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11. November 2019

Liebe Leser,

Indien will Bauprojekte mit Milliarden fördern, ChinasKupferbedarf könnte für steigende Preise sorgen, und die Aktienmärkte zeigten sich trotz neuer Irritationen im Handelsstreit freundlich.
Kreditspritze für indische Immobilienfirmen
Die indische Regierung setzt ihre Anstrengungen fort, die zuletzt schwächelnde Wirtschaft zu stabilisieren. Nach der im September angekündigten Senkung der Unternehmenssteuer wurden jetzt Pläne bekannt, Liquiditätsengpässe im Immobiliensektor zu beseitigen, die von der Schattenbankenkrise verursacht wurden. Knapp 600.000 Bauprojekte im Wert von umgerechnet fast 60 Milliarden Euro sind zuletzt durch Finanzierungsprobleme ins Stocken geraten. Abhilfe soll ein Fonds in Höhe von 3,2 Milliarden Euro bringen. Die Kreditvergabe wird aber frühestens in einem halben Jahr anlaufen, und Immobilienfirmen müssen mit Zinsen von bis zu neun Prozent rechnen. Der indische Aktienmarkt zeigte sich daher von der Ankündigung wenig beeindruckt. Auch wenn die Maßnahme der Regierung nicht alle Probleme im Immobiliensektor löst, werte ich sie als gutes Zeichen, dass das Problem erkannt und angegangen wird. Eine Entwicklung, von der indische Aktien künftig profitieren könnten. 
Kupferlager leeren sich
Rohstoffunternehmen werden als einer der Hauptprofiteure für den Fall gehandelt, dass der Handelskonflikt eine längere Verschnaufpause einlegt und/oder die chinesische Konjunktur anzieht. Als Indikator dafür dient häufig der Kupferpreis, da China für mehr als die Hälfte der Weltnachfrage steht. Noch fallen die Kupferpreisbewegungen moderat aus. Doch so langsam scheinen die chinesischen Infrastrukturmaßnahmen Wirkung zu zeigen: Chinas Kupferlagerbestände sind inzwischen auf das niedrigste Niveau seit 2011 gefallen. Werden diese wieder aufgefüllt, könnten die Kupferpreise deutlicher steigen. Denn wegen Streiks in Chile und Peru sowie einer umweltschutzbedingten Minenschließung auf den Philippinen wird aktuell knapp vier Prozent weniger Kupfer angeboten als eigentlich möglich. Damit hellen sich die Aussichten für spezialisierte Minenbetreiber auf – deren Bewertung liegt trotz der Rally der letzten Wochen immer noch knapp ein Viertel unter dem europäischen Gesamtaktienmarkt.
Hin und Her im Handelsstreit
Der Handelsstreit bleibt das beherrschende Thema an den Märkten. Vergangene Woche sorgten zunächst Aussagen eines chinesischen Regierungssprechers, die Verhandlungsparteien hätten sich auf den beiderseitigen Abbau von Strafzöllen geeinigt, für einen Verkauf an den Rentenmärkten. Die Renditen von US-Staatsanleihen stiegen so stark wie zuletzt nach der Wahl von US-Präsident Donald Trump. Dass der Präsident einer Einigung beim Thema Zollsenkungen widersprach, konnte die Stimmung nur kurzfristig drücken.Gleichzeitig deuten Wirtschaftsindikatoren zunehmend darauf hin, dass sich das Wachstum nicht weiter verlangsamt. Zuletzt lagen US-Konsumentenvertrauen und europäische Stimmungsbarometer über den Erwartungen. Da zuvor viel von Handelsstreit, Brexit und Rezession gesprochen worden war, nahmen die Aktienmärkte die positiven Daten freundlich auf. Obwohl Aktien dieses Jahr schon sehr gut gelaufen sind, könnten sie vor diesem Hintergrund bis zum Jahresende noch zulegen. 
Was diese Woche wichtig wird

Im Laufe der Woche | Die Berichtssaison in den USA und Europa liegt in den letzten Zügen. Diese Woche berichten beispielsweise Vodafone, RWE, Walmart und Nvidia.

