Redaktionsschluss: 14. August 2026
Aktien, Volkswirtschaft / Geldpolitik – 19.10.2026
US-Zwischenwahlen 2026: Wie der Wahlausgang Politik und Märkte prägen könnte
Die wichtigsten Fakten:
- Die gestiegenen Lebenshaltungskosten sind das zentrale Wahlthema und prägen die Stimmung in den USA stärker als Einwanderung, Handelspolitik und Haushaltsführung.
- Wenige umkämpfte Senats- und Repräsentantenhaussitze könnten über Gesetzgebung, Haushalt und die politische Handlungsfähigkeit der Regierung entscheiden.
- KI, Rechenzentren und Energieinfrastruktur rücken in den politischen Fokus. Strengere Regulierungen könnten Investitionen bremsen, während der strategische Wettbewerb mit China Verteidigung, Halbleiter und Lieferketten weiter stützen dürfte.
Bildquelle: Intesar / Adobe Stock
Wahllandschaft: Was bestimmt die Wahl?
Wo stehen wir heute?
Nur wenige Wochen vor dem Wahltag richtet sich die Aufmerksamkeit zunehmend auf den Kampf um die Kontrolle des US-Kongresses. Die Republikaner verteidigen knappe Mehrheiten in Repräsentantenhaus und Senat; die Demokraten wollen in einem Umfeld Boden gutmachen, das traditionell die Partei außerhalb des Weißen Hauses begünstigt. Der Wahlkampf konzentriert sich auf wenige umkämpfte Wahlkreise und zentrale Senatswahlen, die die Gesetzgebungsagenda für den Rest der Amtszeit von Präsident Trump prägen könnten. Bezahlbarkeit, Regulierung von KI und Rechenzentren, Einwanderung und Fiskalpolitik dürften im Mittelpunkt stehen.
US-Zwischenwahlen 2026: Kongressmehrheiten, KI-Regulierung und Fiskalpolitik bewegen Märkte und Branchen.
Wichtigste Themen für die Wähler
Bezahlbarkeit und Lebenshaltungskosten prägen den Wahlzyklus 2026. Fast die Hälfte der registrierten Wähler nennt die Lebenshaltungskosten als wichtigsten Einflussfaktor; 74 Prozent sehen deren Entwicklung in die falsche Richtung. Steigende Kosten für Wohnen, Gesundheit und Lebensmittel belasten die Stimmung. 59 Prozent bezweifeln, dass sich der Lebensstandard ihrer Familie verbessern wird. Einwanderung, Handelspolitik und Haushaltsführung bleiben nachrangige, aber wichtige Themen.
Abbildung 1: Hauptthemen für die Wähler im Vorfeld der Kongresswahlen 2026
Quelle: Pew Research Center. Stand: August 2026. Die bisherige Wertentwicklung lässt keine Rückschlüsse auf die künftige Wertentwicklung zu. Die Wertentwicklung bezieht sich auf einen Nominalwert, der auf Kursgewinnen/-verlusten beruht und die Inflation nicht berücksichtigt. Die Inflation wirkt sich negativ auf die Kaufkraft dieses nominalen Geldwerts aus. Je nach aktuellem Inflationsniveau kann dies zu einem realen Wertverlust führen, selbst wenn die nominale Wertentwicklung der Anlage positiv ist.
Umkämpfte Sitze: Wie könnte der 120. Kongress aussehen?
Der Kampf um die Mehrheit im Kongress bleibt hart. Die Republikaner halten derzeit eine Mehrheit von 53 zu 47 Sitzen im Senat, in dem in diesem Jahr 35 Sitze zur Wahl stehen – einschließlich der Sonderwahlen in Florida und Ohio. Da 22 der zur Wahl stehenden Sitze aktuell von Republikanern gehalten werden, müssten die Demokraten netto vier Sitze hinzugewinnen, um die Kammer zurückzuerobern.
Unterdessen stehen alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus zur Wahl. Die Republikaner gehen mit einer knappen Mehrheit in diese Wahl und benötigen mindestens 218 Sitze, um die Kontrolle zu behalten. Folglich könnte eine relativ kleine Anzahl hart umkämpfter Wahlkreise (Competitive Districts) und Senatswahlen ausschlaggebend für das künftige Kräfteverhältnis in Washington sein. Historisch gesehen hat die Partei des amtierenden Präsidenten bei Zwischenwahlen tendenziell mit Gegenwind zu kämpfen – eine Dynamik, von der die Demokraten hoffen, dass sie dazu beiträgt, die strukturellen Vorteile auszugleichen, die die Republikaner in Teilen der Wahlkreiskarte haben.
