Redaktionsschluss: 23. Juni 2026

Banknoten verschiedener Währungen.

Bildquelle: Dilok / Adobe Stock

Zu Beginn der Eskalation im Nahen Osten erhielt der USD kräftigen Rückenwind. Schließlich sind die USA in Bezug auf die Energieversorgung weitgehend autark, während Europa stark von Energieimporten abhängig ist. Zudem war der USD als „sicherer Hafen“ gefragt, und US-institutionelle Investoren dürften Anfang März ihre Positionen außerhalb der USA teilweise reduziert haben – ein Muster, das bei plötzlichen geopolitischen Verwerfungen häufig zu beobachten ist. Mit der Ankündigung der ersten Waffenruhe im April änderte sich das Bild jedoch rasch. In Erwartung einer glaubwürdigen und anhaltenden Deeskalation im Nahen Osten erschien die „Notwendigkeit“ von „sicheren Häfen“ an den Devisenmärkten nicht länger akut.

Noch wichtiger ist, dass die Märkte für den Euroraum relativ schnell mehr als drei EZB-Zinserhöhungen um jeweils 25 Basispunkte einpreisten, während Erwartungen an Zinssenkungen der US-Federal Reserve nur allmählich ausgepreist wurden. Zuletzt hat sich das Bild erneut etwas verschoben, da eine Reihe stärker als erwarteter Konjunkturdaten aus den USA veröffentlicht wurde. Insgesamt bewegte sich EUR/USD in den vergangenen drei Monaten nahezu ausschließlich in einer Spanne von 1,14 bis 1,18.

Obwohl der USD Anfang Juni nach starken US-ISM-Daten aus dem verarbeitenden Gewerbe und robusten Arbeitsmarktdaten wieder etwas an Dynamik gewann, sprechen mehrere Argumente dafür, dass der EUR gegenüber dem USD mittelfristig Aufwärtspotenzial haben könnte.

Weniger „sicherer Hafen“, wieder mehr Zinsfokus: EUR, JPY und CNY mit Aufwertungspotenzial.

Abbildung 1:Wertentwicklung im Vergleich zum USD YTD (%)

Balkendiagramm mit Prozentwerten von +6,6 % bis −6,9 % für mehrere Währungen. Stärkste positive Werte: NOK (+6,6 %), BRL (+6,0 %), AUD (+5,3 %), MXN (+3,5 %), CNY (+3,1 %); ZAR leicht positiv (+0,3 %). SGD (−0,1 %), GBP (−0,5 %), CHF (−0,6 %), CAD (−1,4 %), EUR (−1,6 %), JPY (−2,3 %), SEK (−2,7 %). Stärkste Verluste: TRY (−6,9 %) und davor KRW (−5,2 %). Werte stehen jeweils über bzw. unter den Balken.

Bloomberg Finance L.P., Deutsche Bank AG. Stand :10. Juni 2026. Die bisherige Wertentwicklung lässt keine Rückschlüsse auf die künftige Wertentwicklung zu. Die Wertentwicklung bezieht sich auf einen Nominalwert, der auf Kursgewinnen/-verlusten beruht und die Inflation nicht berücksichtigt. Die Inflation wirkt sich negativ auf die Kaufkraft dieses nominalen Geldwerts aus. Je nach aktuellem Inflationsniveau kann dies zu einem realen Wertverlust führen, selbst wenn die nominale Wertentwicklung der Anlage positiv ist.

EUR/USD: Kurz- vs. mittelfristig

Schauen wir uns diese Punkte im Detail genauer an. Solange der Konflikt im Nahen Osten nicht nachhaltig und dauerhaft gelöst ist – sei es durch eine Absichtserklärung oder sogar durch eine verbindliche vertragliche Vereinbarung zwischen den beteiligten Parteien – dürfte es dem EUR schwerfallen, gegenüber dem USD nennenswert zuzulegen. Der USD profitiert zudem von steigenden Exporten von Mineralölprodukten und Erdgas aus den USA nach Europa und Asien, da diese Transaktionen in USD denominiert sind. Schließlich hat die Rallye der großen US-Aktienindizes – die ihre meisten europäischen Pendants in diesem Jahr bislang deutlich übertroffen haben – zusätzliche USD-Nachfrage von ausländischen Investoren erzeugt, die an der jüngsten rekordträchtigen Aufwärtsbewegung der US-Märkte partizipieren wollten.