Montag
  • Aufgrund des Veterans Day bleibt der Anleihemarkt in den USA heute geschlossen.
  • Mit der Feier des Single’s Day in China erwartet uns der weltweit größte Online-Shopping-Tag.
  • Italiens Industrieproduktion im September, die Daten für die gesamte Eurozone werden am Mittwoch veröffentlicht. In beiden Fällen wird erneut mit einem Rückgang der Produktion im Jahresvergleich gerechnet.
  • Englands Industrieproduktion im September sowie Zahlen zum Wirtschaftswachstum im dritten Quartal. Getrieben durch das Verarbeitende Gewerbe dürfte die im Jahresvergleich erneut schwächere Industrieproduktion das Wachstum belasten.

  • Dienstag
  •  ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland im November. Sowohl die Einschätzung der aktuellen Situation als auch die Zukunftserwartung der Unternehmen dürfte sich verbessert haben, beide Indexwerte werden allerdings weiterhin tief im negativen Bereich erwartet.
  •  NFIB-Stimmungsbarometer für kleine US-Unternehmen im Oktober. Der Index wird auf hohem Niveau stabil erwartet.

  • Mittwoch
  •  Oktoberdaten zur Entwicklung der Konsumentenpreise in Deutschland, Großbritannien und den USA. Bei allen drei Veröffentlichungen wird mit einer konstanten Inflationsrate gerechnet.
  •  Fed-Chef Jerome Powell spricht vor dem US-Kongress über den wirtschaftlichen Ausblick der US-Zentralbank. Beginn des zweitägigen BRICS-Gipfels in Brasilien.
  •  Frist zur Entscheidung des US-Präsidenten über die Einführung von Strafzöllen auf Autoimporte.

  • Donnerstag
  •  Daten zum Wirtschaftswachstum im dritten Quartal für Japan, die Eurozone und Deutschland. In Deutschland könnte das Wachstum aufgrund des Außenhandels besser ausfallen als gedacht, ein zweites Quartal mit negativem Wachstum wird aber dennoch nicht zu vermeiden sein.
  •  Chinas Industrieproduktion und Einzelhandelsumsätze im Oktober. Beide werden im Jahresvergleich stabil erwartet.

  • Freitag
  •  Empire State Index im November. Da die US-Industrie zunehmend unter den globalen Unsicherheiten rund um den Handelsstreit leidet, wird der regionale Aktivitätsindex erneut schwächer erwartet.
  •  US-Einzelhandelsumsätze und Industrieproduktion im Oktober. Erstere dürften im Monatsvergleich zulegen, letztere sollte erneut nachgeben.


  • Börsen auf Rekordkurs
    Zum Podcast bei Podigee 
    China ist derzeit vor allem wegen des Handelsstreits mit den USA im Fokus.  Ganz schön was los an den Märkten! Die Zinsen sinken, die Kurse steigen. Die Entspannung im Handelsstreit zwischen den USA und China, schwindende Rezessionsängste und gute Quartalszahlen lassen an der Wall Street die Rekordmarken fallen. Auch der Dax nimmt Kurs auf sein Allzeithoch. Ist das der Startschuss für die Jahresendrally oder ist die Stimmung vielleicht zu gut? Darüber sprechen Jessica Schwarzer und ich in der neuen Folge von „Perspektiven To Go“.


    Zahl des Tages: 68
    Hab ich’s doch geahnt. Wissenschaftler der Uni Seoul haben in einer Studie mit 68 Probanden verschiedener Altersgruppen nachgewiesen: Diejenigen, die sich jünger fühlten, als sie eigentlich waren, hatten auch eine jüngere, sprich gesündere und aktivere Gehirnstruktur. Man ist eben doch so alt, wie man sich fühlt!

    Ich wünsche Ihnen einen frischen Start in die Woche.

    Herzlichst,
    Unterschrift: Dr. Ulrich Stephan
    Ihr Ulrich Stephan
    Chef-Anlagestratege Privat- und Firmenkunden

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