Abbildung 2: Wahrscheinlichkeiten für die Kontrolle des Kongresses bei den Zwischenwahlen (Midterms) 2026
Anteil der Bevölkerung, die von der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter abhängig ist
Quelle: Polymarket, Deutsche Bank AG. Stand: 5. Oktober 2026. Die bisherige Wertentwicklung lässt keine Rückschlüsse auf die künftige Wertentwicklung zu. Die Wertentwicklung bezieht sich auf einen Nominalwert, der auf Kursgewinnen/-verlusten beruht und die Inflation nicht berücksichtigt. Die Inflation wirkt sich negativ auf die Kaufkraft dieses nominalen Geldwerts aus. Je nach aktuellem Inflationsniveau kann dies zu einem realen Wertverlust führen, selbst wenn die nominale Wertentwicklung der Anlage positiv ist.
Entscheidende Rennen und mögliche Wendepunkte
Senat
Der Kampf um den Senat dürfte die größte Aufmerksamkeit auf sich ziehen, wenn man seine Rolle bei der Gestaltung der Gesetzgebung und der Bestätigung von Präsidentschaftskandidaten bedenkt. Die entscheidenden Wahlkämpfe in Georgia, Michigan, Maine und Alaska werden voraussichtlich zu den am genauesten beobachteten gehören, da mehrere von Republikanern gehaltene Sitze zunehmend umkämpft sind – und das trotz einer Wahlkarte, die sich anfangs für die Republikaner (GOP) als vorteilhaft darstellte. Die Positionierung der Kandidaten und bundesstaatenspezifische Dynamiken könnten sich als besonders wichtig erweisen, da viele Bewerber versuchen, ihre Attraktivität über ihre eigene Parteibasis hinaus auszuweiten und unabhängige Wähler in eng umkämpften Bundesstaaten für sich zu gewinnen. Das Ergebnis wird maßgeblich darüber entscheiden, inwieweit die nächste Regierung in der Lage sein wird, ihre gesetzgeberische Agenda voranzutreiben und wichtige Schlüsselpositionen zu besetzen.
Repräsentantenhaus
Die Kontrolle über das Repräsentantenhaus wird sich voraussichtlich in einer relativ kleinen Anzahl von umkämpften Vorstadt- und Wechselwählerbezirken (sogenannten Swing Districts) entscheiden, insbesondere in Arizona, Michigan, Pennsylvania und New York. Die Demokraten scheinen derzeit bessere Chancen zu haben, die Kammer zurückzugewinnen, obwohl Neuzuschnitte der Wahlkreise (Redistricting) in Bundesstaaten wie Texas und Florida den Republikanern helfen könnten, gefährdete Sitze zu verteidigen.
Viele der engsten Wahlkämpfe finden in Bezirken statt, in denen sich die Wähler weiterhin stark auf die Lebenshaltungskosten, die Grenzsicherheit und die lokale wirtschaftliche Lage konzentrieren. Infolgedessen dürfte das Ergebnis im Repräsentantenhaus weniger von nationalen Parteitrends abhängen, sondern vielmehr davon, wie die Wähler in einigen wenigen Schlüsselbezirken ihre eigenen Haushaltsfinanzen und lokalen Anliegen bewerten.
Anmerkung zu Zöllen
Die Handelspolitik hat sich zu einem deutlich präsenteren Thema der Zwischenwahlen (Midterms) entwickelt, da die Wähler höhere Importkosten gegen die Sicherheit von Lieferketten und die Ziele der heimischen Produktion abwägen.
Eine Umfrage ergab, dass mehr als 65 Prozent der Befragten¹ der Meinung waren, Zölle hätten die alltäglichen Ausgaben – einschließlich Lebensmitteln, Wohnen, Transport und Gesundheitsversorgung – weniger erschwinglich gemacht, wobei sich diese Besorgnis über alle Parteigrenzen hinweg zeigte. Eine weitere Umfrage ergab, dass 60 Prozent der Amerikaner² die jüngsten Zollerhöhungen ablehnten, während etwa die Hälfte erwartete, dass sich die Zollpolitik sowohl auf das Land als auch auf den eigenen Haushalt negativ auswirken würde. Zusammenfassend deuten diese Ergebnisse darauf hin, dass viele Wähler Zölle zunehmend mit höheren Kosten und steigendem Druck auf die Lebenshaltungskosten verbinden.
Die Debatte findet vor dem Hintergrund eines sprunghaften Anstiegs des effektiven US-Zollsatzes auf fast 28 Prozent im Jahr 2025 statt, der sich im Jahr 2026 auf geschätzte 11,8 Prozent abschwächte. Während ein Erdrutschsieg der Republikaner (Republican Sweep) zusätzliche China-Restriktionen, Reshoring-Anreize und eine industriefokussierte Politik begünstigen könnte, würde ein geteilter Kongress oder eine von den Demokraten kontrollierte Kammer neue Zollinitiativen voraussichtlich einer strengeren Prüfung unterziehen, während die generell harte Haltung gegenüber China beibehalten würde. Industrie, Verarbeitendes Gewerbe, Halbleiter, Technologie-Hardware und Unternehmen mit global integrierten Lieferketten gehören weiterhin zu den am stärksten betroffenen Sektoren. Für Investoren ist die entscheidende Frage nicht, ob Zölle ein Bestandteil der US-Handelspolitik bleiben, sondern ob das Wahlergebnis die Fähigkeit der Regierung verändert, ihre Handelsagenda mit breiteren finanz-, industrie- und produktionspolitischen Initiativen zu verknüpfen.
