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24. Januar 2017

Liebe Leser,

Donald Trump macht Tempo. Als eine seiner ersten Amtshandlungen hat der neue US-Präsident per Erlass den Ausstieg aus der Transpazifischen Partnerschaft (TPP) verfügt. Das Freihandelsabkommen zwischen zwölf Pazifikanrainerstaaten, ein Lieblingsprojekt der Obama-Administration, sollte dem US-BIP einen Schub von 77 Milliarden US-Dollar bringen. Ich habe meine Zweifel, ob Trump einen besseren Deal herausschlägt. Auch deswegen, weil China nicht Teil von TPP ist, aber den größten Handelsüberschuss mit Amerika hat. Trump könnte das Land deshalb besonders ins Visier nehmen. Auf Platz zwei steht – genau: Deutschland. Was da wohl noch kommen mag?

Am 15. März wählen die Niederländer ein neues Parlament. Rechtspopulist Geert Wilders liegt in aktuellen Umfragen mit 22 Prozent vorn, er will das Land aus der EU herausführen. Es wäre ein harter Schlag für die Freihandelsnation. Obwohl niemand mit Wilders koalieren möchte, gehen die Banken bereits weniger Risiken ein: Sie zogen zuletzt ihre Kreditvergabestandards an – eine Belastung für das künftige Wachstum. Eine europaskeptische Regierung in Den Haag brächte die Erwartung von zwei Prozent Wirtschaftswachstum für 2017 ins Wanken. Weit schlimmer könnten die anstehenden Wahlen Frankreich und Italien treffen, weil dort die Mehrheiten noch unklarer sind und die Konjunktur labiler ist.

Europas kleine und mittlere Unternehmen zeigen den Dickschiffen gerade die Rücklichter. Für 2017 erwarten Analysten bei ihnen ein Gewinnwachstum von durchschnittlich 23 Prozent, bei Großunternehmen von „nur“ 14 Prozent. Denn international agierende Konzerne dürften den globalen politischen Risiken oder möglicherweise steigendem Protektionismus stärker ausgesetzt sein als kleinere Firmen. Da deren Kursentwicklung zudem mit der Erhöhung der Gewinnschätzungen nicht Schritt gehalten hat, ist ihr Bewertungsaufschlag zurzeit historisch niedrig. In den oft auf schnelles Wachstum ausgerichteten kleinen und mittleren Werten könnte daher einiges Potenzial schlummern.

Stabilere Rohstoffpreise auf höherem Niveau bescheren Südafrika die konjunkturelle Wende: Das Wachstum könnte sich in diesem Jahr auf 1,4 Prozent zum Vorjahr fast verdreifachen und 2018 sogar 2,7 Prozent erreichen. Die Notenbank hatte den Leitzins angehoben, den Rand gestützt und die Inflation gedrückt – hält dieser Trend, hat sie nun Spielraum für Senkungen. Am Aktienmarkt wären deshalb Zuwächse im niedrigen zweistelligen Prozentbereich durchaus denkbar. Das größte Potenzial versprechen Unternehmen aus dem Finanz- und Industriebereich, die daheim oder im US-Geschäft stark sind. Doch den verbesserten ökonomischen Aussichten stehen nach wie vor sehr hohe innenpolitische Risiken gegenüber.

Zahl des Tages: 200
Nie wieder durchnässte Dokumente? Chinesische Forscher haben jetzt nach eigenen Angaben das weltweit erste wasser- und feuerfeste Papier entwickelt – es widersteht demnach Temperaturen bis zu 200 Grad Celsius. Dieses Material hat somit selbst den modernsten Smartphones noch einiges voraus!

Ich wünsche Ihnen einen beständigen Tag.

Herzlichst,
Unterschrift: Dr. Ulrich Stephan
Ihr Ulrich Stephan
Chef-Anlagestratege Privat- und Firmenkunden

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