Liquidität

Die lange Liste der Konjunkturrisiken und eine geringe Inflation könnten die Zinsen in der Eurozone auch 2020 auf niedrigem Niveau halten. Für die kommenden drei Jahre erwarten die Analysten keine Leitzinserhöhung der EZB. Die US-Währungshüter dürften infolge des weiterhin robusten Arbeitsmarktes und der stabilen Konjunktur vorerst von weiteren Leitzinssenkungen Abstand nehmen. Insgesamt sollten die Geldmarktzinsen niedrig bleiben.

Immobilien

Immobilienanlagen könnten in Zeiten turbulenter Kapitalmärkte das Portfolio stabilisieren. Sowohl die Mieten als auch die Immobilienpreise sollten in den meisten Regionen steigen. Steigende Einkommen und niedrigere Finanzierungskosten könnten insbesondere den deutschen Immobilienmarkt weiter stützen. Anleger sollten breit diversifizierte Immobilienfonds bevorzugen.

Renten

Die Renditeaussichten für Anleihen mit niedrigem Risiko dürften begrenzt bleiben. Höhere Renditen bei höherem Risiko könnten Währungsanleihen aus Schwellenländern bieten. Für Anleger erscheinen eine dynamische Steuerung des Zinsänderungs- und Zahlungsausfallrisikos sowie internationale Investments unter Berücksichtigung der Währungskomponente ratsam (z. B. aktiv gemanagte Rentenfonds).

Aktien

Trotz aller Risiken: Anleger dürften aufgrund mangelnder Renditealternativen weiter an Aktien festhalten. Ihr Aktien-Rendite-Risiko-Profil erscheint im Vergleich zu Staats- und Unternehmensanleihen nach wie vor interessant. Ein Gewinnwachstum, das 2020 für die wichtigsten Aktienmarktregionen im mittleren bis hohen einstelligen Bereich erwartet wird, sollte dabei die Kurse stützen. Der Handelsstreit könnte aber auch künftig Marktschwankungen auslösen. Wichtig sind daher eine breite Streuung und ein aktives Management des Portfolios.

Rohstoffe

Die Schwankungen an den Rohstoffmärkten dürften anhalten. Am Ölmarkt erwartet die Deutsche Bank eine Ausweitung des Angebotsüberschusses und tendenziell sinkende Ölnotierungen auf Jahressicht. Gold dürfte in Zeiten einer konjunkturellen Stabilisierung zwar zeitweise unter Druck geraten, bleibt als Portfolioabsicherung aber interessant. Potenzielle Preisrückgange können Investoren als Einstiegsgelegenheit nutzen.

 

Legende


Quelle: Deutsche Bank Private & Commercial Clients, CIO, Stand: 29.11.2019.
Detailinformationen zu einzelnen Anlageklassen sowie deren Chancen und Risiken gibt Ihnen gerne Ihr Berater.

 

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Redaktionsschluss: 01.11.2019