Wirtschaftsnachrichten
dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 05.12.2019 - 17.00 Uhr
05.12.19 / 17:12 dpa-AFX (0 mal gelesen)

ROUNDUP: Deutsche Industrie weiter auf Talfahrt - weniger Aufträge

WIESBADEN - Die Schwäche in der deutschen Industrie geht weiter. Im Oktober mussten die Industrieunternehmen beim Auftragseingang überraschend einen Dämpfer einstecken. Im Monatsvergleich sei die Zahl der neuen Aufträge um 0,4 Prozent gesunken, teilte das Statistische Bundesamts am Donnerstag in Wiesbaden mit. Analysten wurden von der Entwicklung überrascht. Sie hatten beim Auftragseingang im Schnitt einen Zuwachs um 0,4 Prozent erwartet.

Opec-Gremium empfiehlt weitere Kürzung der Öl-Förderlimits

WIEN - Die Opec und die zehn mit ihr kooperierenden Staaten steuern auf eine weitere Förderbeschränkung zu. Das "Opec+"-Gremium zur Überwachung des Ölmarktes hat den Verhandlern am Donnerstag eine erneute Kürzung der Produktion um 500 000 Barrel (159 Liter) pro Tag empfohlen. Das erklärte der russische Energieminister Alexander Nowak nach den Beratungen des Gremiums. Der Schritt sei nötig, weil unter anderem im ersten Quartal 2020 eine geringere Nachfrage zu erwarten sei. Nennenswerte Auswirkungen auf den Ölpreis muss der Schritt nicht haben, da die 24 Staaten schon jetzt weniger Öl produzieren, als bisher vereinbart war.

ROUNDUP: Repräsentantenhaus entwirft Impeachment-Anklagepunkte gegen Trump

WASHINGTON - Das US-Repräsentantenhaus geht den nächsten wichtigen Schritt für ein mögliches Amtsenthebungsverfahren gegen Präsident Donald Trump. Die Vorsitzende der Kongresskammer, die Demokratin Nancy Pelosi, rief am Donnerstag in Washington offiziell den Justizausschuss auf, Anklagepunkte gegen Trump zu entwerfen.

Japanische Regierung verkündet Konjunkturprogramm

TOKIO - Die Regierung des japanischen Premierministers Shinzo Abe hat am Donnerstag ein umfassendes Programm zur Stützung der Konjunktur angekündigt. Der Gesamtstimulus solle sich auf 26 Billionen Yen (215 Milliarden Euro) belaufen, heißt es in einer am Donnerstag veröffentlichten Mitteilung der Regierung. Die Hälfte von diesem Programm seien fiskalische Maßnahmen in Höhe von 13,2 Billionen Yen. Laut Angaben der Regierung soll der Wachstumseffekt bei 1,4 Prozentpunkten liegen.

Euro-Finanzminister verhaken sich bei Euro- und Banken-Reformen

BRÜSSEL - Bei den Euro-Finanzminister gibt es Vorbehalte gegen die von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) zuletzt vorangetriebene Einführung eines europäischen Sicherungssystems für Bankguthaben. Manche seiner Bedingungen seien für einige Staaten inakzeptabel, sagte Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni am Donnerstag in Brüssel.

Eurozone setzt moderates Wachstum fort

LUXEMBURG - Die Eurozone hat ihr moderates Wachstumstempo im Sommer gehalten. Wie das Statistikamt Eurostat am Donnerstag in Luxemburg mitteilte, wuchs die gemeinsame Wirtschaftsleistung (BIP) der 19 Euroländer im dritten Quartal um 0,2 Prozent zum Vorquartal. Zum Vorjahreszeitraum stieg das BIP um 1,2 Prozent. Eine vorherige Schätzung wurde bestätigt.

Eurozone: Umsätze im Einzelhandel sinken etwas stärker als erwartet

LUXEMBURG - Im Einzelhandel der Eurozone sind die Umsätze im Oktober etwas stärker als erwartet gesunken. Die Erlöse gingen gegenüber dem Vormonat um 0,6 Prozent zurück, wie die Statistikbehörde Eurostat am Donnerstag in Luxemburg mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einem Rückgang um 0,5 Prozent gerechnet.

Mehrheit in Deutschland hält China für führende Wirtschaftsmacht

WASHINGTON - China hat die USA nach Ansicht einer Mehrheit der Menschen in Deutschland als führende Wirtschaftsmacht der Welt abgelöst. Das zumindest ist das Ergebnis einer Umfrage. 53 Prozent der Teilnehmer hätten auf eine entsprechende Frage China genannt, hieß es in einer am Donnerstag vom Pew-Forschungszentrum in Washington vorgestellten Studie. 24 Prozent hätten die USA angegeben, 14 Prozent die EU, 6 Prozent Japan. Zugleich gaben allerdings 56 Prozent der Befragten an, eine negative Meinung über China zu haben, 34 Prozent äußerten sich positiv. Befragt wurden zwischen dem 31. Mai und dem 25. Juli insgesamt 2015 Erwachsene in Deutschland.

USA: Industrie erhält wieder mehr Aufträge

WASHINGTON - Die US-Industrie hat im Oktober wieder mehr Aufträge erhalten. Es seien 0,3 Prozent mehr Bestellungen eingegangen als im Vormonat, teilte das US-Handelsministerium am Donnerstag in Washington mit. Analysten hatten mit einem Zuwachs in dieser Größenordnung gerechnet. Allerdings wurde zugleich der Auftragsrückgang im Vormonat von 0,6 auf 0,8 Prozent korrigiert.