Abbildung 3: Effektiver US-Zollsatz
Quelle: Yale Budget Lab, Deutsche Bank AG. Stand: 5. Oktober 2026. Die bisherige Wertentwicklung lässt keine Rückschlüsse auf die künftige Wertentwicklung zu. Die Wertentwicklung bezieht sich auf einen Nominalwert, der auf Kursgewinnen/-verlusten beruht und die Inflation nicht berücksichtigt. Die Inflation wirkt sich negativ auf die Kaufkraft dieses nominalen Geldwerts aus. Je nach aktuellem Inflationsniveau kann dies zu einem realen Wertverlust führen, selbst wenn die nominale Wertentwicklung der Anlage positiv ist.
KI, Technologie und Industriepolitik
Beobachter sind sich vollkommen bewusst, dass eine parteiübergreifende Zusammenarbeit (Bipartisanship) in der politischen Landschaft der USA – insbesondere seit der Pandemie – so gut wie verschwunden ist. Die Inflation ist rasant gestiegen, wobei die Verbraucherpreise seit Januar 2020 kumuliert um 29 Prozent zugenommen haben. Obwohl das reale verfügbare Pro-Kopf-Einkommen im selben Zeitraum um 11 Prozent gestiegen ist, verschleiert dieser Gesamtzuwachs den Druck, den die gestiegenen Preise auf die Kaufkraft vieler Haushalte ausüben.
Abbildung 4: Kumulierte Veränderungen seit Januar 2020
Quelle: FRED, Deutsche Bank AG. Stand: 5. Oktober 2026. Die bisherige Wertentwicklung lässt keine Rückschlüsse auf die künftige Wertentwicklung zu. Die Wertentwicklung bezieht sich auf einen Nominalwert, der auf Kursgewinnen/-verlusten beruht und die Inflation nicht berücksichtigt. Die Inflation wirkt sich negativ auf die Kaufkraft dieses nominalen Geldwerts aus. Je nach aktuellem Inflationsniveau kann dies zu einem realen Wertverlust führen, selbst wenn die nominale Wertentwicklung der Anlage positiv ist.
Unterdessen entfielen auf die reichsten 10 Prozent der Bevölkerung 41,9 Billionen USD – das entspricht etwa zwei Dritteln des gesamten Anstiegs des Nettovermögens der privaten Haushalte von 65 Billionen USD seit dem vierten Quartal 2019. Demgegenüber stehen 20,7 Billionen USD für die mittleren 40 Prozent und lediglich 2,4 Billionen USD für die unteren 50 Prozent, was die Kluft zwischen den Gewinnern und Verlierern einer zunehmend K-förmig verlaufenden US-Wirtschaft weiter vertieft.
Abbildung 5: Kumulierter Zuwachs des Nettovermögens der privaten Haushalte seit Januar 2020
Quelle: FRED, Deutsche Bank AG. Stand: 5. Oktober 2026. Die bisherige Wertentwicklung lässt keine Rückschlüsse auf die künftige Wertentwicklung zu. Die Wertentwicklung bezieht sich auf einen Nominalwert, der auf Kursgewinnen/-verlusten beruht und die Inflation nicht berücksichtigt. Die Inflation wirkt sich negativ auf die Kaufkraft dieses nominalen Geldwerts aus. Je nach aktuellem Inflationsniveau kann dies zu einem realen Wertverlust führen, selbst wenn die nominale Wertentwicklung der Anlage positiv ist.
Im Vorfeld der Zwischenwahlen beginnt jedoch ein Thema diese Kluft zu überbrücken: der wachsende parteiübergreifende Widerstand gegen Rechenzentren und KI im Allgemeinen. Die politischen Gründe liegen auf der Hand. In der US-Öffentlichkeit wächst die Sorge, KI könne Arbeitsplätze verdrängen, lokale Wasservorräte beanspruchen und Stromrechnungen erhöhen. Letzteres wiegt besonders schwer, nachdem die Strompreise für Haushalte seit Januar 2020 kumuliert um 45 Prozent gestiegen sind, deutlich stärker als der Verbraucherpreisindex mit 29 Prozent. Umfragen des Pew Research Center zeigen, dass die Bedenken gegenüber Rechenzentren zwischen Januar und August 2026 in vielen Bereichen deutlich zugenommen haben.
Abbildung 6: Anteil der US-Erwachsenen, die der Meinung sind, dass Rechenzentren sich größtenteils negativ auswirken auf ...
Quelle: Pew Research Center, Deutsche Bank AG. Stand: 5. Oktober 2026. Die bisherige Wertentwicklung lässt keine Rückschlüsse auf die künftige Wertentwicklung zu. Die Wertentwicklung bezieht sich auf einen Nominalwert, der auf Kursgewinnen/-verlusten beruht und die Inflation nicht berücksichtigt. Die Inflation wirkt sich negativ auf die Kaufkraft dieses nominalen Geldwerts aus. Je nach aktuellem Inflationsniveau kann dies zu einem realen Wertverlust führen, selbst wenn die nominale Wertentwicklung der Anlage positiv ist.
