Redaktionsschluss: 23. Juni 2026
Volkswirtschaft – 24.06.2026
Alternative Investments: Infrastruktur nachhaltig ausbauen
Die wichtigsten Fakten:
- Als langlebiges, physisches Gut mit Merkmalen eines öffentlichen Guts ist Infrastruktur strukturell wichtig für eine Volkswirtschaft. Sie trägt zu Produktivität, Energieversorgung, Widerstandsfähigkeit und Lebensqualität der Bürger bei.
- Der rapide Anstieg des Strombedarfs durch den beispiellosen Ausbau von KI-Rechenzentren in den letzten Jahren hat den Bedarf an Netzausbau, Speicherung, Kühlung und Asset-Umnutzung offengelegt.
- Der Infrastrukturbedarf dürfte angesichts erhöhter Energiepreise und zunehmender geopolitischer Instabilität widerstandsfähig bleiben. Dies wird durch höhere Staatsausgaben, eine jüngste Verlage-rung strategischer Prioritäten und strukturelle Investitionsbedürfnisse angetrieben.
- Infrastruktur erfordert drei Haupttypen von Rohstoffen: Kernbaustoffe, Batteriemetalle und Seltene Erden. Jede Gruppe weist einzigartige Angebots- und Nachfragemerkmale auf.
- Infrastrukturinvestitionen haben in den letzten Jahren sowohl auf öffentlichen als auch auf privaten Märkten an Zugkraft gewonnen, da die weltweite Finanzierungslücke für Infrastruktur größer geworden und der Investitionsbedarf gestiegen ist.
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Infrastruktur bezieht sich auf die wesentlichen physischen Anlagen und Systeme, die die wirtschaftliche Aktivität und das gesellschaftliche Funktionieren unterstützen. Als Sachanlage ist sie durch greifbare, langlebige Kapitalstrukturen gekennzeichnet, die grundlegende Dienste erbringt. Oft hat sie starke öffentliche Gütermerkmale wie Zugänglichkeit, Zuverlässigkeit und breiten sozialen Nutzen. Infrastruktur stützt die Energieversorgung, Mobilität und grundlegende Dienstleistungen und ist somit zentral für die wirtschaftliche Produktivität und Lebensqualität.
Infrastruktur bleibt gefragt: KI, Netze und Dekarbonisierung treiben Investitionen – Chancen und Risiken im Überblick.
Infrastrukturanlagen folgen typischerweise einem dreistufigen Lebenszyklus – Bauen, Betreiben und Übertragen – und haben in vielen Fällen eine volle wirtschaftliche Lebensdauer von etwa 20 bis 30 Jahren oder länger.
Die Anlageklasse umfasst mehrere Kernkategorien:
Energieinfrastruktur umfasst Stromerzeugung, Übertragungs- und Verteilungsnetze, Pipelines und Speichersysteme. Dieser Bereich spiegelt die wachsende Bedeutung einer zuverlässigen Energieversorgung wider, wobei die Nachfrage zunehmend durch strukturelle Treiber wie die Elektrifizierung und die Ausweitung digitaler Aktivitäten geprägt wird.
Transportinfrastruktur – wie Straßen, Schienennetze, Flughäfen und Häfen – erleichtert die Bewegung von Gütern und Personen und ist eng mit dem Niveau der Wirtschaftstätigkeit und den Handelsströmen verbunden.
Soziale Infrastruktur umfasst Anlagen wie Krankenhäuser, Schulen, Wassersysteme und Abfallentsorgungsanlagen. Sie bietet typischerweise grundlegende Dienstleistungen mit geringer Sensibilität für Konjunkturzyklen.
Digitale Infrastruktur ist in den letzten Jahren gewachsen und wird aufgrund ihres zunehmend wichtigen Energiebedarfs oft mit der Energieinfrastruktur zusammengefasst.
Infrastruktur kann auch nach ihrem Entwicklungsstadium unterschieden werden:
Grünflächenprojekte umfassen den Bau neuer Infrastruktur, oft im Einklang mit Expansionsbedürfnissen in Bereichen wie Energiesystemen und digitalen Netzen. Sie zeichnen sich durch längere Entwicklungszeiten aus, bevor sie voll funktionsfähig sind.
Bestandsanlagen (Brownfield-Assets) sind bereits gebaut und in Betrieb, mit etablierten Leistungsprofilen und einem primären Fokus auf laufenden Betrieb, Wartung und Servicebereitstellung. Die Hauptrisiken bei Infrastrukturinvestitionen sind potenziell höhere als erwartete Bau- und Betriebskosten sowie Verzögerungen und andere Faktoren, die die Rentabilität unsicher machen, zum Beispiel die Nutzungsrate.
Infrastruktur: Fünf Themen und Bereiche
Infrastruktur ist in den letzten Jahren zunehmend in den öffentlichen und privaten Fokus gerückt. Dies wurde nicht nur durch die Notwendigkeit, alternde Anlagen zu modernisieren, sondern auch durch ihre Rolle bei der Ermöglichung neuer, effizienterer Lösungen zur Deckung des steigenden globalen Energiebedarfs – insbesondere zur Unterstützung des expandierenden Ökosystems der künstlichen Intelligenz (KI) – vorangetrieben. Vor diesem Hintergrund dürften mehrere Schlüsselthemen und damit verbundene Trends die Infrastrukturlandschaft in den kommenden Jahren prägen.
