Übergreifendes – 07.12.21

Übergreifendes – 07.12.21

Kapitalmarktausblick Dezember

Kapitalmarktausblick Dezember

Der monatliche Kapitalmarktausblick gibt Ihnen einen umfassenden Überblick darüber, wie die Deutsche Bank die Entwicklung der Wirtschaft und einzelner Anlageklassen einschätzt. 

Der monatliche Kapitalmarktausblick gibt Ihnen einen umfassenden Überblick darüber, wie die Deutsche Bank die Entwicklung der Wirtschaft und einzelner Anlageklassen einschätzt. 

Liquidität

Lieferengpässe und steigende Energiepreise bremsen aktuell ein wenig das globale Wachstum. Auch wenn die Inflationsrisiken zunehmen, zeigt sich die Konsumnachfrage bislang robust. Trotz geldpolitischer Straffung werden die Nominalzinsen in den USA und Europa vorerst niedrig bleiben, sodass Liquidität als Anlageklasse lediglich aus taktischen Gründen zum Einstieg bei möglichen Korrekturen interessant sein könnte.

Immobilien

Niedrige bis negative Realrenditen haben die Nachfrage nach „Betongold“ trotz steigender Preise gestärkt. Hinzu kommt die insbesondere in Deutschland herrschende strukturelle Angebotsknappheit. Die Deutsche Bank sieht Ertragsaussichten für gewerbliche Immobilien und Wohnimmobilien. Die aktuell hohen Inflationsraten fördern dabei eine Umschichtung von Investorenkapital hin zu Sachwerten.

Renten

Die Entwicklung von Wachstum und Inflation könnte die Renditen von US-Staatsanleihen nach oben treiben. Außerdem zeichnet sich in den USA die erste Zinserhöhung ab. Globale bonitätsstarke Unternehmenspapiere dürften weiterhin von verbesserten Fundamentaldaten und einer stabilen Nachfrage bei gleichzeitig sinkendem Angebot unterstützt werden. Volatilitätsschübe in dem zinssensiblen Segment sind wahrscheinlich.

Aktien

Das anhaltende Gewinnwachstum könnte die Aktienmärkte weiter stützen – zumal es den Unternehmen gelingen dürfte, steigende Preise an Kunden weiterzugeben. Die Gewinnmargen sollten sich in den USA als widerstandsfähig erweisen und könnten in Europa sogar steigen. 2022 könnten erst Zykliker und in der zweiten Jahreshälfte dann defensive Titel im Vordergrund stehen. Sektorale Rotationen sind möglich.

Rohstoffe

Mit dem Ende der lockeren US-Geldpolitik könnte der Goldpreis kurzfristig sinken, weil steigende Realrenditen Anleger veranlassen dürften, Goldpositionen in ihrem Portfolio zu reduzieren. Obwohl die Realrenditen längerfristig wahrscheinlich negativ bleiben werden, dürfte allein der Aufwärtstrend die Nachfrage nach Gold verringern – und damit den Preis begrenzen. Prognose für Dezember 2022: 1.750 USD/Unze (31,1 Gramm).

Legende

Quelle: Deutsche Bank, CIO Privat- und Firmenkunden; Stand: 03.12.2021, 18 Uhr. Detailinformationen zu einzelnen Anlageklassen sowie deren Chancen und Risiken gibt Ihnen gerne Ihr Berater.

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Redaktionsschluss: 03.12.2021, 18 Uhr