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15. Dezember 2017

Liebe Leser,

in der Eurozone läuft’s: Die Stimmung in der Wirtschaft ist fast auf Sieben-Jahres-Hoch, das Verarbeitende Gewerbe freut sich über so viele Neuaufträge wie zuletzt zur Jahrtausendwende. Daher lautet die Wachstumsprognose der EZB für 2018 nun 2,3 statt 1,8 Prozent. Die Inflation soll nach den Erwartungen der Notenbanker 2018 auf 1,4 Prozent steigen – und zwei Jahre später 1,7 Prozent erreichen. Diese erste EZB-Prognose für 2020 zeigt, dass die Normalisierung der Zinsen in der Eurozone weiter voranschreiten sollte. Wir erwarten sogar noch etwas mehr Inflationsdruck. Notenbankchef Mario Draghi dürfte jedenfalls zufrieden in den Weihnachtsurlaub gehen.

Diese Normalisierung stützt auch Europas Banken. Sie sind bereits seit längerem im Erholungsmodus: In den ersten neun Monaten dieses Jahres lagen ihre Gewinne um 16 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum. Mehr Umsatz, mehr Kostendisziplin und weniger Rückstellungen bilden die Basis der guten Aussichten für den Sektor im nächsten Jahr. Zumal die Gewinnschätzungen das wahrscheinlich steigende Zinsniveau in der Eurozone noch nicht voll widerspiegeln. Der Sektor hat den Gesamtmarkt mit einem Plus von 13,3 Prozent seit Jahresanfang klar hinter sich gelassen. Dieser Trend dürfte sich 2018 fortsetzen.

In Südkorea treibt die starke Weltkonjunktur die Wirtschaft ebenfalls voran – und auch hier profitieren die Banken davon. Ihre Margen sollten sich 2018 verbessern, sodass sich ein Gewinnplus im klar zweistelligen Prozentbereich abzeichnet. Zudem dürfte die Notenbank angesichts der hohen Dynamik den Leitzins im zweiten Halbjahr anheben. Das würde die Institute weiter kräftigen. Dabei sind diese derzeit niedriger bewertet als im zehnjährigen Durchschnitt des Sektors und als der Gesamtmarkt. Bankaktien scheinen daher das Potenzial zu haben, sich neben Tech-Werten als zweiter Treiber des südkoreanischen Aktienmarkts zu etablieren.

Aktien von der Arabischen Halbinsel laufen dieses Jahr schwach – der übliche Einklang mit dem Ölpreis ist vorerst passé: In Euro gerechnet ergibt sich für die Länder des Golf-Kooperationsrats seit Jahresanfang ein Minus von 6,8 Prozent. Geopolitische Unsicherheiten belasten ebenso wie die unklare Zukunft der Wachstumsmodelle einzelner Staaten. Weil zudem Ölmilliarden im Haushalt fehlen, sparen die Regierungen. Das verdirbt die Kauflaune, wie die Autoverkäufe zeigen, die gegenüber dem Vorjahr um über ein Fünftel eingebrochen sind. Zwar dürften die Unternehmensgewinne 2018 ihre Dürrephase überwinden. Und auch die mögliche Aufnahme Saudi-Arabiens in wichtige globale Indizes verspricht Zuflüsse. Mehr Dynamik finden Sie aber eher anderswo.

Zahl des Tages: 3
Groß feiern wollten sie in Charleville, einer Kleinstadt im australischen Queensland – 2018 sollte der 150. Gründungstag anstehen. Recherchen nach dem genauen Datum ergaben aber, dass die Siedlung tatsächlich drei Jahre älter ist. Nun begeht man eben das 130. Jubiläum des örtlichen Bahnhofs. Das nenne ich australischen Pragmatismus.

Kommen Sie planmäßig ins Wochenende.

Herzlichst,
Unterschrift: Volkmar Baur
Ihr Volkmar Baur
Senior-Anlagestratege Privat- und Firmenkunden

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