Abbildung 1: Wertentwicklung im Vergleich zum USD YTD (%)
Bloomberg Finance L.P., Deutsche Bank AG. Stand :10. Juni 2026. Die bisherige Wertentwicklung lässt keine Rückschlüsse auf die künftige Wertentwicklung zu. Die Wertentwicklung bezieht sich auf einen Nominalwert, der auf Kursgewinnen/-verlusten beruht und die Inflation nicht berücksichtigt. Die Inflation wirkt sich negativ auf die Kaufkraft dieses nominalen Geldwerts aus. Je nach aktuellem Inflationsniveau kann dies zu einem realen Wertverlust führen, selbst wenn die nominale Wertentwicklung der Anlage positiv ist.
Thema 1: Digitale und KI-ermöglichende Infrastruktur
Die rasche Ausweitung der KI-Nutzung hat physische Engpässe in der bestehenden Infrastruktur, insbesondere bei Strom- und Wärmekapazitäten, offengelegt, die sich noch verschärfen könnten: Der weltweite Strombedarf von Rechenzentren wird sich voraussichtlich bis 20301 verdoppeln. Der Bau dieser Anlagen ist weiterhin kapitalintensiv und langsam; das Angebot wird durch Genehmigungen, Netzzugang und Ausrüstungsschwierigkeiten begrenzt.
Mit zunehmender Rechenleistung wächst der Bedarf nicht nur an Rechen- und Speicherkapazität, sondern auch an der umfassenderen Infrastruktur, die dies unterstützt. Dazu gehören Verkabelung, Stromversorgungsgeräte und physische Infrastruktur, wobei allein der Markt für Rechenzentrumskabel im Jahr 20252 20 Milliarden US-Dollar erreichen wird. Gleichzeitig bleibt das Kapazitätswachstum begrenzt, mit Leerstandsquoten – definiert als der Anteil der gesamten Rechenzentrumskapazität, der zu einem bestimmten Zeitpunkt ungenutzt oder verfügbar ist, und somit ein wichtiger Indikator für das verfügbare Angebot in Schlüsselmärkten – von nur 1,4 Prozent, wobei Genehmigungs- und Stromverzögerungen neue Bauvorhaben verlangsamen.
Die kumulierten KI-bezogenen Rechenzentrumsinvestitionen werden bis 20303 voraussichtlich etwa 3 Billionen US-Dollar erreichen, wobei einige Schätzungen sogar von einem weltweiten Ausbau von 7 Billionen US-Dollar über die gesamte Wertschöpfungskette ausgehen.
Kühl- und Wärmeinfrastruktur: Höhere KI-Workloads haben die Abhängigkeit von fortschrittlichen Kühllösungen, insbesondere flüssigkeitsbasierten Systemen, erhöht, da traditionelle Luftkühlung unzureichend wird. Kapital fließt rapide in dieses Segment, wobei der Markt für KI-Rechenzentrums-Flüssigkeitskühlung im Jahr 20264 3,7 Milliarden US-Dollar erreichen und in den nächsten zehn Jahren erheblich wachsen soll. Dies spiegelt die strukturelle Verlagerung hin zur Flüssigkeitskühlung als Kernanforderung für die nächste Generation der KI-Infrastruktur wider, anstatt einer optionalen Aufrüstung.
Steigender Wasserbedarf durch KI und andere wasserintensive Technologien, kombiniert mit alternder Infrastruktur und wachsendem Widerstand aufgrund von Wasserknappheit, könnte die Wasserinfrastruktur selbst zu einem immer wichtigeren und unterschätzten Investitionsthema machen.
Thema 2: Energiesysteme und Netzresilienz
Der steigende Strombedarf setzt die Stromversorgungssysteme unter Druck. Der Trend ist strukturell, nicht zyklisch, und spiegelt sowohl die Elektrifizierung als auch die Digitalisierung wider. Rechenzentren sind ein wichtiger Treiber, wobei ihr Strombedarf im Jahr 2025 um 16 Prozent steigt und bis 2030 voraussichtlich doppelt so hoch sein wird, was 55 Prozent des prognostizierten5 Lastwachstums in einigen Versorgungsunternehmen ausmacht. Dies hat den Fokus auf Netzresilienz, Netzausbau und Speicherung erhöht, wobei die Entwicklung durch Genehmigungsverzögerungen, Engpässe bei der Netzanbindung und Lieferkettenprobleme bei kritischen Anlagen eingeschränkt wird.
Widerstandsfähige Energieinfrastruktur: Infrastruktur wird zunehmend so konzipiert, dass sie dezentrale Aktivitäten unterstützt, d.h. mehrere kleinere Versorgungsquellen, oft basierend auf erneuerbaren Energien. Dies erfordert Speicherkapazitäten, um die Schwankungen und Spitzenlasten auszugleichen. Der Ausbau solcher Speicher beschleunigt sich, wobei in den USA in einem Dreijahreszeitraum6 111 GWh an netzgebundenen Speichern hinzukommen sollen. Neue Technologien wie Natrium-Ionen-Batterien beginnen zu skalieren, wobei Implementierungen von Pilotprojekten zu geplanten Multi-GWh-Projekten übergehen. Die große Verfügbarkeit von Natrium im Vergleich zu Lithium bietet das Potenzial für kostengünstigere, widerstandsfähigere Speicherlösungen (mit weniger Lieferkettenproblemen), die eine breitere Netzstabilität unterstützen.