Für die Märkte und die Wirtschaft steht extrem viel auf dem Spiel, wenn man bedenkt, wie sehr der KI-Investitionszyklus (AI Capex) an Bedeutung gewonnen hat. Die „Technologie-Investitionen“ (Tech Capex) – die wir hier als Ausgaben für geistiges Eigentum an Software plus Ausgaben für Informationsverarbeitungsgeräte definieren – sind auf 5,1 Prozent des nominalen BIP gestiegen. Damit übertreffen sie den während der Dotcom-Blase erreichten Höchststand von 4,5 Prozent.
Auch die Bauausgaben unterstreichen diese Divergenz zwischen der „KI-Wirtschaft“ und der „Realwirtschaft“. Seit Dezember 2023 sind die Ausgaben für den Bau von Rechenzentren auf saisonbereinigter und annualisierter Basis um 51 Milliarden USD gestiegen, während die privaten Nichtwohnungsbauten (ohne Rechenzentren) um 87 Milliarden USD und die gesamten privaten Bauausgaben (ohne Rechenzentren) um 120 Milliarden USD zurückgegangen sind.
Abbildung 7: Veränderung der privaten Bauausgaben seit Dezember 2023 (in Mrd. USD, saisonbereinigte Jahresrate)
Quelle: U.S. Census, Deutsche Bank AG. Stand: 5. Oktober 2026. Die bisherige Wertentwicklung lässt keine Rückschlüsse auf die künftige Wertentwicklung zu. Die Wertentwicklung bezieht sich auf einen Nominalwert, der auf Kursgewinnen/-verlusten beruht und die Inflation nicht berücksichtigt. Die Inflation wirkt sich negativ auf die Kaufkraft dieses nominalen Geldwerts aus. Je nach aktuellem Inflationsniveau kann dies zu einem realen Wertverlust führen, selbst wenn die nominale Wertentwicklung der Anlage positiv ist.
Die viel gepriesene KI-Produktivitätsdividende hat sich in den Wirtschaftsdaten noch nicht in einem deutlichen Trendbruch niedergeschlagen. Die Produktivität außerhalb der Landwirtschaft stieg im zweiten Quartal 2026 im Jahresvergleich um 2,2 Prozent, im Quartalsverlauf jedoch nur um eine annualisierte Rate von 1,4 Prozent. Seit dem vierten Quartal 2019 ist die Produktivität mit einer jährlichen Rate von 2,1 Prozent gewachsen. Dies liegt zwar über den 1,5 Prozent des vorherigen Konjunkturzyklus, entspricht aber genau dem langfristigen Durchschnitt seit 1947.
Über alle diese Messgrößen hinweg deuten die Daten eher auf eine moderate Verbesserung als auf eine entscheidende, durch KI ausgelöste Beschleunigung der Produktivität hin. Stattdessen stützen sich die Wirtschaft und der Aktienmarkt zunehmend auf den Infrastrukturausbau, da Technologie-Investitionen (Tech Capex) einen überproportionalen Anteil am BIP-Wachstum ausmachen und der Bau von Rechenzentren den Bausektor stützt. Diese Konzentration verdeutlicht, warum die Wahl so wichtig ist.
Die wachsende Besorgnis der Wähler über Arbeitsplätze, Wasserverbrauch und Stromkosten könnte zu einer strengeren Prüfung der KI-Politik durch den Kongress führen. Dies könnte neue Einschränkungen für die Entwicklung von Rechenzentren, die Energieinfrastruktur und die breiteren industriepolitischen Maßnahmen nach sich ziehen, die diesen Ausbau bisher unterstützen. Ein restriktiveres politisches Umfeld würde zunächst die Ausgaben für Bau- und Ausrüstungsinvestitionen bremsen und damit eine schmale, aber wichtige Quelle für Wirtschaftswachstum und Marktführerschaft schwächen. Darüber hinaus könnte eine Begrenzung der Kapazitäten, noch bevor sich die Anwendung in der Breite durchgesetzt hat, die Verbreitung von KI in der Gesamtwirtschaft verlangsamen und potenzielle, substanzielle Produktivitätsgewinne weiter verzögern.
Außenpolitik und Geopolitik: Strategie versus Handlungsfähigkeit
Die Folgen der Zwischenwahlen reichen weit über die USA hinaus. Eine grundlegende Änderung der US-Außenpolitik ist unwahrscheinlich, da die Exekutive bei Zöllen, Sanktionen und Fragen der nationalen Sicherheit erhebliche Befugnisse behält. Der Kongress wirkt vor allem über Haushaltsmittel, Aufsicht, Gesetzgebung und Bestätigungen im Senat. Daher beeinflusst seine Zusammensetzung weniger die strategischen Ziele Washingtons als die Fähigkeit, sie zu finanzieren und umzusetzen. Die Nettozinsausgaben dürften 2026 rund 1,05 Billionen USD erreichen, gegenüber etwa 940 Milliarden USD für die Landesverteidigung. Zinsausgaben würden 19,6 Prozent der Steuereinnahmen beanspruchen, die Verteidigung 17,7 Prozent.
