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23. Juni 2017

Liebe Leser,

die globale Industriegüterbranche steht vor einer Wende hin zum Positiven. Gingen ihre Investitionen in den vergangenen drei Jahren noch um insgesamt 37 Prozent zurück, zeichnet sich nun für 2017 und 2018 ein Plus von jeweils rund vier Prozent ab. Grund für die Trendumkehr sind die aufgehellten Aussichten für die Weltwirtschaft. Mehr Geld geben Unternehmen aus verschiedensten Bereichen vor allem für effizientere Fertigungsprozesse aus. Beispiel Infrastruktur: Hier sind aktuell allein in den USA Projekte mit 179 Milliarden US-Dollar sowie in China mit 57 Milliarden US-Dollar in der Pipeline. Davon dürften zunächst die Ausrüster profitieren, bevor dann mittelfristig auch die Gewinne der Produzenten selbst anziehen sollten.

Internetreklame hat Google oder Facebook zu Giganten gemacht. Vom im letzten Jahr 178 Milliarden US-Dollar großen globalen Onlinewerbekuchen möchten sich nun auch die bisher zu kurz gekommenen Telekommunikationskonzerne ein Stück abschneiden. Gelänge es diesen, beispielsweise nur zwei Prozent der Anzeigenumsätze abzuzweigen, winkt bis zu 2,8 Milliarden US-Dollar mehr Gewinn. Der Vorteil der Telko-Firmen: Sie haben Kundendaten von hoher Qualität, wodurch sie Content maßgeschneidert ausspielen könnten – zielgerichtete und personalisierte Werbung. Für die dazu oftmals nötige Einwilligung der Kunden testen einige Anbieter bereits, mit mehr Datenvolumen oder Spezialtarifen zu locken. Wer hier vorne mit dabei ist, dürfte sich nicht nur über höhere Margen freuen, sondern auch über die Anerkennung der Anleger.

Um Chinas Hauptstadt herum entsteht gerade die Megacity Jing-Jin-Ji. Peking erhält dabei einen zweiten Airport, der 2019 öffnen soll – mit Kapazität für 100 Millionen Passagiere im Jahr. Das stellt den Frankfurter Flughafen als viertgrößten Europas mit seinen im letzten Jahr gut 60 Millionen Gästen klar in den Schatten. Das Projekt hat Auswirkungen auf die gesamte Luftverkehrsstruktur Chinas. Über Peking läuft schon heute die Anbindung an Europa und Nordamerika, die nun deutlich aufgewertet wird. Airlines von dort dürften daher von der Erweiterung der Start- und Landerechte besonders profitieren und können besser am starken Wachstum der chinesischen Wirtschaft teilhaben.

In Indien zieht das Kreditwachstum an: Aktuell liegt es mit sechs Prozent im Jahresvergleich so hoch wie seit vergangenen November nicht mehr – bis 2018 wird eine Beschleunigung auf einen Wert von bis zu zehn Prozent erwartet. Momentan stärkster Treiber ist der Einzelhandel mit einem Plus von 15 Prozent. Vor allem kleine und mittlere Branchenunternehmen scheinen die Folgen der Bargeldumstellung Ende letzten Jahres hinter sich zu lassen. Ein verbessertes makroökonomisches Umfeld und relativ niedrige Zinsen stützen den Trend bei der Kreditvergabe, der ein Vorbote künftigen Wirtschaftswachstums sein kann. Zusammen mit Reformen wie der landesweiten Vereinheitlichung der Umsatzsteuer zum 1. Juli dürften die Aussichten für Indien also gut sein.

Zahl des Tages: 400
Angriff der Burger-Bots: Das US-Start-up Momentum Machines drängt jetzt mit einem Roboter auf den Markt, der die Zutaten schneidet, die Fleischklopse brät und alles in Brötchenhälften verpackt. Er ist so schnell, dass er pro Stunde 400 Hamburger essfertig macht – das ist Fastfood im wahrsten Sinne des Wortes.

Ich wünsche Ihnen einen ähnlich produktiven Tag.

Herzlichst,
Unterschrift: Dr. Ulrich Stephan
Ihr Ulrich Stephan
Chef-Anlagestratege Privat- und Firmenkunden

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