie damit kurzfristig größere Aktionsmöglichkeiten, denn Sie können Fonds und Anleihen in der Regel jederzeit verkaufen. Notieren die Papiere allerdings niedriger als beim Kauf, müssen Sie einen Verlust in Kauf nehmen, der aber eventuell durch Zinserträge kompensiert werden kann.

Grundsätzlich bietet es sich an, einmal über den Umfang einer eventuell vorhandenen „Bodensatzliquidität“?“ nachzudenken und in diesem Zusammenhang Ihre Gesamtvermögensstrategie mit Ihrem Bankberater zu erörtern.

Überprüfen Sie außerdem, ob es sich lohnt, freie Mittel in die Sondertilgung oder für das Ablösen von längerfristigen Darlehen zu investieren, um Ihre Zinslast zu verringern. Auch hier unterstützt Sie Ihr Bankberater bei der Suche nach wirtschaftlichen Lösungen.