Abbildung 8: Die Nettozinsausgaben übersteigen mittlerweile die Verteidigungsausgaben
Quelle: FRED, Deutsche Bank AG. Stand: 5. Oktober 2026. Die bisherige Wertentwicklung lässt keine Rückschlüsse auf die künftige Wertentwicklung zu. Die Wertentwicklung bezieht sich auf einen Nominalwert, der auf Kursgewinnen/-verlusten beruht und die Inflation nicht berücksichtigt. Die Inflation wirkt sich negativ auf die Kaufkraft dieses nominalen Geldwerts aus. Je nach aktuellem Inflationsniveau kann dies zu einem realen Wertverlust führen, selbst wenn die nominale Wertentwicklung der Anlage positiv ist.
Die Schuldenobergrenze stellt eine zusätzliche Einschränkung für Washingtons Fähigkeit zur Machtprojektion im Ausland dar. Unter dem One Big Beautiful Bill Act (OBBBA) von 2025 ist die Obergrenze derzeit auf 41,1 Billionen USD festgesetzt. Bei einer Gesamtverschuldung des Bundes von 40,13 Billionen USD verbleibt eine Kreditaufnahmekapazität von rund 970 Milliarden USD. Das Bipartisan Policy Center schätzt, dass die Regierung die Obergrenze höchstwahrscheinlich in der ersten Hälfte des Jahres 2027 erreichen wird, wobei der genaue Zeitpunkt vom Aufkommen der Steuereinnahmen und dem Tempo der Ausgaben abhängt.
Eine geteilte Regierung (Divided Government) würde das Risiko von Blockaden bei der Schuldenobergrenze und finanzpolitischem Nervenkrieg (Fiscal Brinkmanship) erhöhen. Dies könnte Phasen von Marktvolatilität auslösen und letztlich Fragen zur fiskalischen Glaubwürdigkeit der USA aufwerfen. Da die Zinskosten weiterhin einen wachsenden Anteil der Bundeseinnahmen verschlingen, dürften sich künftige Debatten über die Schuldenobergrenze weniger um die Genehmigung zusätzlicher Kredite drehen, sondern vielmehr um die schwierigen Abwägungen, die nötig sind, um Verteidigungsausgaben, innenpolitische Prioritäten und gesetzliche Leistungsverpflichtungen (wie Renten und Sozialleistungen) gleichzeitig zu finanzieren.
China ist vielleicht das deutlichste Beispiel für eine strategische Priorität, die unabhängig von den Wahlergebnissen bestehen bleiben dürfte, auch wenn sich die politischen Instrumente zu ihrer Umsetzung ändern.
Rechenkapazität, hoch entwickelte Halbleiter, Cyberfähigkeiten und die sie tragende Energieinfrastruktur rücken zunehmend in den Mittelpunkt dieses Wettbewerbs. Die Parallelen zum Wettlauf ins All gegen die Sowjetunion sind kaum zu übersehen. Die Infrastruktur, die dem heutigen strategischen Wettbewerb zugrunde liegt, befindet sich jedoch in den kalten Gängen von Rechenzentren und nicht auf Raketenstartrampen. Dies verleiht der nationalen KI- und Rechenzentrumspolitik eine sicherheitspolitische Dimension, da Regulierungen oder Verzögerungen bei der Erteilung von Genehmigungen, die den Ausbau verlangsamen, die Infrastruktur einschränken könnten, die für die Aufrechterhaltung der US-Führungsrolle im KI-Wettrüsten erforderlich ist. Angesichts der weitreichenden Sicherheitsaspekte, die mit der technologischen Führungsrolle verbunden sind, unterstreicht Taiwans Rolle im Zentrum der weltweiten Halbleiter-Lieferkette – insbesondere vor dem Hintergrund seiner Nähe zu China – seine strategische Bedeutung im Indopazifik.
China ist nicht der einzige Bereich, in dem Kontinuität den Wandel voraussichtlich überwiegen wird. Die Lastenteilung innerhalb der NATO (Burden-Sharing), die Eindämmung Russlands und die Unterstützung für die Ukraine bleiben fest im breiteren Sicherheitsrahmen der USA verankert. Der Wandel hin zu einer stärkeren Lastenteilung ist bereits spürbar: Die Zahl der NATO-Verbündeten, die das Verteidigungsausgabenziel des Bündnisses von 2 Prozent erfüllen, ist von sechs im Jahr 2021 auf 31 im Jahr 2025 gestiegen. Näher vor der eigenen Haustür hat Washington zudem seinen Fokus wieder verstärkt auf Lateinamerika gerichtet, wo Migration, organisiertes Verbrechen, strategische Infrastruktur und Investitionen Chinas zunehmend durch eine geopolitische Brille betrachtet werden.
