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22. Januar 2019

Liebe Leser,

in Europa sind in der zweiten Jahreshälfte 2018 erstmals seit fünf Jahren mehr Aktien zurückgekauft als ausgegeben worden. Im gesamten Jahr nahmen europäische Unternehmen eigene Aktien im Wert von 31 Milliarden Euro vom Markt. Im Vergleich mit den USA erscheint dieser Wert jedoch geradezu winzig: Die „Buybacks“ im S&P 500 beliefen sich 2018 auf 800 Milliarden US-Dollar, 2019 halte ich gar eine Billion US-Dollar für möglich. Rückkäufe erhöhen den Gewinn je Aktie und führen daher meist zu steigenden Kursen. Dies ist aber nicht unbedingt ein Grund, sich von europäischen Aktien zu trennen – Analysten erwarten 2019 für den Stoxx 600 im Schnitt eine Dividendenrendite von gut vier Prozent.

Der Internationale Währungsfonds hat seine Prognose für das globale Wirtschaftswachstum gestern erneut nach unten angepasst. Statt eines weltweiten BIP-Anstiegs um 3,7 Prozent erwartet der IWF jetzt nur noch ein Plus von 3,5 Prozent – vor allem wegen Schwächen in Europa. Für China und die USA wurden die Prognosen unverändert belassen. Zwar betonte der IWF gestiegene Risiken durch Zölle und straffere Finanzmarktkonditionen, eine Rezession erwartet er aber weiterhin nicht. Dementsprechend gelassen war auch die Marktreaktion: Der Euro handelte im feiertagsbedingt ruhigen Geschäft fast unverändert knapp unter 1,14 US-Dollar.

Die chinesische Wirtschaft ist 2018 so langsam gewachsen wie seit 1991 nicht mehr. Für das Gesamtjahr lag das Plus bei 6,6 Prozent, im letzten Quartal betrug es im Vergleich zum Schlussquartal 2017 6,4 Prozent. Diese Abkühlung hatten Ökonomen erwartet, ich gerate daher nicht in Panik. Auch der Markt reagierte gelassen, der Shanghai-Composite-Index schloss gestern in Euro leicht im Plus. Pekings Stabilisierungsmaßnahmen zeigen zudem langsam Wirkung und dürften die Konjunktur stützen: Im Dezember stieg die Industrieproduktion mit 5,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat unerwartet stark und auch die Einzelhandelsabsätze überraschten positiv.

Der Kupferpreis hatte 2019 bereits ein Zwanzig-Monats-Tief erreicht, konnte inzwischen aber fünf Prozent wieder gutmachen. Da etwa die Hälfte der Weltkupfernachfrage aus China stammt, hängt der Preis an der dortigen Konjunktur. Im weiteren Jahresverlauf erwarte ich trotz anhaltender Wachstumssorgen steigende Kupferpreise. Grund sind die Neubaubeginne, die 2018 um 17 Prozent gestiegen sind: Gut ein Viertel der chinesischen Kupfernachfrage geht auf den Bau zurück, das Metall wird verstärkt im späten Verlauf von Projekten benötigt. Auch die geplante Erweiterung des Hochgeschwindigkeitsschienennetzes um 3.200 Kilometer sollte den Kupferpreis stützen. Ich rechne mit einem Plus von gut fünf Prozent bis Jahresende.

Zahl des Tages: 208
Wie ein schwereloser Tanz ein Publikum verzaubern kann, haben jetzt die Russin Marina Kazankova und der Ukrainer Dmitriy Malashenko vorgeführt. Das Außergewöhnliche: Sie tanzten 208 Sekunden lang in Abendgarderobe unter Wasser in einem der tiefsten Schwimmbecken der Welt im italienischen Padua. Da darf man mit Fug und Recht von einem atemberaubenden Auftritt sprechen.

Kommen Sie beschwingt durch den Tag!

Herzlichst,
Unterschrift: Dr. Ulrich Stephan
Ihr Ulrich Stephan
Chef-Anlagestratege Privat- und Firmenkunden

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