Quartier Zukunft Kurse & Märkte Suche Online-Banking
  • PERSPEKTIVEN am Morgen

    Starten Sie gut informiert in den Tag

    • Aktuelle Einschätzungen zu Märkten und Branchen
    • Jeden Morgen um 07.00 Uhr in Ihrem Postfach
    mehr Informationen zuJetzt anmelden
21. September 2018

Liebe Leser,

„O’zapft is!“ Morgen beginnt das 185. Münchner Oktoberfest – und Besucher müssen erneut tiefer in die Tasche greifen: Der „Wiesn Visitor Price Index“, der die Kosten für ein Nahverkehrsticket, zwei Maß Bier und ein halbes Hähnchen misst, hat im Jahresvergleich um 3,3 Prozent zugelegt. Besonders teuer wird es 2018 beim Bier. Der Festzelt-Preis steigt um 3,8 Prozent auf im Schnitt 11,24 Euro für die Maß. Die Auswirkungen auf die deutsche Inflationsrate dürften sich jedoch in Grenzen halten. Denn Bier macht in dem Warenkorb, der zur Berechnung der Teuerung dient, nur ein Prozent aus.

Bei Kupfer steht China für 48 Prozent der globalen Nachfrage. Dessen Preis hat 2018 bisher um fast 20 Prozent nachgegeben – der Handelsstreit löste Sorgen um geringeren chinesischen Bedarf aus. Weil die US-Zölle aber niedriger sind als erwartet, stieg der Kupferpreis diese Woche um über drei Prozent. Dieser Trend könnte sich fortsetzen, denn Chinas Nachfrage bleibt trotz der Zölle robust und legte zwischen Januar und August sogar um 4,5 Prozent zu. Auch halbierten sich bereits die Lagerbestände im Land wegen des hohen Bedarfs an Rohren und Kabeln für Klimaanlagen oder Stromleitungen. Und Pekings Ankündigung von Mehrausgaben für Infrastrukturprojekte wie den Ausbau des Stromnetzes dürfte die Nachfrage nach dem Industriemetall weiter erhöhen.

Chinas Unternehmen sind hoch verschuldet. Das wollte die Regierung bisher auch – sie hielt Banken gezielt an, Kredite zu vergeben, um die Wirtschaft anzukurbeln. Jetzt sucht Peking aber ein neues Wachstumsmodell, was der Handelsstreit jedoch erschwert. Dabei ließen sich beide Herausforderungen zugleich lösen. China sollte sich weiter für ausländische Investitionen öffnen, die Joint-Venture-Pflicht abschaffen und die Gesetze für geistiges Eigentum stärken. Das würde Eigenkapital und Know-how ins Land bringen und Innovationsanreize erhöhen. Das Beste daran: Ein solcher Vorschlag an die USA könnte den Handelskrieg beenden.

Strafzölle verteuern ab Montag Importe aus China in die USA. Anbieter aus anderen Ländern könnten davon profitieren – besonders Unternehmen aus Kanada und Mexiko. Denn in den Güterklassen, auf die neue Zölle fällig werden, liefern Firmen aus diesen Ländern schon jetzt Waren im Wert von 160 beziehungsweise 140 Milliarden US-Dollar – die Hälfte der US-Importe, die nicht aus China stammen. Vor allem Möbel- und Elektrogerätehersteller dürften ihre Marktmacht nutzen, um die Produktion auszuweiten und Exporte aus anderen Märkten in die USA zu verlagern. Ein mögliches Scheitern der NAFTA-Verhandlungen bleibt allerdings ein Risiko.

Zahl des Tages: 296
Niemand fährt schneller auf dem Fahrrad als Denise Mueller-Korenek: Nach einer kleinen Anschubhilfe radelte die US-Amerikanerin jetzt mit Tempo 296 über einen Salzsee in Utah. Sollte die 45-Jährige das auch auf der Autobahn schaffen, sind transnationale Fahrradkuriere wohl nur noch eine Frage der Zeit.

Treten Sie dieses Wochenende ordentlich in die Pedale!

Herzlichst,
Unterschrift: Dr. Ulrich Stephan
Ihr Ulrich Stephan
Chef-Anlagestratege Privat- und Firmenkunden

Jetzt anmelden

Erhalten Sie jeden Morgen den Marktkommentar als E-Mail direkt in Ihren Postkorb.

Ihre Angaben sind unvollständig / inkorrekt. Bitte überprüfen Sie die markierten Felder.

Anrede*

Mit der Registrierung habe ich die Datenschutzbestimmungen
der Deutschen Bank zur Kenntnis genommen.
Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.
Jetzt anmelden

Soweit hier von Deutsche Bank die Rede ist, bezieht sich dies auf die Angebote der Deutsche Bank AG und der DB Privat- und Firmenkundenbank AG. Wir weisen darauf hin, dass die in dieser Publikation enthaltenen Angaben keine Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung darstellen, sondern ausschließlich der Information dienen. Die Information ist mit größter Sorgfalt erstellt worden. Bei Prognosen über Finanzmärkte oder ähnlichen Aussagen handelt es sich um unverbindliche Informationen. Soweit hier konkrete Produkte genannt werden, sollte eine Anlageentscheidung allein auf Grundlage der verbindlichen Verkaufsunterlagen getroffen werden.

Aus der Wertentwicklung in der Vergangenheit kann nicht auf zukünftige Erträge geschlossen werden. HINWEIS: BEI DIESEN INFORMATIONEN HANDELT ES SICH UM WERBUNG. Die Texte sind nicht nach den Vorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Anlage- oder Anlagestrategieempfehlungen (vormals Finanzanalysen) erstellt. Es besteht kein Verbot für den Ersteller oder für das für die Erstellung verantwortliche Unternehmen, vor bzw. nach Veröffentlichung dieser Unterlagen mit den entsprechenden Finanzinstrumenten zu handeln. Die Deutsche Bank AG und die DB Privat- und Firmenkundenbank AG unterliegen der Aufsicht der Europäischen Zentralbank und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).

Diese Website verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie dem zu. Weitere Infos zu Cookies und deren Deaktivierung finden Sie hier.