Thema 3: Dekarbonisierung durch Asset-Umnutzung
Die Reduzierung der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und die Dekarbonisierung schaffen nicht nur Bedarf an neuen Anlagen, sondern treiben auch die Wiederverwendung bestehender industrieller Infrastruktur voran. Die Umnutzung sogenannter Bestandsflächen kann Entwicklungszeiten verkürzen und die Kapitalintensität des Infrastrukturprojekts reduzieren, insbesondere in Kombination mit politischer Unterstützung und langfristigen Abnahmeverträgen, wie im Beispiel des nachhaltigen Flugtreibstoffs (SAF).
Nachhaltiger Flugtreibstoff (SAF) durch Umnutzung industrieller Anlagen: Die globale SAF-Produktion erreichte 2025 2 Millionen Tonnen, doppelt so viel wie 2024, aber immer noch weniger als 1 Prozent des gesamten Kerosinverbrauchs. Der vorgeschriebene SAF-Bedarf wird allein bis 2030 auf etwa 4,5 Millionen Tonnen geschätzt, während freiwillige Verpflichtungen der Fluggesellschaften darauf abzielen, den potenziellen Bedarf bis 2030 auf 16 Millionen Tonnen zu erhöhen, was auf eine anhaltende Versorgungslücke hindeutet. Bestandsanlagen, einschließlich Papiermühlen und anderer Biomassenaher Anlagen, werden auf ihre Umwandlung zur SAF-Produktion geprüft, da sie bereits Netzzugang, Wasserrechte, Logistik und Genehmigungen besitzen, was die anfänglichen Kapitalkosten reduziert. SAF-Projekte werden typischerweise durch langfristige Abnahmeverträge der Fluggesellschaften unterstützt.
Thema 4: Strategische und verteidigungsbezogene Infrastruktur
Veränderte geopolitische Prioritäten erhöhen den Bedarf an Infrastruktur, die sowohl strategische Autonomie als auch wirtschaftlichen Wert liefert. Ein Teil des Hintergrunds ist ein anhaltender Wiederaufrüstungszyklus, wobei die globalen Militärausgaben 20257 2,9 Billionen US-Dollar erreichten und voraussichtlich als Anteil am BIP weiter steigen werden. NATO-Mitglieder haben sich beispielsweise verpflichtet, ihre Verteidigungsausgaben bis 2035 auf 5 Prozent des BIP zu erhöhen, wovon 1,5 Prozent für kritische verteidigungsbezogene Infrastruktur vorgesehen sind.
Verteidigungsnahe und „Dual-Use“-Infrastruktur: Als Ergänzung zur traditionellen Verteidigungsinfrastruktur umfassen „Dual-Use“-Infrastrukturen physische und digitale Systeme, die sowohl zivilen als auch militärischen Zwecken dienen. Dazu gehören Luft- und Raumfahrt- sowie Satelliteninfrastrukturen, bei denen kommerzielle Konstellationen zunehmend in Verteidigungsoperationen integriert werden, sowie Cybersicherheitssysteme, die kritische Netzwerke, Satelliten und nationale Infrastrukturen schützen. Diese Bereiche entwickeln sich neben traditionellen Land-, See- und Luftstreitkräften zu Kernschichten der Verteidigung. Investitionen erstrecken sich auch auf verwandte industrielle Kapazitäten, Logistiknetzwerke und missionskritische Datenplattformen, einschließlich Geoinformationssysteme (GIS), die für Kartierung, Überwachung und Echtzeit-Entscheidungsfindung in zivilen und Verteidigungsanwendungen eingesetzt werden.
Privates Kapital spielt eine wachsende Rolle neben Regierungen, mit über 400 Milliarden US-Dollar, die in den letzten Jahren8 in Verteidigungs- und „Dual-Use“-Sektoren investiert wurden, und die Finanzierung von Verteidigungstechnologien erreichte 2025 rund 25 Milliarden US-Dollar9. Innerhalb dessen stellen Luft- und Raumfahrtinfrastrukturen global die größte „Dual-Use“-Schicht dar, wobei der breitere Sektor 1,5 Billionen US-Dollar überschreitet, während Cybersicherheit einer der am schnellsten wachsenden Segmente ist, unterstützt durch strukturellen Bedarf, der mit Digitalisierung und hybrider Kriegsführung verbunden ist.
Der Investitionsgrund wird zunehmend durch langfristige staatliche Nachfrage und nicht durch zyklische Ausgaben getrieben. Anlagen werden typischerweise durch mehrjährige Verträge unterstützt, wobei die Renditen an Kapazitätsausbau, Widerstandsfähigkeit der Lieferkette und heimische Produktion gekoppelt sind, anstatt an diskretionäres Wachstum.
