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17. Februar 2020

Liebe Leser,

die US-Wirtschaft scheint sich zu erholen, das Coronavirus beeinflusst das Kaufverhalten chinesischer Bürger, und die Rendite zehnjähriger griechischer Staatsanleihen ist 2020 bisher um rund 0,5 Prozentpunkte gesunken.
US-Wirtschaft auf Erholungskurs
Die US-Wirtschaft scheint sich tatsächlich zu erholen, wenngleich diese Erholung momentan von den Schwierigkeiten rund um Boeings 737 MAX sowie von den Krisenmaßnahmen gegen das Coronavirus überdeckt wird. Immerhin legten die Einzelhandelsumsätze im Januar um 0,3 Prozent gegenüber dem Vormonat zu. Auch die Konsumentenzufriedenheit – gemessen von der Universität Michigan – stieg auf ein Zweijahreshoch. Die Industrieproduktion insgesamt war zwar um 0,3 Prozent gegenüber dem Vormonat schwächer, ohne den Flugzeugbau aber um 0,3 Prozent stärker. Allein die Flugzeugproduktion ging um 7,4 Prozent zurück. Es scheint, als stünden die Chancen für eine deutliche Erholung der US-Wirtschaft im Laufe des Jahres gut. Sollte ich mit dieser Einschätzung recht haben, könnte es eine Rotation von defensiven Titeln zu Zyklikern geben.
Ist (nachhaltiges) Wachstum endlich?
Zum Podcast bei Podigee
„Nachhaltiges Wachstum“ bedeutet, Handlungsspielraum derzeitiger und künftiger Generationen nicht einzuschränken sowie Ressourcen zu schonen. Welche Rahmenbedingungen ergeben sich daraus für die Wirtschaft? Über nachhaltiges Wachstum und dessen Bedeutung für Anleger diskutieren Finanzjournalistin Jessica Schwarzer und Chef-Anlagestratege Dr. Ulrich Stephan in der aktuellen Folge von PERSPEKTIVEN To Go.


Coronavirus mit Auswirkungen auf Online- und Offlinehandel
Das Coronavirus beeinflusst das Kaufverhalten chinesischer Bürger – dies zeigen die Umsätze der Einkaufszentren und der Onlinebestellungen ab dem chinesischen Neujahrsfest im Vorjahresvergleich. Sowohl online als auch offline wurden vor allem Lebensmittel und ausgewählte Hygiene- und medizinische Artikel stärker als 2019 nachgefragt. Neben Instantprodukten wurden online verstärkt frische Lebensmittel gekauft – deren Bestellungen explodierten regelrecht um mehr als das 20-fache, da Restaurants wegen des Infektionsrisikos gemieden wurden oder geschlossen waren. Die Nachfrage nach Kosmetika, Möbeln oder Haushaltsgeräten nahm hingegen ab. Chinesische Firmen aus dem Konsumsektor dürften entsprechende negative Effekte in ihren Bilanzen für das erste Kalenderquartal zeigen – für den weiteren Jahresverlauf gibt es jedoch Hoffnung auf Besserung.
Hoffnung auf „Investment Grade“-Status für Griechenland
Die Rendite zehnjähriger griechischer Staatsanleihen ist seit Jahresbeginn um rund 0,5 Prozentpunkte auf 0,93 Prozent gesunken und liegt damit erstmals unter der Marke von einem Prozent. Für die starke Performance gibt es neben der erhöhten Risikobereitschaft in den vergangenen Wochen auch fundamentale Gründe: zum einen die erreichte politische Stabilität, zum anderen ein überdurchschnittliches Wirtschaftswachstum. Die EU-Kommission erwartet 2020 ein Plus von 2,4 Prozent zum Vorjahr. Dies hat Hoffnungen auf eine weitere Verbesserung der Kreditbonität bis hin zur Erlangung eines „Investment Grade“-Ratings für griechische Staatsanleihen befeuert. Unter den geltenden regulatorischen Vorschriften dürften dann nicht nur institutionelle Anleger verstärkt an den griechischen Anleihemarkt zurückkehren – es winkt auch eine Aufnahme der Papiere in das Anleiheankaufprogramm der EZB. Auch wenn dies in meinen Augen noch Zukunftsmusik ist, könnten diese Erwartungen die Kurse weiter stützen. Anleger sollten sich aber angesichts der immer noch immensen Staatsschuld von 360 Milliarden Euro und der geringen Liquidität des griechischen Rentenmarkts der Risiken bewusst sein.
Wachstum trotz Protesten in Kolumbien
Ebenso wie in vielen anderen lateinamerikanischen Staaten kam es auch in Kolumbien vergangenes Jahr zu Straßenprotesten. Die Konjunktur scheint dies jedoch nicht nachhaltig belastet zu haben. Die kolumbianische Wirtschaft wuchs im vierten Quartal 2019 um 3,4 Prozent im Vorjahresvergleich. Positiv wirkten sich eine steigende Ölproduktion und eine Zunahme der ausländischen Direktinvestitionen aus. Der kolumbianische Aktienmarkt profitiert darüber hinaus von einer Unternehmenssteuersenkung im vergangenen Dezember. Während der lateinamerikanische Gesamtmarkt seit Oktober 2019 in Euro ein Plus von knapp sieben Prozent verzeichnete, legten kolumbianische Aktien fast zwölf Prozent zu.
Grafik anzeigen
Diese Outperformance könnte sich fortsetzen: Während Analysten ihre diesjährigen Gewinnerwartungen für den lateinamerikanischen Gesamtmarkt in den letzten drei Monaten um 3,4 Prozent senkten, hoben sie die für Kolumbien um 1,5 Prozent an.
Was diese Woche wichtig wird
Im Laufe der Woche | Berichtssaison: In Europa legen unter anderem HSBC, Deutsche Telekom, Fresenius, Allianz und Axa ihre Zahlen vor. In den USA öffnen Walmart und Avis ihre Bücher. Die US-Vorwahlen werden am Samstag mit dem Nevada-Caucus fortgesetzt.

