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24. Mai 2017

Liebe Leser,

frische Detaildaten zum BIP haben gestern den starken Zustand der deutschen Wirtschaft bestätigt. Dabei trug der Außenhandelsüberschuss mit 0,4 Prozentpunkten unerwartet deutlich zum Wachstum bei. Und die Aussichten bleiben positiv. Der ifo-Index steht so hoch wie seit den 1970ern nicht mehr, andere Stimmungsindikatoren sind auf Sechs-Jahres-Hoch – so wie auch die für die gesamte Eurozone. Es läuft also auch bei den wichtigsten deutschen Handelspartnern. All das deutet darauf hin, dass sich die wirtschaftliche Dynamik in Deutschland im zweiten Quartal gegenüber dem schon ordentlichen ersten sogar noch etwas beschleunigen könnte.

Nach dem jüngsten Treffen der Euro-Finanzminister zeichnet sich ab, dass mit Portugal wohl bald ein Sorgenkind der Eurozone in Sachen Haushaltsdefizit nicht mehr unter verschärfter Beobachtung aus Brüssel stehen wird. Zwar bleibt der Schuldenberg mit etwa 130 Prozent des BIP hoch, doch die Neuverschuldung lag 2016 bei 2,1 Prozent – so niedrig wie seit 43 Jahren nicht mehr. Grund ist die Konjunktur: Im ersten Quartal wuchs die Wirtschaft im Jahresvergleich um ein Prozent, 2017 scheinen insgesamt 1,7 Prozent möglich. Diese Entspannung spiegelt der Bondmarkt wider: Während die Zinsen für Anleihen aus Euroland seit Jahresbeginn im Schnitt stiegen, fielen sie für Papiere aus Portugal um 0,6 Prozentpunkte. Deren aktuelle Rendite von etwa 3,2 Prozent könnte indes noch immer mutige Anleger anlocken.

Beim mit Spannung erwarteten OPEC-Treffen wird das Kartell an Himmelfahrt vermutlich seine Förderbeschränkung um neun Monate verlängern – auch könnten sich weitere Nichtmitglieder anschließen. Für Aufhorchen am Markt sorgten im Vorfeld Pläne von US-Präsident Donald Trump, zur Haushaltssanierung Teile der strategischen Ölreserve des Landes zu verkaufen. Würde dies über einen Zeitraum von zehn Jahren geschehen, vergrößerte sich allerdings das aktuelle Angebot von gut 96 Millionen Barrel am Tag nur um täglich etwa 94.000 Fässer. Mehr Gegenwind für den Ölpreis geht da von den US-Frackern aus. Aber selbst diese dürften kaum verhindern, dass die OPEC-Vereinbarung die Notierungen bis Jahresende stabilisiert, wenn nicht sogar etwas höher treibt.

Die US-Autoindustrie geht ihre strukturellen Probleme an: Chefs werden ausgetauscht, Belegschaften verkleinert, die Produktion gedrosselt – weil die Nachfrage sinkt. Der während der Finanzkrise aufgestaute Pkw-Bedarf scheint abgebaut. Das Verkaufsniveau dürfte sich eher bei rund 14 als bei den zuletzt erreichten circa 16 Millionen Stück pro Jahr einpendeln. Die US-Konjunktur insgesamt wird dieser Umbruch aber kaum bremsen. Schon bisher trug die Kfz-Branche nur etwa 0,1 Prozentpunkte zum BIP-Wachstum bei. Freie Fahrt für Wachstum signalisieren die jüngsten Stimmungsindikatoren, die gestern mit einem Wert von 53,9 Punkten für die Gesamtwirtschaft im Mai noch ein bisschen höher ausfielen als im Vormonat.

Zahl des Tages: 2000
Mais statt Bäume: Auf der Holzmesse LIGNA in Hannover hat jetzt die Designstudentin Carolin Pertsch ihre Entwürfe für Möbel aus Popcorn vorgestellt – sie braucht so viel davon, dass sie eigens mit der Produktion einer 2000 Kilogramm schweren Popcornmaschine beliefert wird. Innovativ. Man muss nur aufpassen, dass man nicht am Couchtisch knabbert, wenn einen abends auf dem Sofa der kleine Hunger überrascht.

Ob auf der Popcorn-Liege oder unterwegs mit Vätern – ich wünsche Ihnen einen entspannten Himmelfahrtstag! Meinen nächsten Marktkommentar erhalten Sie am Freitag zur gewohnten Zeit.

Herzlichst,
Unterschrift: Dr. Ulrich Stephan
Ihr Ulrich Stephan
Chef-Anlagestratege Privat- und Firmenkunden

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