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17. Januar 2020

Liebe Leser,

Aktien europäischer „Billigfluglinien“ haben sich in den vergangenen Monaten besser entwickelt als die der meisten großen Airlines, der Fachkräftemangel treibt zunehmend die Löhne, und Indonesiens Banken stehen vor einem Dilemma.
Gegenwind für Airlines
Aktien europäischer „Billigfluglinien“ haben sich in den vergangenen Monaten besser entwickelt als die der meisten großen Airlines. Neben verbesserten Konjunkturaussichten profitierten sie Ende 2019 insbesondere vom guten Weihnachtsgeschäft. Trotz eines durch geopolitische Spannungen im Nahen Osten schwierigen Jahresstarts denke ich, dass die Outperformance der „Low-Cost-Carrier“ wegen der hohen Flugauslastung auf innereuropäischen Verbindungen noch etwas anhalten kann. Große Airlines sind indes zwar günstig bewertet, doch trüben schwierige Tarifverhandlungen, die Schwäche im Premiumsegment sowie Umsetzungsprobleme bei Kostensenkungsinitiativen den Ausblick. Langfristig erwarte ich für die gesamte Branche, dass durch das Klimaengagement der EU-Kommission sowie mögliche Nachfragerückgänge im Zuge des „Flight-Shaming“ der Gegenwind anhalten dürfte.
Kryptowährungen – Zockerei oder Anlageklasse?
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Das ist nichts für schwache Nerven: Kryptowährungen, allen voran der Bitcoin, schwanken stark und haben keinen inneren Wert. Andererseits gibt es mittlerweile circa 2.500 verschiedene Kryptowährungen, die durch Facebooks „Libra“ immer stärker in den Fokus rücken. Ob sie sich auch für Anleger eignen oder ob die Blockchain-Technologie der interessantere Trend sein könnte, diskutieren Finanzjournalistin Jessica Schwarzer und Chef-Anlagestratege Dr. Ulrich Stephan in der neuen Folge von „Perspektiven To Go“.


Recycling immer relevanter
Die gesellschaftliche Sensibilität für einen nachhaltigen Konsum wächst offensichtlich nicht erst seit der Bewegung rund um Klimaschutzaktivistin Greta Thunberg. Von Anstrengungen, den Umgang mit natürlichen Ressourcen effizienter zu gestalten, profitieren auch Unternehmen aus der Recyclingwirtschaft. 2016 wurden in der EU 67 Prozent des Verpackungsmülls wiederverwertet.
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Dieser Anteil soll laut EU-Kommission in den kommenden Jahren gesteigert werden. Zudem stoppten China und weitere asiatische Länder vergangenes Jahr ihre Müllimporte. Europäische Recyclingunternehmen zahlen auch deswegen inzwischen weniger, beispielsweise für Plastikmüll, was die Profitabilität erhöht. Ein Investment in die Abfallwirtschaft halte ich im „Grünen Jahrzehnt“ durchaus für interessant.
Fachkräftemangel treibt Löhne
Dank einer guten Arbeitsmarktentwicklung sind die Löhne in vielen Ländern in den vergangenen Jahren gestiegen. Vor allem der vorherrschende Fachkräftemangel führt dazu, dass Unternehmen neue Arbeitskräfte häufig nur noch zu deutlich höheren Kosten einstellen können. So steigen die Lohnstückkosten in der Eurozone aktuell um 2,6 Prozent gegenüber Vorjahr, in den USA sogar um 3,7 Prozent. Das kann Folgen für die Entwicklung der Unternehmensgewinne haben. Ich schätze, dass ein Anstieg der Löhne um fünf Prozent die Vorsteuergewinne europäischer „Small Caps“ und „Mid Caps“ in der Spitze um gut 20 Prozent belasten würde. Daher sollten Anleger bei Unternehmen mit besonders personalintensivem Geschäftsmodell, zum Beispiel aus dem Dienstleistungsbereich, aktuell eher genauer hinschauen. Angesichts der zu erwartenden soliden Ertragsdynamik dürften die Unternehmen den lohnbedingten Kostenanstieg insgesamt aber relativ gut verkraften.
Teure Kredite belasten Indonesiens Industrie
In Indonesien haben sich die letztjährigen Leitzinssenkungen in Höhe von einem Prozentpunkt nur geringfügig auf die Kreditzinsen ausgewirkt. Real liegen diese noch immer bei etwa sieben Prozent, bei einem erwarteten Wirtschaftswachstum 2020 in Höhe von 4,8 Prozent. Die teuren Kredite lasten zunehmend auf dem heimischen Konsum und dem Industriesektor. Den Finanzsektor, der für 40 Prozent des indonesischen Aktienmarktes steht, stellt dies vor ein Dilemma. Werden die Kreditzinsen gesenkt, leiden darunter die Margen der Banken; wird hingegen das aktuelle Niveau beibehalten, könnten die Zahlungsausfälle zunehmen. In beiden Fällen leidet die Profitabilität. Nachdem Aktien von Finanzunternehmen im vergangenen Jahr in Euro mehr als 20 Prozent zulegten, sollte sich das Kapitalmarktjahr 2020 schwieriger gestalten.
Zahl des Tages: 150.000
Viele Bauern der Region Ladakh am Rande des Himalaja haben ein Problem mit der zunehmenden Dürre. Abhilfe verspricht eine Idee des Ingenieurs Sonam Wangchuk: Er baut künstliche „Eis-Stupas“ mit einem Volumen von je 150.000 Litern. Dafür leitet er im Winter Gletscherwasser ins Tal und versprüht es dort in die Luft. Das Wasser gefriert sofort und bildet am Boden Eiskegel, die der Sonne monatelang standhalten – und im Frühjahr das dringend benötigte Wasser für die Landwirtschaft liefern.

Finden Sie heute eine clevere Lösung.

Herzlichst,
Unterschrift: Dr. Dirk Steffen
Ihr Dr. Dirk Steffen
Leiter Anlagestrategie Privat- und Firmenkunden

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