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16. Juli 2019

Liebe Leser,

Ursula von der Leyens Rede vor dem EU-Parlament wird eine Gratwanderung, Chinas Wirtschaft dürfte 2019 um 6,2 Prozent wachsen, und Facebook möchte 2020 eine eigene Kryptowährung einführen.
Ursula von der Leyen tritt vor das EU-Parlament
Heute um 9 Uhr tritt Ursula von der Leyen vor das EU-Parlament, um ihre Kritiker von sich zu überzeugen. Es wird eine Gratwanderung: Einerseits braucht sie jene, die eine starke rechtsstaatliche Position der EU gegenüber Ländern wie Polen und Ungarn bevorzugen. Andererseits könnte sie auf genau deren Unterstützung angewiesen sein. 374 Stimmen gäben ihr eine Mehrheit, weniger als 400 Stimmen wäre jedoch ein schwaches Ergebnis. Um 18 Uhr wird abgestimmt, das Ergebnis wird um 20 Uhr erwartet. Ein Nein würde die EU-Institutionen in eine Krise steuern. Noch nie wurde ein Vorschlag des Europäischen Rats für die Kommissionspräsidentschaft vom Parlament abgelehnt. Die Regierungschefs müssten einen neuen Kompromiss finden, um bis zum Brexit-Termin und zu den anstehenden Zollverhandlungen mit den USA handlungsfähig zu sein. Die Zukunft Christine Lagardes als EZB-Präsidentin könnte ebenfalls an der Wahl von der Leyens hängen. Die Märkte werden daher genau beobachten.
US-Berichtssaison als Bewährungsprobe für die Hausse
Die Aussichten auf Leitzinssenkungen durch die Fed treiben den S&P 500 fast täglich von Allzeithoch zu Allzeithoch. Mit der gestern gestarteten Berichtssaison zum zweiten Quartal steht der Hausse die nächste Bewährungsprobe bevor. Analysten erwarten einen Gewinnrückgang um durchschnittlich drei Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Äußern sich die Unternehmen zu ihren Geschäftsausblicken verhalten, könnte die Rally ins Stocken geraten. Gleichzeitig bergen die niedrigen Gewinnprognosen positives Überraschungspotenzial. Sollten die Unternehmen ihre Gewinne wider Erwarten erneut gesteigert haben, könnte die Rally weitergehen. Gestern legte die erste große Bank bereits unerwartet gute Zahlen vor. Dennoch, das Potenzial von US-Aktien scheint mit Blick auf die hohen Bewertungen begrenzt.
Chinas Quartalswachstum enttäuscht
Der Handelskonflikt mit den USA lastet auf der chinesischen Konjunktur. Das BIP stieg im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um lediglich 6,2 Prozent – das schwächste Quartalswachstum seit Aufzeichnungsbeginn 1992.
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Stützungsmaßnahmen der Regierung scheinen jedoch im Juni in der Realwirtschaft angekommen zu sein: Investitionen in langlebige Kapitalgüter legten um 5,8 Prozent, die Industrieproduktion um 6,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu – stärker als erwartet. Der chinesische Aktienmarkt lag gestern in Euro etwa ein halbes Prozent im Plus. Ich gehe davon aus, dass die Regierung die Wirtschaft im zweiten Halbjahr weiterhin dosiert unterstützen wird, und rechne für das Gesamtjahr nach wie vor mit einem Wachstum von 6,2 Prozent.
Wenig Liebe für die Libra
Heute und morgen steht Facebook dem US-Kongress Rede und Antwort. Der Konzern möchte 2020 eine eigene Kryptowährung einführen und sich von Vorgängern wie Bitcoin abgrenzen. Der Wert von Facebooks „Libra“ soll auf einem Korb internationaler Währungen und Anleihen, also realen Vermögenswerten, basieren: Neue Libra werden geschaffen, indem etablierte Währungen angekauft werden. Faktisch würde man sich daher an einem Währungsfonds beteiligen und wäre dem Wechselkursrisiko ausgesetzt. Obwohl sich ein Fünftel der Weltbevölkerung täglich bei Facebook aufhält und Libra nutzen könnte, wäre die Kryptowährung durch keine Regierung als Zahlungsmittel garantiert. Ein Vertrauensverlust könnte Facebook dazu zwingen, Währungsreserven zu verkaufen. Das würde zu Kursverlusten der restlichen Reserven und damit einem Wertverlust der Libra führen. Insgesamt erscheint Facebooks Währung daher weder sicherer noch weniger schwankungsanfällig als Bitcoin.
Zahl des Tages: 10
Die Olympischen Spiele vereinen alle vier Jahre Menschen aus mehr als 200 Nationen im Wettbewerb um die Goldmedaille. Die Zahl der 18- bis 35-jährigen Zuschauer ist jedoch zuletzt um 25 Prozent gefallen. Die Organisatoren der Spiele 2020 zählen nun auf Sky Brown. Die Skateboarderin könnte allen die Show stehlen – und dank der neuen Disziplin wieder mehr Millennials zum Riesenevent bringen. Die Künste der Zehnjährigen begeistern bereits mehrere Hunderttausend Zuschauer bei YouTube. Für echten Nervenkitzel bleibe schaue ich mir aber lieber die FohlenElf an!

Zeigen Sie heute, was Sie draufhaben!

Herzlichst,
Unterschrift: Dr. Ulrich Stephan
Ihr Ulrich Stephan
Chef-Anlagestratege Privat- und Firmenkunden

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