Thema 5: Modernisierung sowie Städte & Transportsysteme der nächsten Generation
Die Modernisierung bestehender Infrastruktur entwickelt sich zu einem zentralen Investitionsthema, angetrieben durch die Konvergenz von Urbanisierung, Klimawandel und technologischen Umbrüchen. Anstatt sich ausschließlich auf neue (Grünflächen-)Entwicklungen zu konzentrieren, wird die Revitalisierung und Optimierung bestehender (Bestands-)Anlagen zunehmend kritisch. Diese Anlagen – von Transportnetzen und Versorgungsunternehmen bis hin zu Gebäuden und digitalen Systemen – bilden das Rückgrat von Städten und Metropolregionen und durchlaufen eine tiefgreifende Transformation.
Urbanisierung bleibt eine der mächtigsten strukturellen Kräfte, die den Infrastrukturbedarf prägen. Die Städte beherbergen bereits den größten Teil der Weltbevölkerung, und dieser Anteil wird in den kommenden Jahrzehnten voraussichtlich erheblich zunehmen. Schnelle Bevölkerungszuflüsse intensivieren den Bedarf an Wohnraum, Mobilität, Energie, Wasser und digitaler Konnektivität, was die alternden Infrastruktursysteme erheblich belastet. Die Altsysteme in vielen entwickelten Märkten waren nicht darauf ausgelegt, das derzeitige Maß an städtischer Dichte oder die sich entwickelnden Bedürfnisse einer zunehmend digitalen und serviceorientierten Wirtschaft zu bewältigen. Infolgedessen konzentrieren sich Modernisierungsbemühungen zunehmend auf Kapazitätserweiterung (z.B. öffentlicher Nahverkehr, Stromnetze), Effizienzsteigerung (z.B. intelligente Verkehrssysteme, digitale Netze) sowie verbesserte Integration über Infrastrukturnetzwerke (z.B. Energie-Mobilitäts-Daten-Konvergenz).
Der Klimawandel beschleunigt den Bedarf an Infrastrukturmodernisierung. Die städtische Infrastruktur trägt erheblich zu den Treibhausgasemissionen bei, insbesondere durch Gebäude, Verkehr und Energiesysteme. Gleichzeitig ist sie zunehmend physischen Klimarisiken wie extremen Wetterereignissen, Überschwemmungen und Hitzestress ausgesetzt. Städte entwickeln sich zunehmend zu „integrierten Infrastruktur-Ökosystemen“, in denen digitale Technologien eine Schlüsselrolle bei der Optimierung der Leistung und der Ermöglichung neuer Dienstleistungsmodelle spielen. Das Konzept der Smart City spiegelt diese Transformation wider, indem es physische Infrastruktur mit digitalen Schichten wie Sensoren, Datenplattformen und Automatisierungstools kombiniert. Zu den Risiken bei der Modernisierung bestehender Infrastruktur gehören Ausführung und Kosten, sich ändernde Vorschriften und politische Unterstützung sowie eine begrenzte Vorhersagbarkeit von Nachfrage und Nutzungsgraden.
Transport verlagert sich in Richtung Automatisierung in kontrollierten, stark genutzten Umgebungen, wo die Einführung bereits sichtbar ist. Bei der autonomen Güterbeförderung schreitet die Einführung vom Pilotstatus zur kommerziellen Nutzung voran, wobei fahrerlose Operationen in den USA – insbesondere entlang der Logistikkorridore in Texas – bereits über 100.000 Meilen auf öffentlichen Straßen und Logistikkorridoren von 600 Meilen in Schlüsselregionen umfassen.
Autonome Logistik: In industriellen Umgebungen ist die Einführung weiter fortgeschritten. Autonome Systeme werden inzwischen im Bergbau im großen Maßstab eingesetzt, mit Flotten von über 1.000 autonomen Schwerfahrzeugen, die etwa 11 Milliarden Tonnen Material bewegen und messbare Produktivitätssteigerungen aufzeigen. In Logistiknetzwerken wird Automatisierung zunehmend zur Verbesserung des Durchsatzes und der Zuverlässigkeit eingesetzt, mit Einsätzen, die Hunderte von Millionen Meilen und Frachtbewegungen in Häfen, Bahn- und Lagerumgebungen umfassen10.
Robotaxis: Autonome Fahrdienste sind in führenden Märkten inzwischen mit rund 400.000 Fahrten pro Woche unterwegs, gegenüber 250.000 Anfang 2025, mit vergleichbarem Aktivitätsniveau in Teilen Asiens. Kumulativ wurden bereits zig Millionen Fahrten und Hunderte von Millionen gefahrener Kilometer zurückgelegt, was eine schnelle Skalierung der realen Nutzung zeigt.
Flottenelektrifizierung und Korridorbereitschaft: Die unterstützende Infrastruktur entwickelt sich parallel zur Einführung. Regulatorische Rahmenbedingungen erfordern ab 2025 dichte Ladenetzwerke entlang wichtiger Transportkorridore, während öffentliche Förderprogramme 5 Milliarden US-Dollar für den landesweiten Ladeausbau bereitstellen und so die Einführung von Elektro- und autonomen Flotten unterstützen.