Insgesamt dürften die Zwischenwahlen die US-Außenpolitik kaum verändern. Bei der Wahl dürfte es weniger um die Strategie als vielmehr um die Kapazitäten gehen – sie beeinflussen Washingtons Fähigkeit, seine Verpflichtungen zu finanzieren und dies in einem Umfeld steigender Zinskosten und wachsender Haushaltszwänge aufrechtzuerhalten.
Auswirkungen auf Märkte und Sektoren
Republikanische Kontrolle des Kongresses
Politik: Ein Sieg der Republikaner sowohl im Repräsentantenhaus als auch im Senat würde der Regierung am klarsten den Weg zur Durchsetzung ihrer innenpolitischen Agenda ebnen. Dies umfasst die Verfolgung einer wirtschaftsfreundlichen Politik, die Unterstützung der heimischen Energie- und Produktionswirtschaft, Reshoring-Initiativen (Rückverlagerung von Produktionskapazitäten ins Inland) sowie begrenzte Änderungen des bestehenden Steuerrahmens. Die Handelspolitik dürfte weiterhin auf China und die Sicherheit der Lieferketten ausgerichtet bleiben, während die Durchsetzung von Einwanderungsgesetzen eine höhere gesetzgeberische Priorität erhalten könnte. Eine einheitliche republikanische Kontrolle würde zudem das Haushaltsabstimmungsverfahren (Budget Reconciliation) sichern und die Bestätigung von Nominierungen des Präsidenten (für Regierungs- und Richterämter) erleichtern.
Marktauswirkungen
Investoren dürften ihren Fokus auf das Potenzial für zusätzliche fiskalische Unterstützung und Deregulierung richten, insbesondere in den Sektoren Finanzen, Energie und Verteidigung. Die Erwartung höherer Defizite, einer verstärkten Emission von US-Staatsanleihen (Treasuries) und einer robusteren Inflation könnte die langfristigen Renditen nach oben treiben, während eine unterstützende Energiepolitik sich moderat positiv auf ölnahe Sektoren auswirken könnte.
Geteilte Regierung
Politik: Ein geteilter Kongress dürfte zu einem stärker eingeschränkten politischen Handlungsspielraum führen. Eine demokratische Mehrheit im Repräsentantenhaus würde ein rein republikanisches Haushaltsabstimmungsverfahren (Reconciliation-Paket) blockieren und den Fokus verstärkt auf parlamentarische Kontrolle, Untersuchungen und Haushaltsverhandlungen lenken. Gleichzeitig würde ein republikanisch geführter Senat weiterhin Richter und andere Nominierungen bestätigen.
Marktauswirkungen
Die Märkte dürften die Wahrscheinlichkeit für größere Steuersenkungen oder fiskalische Impulse geringer einschätzen, was die Renditen von US-Staatsanleihen (Treasuries) potenziell nach unten drücken könnte. Die bestehende Handels- und Industriepolitik bliebe voraussichtlich in Kraft, während gesetzgeberische Fortschritte begrenzt wären und Haushaltsverhandlungen immer wieder für Phasen der Unsicherheit sorgen könnten.
Demokratische Kontrolle des Kongresses
Politik: Eine demokratische Kontrolle des Kongresses würde das größte Hindernis für die Agenda der Regierung darstellen. Bemühungen, bestehende Steuersenkungen zu verlängern und eine wirtschaftsfreundliche Gesetzgebung voranzutreiben, stünden wahrscheinlich vor größeren gesetzgeberischen Hürden. Gleichzeitig könnten sich die politischen Prioritäten in Richtung des Gesundheitswesens verschieben – einschließlich der Subventionen für Medicare, Medicaid und den Affordable Care Act (ACA) –, ebenso wie auf die Unterstützung der Kinder-Steuergutschrift (Child Tax Credit), Anreize für saubere Energien und eine verstärkte regulatorische Aufsicht. Der Kongress könnte zudem die Handels-, Einwanderungs- und KI-Politik einer genaueren Überprüfung unterziehen, wenngleich Präsident Trump sein Vetorecht behalten würde.
Marktauswirkungen
Die Märkte dürften der Wahrscheinlichkeit zusätzlicher Steuersenkungen oder Staatsausgaben nur eine sehr geringe Bedeutung beimessen. Dies könnte länger laufende US-Staatsanleihen (Treasuries) und andere zinssensitive Vermögenswerte stützen, während es den US-Dollar moderat belasten könnte. Eine geringere fiskalische Unterstützung könnte sich zudem disinflationär oder gar deflationär auf die Gesamtwirtschaft auswirken, was wiederum das lange Ende der Renditekurve für US-Staatsanleihen beeinflussen würde.
Historisch gesehen waren die durchschnittlichen jährlichen Renditen des S&P 500 unter einer geteilten Regierung (Split Government) mit einem republikanischen Präsidenten etwas höher. Gleichzeitig waren die zukünftigen 12-Monats-Renditen unabhängig vom politischen Ausgang im Allgemeinen positiv, wie aus den unten stehenden Grafiken hervorgeht.