Montag
  • Japanische BIP-Daten für das vierte Quartal 2019. Aufgrund der im Oktober erfolgten Mehrwertsteuererhöhung wird mit einem kräftigen Rückgang im Vorquartalsvergleich gerechnet.
  • Die US-Märkte bleiben anlässlich des President‘s Day geschlossen.

  • Dienstag
  • Arbeitsmarktzahlen für Großbritannien im Dezember, die Inflationsdaten für Januar folgen am Mittwoch. Das Bild eines robusten Arbeitsmarkts und einer moderaten Inflation dürfte sich bestätigen.
  • Index der ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland im Februar. Nach dem Viereinhalb-Jahres-Hoch im Januar könnten die jüngsten Konjunkturnachrichten die befragten Finanzmarktanalysten zu einer etwas vorsichtigeren Einschätzung bewegt haben.
  • NAHB Hausmarktindex für die USA im Februar, die offiziellen Zahlen zu Baubeginnen und -genehmigungen im Januar folgen am Mittwoch. In allen Fällen dürfte die zuletzt robuste Dynamik des US-Wohnungsbaus bestätigt werden.
  • Treffen der EU-Wirtschafts- und Finanzminister in Brüssel. Am Donnerstag folgt eine Sondersitzung des Europäischen Rates zum EU-Haushaltsplan für die Jahre 2021 bis 2027.

  • Mittwoch
  • Protokoll der FOMC-Sitzung im Januar, das Protokoll der letzten EZB-Ratssitzung folgt am Donnerstag. Signale für eine Änderung des geldpolitischen Kurses sind in beiden Fällen nicht zu erwarten.
  • Zinsentscheidung der türkischen Notenbank. Es wird mit einer weiteren Zinssenkung um 0,5 Prozentpunkte gerechnet.

  • Donnerstag
  • GfK-Konsumklima für Deutschland im März sowie Verbrauchervertrauen für die Eurozone im Februar. Die erwartete Bestätigung der aktuellen Niveaus würde auf ein moderates Wachstum des privaten Verbrauchs zum Jahresbeginn hindeuten.
  • Philadelphia Fed Index für das Verarbeitende Gewerbe in den USA im Februar. Der regionale Index dürfte ein solides, aber nicht sonderlich dynamisches Wachstum der Industrie signalisieren.

  • Freitag | Vorläufige Einkaufsmanagerindizes für Deutschland, Frankreich, die Eurozone, Großbritannien, die USA und Japan im Februar. Es wird überwiegend mit leichten Rücksetzern gerechnet, womit für das Verarbeitende Gewerbe derzeit bestenfalls Stagnation, für den Dienstleistungssektor moderate Expansion signalisiert würde.
    Zahl des Tages: 0,6
    Manche Menschen sind echte Hitzköpfe, aber medizinisch gesehen werden sie immer seltener. Seit dem 19. Jahrhundert gelten 37 Grad Celsius als Richtwert für die Körpertemperatur. Wie Myroslava Protsiv von der Stanford University jetzt herausgefunden hat, liegt der aktuelle Durchschnittswert um 0,6 Grad tiefer. Die Medizinerin hat dafür zwei Erklärungen: der Rückgang chronischer Entzündungen und besser klimatisierte Innenräume – so muss der Körper nicht mehr so oft gegen Hitze und Kälte ankämpfen wie früher.

    Behalten Sie heute einen kühlen Kopf.

    Herzlichst,
    Unterschrift: Dr. Ulrich Stephan
    Ihr Ulrich Stephan
    Chef-Anlagestratege Privat- und Firmenkunden

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