Makroökonomische Auswirkungen und Erwartungen
Obwohl Infrastruktur aufgrund ihrer essenziellen Natur und langfristigen Cashflows oft als relativ widerstandsfähig gegenüber makroökonomischen Schwankungen angesehen wird, bleiben makroökonomische Bedingungen wichtig. Diese können die Nachfragedynamik, die Projektfinanzierungskosten (z.B. durch Zinsen und Inflation) sowie die verfügbare politische Unterstützung für neue Projekte beeinflussen.
Die globale Wachstumsdynamik hat sich in den letzten Monaten abgeschwächt, da höhere Energiepreise, angetrieben durch Versorgungsengpässe aufgrund des Iran-Konflikts, die Wirtschaftstätigkeit belasten. Die Auswirkungen sind besonders ausgeprägt in Volkswirtschaften, die von importiertem Öl und Gas aus der Region abhängig sind. Die Inflation, die von ihrem Höhepunkt im Jahr 2022 zurückgegangen war, steigt wieder an, da Energiekosten sich in der Realwirtschaft niederschlagen, was die Zentralbanken zu einer strafferen Geldpolitik veranlasst.
Die US-Wirtschaft bleibt vergleichsweise widerstandsfähig. Das reale BIP wuchs im ersten Quartal 2026 annualisiert um 2,0 Prozent, unterstützt durch hohe Staatsausgaben und private Investitionen, insbesondere in KI-bezogene Infrastruktur. Diese beiden Säulen stützen die Wachstumsaussichten der USA trotz steigenden Preisdrucks, wobei die Gesamtinflation im Verbraucherpreisindex 2026 voraussichtlich durchschnittlich 3,2 Prozent betragen wird, bevor sie 2027 auf 2,3 Prozent nachlässt. Das BIP-Wachstum wird 2026 und 2027 voraussichtlich solide bei 2,0 Prozent bleiben. Die Federal Reserve dürfte schrittweise straffen, wobei die Zinssätze Mitte 2027 3,0 Prozent bis 3,25 Prozent erreichen.
In der Eurozone bleibt die Dynamik verhalten, das BIP-Wachstum verlangsamte sich im ersten Quartal 2026 auf 0,1 Prozent gegenüber dem Vorquartal, da höhere Energiepreise die Aktivität belasteten und der private Konsum stagnierte. Fiskalische Maßnahmen zur Abfederung des Schocks erwiesen sich bisher als unzureichend, um diesen Druck auszugleichen, während eine schwache Dynamik im Privatsektor den Wachstumsimpuls weiterhin begrenzt. Vor diesem Hintergrund wird das BIP der Eurozone 2026 voraussichtlich um 0,9 Prozent und 2027 um 1,3 Prozent wachsen, wobei die Inflation 2026 auf 3,1 Prozent ansteigt, deutlich über dem 2-Prozent-Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB), bevor sie 2027 auf 2,5 Prozent nachlässt. Die EZB hat den Einlagenzins bis Ende Juni 2027 voraussichtlich auf 2,5 Prozent angehoben.
In Japan stützen akkommodierende Bedingungen und Staatsausgaben die Aktivität weiterhin, obwohl steigende Energiekosten die Binnenwirtschaft belasten. Das japanische BIP wird 2026 voraussichtlich um 0,7 Prozent und 2027 um 0,9 Prozent wachsen, während die Inflation 2,3 Prozent bzw. 2,4 Prozent erreicht.
In China werden gezielte politische Unterstützung, insbesondere in den Bereichen Infrastruktur, Technologie und grüner Wandel, sowie die Lockerung des Deflationsdrucks voraussichtlich eine Schlüsselrolle bei der Sicherung des Wachstums trotz schwacher Binnennachfrage spielen. Das BIP-Wachstum wird 2026 voraussichtlich 4,7 Prozent und 2027 4,4 Prozent betragen, während die Inflation 2026 bei 0,8 Prozent und 2027 bei 1,0 Prozent verhalten bleibt.
Zentraler Rohstoffbedarf
Die für den globalen Infrastrukturausbau benötigten Rohstoffe lassen sich grob in drei Gruppen einteilen: Kernbaustoffe, Batteriemetalle und Seltene Erden.
Bauzyklen und öffentliche Infrastrukturausgaben sind die Haupttreiber für Kernbaustoffe (wie Stahl, Zement, Aluminium, Kupfer und Zink), die für den großvolumigen Bau traditioneller Infrastruktur verwendet werden. Die Pläne der Regierungen, die Infrastrukturausgaben zu erhöhen, deuten darauf hin, dass die Nachfrage nach diesen Materialien in Zukunft steigen könnte.
Darüber hinaus haben jüngste strukturelle Nachfragetrends in fortschrittlicher Infrastruktur und Energiewende, hauptsächlich der Ausbau digitaler Infrastruktur und die Elektrifizierung, die Nachfrage nach Batteriemetallen wie Kupfer, Nickel, Lithium, Kobalt, Graphit und Silber angetrieben. Die Nachfrage nach Batteriemetallen dürfte noch schneller wachsen als die nach traditionellen Materialien.
