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18. August 2017

Liebe Leser,

als gestern das Protokoll der jüngsten EZB-Sitzung vom 20.07. veröffentlicht wurde, sackte der Euro zum US-Dollar zeitweilig auf den tiefsten Stand im August. Denn die Notenbanker diskutierten demnach den weiteren Euroanstieg nach dem Treffen von Sintra Ende Juni, bei dem Mario Draghi eine straffere Geldpolitik angedeutet hatte. Ihr Schluss: Der Wechselkurs könnte mit seinem seitherigen Plus von rund fünf Prozent zum Greenback überschossen haben. Zwar gebe es verbesserte Fundamentaldaten im Euroraum. Doch fehlten bisher Belege für einen nachhaltigen Anstieg der Inflation. Mir scheint das aktuelle Wechselkursniveau grundsätzlich angemessen, kurzfristige Ausreißer nach oben oder unten sind aber nie ausgeschlossen.

Japans Exporte sind im Juli um 13,4 Prozent im Jahresvergleich gestiegen, den achten Monat in Folge. Dazu trägt der wachsende Tourismus bei – was ausländische Reisende konsumieren, ist statistisch gesehen Export. Diese Ausgaben könnten 2017 und 2018 im Jahresvergleich jeweils im hohen einstelligen, die absoluten Besucherzahlen im niedrigen zweistelligen Prozentbereich zunehmen. Zurzeit sind etwa ein Viertel der Gäste Chinesen. Vor allem diese bringen aus dem Urlaub gern Haushaltsprodukte oder Kosmetika mit. Neben dem Touristiksektor dürfte in Japan daher auch der Einzelhandel von der Reiselust profitieren.

Die US-Werbekonzerne im S&P 500 lieferten im zweiten Quartal schwache Ergebnisse, ihre Aktienkurse sanken im Laufe der jüngsten Berichtssaison im Schnitt um rund neun Prozent. Vor allem Konsumgüterhersteller hielten aus Sorge um die US-Konjunktur ihre Budgets zurück. Dass der Sektor relativ zum Gesamtmarkt seit der Finanzkrise nie niedriger bewertet war als derzeit, zeigt auch die Skepsis der Investoren. Na, erst mal abwarten. Denn die Werber selbst blicken recht optimistisch voraus. Und wenn das US-BIP im zweiten Halbjahr auch nur halbwegs um die aktuell von der Fed Atlanta prognostizierten, aufs Jahr hochgerechneten 3,8 Prozent wächst, könnten die Werbegelder schnell wieder sprudeln.

Klare Gewinner finden sich hingegen im IT-Sektor, nicht nur bei den ganz Großen. Denn mit fortschreitender Digitalisierung steigt weltweit der Bedarf an Sicherheitslösungen – Hackerangriffe sind gefährlich teuer. Die globalen Ausgaben für IT-Sicherheit könnten sich 2017 auf 86,4 Milliarden US-Dollar summieren, sieben Prozent mehr als im Vorjahr. Für die Analyse der wachsenden Datenmengen benötigen Unternehmen zudem leistungsfähige DRAM-Speicher: Diesem Markt winkt 2017 ein Plus von 55 Prozent. Spezialisierte Anbieter dürften daher sogar den insgesamt starken IT-Sektor hinter sich lassen.

Zahl des Tages: 17
Ist Ihnen die Eisportion immer zu klein? Dann ändern Sie ihre Einkaufsstrategie! Forscher haben kürzlich die Wirkung von Lob und finanziellen Anreizen an Eisverkäufern untersucht: Freundlichkeit wird demnach mit einer um 10 Prozent größeren Kugel belohnt, für Vorab-Trinkgeld bekommen Sie sogar ein 17-prozentiges Genuss-Plus. Während Letzteres allerdings nur einmal wirkt, scheint Ersteres skalierbar. Mal gucken, wann ich’s auf ’ne ganze Extrakugel bringe!

Vergessen Sie nie das Lächeln.

Herzlichst,
Unterschrift: Dr. Ulrich Stephan
Ihr Ulrich Stephan
Chef-Anlagestratege Privat- und Firmenkunden

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