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20. Oktober 2017

Liebe Leser,

für den Wechselkurs Euro/US-Dollar hat der Zinsunterschied zuletzt an Bedeutung verloren – Faktoren wie der Aufschwung im Euroraum rückten nach vorn. Dazu gehört auch das Plus bei Fusionen und Übernahmen in der Eurozone: Solche M&A-Deals zogen in den letzten drei Monaten mit 13 Milliarden US-Dollar so viel Kapital an wie seit 2009 nicht mehr. Das trug dazu bei, dass der Euro zurzeit besser dasteht, als sich nur aus den unterschiedlichen Zinsen ergäbe. Der M&A-Trend in Europa dürfte zwar schon deswegen anhalten, weil der Markt langsamer aus der Krise gekommen ist als in den USA. Aber die Fed scheint die geldpolitischen Zügel schneller zu straffen als die EZB. Das könnte den Greenback vorübergehend stärken.

Bei Kryptowährungen muss man ja nicht gleich wie JP-Morgan-Boss Jamie Dimon von „Betrug“ sprechen: EZB-Chef Mario Draghi hat diese jetzt „unausgereift“ genannt. Der Bitcoin hat zwar zum US-Dollar 2017 bisher 478 Prozent gewonnen. Doch ist Vorsicht geboten. Das Computergeld ist weder durch die Wirtschaftskraft eines Währungsraums noch durch Gold gedeckt. Die Aufsicht ist international uneinheitlich, teils wird reguliert wie bei Rohstoffen, manchmal Tauschplattformen geschlossen. Dazu kommt, dass der Bitcoin in den letzten sechs Monaten zehnmal stärker schwankte als der DAX und auch mehr als Devisenexoten wie der Ariary aus Madagaskar oder der Pula aus Botswana. Dagegen scheinen das ägyptische Pfund oder der Kenia-Schilling fast schon „sichere Häfen“.

Russische Aktien haben zuletzt zugelegt. Seit dem 21.6. gewann der MSCI Russia in Euro gerechnet 15 Prozent, der Gesamt-Schwellenländerindex nur 7 Prozent. Das Datum ist nicht zufällig: Es markiert den jüngsten Tiefpunkt beim Ölpreis – im Einklang mit dem schwarzen Gold erholten sich auch die Moskauer Kurse. Ich bin zwar mit der OPEC einer Meinung, dass die Ölnachfrage auf Sicht steigen sollte, ab 2020 könnte dieses Wachstum aber ein Ende haben. Langfristig dürfte Russlands rohstoffdominierter Aktienmarkt daher im Vergleich zu Schwellenländern ins Hintertreffen geraten, an deren Börsen Branchen wie Halbleiter oder Software höher gewichtet sind.

Edler Schmuck, Designerkleidung, feine Schuhe und stetig steigende Nachfrage, vor allem aus China: Vom globalen Luxusgütermarkt hörte man lange viel Gutes. Die börsennotierten Hersteller steigerten von 2008 bis 2014 ihren Anteil an den weltweiten Umsätzen, seither sinkt er aber ebenso wie das Wachstum der Verkaufsflächen. Aktuell stützt zwar die gute Konjunktur die Branche – doch langfristig droht Gegenwind. Zum einen ist da die Digitalisierung. Sie erleichtert neuen Anbietern den Markteintritt und erschwert alten die Kundenbindung, weil Onlineshops meist viele Marken nebeneinander anbieten. Zum anderen gibt es kaum noch weiße Flecken auf der Landkarte der Luxuskäufer, sodass sich die Wachstumsdynamik abschwächen könnte.

Zahl des Tages: 7:28
Die US-Amerikanerin Irene Sewell hat jetzt einen neuen Weltrekord im Marathon aufgestellt: Die ehemalige Tänzerin lief die Strecke in 7 Stunden und 28 Minuten – auf High Heels. Glückwunsch und Hut ab! Selbst in Laufschuhen könnte ich dieses Tempo nicht mal annähernd mithalten.

Ich wünsche Ihnen einen rekordverdächtigen Start ins Wochenende!

Herzlichst,
Unterschrift: Dr. Ulrich Stephan
Ihr Ulrich Stephan
Chef-Anlagestratege Privat- und Firmenkunden

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