Abbildung 9: Durchschnittliche jährliche Wertentwicklung des S&P 500 unter einem republikanischen Präsidenten (1933–2025)
Quelle: Strategas, Deutsche Bank AG. Stand: 5. Oktober 2026. Die bisherige Wertentwicklung lässt keine Rückschlüsse auf die künftige Wertentwicklung zu. Die Wertentwicklung bezieht sich auf einen Nominalwert, der auf Kursgewinnen/-verlusten beruht und die Inflation nicht berücksichtigt. Die Inflation wirkt sich negativ auf die Kaufkraft dieses nominalen Geldwerts aus. Je nach aktuellem Inflationsniveau kann dies zu einem realen Wertverlust führen, selbst wenn die nominale Wertentwicklung der Anlage positiv ist.
Abbildung 10: S&P-500-Korrekturen in Jahren mit Zwischenwahlen
Quelle: Strategas, Deutsche Bank AG. Stand: 5. Oktober 2026. Die bisherige Wertentwicklung lässt keine Rückschlüsse auf die künftige Wertentwicklung zu. Die Wertentwicklung bezieht sich auf einen Nominalwert, der auf Kursgewinnen/-verlusten beruht und die Inflation nicht berücksichtigt. Die Inflation wirkt sich negativ auf die Kaufkraft dieses nominalen Geldwerts aus. Je nach aktuellem Inflationsniveau kann dies zu einem realen Wertverlust führen, selbst wenn die nominale Wertentwicklung der Anlage positiv ist.
Angesichts der unterschiedlichen politischen Prioritäten in den einzelnen Szenarien könnten Investoren eine deutliche Divergenz bei der Sektorperformance und der Marktführerschaft einzelner Branchen beobachten, wie im Folgenden dargestellt:
Abbildung 11: Potenzielle Sektorführerschaft bei unterschiedlichen Mehrheitsverhältnissen im Kongress
Quelle: Deutsche Bank AG. Stand: 5. Oktober 2026. Die bisherige Wertentwicklung lässt keine Rückschlüsse auf die künftige Wertentwicklung zu. Die Wertentwicklung bezieht sich auf einen Nominalwert, der auf Kursgewinnen/-verlusten beruht und die Inflation nicht berücksichtigt. Die Inflation wirkt sich negativ auf die Kaufkraft dieses nominalen Geldwerts aus. Je nach aktuellem Inflationsniveau kann dies zu einem realen Wertverlust führen, selbst wenn die nominale Wertentwicklung der Anlage positiv ist.
Mehrere strukturelle Trends dürften unabhängig vom Wahlausgang relativ widerstandsfähig bleiben. Der steigende Strombedarf durch KI und den Ausbau von Rechenzentren sollte weiterhin Investitionen in die Stromerzeugung, Versorger und die Netzinfrastruktur stützen, während der strategische Wettbewerb mit China und breitere nationale Sicherheitsprioritäten den Fokus auf Verteidigung, Halbleiter, kritische Rohstoffe und die Resilienz von Lieferketten voraussichtlich aufrechterhalten werden.
Obwohl sich die politischen Ansätze unterscheiden können, werden diese Trends von langfristigen wirtschaftlichen, technologischen und geopolitischen Kräften getragen, die weit über einen einzelnen Wahlzyklus hinausreichen.
Was könnte die Märkte überraschen – was ist noch nicht vollständig eingepreist?
- Die Höhe des Wahlsiegs könnte ebenso entscheidend sein wie die Frage, wer gewinnt. Knappe Mehrheiten könnten zu einem politischen Stillstand (Gridlock) führen, während deutliche Mehrheiten ein stärkeres Mandat für politische Veränderungen schaffen könnten.
- KI könnte zunehmend in den politischen Fokus rücken. Eine verstärkte Überprüfung von Rechenzentren, deren Energieverbrauch und der zugehörigen Infrastruktur könnte dieses zentrale Anlagethema beeinflussen.
- Fiskalische Zwänge könnten die politischen Ambitionen begrenzen. Der Haushaltsdruck dürfte zunehmend bestimmen, was in Washington realistisch umgesetzt werden kann.
Darauf sollten Anleger achten
Die Zwischenwahlen (Midterms) 2026 finden in einer entscheidenden Phase für die US-Wirtschaft und die politische Landschaft statt. Während die Lebenshaltungskosten und die wirtschaftliche Lage weiterhin die dominierenden Sorgen der Wähler bleiben, wird die Wahl beeinflussen, inwieweit die Regierung ihre Prioritäten in den Bereichen Steuern, Energie, KI und Industriepolitik im weiteren Sinne vorantreiben kann. Obwohl sich die grundlegende Ausrichtung der Handels- und Außenpolitik kaum ändern dürfte – da Zwischenwahlen das makroökonomische Umfeld selten grundlegend verändern –, könnte die Kontrolle über den Kongress das Tempo der politischen Umsetzung, die fiskalischen Ergebnisse und die Marktführerschaft einzelner Branchen beeinflussen. Dies hat direkte Auswirkungen auf die Sektoren Energie, Finanzen, Technologie, Industrie und Gesundheit. Für Investoren ist die entscheidende Frage, wie das daraus resultierende Kräfteverhältnis das politische Umfeld und die relative Sektorperformance prägen wird.
