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17. Juli 2018

Liebe Leser,

Fed-Chef Jerome Powell muss heute erstmals vor dem Bankenkomitee des Senats die halbjährliche „Humphrey-Hawkins-Rede“ halten. Im Fokus sollten der Handelsstreit und die möglichen Folgen für US-Konjunktur und -Geldpolitik stehen. Zwar dürfte sich Powell bei seinen Antworten eng an die Protokolle der letzten Fed-Sitzung halten – in denen Risiken angedeutet, deren Auswirkung aber als gering eingeschätzt wurden. Seitdem ist es aber zur weiteren Eskalation gekommen. Selbst subtile Abweichungen könnten den Markt daher interessieren. Vom momentanen Leitzinsanhebungspfad wird Powell allerdings nicht abrücken. Auch nicht, wenn er morgen das Gleiche noch mal im Repräsentantenhaus berichten muss.

Obwohl die Preise für Industriemetalle zuletzt wegen zunehmendem Protektionismus gesunken sind, sind die Aussichten für Europas Bergbausektor alles andere als düster. Die Minenbetreiber konnten ihre Nettoverschuldung in den vergangenen fünf Jahren deutlich reduzieren und dank starkem Cashflow ihre Bilanzen so stark aufstellen wie zuletzt vor zwanzig Jahren. Da sich Investitionen hingegen in Grenzen halten, sehe ich keine Gefahr eines Überangebots an Aluminium, Kupfer und Nickel und erwarte mittelfristig steigende Preise. Entsprechend spezialisierte Bergbauunternehmen sollten profitieren – zumindest solange sich das globale Wachstum gegen den Handelskrieg behaupten kann.

Der Markt für Gewerbeimmobilien in Griechenland scheint sich zu erholen. Sowohl die Mieten als auch die Preise von Einzelhandels-, Büro- und Industrieimmobilien sind gestiegen, wobei vor allem die Ladenmieten im Einzelhandel in den letzten vier Jahren um rund 50 Prozent zugelegt haben. Der Anstieg fand jedoch vorwiegend in Toplagen statt, getrieben durch ein geringes Angebot und den zunehmenden Tourismus. Wegen der stark gestiegenen Mieten könnte die Nachfrage aber in weniger begehrte Standorte ausweichen und somit das Mietwachstum in Bestlagen ausbremsen. Bei anhaltendem Nachfragewachstum sollten die Erträge jedoch insgesamt weiter zunehmen.

Für die Berichtssaison in Lateinamerika erwarten Experten insbesondere dank gestiegener Rohstoffpreise ein durchschnittliches Gewinnwachstum von über 40 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. In Brasilien sollte dieses mit über 50 Prozent am deutlichsten ausfallen, in Mexiko und Argentinien wird mit steigenden Gewinnen von je rund 25 Prozent gerechnet. Dennoch bleibe ich bei Aktien aus der Region zurückhaltend. Denn Ernteausfälle und Zinserhöhungen dämpfen das Wachstum in Argentinien, in Brasilien sind die Auswirkungen des Truckerstreiks sowie anhaltender politischer Unsicherheit weiter spürbar, und auch über AMLOs Kurs in Mexiko herrscht noch keine Klarheit.

Zahl des Tages: 30
So kann man seinen Sommerurlaub auch verbringen: Der französische Performancekünstler Abraham Poincheval ist in neun Tagen 120 Kilometer durch Nordfrankreich gewandert, bekleidet mit einer 30 Kilo schweren Ritterrüstung. Chapeau – vor ihm und unseren Vorfahren, die vom bequemen Reisen mit Auto, Zug und Flugzeug nur träumen konnten!

Ich wünsche Ihnen einen leichtfüßigen Tag.

Herzlichst,
Unterschrift: Dr. Ulrich Stephan
Ihr Ulrich Stephan
Chef-Anlagestratege Privat- und Firmenkunden

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