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19. November 2018

Liebe Leser,

der britische Aktienindex FTSE 100 zeigt sich vom politischen Chaos in London bisher relativ unbeeindruckt. Auf den ersten Blick wenig intuitiv, entspricht dies aber dem Lehrbuch. Denn im Zuge der Brexit-Entwicklungen hat das Pfund letzte Woche zum Euro rund 1,6 Prozent abgewertet – wovon die großen Konzerne im FTSE 100 profitieren. Denn ihre Gewinne stammen zu 65 Prozent aus dem Ausland, werden aber in Pfund ausgewiesen. Der binnenwirtschaftlich orientierte Nebenwerteindex FTSE 250 reagierte sensibler. In Pfund schloss er die Woche mit minus 2,5 Prozent ab. Für Euroanleger scheinen britische Aktien weiterhin wenig attraktiv. Bis mehr Klarheit beim Brexit herrscht, dürfte die Pfundschwäche anhalten.

Die Europäische Zentralbank hat seit März 2015 netto für 2,15 Billionen Euro Staatsanleihen gekauft. Rund 20 Milliarden Euro kommen bis Jahresende voraussichtlich noch hinzu, danach soll Schluss sein. Nach Einstellung ihrer Nettokäufe wird die EZB nur noch auslaufende Anleihen reinvestieren. Für den Staatsanleihemarkt der Währungsunion dürfte sich daher das Bild 2019 drehen: Wurde dieser 2018 noch um 75 Milliarden Euro kleiner, weil mehr Anleihen von der EZB erworben als neu emittiert wurden, könnte er um 170 Milliarden Euro wachsen. Und um für alle Papiere Käufer zu finden, dürften die Preise sinken und damit die laufende Verzinsung steigen.

Die deutsche Elektroindustrie ist hochinnovativ und mit fast 12.000 Patentanmeldungen im Jahr Impulsgeber für jede dritte Innovation im Verarbeitenden Gewerbe. Um das zu ermöglichen, sind elf Prozent der Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung tätig. Dadurch sind die Wachstumschancen enorm, beispielsweise bei der Energiewende oder der Elektromobilität. Das Problem: In den nächsten zehn Jahren wird der Sektor dafür 100.000 zusätzliche Elektroingenieure benötigen – neu Ausgebildete können diesen Bedarf jedoch kaum decken. Wird die Zuwanderung qualifizierter Arbeitskräfte nicht erleichtert, ist die Innovationskraft der Branche in Deutschland bedroht.

Heute treffen sich die EU-Finanzminister, um über die Stärkung der Währungsunion zu beraten. Italiens Etat dürfte auch Thema sein. Dienstag werden dann Zahlen zu US-Baubeginnen veröffentlicht: Ich rechne mit einer Erholung. Mittwoch folgen die Verkäufe bestehender Häuser und der Frühindikatorindex. Donnerstag veröffentlicht Europa das Verbrauchervertrauen – der Markt dürfte dabei besonders auf Italien schauen. Der „Black Friday“ gibt zum Ende der Woche Einblick in die US-Konsumlaune, während uns weitere Stimmungsindikatoren aus den USA, Europa und Japan erwarten. Der Brexit steht spätestens Sonntag beim EU-Gipfel auf der Agenda, wird uns allerdings die ganze Woche begleiten.

Preisrutsch beim Öl: Seit Anfang Oktober hat sich die Notierung für ein Fass um fast ein Viertel verringert – binnen anderthalb Monaten. Hintergründe sind Änderungen bei den US-Ölsanktionen gegen den Iran, aber auch eine erhöhte Förderung. Warum ich auf dem Markt weiter hohe Preisschwankungen erwarte und was dies für Anleger bedeuten könnte habe ich für Sie hier analysiert.

Zahl des Tages: 241
David Rush aus Idaho hat schon Dutzende Guinness-Weltrekorde gebrochen – und jetzt ist er auch noch der Mann, der binnen drei Minuten die meisten Maiskörner mit einem Zahnstocher aufspießen und verputzen kann: Mit 241 markierte er eine neue Bestmarke. Er habe viel üben müssen, sagte Rush im Anschluss. Geduld ist eben die Basis für Erfolg.

Bleiben Sie auch diese Woche gelassen!

Herzlichst,
Unterschrift: Dr. Ulrich Stephan
Ihr Ulrich Stephan
Chef-Anlagestratege Privat- und Firmenkunden

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