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25. April 2017

Liebe Leser,

Erleichterung an den Märkten: Nach der ersten Runde der Präsidentschaftswahl in Frankreich haben Investoren gestern die gesunkenen Risiken für den Bestand der Eurozone eingepreist. Dem DAX bescherte das ein Allzeithoch. Zudem sanken die Renditen für zehnjährige französische Staatsanleihen um rund 0,11 und die für italienische um gut 0,07 Prozentpunkte. Der gleichzeitige Anstieg der Verzinsung deutscher Bunds verringerte zwar den Renditeabstand zu Papieren aus der Peripherie, eine Art Fieberthermometer für die Probleme der Währungsunion. Dennoch bleibt er zum Beispiel zwischen italienischen und deutschen Bonds mit über 1,8 Prozentpunkten relativ hoch. Die Märkte sind also keineswegs in Eu(ro)phorie verfallen.

Die Nachrichten aus Frankreich ließen Aktien in Shanghai gestern hingegen kalt: Der dortige Composite-Index verlor 1,4 Prozent. Auslöser war das schwächere Wachstum chinesischer Schattenbanken: Das Volumen dieses Sektors wuchs im ersten Quartal im Jahresvergleich „nur“ um 18,6 Prozent – statt wie im Vorjahreszeitraum um 53 Prozent. Das nährte Zweifel am chinesischen Wachstum, denn die insgesamt eingesammelten 4,2 Billionen US-Dollar gehen vielfach als Kredite an heimische Unternehmen. Zugleich gelten die kaum regulierten Schattenbanken aber als Gefahr für die Finanzstabilität des Landes. Zwar dürfte eine härtere Gangart frühestens ab Herbst eingeschlagen werden. Dann aber könnte der Schritt helfen, die nötige Balance zwischen Verschuldung und Wachstum zu verbessern.

Zurzeit wächst China stark, wie das erste Quartal zeigte. Zudem zeichnen die positiven Exportdaten aus Singapur und die gute südkoreanische Handelsbilanz ein positives Bild der Weltwirtschaft – von der Asiens Schwellenländer profitieren. Diese dürften daher 2017 insgesamt erneut um über sechs Prozent wachsen. Zugleich könnten die Unternehmensgewinne in der Region das Vorjahresniveau im Schnitt um gut 19 Prozent übersteigen, wobei die Schätzungen zuletzt deutlich stiegen. Vor diesem Hintergrund haben die dortigen Aktienmärkte seit Jahresanfang in Euro gerechnet rund zwölf Prozent gewonnen. Dabei halfen allerdings die starken lokalen Währungen, für die dieses Jahr bisher das zweitbeste seit der Finanzkrise ist. Hiesige Anleger sollten daher die Wechselkurse im Blick behalten.

Die Aktien europäischer Pharmahersteller haben den Gesamtmarkt in den letzten fünf Jahren klar geschlagen. Seit Anfang 2017 sind sie im Schnitt bereits um rund acht Prozent gestiegen. Ein Grund: Für die Branche wird in den nächsten zwölf Monaten ein Gewinnanstieg im hohen einstelligen Prozentbereich erwartet – ordentlich für einen defensiven Sektor, der zudem vergleichsweise niedrig bewertet scheint. An der Spitze finden sich indes stets jene Unternehmen, die mit neuen Medikamenten punkten und diese erfolgreich durch die Testphase bringen. Hinweise auf die kommenden Blockbuster könnte zum Beispiel die ASCO-Onkologiekonferenz Anfang Juni in Chicago geben.

Zahl des Tages: 86,9
Nicht elegant, aber genau: Zwölf Mal kegelte Ben Ketola jetzt in einer Bowlinghalle in Cortland, New York, alle zehn Pins einer Bahn um – und brauchte für diese perfekte Serie nur rekordverdächtige 86,9 Sekunden. Sein Trick ist der beidhändige Wurf. Da sieht man mal wieder, was mit Prozessinnovationen alles zu schaffen ist.

Ich wünsche Ihnen einen treffsicheren Tag!

Herzlichst,
Unterschrift: Dr. Ulrich Stephan
Ihr Ulrich Stephan
Chef-Anlagestratege Privat- und Firmenkunden

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