Fassade der Börse in New York mit Straßenschild Wall Street und US-amerikanischen Fahnen

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Die globalen Aktienmärkte blieben trotz anhaltend hoher geopolitischer Unsicherheiten sowie erneut steigender Energiepreise und Anleiherenditen robust. Die starke Berichtssaison im zweiten Quartal festigte das Vertrauen in den KI-Investitionszyklus. Vor allem die Verbreiterung des Gewinn-wachstums über Sektoren und Regionen hinweg spricht für globale Aktien.

Robuste Aktien: Gewinne und KI tragen die Kurse – trotz Energiepreisen, Renditeanstieg und politischer Störgeräusche.

In den USA gehörte die jüngste Berichtssaison der S&P 500-Unternehmen zu den besten der vergangenen fünf Jahre und stärkte die Zuversicht hin-sichtlich guter Gewinnwachstumszahlen bis 2027. Anhaltende KI-Investitionen, eine breitere Gewinndynamik und die robuste Konjunkturent-wicklung bilden dabei ein starkes Fundament. Hohe Renditen, ein zeitweise schwacher Konsum und größere politische Unsicherheiten könnten die aktuell niedrige Volatilität zwar erhöhen; ein kräftiges Gewinnwachstum dürfte US-Aktien aber weiter stützen. Bei einem erwarteten Gewinnanstieg von mehr als 20 % in den kommenden zwölf Monaten bleiben wir konstruk-tiv und erhöhen unser 12-Monats-Ziel für den S&P 500 auf 8.400 Punkte.

Europäische Aktien entwickelten sich trotz neuer Energiesorgen gut. Die Gewinne der STOXX Europe 600-Unternehmen stiegen im zweiten Quartal insgesamt um 24 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum – ohne den Ener-giesektor noch um mehr als 10 %. Das unterstreicht die Widerstandskraft der Unternehmensgewinne und die laufende Konjunkturerholung. Obwohl das Gewinnwachstum hinter dem der USA zurückbleibt und höhere Ener-giepreise sowie straffere Finanzierungsbedingungen Risiken darstellen, schaffen das verbesserte konjunkturelle Umfeld und die zunehmende Brei-te positiver Gewinnrevisionen ein unterstützendes Umfeld. Wir erhöhen daher unser Ziel für den STOXX Europe 600 bis Ende September 2027 auf 690 Punkte.

Der MSCI Japan profitierte von einer starken Berichtssaison, anhaltenden KI-Investitionen und der konjunkturfreundlichen Politik der Regierung von Premierministerin Takaichi. Steigende Löhne und eine festere Inflation sind Zeichen dafür, dass Japan sein langjähriges deflationäres Umfeld zuneh-mend hinter sich lässt – das ist positiv für die Umsätze und die Gewinne der Unternehmen. Abrupte JPY-Bewegungen können zwar Volatilität auslö-sen. Allerdings stützt ein schwacher JPY auch die Exportgewinne, während ein stärkerer JPY internationalen Anlegern durch Währungsgewinne einen gewissen Puffer bieten kann. Die Auswirkungen jüngster US-Wechselkursinterventionen auf Aktien waren nur von kurzer Dauer. Wir erhöhen unser 12-Monats-Ziel für den MSCI Japan daher auf 2.760 Punkte.

Die Nachfrage nach Halbleitern und KI-Infrastruktur dürfte exportorientierten asiatischen Märkten wie Südkorea und Taiwan, die den MSCI Emerging Markets dominieren, weiter Rückenwind geben. In China könnten Fortschritte in den Bereichen Technologie, moderne Fertigung und anderen strategischen Branchen die Unternehmensgewinne und die Stimmung stützen – wenngleich die gesamtwirtschaftliche Entwicklung unausgewogen bleibt. Zwar bleiben die Gewinntrends unterstützend, doch die erhöhte geopolitische Unsicherheit und die höheren Energiepreise könnten insbesondere für energieimportierende Volkswirtschaften die Marktstimmung belasten und sprechen für einen vorsichtigeren Ausblick. Vor diesem Hintergrund passen wir unser 12-Monats-Ziel für den MSCI Emerging Markets auf 1.790 Punkte an.

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Redaktionsschluss: 09.09.2026, 15.00 Uhr

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