Seltene Erden sind in jüngster Zeit stärker in den Fokus gerückt, da sie für viele Komponenten fortschrittlicher Infrastruktur sowie Energiesysteme unerlässlich sind. Obwohl die Seltenheit vieler dieser Seltenen Erden als übertrieben bezeichnet werden kann, gibt es einen kritischen Engpass bei der Konzentration der Raffineriekapazitäten, mit einer starken Abhängigkeit von einer begrenzten Anzahl von Ländern. Der Markt für mehrere Basismetalle, insbesondere Kupfer, bewegt sich derzeit auf eine strukturelle Verknappung zu, verursacht durch begrenztes Produktionswachstum und Betriebsunterbrechungen.
Der Stahlmarkt hingegen ist aufgrund der globalen Überkapazitäten überversorgt. Bei Batteriemetallen hat sich das Angebot schneller als die Nachfrage erweitert, was die Preise drückt. Es besteht jedoch mittelfristig das Risiko von Angebots- und Nachfragelücken, wenn sich die Nachfrage beschleunigt. Die ausgeprägtesten strukturellen Defizite dürften bei Kupfer und Seltenen Erden sowie (langfristig) bei Lithium und Graphit auftreten. Handelsbeschränkungen und andere Formen von Lieferkettenstörungen könnten die Märkte weiter verknappen.
Die wachsende Fähigkeit der Kreislaufwirtschaft könnte dazu beitragen, Versorgungsengpässe durch die Rückgewinnung von Ressourcen aus Abfällen zu bekämpfen. Eine Vielzahl von Ressourcen kann bereits ohne wesentlichen Qualitätsverlust recycelt werden. Regierungen und private Unternehmen arbeiten zunehmend zusammen, um die Kreislaufwirtschaft zu verbessern. Außerdem werden Engpässe einen Fokus auf Widerstandsfähigkeit fördern, einschließlich Near- und Friend-Shoring als Teil der Lieferkettendiversifizierung. Forschung und Entwicklung neuer Materialien, die effektive Substitute sein können, sind ebenfalls von großer Bedeutung.
Es gibt natürlich auch Abwärtsrisiken für die Preise. Auf der Nachfrageseite könnte eine globale Wachstumsverlangsamung oder Rezession die Baustoffe zuerst treffen. Auf der Angebotsseite könnten neue Minenkapazitäten oder Recyclingverbesserungen den Preisanstieg begrenzen.
Private Infrastrukturinvestitionen
Der globale Investitionsbedarf für Infrastruktur wird bis 204011 auf über 100 Billionen US-Dollar geschätzt. Die jährlichen globalen Ausgaben liegen jedoch weit unter diesem Niveau. Angesichts der Grenzen der öffentlichen Finanzierung von Infrastrukturprojekten werden private Infrastrukturinvestitionen immer wichtiger.
Die private Finanzierung war historisch eigenkapitaldominiert, wobei Fremdkapital mit zunehmender Tiefe der Kapitalmärkte eine kleine, aber wachsende Rolle spielt. Das verwaltete Vermögen (AuM) für globale private Infrastruktur-Eigenkapitalinvestitionen lag Ende 2025 bei 1,6 Billionen US-Dollar, während das AuM für private Schuldtitel bei rund 0,2 Billionen US-Dollar lag12.
Im Jahr 2025 haben Investoren einen Rekordbetrag von 289 Milliarden US-Dollar für neue private Infrastruktur-Eigenkapitalinvestitionen zugesagt. Der Sektor könnte bis 203013 fast 3 Billionen US-Dollar AuM erreichen. Regional bleiben die USA das führende Ziel für Infrastrukturprojekte, wobei Energie bei weitem der größte Sektor ist.
Abbildung 2: EUR/USD vs. Spread auf 10-jährige Staatsanleihen Deutschland-USA
Quelle: Refinitiv Datastream, Deutsche Bank AG. Stand: 10. Juni 2026. Die bisherige Wertentwicklung lässt keine Rückschlüsse auf die künftige Wertentwicklung zu. Die Wertentwicklung bezieht sich auf einen Nominalwert, der auf Kursgewinnen/-verlusten beruht und die Inflation nicht berücksichtigt. Die Inflation wirkt sich negativ auf die Kaufkraft dieses nominalen Geldwerts aus. Je nach aktuellem Inflationsniveau kann dies zu einem realen Wertverlust führen, selbst wenn die nominale Wertentwicklung der Anlage positiv ist.
Die durchschnittliche Haltedauer von privaten Infrastrukturinvestitionen liegt je nach Entwicklungsphase, Risikoprofil und Strategie zwischen fünf und zwölf Jahren. Strukturell verschieben sich die „Build-Operate-Transfer“-Modelle hin zu flexibleren Hybridvereinbarungen vor dem Hintergrund steigender Investitionskomplexität und starker privater Kapitalzuflüsse. In jüngster Zeit scheinen Investoren Projekte zu bevorzugen, bei denen skalierbare Plattformen statt einzelner Anlagen aufgebaut werden können.
Investitionen in Infrastruktur wurden typischerweise so positioniert, dass sie stabile Cashflows generieren, einen teilweisen Inflationsschutz bieten und Portfolio-Rückgänge reduzieren, da die Anlageklasse (insgesamt) historisch eine geringere Volatilität aufweist als Private Equity innerhalb der Alternativen Investments. Kontinuierliche Zuflüsse von institutionellen und wohlhabenden Anlegern werden erwartet, da Anleger ein solch wahrgenommenes stabiles Einkommen, geringere Inflationsempfindlichkeit und Diversifikationsvorteile suchen.