Spanien: Industrieproduktion fällt weiter

MADRID - Die Produktion der spanischen Industrie ist im Oktober weiter gefallen. Wie die Statistikbehörde INE am Donnerstag in Madrid mitteilte, lag die Gesamtherstellung 0,4 Prozent tiefer als im Vormonat. Analysten hatten dies erwartet. Der Rückgang folgt auf ein Minus von 0,8 Prozent im September. Im Jahresvergleich fiel die Gesamtherstellung im Oktober um 1,3 Prozent.

ROUNDUP: Studie: Frauen dürfen öfter als Männer nicht ins Homeoffice wechseln

DÜSSELDORF/BERLIN - In der Mittagspause schnell zum Joggen oder zwischendurch das kranke Familienmitglied pflegen - das Homeoffice kann für Beschäftigte viele Vorteile haben. Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau gibt es einer Studie zufolge aber auch hier nicht. In einer Umfrage hatten 22 Prozent der befragten Arbeitnehmerinnen angegeben, dass sie - obwohl es technisch möglich wäre - nicht von zu Hause arbeiten dürfen, wie es in einer Auswertung der gewerkschaftlichen Hans-Böckler-Stiftung heißt. Bei den männlichen Beschäftigten trafen nur 12 Prozent diese Aussage.

ROUNDUP 2/Klimaziele im Verkehr: Umweltbundesamt für drastische Maßnahmen

BERLIN - Tempo 120 auf Autobahnen, höhere Steuern vor allem auf Diesel, Aus für die Pendlerpauschale, höhere Lkw-Maut: Um die deutschen Klimaziele im Verkehr zu erreichen, hat das Umweltbundesamt (UBA) drastische Einschnitte empfohlen. Die Behörde veröffentlichte am Donnerstag ein entsprechendes Positionspapier, das allerdings schon ein halbes Jahr alt ist. Demnach empfiehlt die Behörde unter anderem, die Steuern auf Diesel bis 2030 um mehr als 70 Cent pro Liter zu erhöhen. Benzin müsste demnach um etwa 47 Cent teurer werden. Zuerst hatte die "Süddeutsche Zeitung" aus dem Papier zitiert.

Impeachment: Repräsentantenhaus entwirft Anklagepunkte gegen Trump

WASHINGTON - Das US-Repräsentantenhaus geht den nächsten wichtigen Schritt für ein mögliches Amtsenthebungsverfahren gegen Präsident Donald Trump. Die Vorsitzende der Kongresskammer, die Demokratin Nancy Pelosi, kündigte am Donnerstag in Washington an, es sollten nun Anklagepunkte gegen Trump entworfen werden.

USA: Handelsbilanzdefizit verringert sich stärker als erwartet

WASHINGTON - Das Handelsbilanzdefizit der USA hat sich im Oktober stärker als erwartet verringert. Das Defizit fiel saisonbereinigt um 3,9 Milliarden auf 47,2 Milliarden US-Dollar, wie das amerikanische Handelsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einem Fehlbetrag von 48,5 Milliarden Dollar gerechnet. Die Exporte sanken im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Prozent, während die Importe um 1,7 Prozent sanken.

USA: Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe überraschend gesunken

WASHINGTON - In den USA ist die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe überraschend gefallen. Die Zahl der Anträge verringerte sich in der vergangenen Woche um 10 000 auf 203 000, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Analysten hatten im Mittel einen Anstieg auf 215 000 Erstanträge erwartet.

ROUNDUP/Studie: Arbeitsmärkte im Aufschwung - Armutsrisiko aber hoch

GÜTERSLOH - Arm trotz Arbeit und Aufschwung? Gut zehn Jahre nach Beginn der globalen Finanzkrise 2008 haben sich einer Studie zufolge zwar in vielen Industrieländern die Arbeitsmärkte deutlich erholt. Das habe aber keine entscheidenden Auswirkungen auf die Armutsquoten, stellt eine Untersuchung der Bertelsmann Stiftung in 41 Ländern der EU und OECD fest. In 25 Staaten stagniere das Armutsrisiko oder sei bis 2018 sogar noch gewachsen - Kinder treffe es häufiger als Ältere. Botschaft auch: Für die jungen Generationen seien die Aussichten in mehrfacher Hinsicht als "trübe" einzustufen.

EU-Staaten behalten sich Recht auf Verbot von Libra und Co vor

BRÜSSEL - Globale Digitalwährungen wie Facebooks Libra müssen sich in Europa nach einer gemeinsamen Erklärung der EU-Finanzminister und der EU-Kommission auf einigen Widerstand einstellen. Alle Maßnahmen seien auf dem Tisch, um unkontrollierbare Risiken durch bestimmte globale Kryptowährungen zu verhindern, hieß es in dem am Donnerstag in Brüssel veröffentlichten Text. Keine globale Digitalwährung solle in Europa starten, solange rechtliche, regulatorische und aufsichtstechnische Fragen ungeklärt seien.

Deutsche Wirtschaft für Stabilitäts- und Wachstumspakt für Ostukraine

BERLIN - Die deutsche Wirtschaft hat kurz vor dem Ukraine-Gipfel einen europäischen Stabilitäts- und Wachstumspakt für die Ostukraine vorgeschlagen. "Es ist Zeit, den Wiederaufbau in der Ostukraine zu einer gemeinsamen europäischen Aufgabe zu machen und damit den Menschen zu signalisieren, dass es eine klare wirtschaftliche Perspektive für die Zeit nach dem Krieg gibt", sagte der Vorsitzende des Ost-Ausschusses, Oliver Hermes, am Donnerstag in Berlin. "Der Gipfel von Paris ist eine historische Chance. Jetzt muss alles dafür getan werden, um neue Brücken zu bauen, über die wir wieder zueinanderfinden können."

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ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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