Mit herannahendem Wahltag könnten Wahlumfragen klarere Signale für das wahrscheinliche Ergebnis liefern, auch wenn immer knappere Abstände die Prognosen weiterhin erschweren. Während Wahlen kurzfristig für Volatilität an den Märkten sorgen können, wurden die längerfristigen Anlagerenditen in der Vergangenheit eher von den wirtschaftlichen Fundamentaldaten, den Unternehmensgewinnen und der tatsächlichen politischen Umsetzung geprägt als von den Wahlergebnissen allein. Daher dürften Anleger besser damit beraten sein, sich auf die längerfristigen politischen Implikationen des Wahlausgangs zu konzentrieren und gleichzeitig an einem diversifizierten Anlageansatz festzuhalten.
Literaturverzeichnis
1https://www.cfr.org/articles/cfr-poll-shows-americans-across-party-lines-tie-tariffs-affordability/
2https://www.pewresearch.org/politics/2026/02/04/americans-largely-disapprove-of-trumps-tariff-increases/
Glossar
- Affordable Care Act (ACA) wurde 2010 von US-Präsident Obama als Gesetz unterzeichnet und wird häufig als „Obamacare“ bezeichnet.
- Bruttoinlandsprodukt (BIP / engl. GDP) ist der Geldwert aller fertigen Waren und Dienstleistungen, die innerhalb der Grenzen eines Landes in einem bestimmten Zeitraum hergestellt werden.
- Investitionsausgaben (Capex) sind Ausgaben für langfristige Vermögenswerte wie Gebäude, Anlagen, Infrastruktur oder Software.
- Im Jahresvergleich (engl. YoY / Year-over-Year) vergleicht eine Messgröße mit dem entsprechenden Zeitraum des Vorjahres.
- Künstliche Intelligenz (KI / engl. AI) ist die Fähigkeit von Computersystemen, Aufgaben auszuführen, die normalerweise menschliche Intelligenz erfordern.
- NATO steht für die Organisation des Nordatlantikvertrags (North Atlantic Treaty Organization).
- One Big Beautiful Bill Act (OBBBA) oder die „Big Beautiful Bill“ ist ein Haushaltsabstimmungsgesetz (Budget Reconciliation Bill), das vom 119. US-Kongress verabschiedet wurde. Es enthält Steuer- und Ausgabenregelungen, die ein Kernstück der Agenda von Präsident Trump für seine zweite Amtszeit bilden.
- Persönliche Konsumausgaben (PCE) sind ein Preisindex für Waren und Dienstleistungen, der insbesondere im Kontext des US-BIP von Bedeutung ist.
- Rendite (engl. Yield) ist der Ertrag einer Investition in Form von Zinsen oder Dividenden, die aus einem Wertpapier erzielt werden. Sie wird in der Regel jährlich als Prozentsatz ausgedrückt, bezogen auf die Anschaffungskosten, den aktuellen Marktwert oder den Nennwert der Anlage.
- Saisonal bereinigte annualisierte Rate (engl. SAAR) drückt eine saisonal bereinigte Veränderung im Vergleich zur Vorperiode als die Rate aus, die sich über ein volles Jahr ergeben würde.
- Senat ist das kleinere der beiden Häuser im Zweikammersystem des US-Kongresses und hat eine eher beratende und beratungsintensive Funktion.
- Treasuries sind Staatsanleihen, die von der Regierung der Vereinigten Staaten emittiert werden.
- US-Dollar (USD) ist die Währung der Vereinigten Staaten; USD ist das entsprechende Währungskürzel.
- Verbraucherpreisindex (VPI / engl. CPI) misst die Preisentwicklung eines Warenkorbs von Produkten und Dienstleistungen, der auf dem typischen Konsumverhalten eines privaten Haushalts basiert.
- Volatilität bezeichnet das Maß für die Schwankungsbreite einer Wertpapierkurs- oder Preisreihe im Zeitverlauf.
- Zölle (engl. Tariffs) sind Abgaben (als Absolutbetrag oder prozentual zum Wert), die erhoben werden, um den Preis von Importen zu erhöhen.
Historische Wertentwicklung
Quelle: Deutsche Bank AG, Bloomberg Finance L.P., LSEG Datastream; Datenstand: 8. Oktober 2026. Die bisherige Wertentwicklung lässt keine Rückschlüsse auf die künftige Wertentwicklung zu. Die Wertentwicklung bezieht sich auf einen Nominalwert, der auf Kursgewinnen/-verlusten beruht und die Inflation nicht berücksichtigt. Die Inflation wirkt sich negativ auf die Kaufkraft dieses nominalen Geldwerts aus. Je nach aktuellem Inflationsniveau kann dies zu einem realen Wertverlust führen, selbst wenn die nominale Wertentwicklung der Anlage positiv ist.
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Redaktionsschluss: 14.10.2026, 15 Uhr