Abbildung 3: Prognosen per Ende Juni 2027
Quelle: Deutsche Bank AG. Stand: 19. Mai 2026. Die bisherige Wertentwicklung lässt keine Rückschlüsse auf die künftige Wertentwicklung zu. Die Wertentwicklung bezieht sich auf einen Nominalwert, der auf Kursgewinnen/-verlusten beruht und die Inflation nicht berücksichtigt. Die Inflation wirkt sich negativ auf die Kaufkraft dieses nominalen Geldwerts aus. Je nach aktuellem Inflationsniveau kann dies zu einem realen Wertverlust führen, selbst wenn die nominale Wertentwicklung der Anlage positiv ist.
Allerdings umfassen private Infrastruktur-Eigenkapitalstrategien ein klares Risiko-Rendite-Kontinuum, wie in der folgenden dreiteiligen Einteilung zusammengefasst:
Die Core-Infrastruktur zielt auf hochwertige, betriebsbereite Anlagen mit vertragsbasierten Cashflows und begrenzter Komplexität ab. Die Renditen sind primär einkommensgetrieben, mit minimaler Abhängigkeit von Asset-Transformation. Die Core Infrastruktur ist daher als eine Anleiheähnliche Sachanlage positioniert, obwohl eine umsichtige Verschuldung entscheidend ist, um diese defensiven Eigenschaften zu erhalten.
Die Core+-Infrastruktur balanciert Stabilität und Wachstum, indem sie in betriebsbereite Anlagen investiert und gleichzeitig inkrementelle Wertschöpfung durch Investitionen (Capex), Betriebsverbesserungen oder neue Vertragsbepreisungen ermöglicht. Im Vergleich zu Core sind die Ausführungs- und Finanzierungsrisiken moderat höher, aber die Cashflow-Sichtbarkeit bleibt bedeutsam, was Core+ zu einer zunehmend genutzten Strategie zur Renditesteigerung bei steigendem Wettbewerb um reine Core Anlagen macht.
Die Opportunistische Infrastruktur repräsentiert das Segment mit dem höchsten Risiko, umfassende Grünflächenentwicklung und komplexe Transformationen. Cashflows sind typischerweise nachgelagert, und die Ergebnisse hängen stark vom Zeitpunkt der Ausführung und den Finanzierungsbedingungen ab. Die Renditeverteilung ist breit, wobei Manager typischerweise mittlere bis hohe zweistellige Bruttorenditen und ein erhebliches Abwärtsrisiko anstreben. Folglich sind diese opportunistischen Strategien eher als Satellitenallokationen denn als Portfolioanker positioniert.
Infrastruktur-Sekundärmarkt: Längere Anlagehalteperioden und ungleiche Ausstiegsbedingungen angesichts jüngster geopolitischer Situationen haben die Aktivität auf dem Infrastruktur-Sekundärmarkt beschleunigt, wo Infrastrukturanlagen oder -portfolios an einen anderen institutionellen Investor verkauft werden. Branchendaten zeigen für 202514 Transaktionsvolumina von etwa 20 Milliarden US-Dollar auf dem Sekundärmarkt, den höchsten Stand aller Zeiten, was Zugang zu reifen, Cash-Flow-generierenden Anlagen ermöglicht und gleichzeitig den bestehenden Investoren Flexibilität bietet.
Fazit
Die höhere Nachfrage nach Infrastruktur, angetrieben durch strukturelle Faktoren, macht sie zu einem Fokus von Regierungen und Märkten weltweit. Sie steht an der Schnittstelle mehrerer Trends, Anliegen und Technologien. Infrastruktur kann beispielsweise sowohl Produktivitätswachstum fördern als auch die wirtschaftliche Sicherheit und Widerstandsfähigkeit stärken, obwohl sie nicht immun gegen Lieferkettenprobleme ist. Ihre Fähigkeiten werden durch Digitalisierung und die Einführung künstlicher Intelligenz weiter gestärkt. Wir erwarten ein anhaltendes Wachstum der Infrastrukturinvestitionen.
Doch während staatliche Ausgabenpläne Infrastrukturinvestitionen priorisieren mögen, könnten herausfordernde makroökonomische Bedingungen die öffentlichen Investitionsmöglichkeiten weiter einschränken. Dies könnte den Bedarf an privaten Marktinvestitionen in Infrastruktur sowie strategische Langzeitallokationen innerhalb diversifizierter Portfolios weiter erhöhen. Es existieren vielfältige private Infrastrukturstrategien, die unterschiedliche Möglichkeiten bieten, in diesen spannenden Bereich zu investieren.
Hören Sie auch unseren englischsprachigen Podcast PERSPECTIVES Future Fundamentals Podcast: Sustainable cities, in dem der Chief Investment Officer der Private Bank für Nachhaltigkeit & globaler Leiter des CIO, Markus Müller zusammen mit Dr. Philipp Rode von der London School of Economics (LSE) untersucht, wie sich Städte in einer zunehmend urbanisierten Welt an wachsenden sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Herausforderungen anpassen können.
