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20. September 2019

Liebe Leser,

europäische Airline-Aktien sind aktuell günstig bewertet, Europas Minenbetreiber dürften das Tal der Tränen überwunden haben, und Klimaengagement wird für Unternehmen immer wichtiger.
Airline-Aktien im Sinkflug
Aktien von europäischen Fluglinien setzten 2019 ihren Sinkflug aus dem letzten Jahr fort. Mit einer Jahresperformance von minus 19 Prozent hängt der Sektor fast 40 Prozentpunkte hinter dem Gesamtmarkt zurück. Der Bewertungsabschlag zum Stoxx 600 beträgt inzwischen ganze 56 Prozent. Sollte die sich andeutende Konjunkturerholung Form annehmen, könnte sich der Sektor wegen der günstigen Bewertung erholen. Gleichzeitig gilt es, strukturelle Risiken nicht zu unterschätzen. Der harte Wettbewerb am europäischen Markt hat die Ticketpreise gedrückt, insbesondere für Flüge innerhalb der EU. Gleichzeitig belasten relativ hohe Kerosinpreise und steigende Lohnkosten die Margen. Auch die europäischen CO2-Preise sind seit Beginn 2018 bereits um über 200 Prozent gestiegen und könnten in Zukunft weiter angehoben werden. Daher kann ich für Airline-Aktien noch keine Entwarnung geben.
Megatrend Künstliche Intelligenz
Marktforschungsinstitute und Unternehmen erwarten großes Potenzial, für die Wirtschaft und für das tägliche Leben. Wie Anleger an dem Megatrend teilhaben können, diskutieren Finanzjournalistin Jessica Schwarzer und ich in der neuen Folge von "Perspektiven To Go".


Value-Sektor mit Outperformance
Europäische Banken sind mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von knapp acht der zweitgünstigste Sektor im Stoxx 600, auch in den USA sind Finanztitel billig zu haben. Seit gut einem Monat zeigen europäische und US-Bankaktien auch eine bessere Kursentwicklung als der Gesamtmarkt. Die niedrige Bewertung war dafür notwendig, jedoch nicht hinreichend: Der fundamentale Auslöser für Kurssteigerungen war die Gegenbewegung an den Rentenmärkten. Beispielsweise stiegen zehnjährige Bundrenditen von minus 0,7 auf minus 0,5 Prozent. Höhere Renditen stehen für eine leichte Stabilisierung der Konjunktur und etwas niedrigere Rezessionsrisiken. Banken profitieren wiederum von steigender Wirtschafts- und Kapitalmarktaktivität, Kreditnachfrage sowie höheren Zinsen. Die leicht verbesserte Lage könnte aus meiner Sicht noch anhalten.
Chinas Fiskalmaßnahmen stützen Minenbetreiber
Europas Minenbetreiber dürften das Tal der Tränen überwunden haben. Nach einem Kursrückgang von 16 Prozent Anfang August legten ihre Aktien bereits wieder 14 Prozent zu, seit Jahresbeginn liegen sie fünf Prozent im Plus. Getrieben wurde diese Bewegung durch den Eisenerzpreis, der wegen eines Minenunglücks in Brasilien zwischenzeitlich auf ein Fünfjahreshoch stieg, mit dem Ende der Angebotsverknappung allerdings 25 Prozent nachgab. Zukünftig sollte sich der Preis wieder an den volkswirtschaftlichen Fundamentaldaten orientieren, die sich auch wegen der Konjunkturstimuli Chinas weiter verbessern dürften. Die Anleiheemissionen der Volksrepublik zur Finanzierung von Infrastrukturprojekten stiegen im Juli und August im Schnitt um 30 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal. Das zieht auch den Kupferpreis aus dem Keller, denn das Geld dürfte zum Großteil in den dieses Jahr vernachlässigten Stromnetzausbau fließen, für den vor allem Kupfer benötigt wird. Das erfreut Minenbetreiber, die Branche erscheint mir zudem günstig bewertet.
Klimaengagement für Unternehmen immer wichtiger
Pünktlich zum heutigen Klimastreik weltweit hat die Deutsche Bank untersucht, wie sich die Klimadebatte auf Aktienkurse auswirkt. Hierzu wurden mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz fünf Millionen Seiten Geschäftsberichte von 1.600 Unternehmen weltweit sowie alle veröffentlichten Nachrichten-Artikel von Dow Jones der vergangenen zwei Jahrzehnte analysiert. Die Ergebnisse: Die Aktienkurse von Unternehmen, bei denen die positive Berichterstattung rund um das Thema Klimawandel besonders zunahm, schnitten über die vergangenen 20 Jahre im Schnitt 26 Prozentpunkte besser ab als der MSCI-World-Index. Am deutlichsten reagierten die Sektoren Technologie, Gebrauchsgüter und Gesundheit. Dieser Trend hat wegen der hohen öffentlichen Aufmerksamkeit gute Chancen anzuhalten. Sowohl Konsumenten als auch Investoren scheinen ihre Wahl getroffen zu haben und fordern mehr Klimaengagement. Unternehmen, die dies ignorieren, dürften langfristig zurückbleiben.
Zahl des Tages: 99,995
Ein US-chinesisches Ingenieurteam hat das schwärzeste Schwarz aller Zeiten entwickelt. Der noch namenlose Stoff schluckt 99,995 Prozent des einfallenden Lichts – winzige Nanoröhrchen aus Kohlenstoff fangen die Lichtstrahlen ein. Präsentiert wird das Material jetzt an der New Yorker Börse: Dort lassen die Forscher einen Zwei-Millionen-Dollar-Diamanten einfach im tiefen Schwarz verschwinden.

Treffen Sie dieses Wochenende ins Schwarze!

Herzlichst,
Unterschrift: Dr. Ulrich Stephan
Ihr Ulrich Stephan
Chef-Anlagestratege Privat- und Firmenkunden

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