In Aktien investieren? Ich? Beim Thema Geldanlage sind die Deutschen vorsichtig. Aber zu Recht? Zeit, mit ein paar Mythen aufzuräumen – und sein Geld vielversprechend anzulegen.

Mythos 1

Aktien – ein Spiel mit dem Feuer

Fakt ist:
In den vergangenen 25 Jahren betrug die durchschnittliche jährliche Rendite von Wertpapieren im Deutschen Aktienindex DAX gut 16,5 Prozent – trotz starker Schwankungen und diverser Finanzkrisen.

Mythos 2

Deutsche Sparer mögen keine Aktien

Fakt ist:
Immer mehr Deutsche vertrauen Wertpapieren. Rund zehn Millionen Deutsche besaßen laut Deutschem Aktieninstitut 2017 Aktien – 1,1 Milionen Aktienbesitzer mehr als im Vorjahr, ein Plus von 12,1 Prozent. Im internationalen Vergleich rangiert Deutschland jedoch auf den hinteren Plätzen.

Mythos 3

Lebensversicherungen sind out

Fakt ist:

Auf Fonds gestützte Lebensversicherungen mit Garantiekonzept können sich lohnen, sie bieten Flexibilität und oft höhere Renditechancen. Die klassische Police mit Garantiezins und Überschussbeteiligung ist tatsächlich ein Auslaufmodell.

Mythos 4

Für Aktien muss man Finanzprofi sein

Fakt ist:
Jeder kann in Aktien investieren – auch ohne BWL-Studium. Aktienfonds mit einer breiten Streuung versprechen interessante Renditechancen mit den entsprechenden Risiken.

Mythos 5

Aktien sind nur etwas für Reiche

Fakt ist:
Auch Kleinstsparer können von Aktien profitieren. Schon mit geringen monatlichen Beiträgen lässt sich ein Fondssparplan bedienen. Damit erwirbt man mehr und mehr Fonds-Anteile. Ein Plus: der Durchschnittskosteneffekt. Bei niedrigen Kursen wandern mehr Anteile ins Portfolio, bei hohen Kursen weniger Anteile. Auf lange Sicht erwirbt man die Anteile zu einem Durchschnittskurs.

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Mythos 6

Für Immobilien muss man Hai sein

Fakt ist:
Offene Immobilienfonds sind eine Anlageform nicht nur für Großverdiener. Schon mit einer Anlagesumme von 500 Euro kann man an den Immobilienmärkten partizipieren. Vorteil gegenüber Immobilienkauf: Man spart Maklercourtage, Notargebühren & Co.

Mythos 7

Achtung, die nächste Immobilienblase droht!

Fakt ist:
Besonders in Metropolen sind Wohnungen und Häuser in den vergangenen Jahren teurer geworden. Historisch gesehen sind Immobilien jedoch immer noch fair bewertet – das zeigt der Immobilienatlas der Deutschen Bank. Immobilienpreise werden voraussichtlich noch weiter steigen. Eigentumswohnungen wurden 2017 um rund 7 Prozent teurer.

Ob die Deutsche Bank bei Immobilien 2019 Boom oder Blase erwartet, erfahren Sie hier.

Mythos 8

Die deutsche Rente ist vergleichsweise sicher

Fakt ist:
Nur rund 50 Prozent des letzten Gehalts beträgt auf lange Sicht die Netto-Rente eines Durschnittverdieners in Deutschland. In vielen OECD-Ländern ist das durchschnittliche Rentenniveau deutlicher höher bei 63 Prozent. Zudem altert Deutschland schnell. Private Altersvorsorge sollte somit eine wichtige Ergänzung zur staatlichen Rente sein.

Mythos 9

Wer erbt, braucht nicht zu sparen

Fakt ist:
24 Prozent aller Erbschaften in Deutschland sind im Hinblick auf finanzielle Absicherung fast „wertlos“ – wenn keine Immobilie zum Erbe zählt. Die gute Nachricht: Werden Immobilien mit vererbt, umfasst die Erbschaft meist mehr als 150.000 Euro. Außerdem müssen Ehepartner darauf keine Erbschaftssteuer zahlen, wenn diese zehn Jahre lang selbst genutzt werden.

Mythos 10

Sell in May and go away ...

Fakt ist:
Die Faustregel, im Mai zu verkaufen und im Herbst zu kaufen ist nicht immer empfehlenswert: Der Mai ist über einen Zeitraum von gut 25 Jahren bei den 30 wichtigsten deutschen Standardwerten mit einem Plus von 0,6 Prozent nur der zweitschlechteste Börsenmonat – hinter dem September mit einem Minus von 3,07 Prozent.

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