Glossar
- AuM (Assets under Management) – bezeichnet das verwaltete Vermögen eines Anbieters, Fonds oder einer Anlageklasse.
- Batteriemetalle – sind Metalle wie Lithium, Nickel, Kobalt, Graphit, Kupfer und Silber, die für Batterien, Netze und Elektrifizierung rele-vant sind.
- Bestandsanlagen (Brownfield-Assets) – sind bestehende, bereits in Betrieb befindliche Infrastrukturanlagen mit etablierten Leis-tungsprofilen.
- Bruttoinlandsprodukt (BIP) – misst den Marktwert aller innerhalb eines Landes in einem Zeitraum produzierten Waren und Dienst-leistungen.
- Build-Operate-Transfer (BOT) – ist ein Modell, bei dem eine Anla-ge gebaut, betrieben und später an eine öffentliche oder andere Stelle übertragen wird.
- Capex (Capital Expenditure) – bezeichnet Investitionsausgaben für Bau, Erweiterung oder Modernisierung von Anlagen.
- Core+-Infrastruktur – kombiniert operative Anlagen mit zusätzli-cher Wertschöpfung durch Capex, Betriebsverbesserungen oder Vertragsneubewertungen.
- Dekarbonisierung – bezeichnet die Verringerung von CO₂-Emissionen bzw. die Entfernung von CO₂ aus der Atmosphäre.
- Digitale Infrastruktur – umfasst Rechenzentren, Konnektivität, Datenplattformen und Systeme, die digitale Dienste ermöglichen.
- Diversifizierung – ist die Streuung von Anlagen über Anlagearten, Regionen oder Strategien zur Risikoreduktion.
- „Dual-Use“-Infrastruktur – dient sowohl zivilen als auch militäri-schen Zwecken, etwa Satelliten-, Cyber- oder Logistiksystemen.
- Erneuerbare Energien – stammen aus Quellen, die sich natürlich erneuern, z. B. Sonne, Wind, Wasser oder Biomasse.
- Europäische Zentralbank (EZB) – ist die Zentralbank der Eurozo-ne.
- Eurozone – umfasst die 21 EU-Mitgliedstaaten, die den Euro als gesetzliches Zahlungsmittel nutzen.
- Federal Reserve (Fed) – ist das Zentralbanksystem der Vereinig-ten Staaten.
- Geoinformationssysteme (GIS) – erfassen, verknüpfen und ana-lysieren standortbezogene Daten.
- Gigawattstunde (GWh) – ist eine Energieeinheit; 1 GWh entspricht einer Million Kilowattstunden.
- Greenfield-Projekte – sind neue Infrastrukturvorhaben auf bisher nicht betriebenen Flächen oder Anlagen.
- Inflation – bezeichnet einen allgemeinen Anstieg des Preisniveaus; sie wird häufig über Verbraucherpreisindizes gemessen.
- Kernbaustoffe – sind Grundmaterialien wie Stahl, Zement, Alumi-nium, Kupfer und Zink für großvolumige Infrastruktur.
- Kerninfrastruktur – zielt auf hochwertige, operative Anlagen mit stabilen, vertraglich gesicherten Cashflows und begrenzter Kom-plexität ab.
- Künstliche Intelligenz (KI) – bezeichnet Computersysteme, die Aufgaben wie Mustererkennung, Prognosen oder Automatisierung übernehmen.
- NATO – ist die Nordatlantikpakt-Organisation, ein Verteidigungs-bündnis europäischer und nordamerikanischer Staaten.
- Netzresilienz – bezeichnet die Fähigkeit von Strom- und Versor-gungsnetzen, Störungen zu verkraften und zuverlässig weiterzu-funktionieren.
- Opportunistische Infrastruktur – umfasst risikoreichere Green-field- oder Transformationsprojekte mit höherem Rendite- und Ver-lustrisiko.
- Private Debt – bezeichnet private Kreditfinanzierung durch Nicht-bank-Investoren außerhalb öffentlicher Anleihemärkte.
- Private Equity – bezeichnet direkte Beteiligungen an nicht börsen-notierten Unternehmen oder Projekten.
- SAF (Sustainable Aviation Fuel) – ist nachhaltiger Flugkraftstoff aus nichtfossilen Rohstoffen mit geringeren Lebenszyklus-Emissionen.
- Sekundärmarkt – bezeichnet den Handel bestehender Infrastruk-turanteile oder -portfolios zwischen Investoren.
- Seltene Erden – sind Metalle für Magneten, Elektronik und Ener-giesysteme; kritisch ist häufig die Raffinierung.
- Smart City – vernetzt physische Infrastruktur mit Sensoren, Da-tenplattformen und Automatisierung zur Leistungsoptimierung.
- Verbraucherpreisindex (VPI/CPI) – misst die Preisentwicklung ei-nes Warenkorbs typischer Haushaltsgüter und Dienstleistungen.
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- Preqin, Private Markets in 2030 Report, 16. Oktober 2025.
- Campbell Lutyens, Infrastructure Market Report 2025, 5. November 2025.
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Redaktionsschluss: 23.06.2026, 15 Uhr