Die Finanzmärkte preisen derzeit keine erneute schwere Eskalation im Nahen Osten ein, weshalb die Ölpreise deutlich unter den Höchstständen der vergangenen Wochen notieren. Zwar ist der Spielraum für einen Rückgang der Ölpreise auf das Niveau der Monate vor Ende Februar begrenzt, doch eine Wiederöffnung der Straße von Hormus würde dem EUR gegenüber dem USD wahrscheinlich unmittelbares Aufwertungspotenzial verleihen.

Viele Analysten fragen zudem, ob die Nachfrage nach „Petrodollars“ – also der Recycling-Effekt von Öleinnahmen in US-Staatsanleihen durch die Golfstaaten – auf das Niveau früherer Jahre zurückkehren wird. Einerseits wird es Zeit benötigen, bis die Produktion wieder das frühere Niveau erreicht. Zudem dürfte der Wunsch nach Diversifizierung in den Golfstaaten zugenommen haben.

Auch die Geldpolitik der Fed und der EZB dürfte für den EUR/USD-Wechselkurs von entscheidender Bedeutung sein. Von der EZB wird erwartet, dass sie bereits am 11. Juni aktiv wird und den Straffungszyklus mit einer Zinserhöhung um 25 Basispunkte einleitet, insbesondere um Zweitrundeneffekte bei der Inflation zu verhindern. Im Herbst könnte eine weitere Anhebung im gleichen Umfang folgen. Anfang Juni hatten die Swap-Märkte sogar eine dritte Zinserhöhung eingepreist.

Abbildung 2: EUR/USD vs. Spread auf 10-jährige Staatsanleihen Deutschland-USA

Zwei Zeitreihen von Juni 2011 bis Juni 2026. Hellblaue Linie: Wechselkurs Euro/US-Dollar (linke Achse, ca. 0,8 bis 1,6) mit fallendem Trend von etwa 1,45 (2011) Richtung 1,05–1,15 ab 2015 und Schwankungen bis 2026. Dunkelblaue Linie: Differenz der 10 jährigen Renditen deutscher zu US Staatsanleihen (rechte Achse, ca. +0,5 bis −3,0) überwiegend negativ, mit Tief um 2018/2019 und erneuten Schwankungen ab 2020. Diagramm verdeutlicht parallele Bewegungen bzw. Phasen, in denen ein schwächerer Euro mit stärker negativem Renditeabstand einhergeht.

Quelle: Refinitiv Datastream, Deutsche Bank AG. Stand: 10. Juni 2026. Die bisherige Wertentwicklung lässt keine Rückschlüsse auf die künftige Wertentwicklung zu. Die Wertentwicklung bezieht sich auf einen Nominalwert, der auf Kursgewinnen/-verlusten beruht und die Inflation nicht berücksichtigt. Die Inflation wirkt sich negativ auf die Kaufkraft dieses nominalen Geldwerts aus. Je nach aktuellem Inflationsniveau kann dies zu einem realen Wertverlust führen, selbst wenn die nominale Wertentwicklung der Anlage positiv ist.

Während die Mitglieder des EZB-Rats zuletzt einen recht restriktiven Ton angeschlagen haben, erscheint das Bild bei der Fed weiterhin gemischter. Forderungen nach Zinssenkungen in den USA sind zuletzt weitgehend verstummt. Dennoch dürfte die Fed vorerst in einem Beobachtungsmodus bleiben und die weitere Entwicklung der US-Wirtschaft und Inflation genau verfolgen. Obwohl die Swap-Märkte nach den starken Arbeitsmarktdaten Anfang Juni inzwischen sogar begonnen haben, bis zum Jahresende eine Zinserhöhung einzupreisen, erscheint die Reaktionsfunktion der Fed unsicherer als jene der EZB. In jedem Fall dürfte sich der Zinsabstand kurzfristig etwas verringern.

Auch andere politische Faktoren könnten eine Rolle spielen. Ein mögliches Ende des Russland-Ukraine-Krieges wäre klar unterstützend für den EUR. Dagegen könnte die Unsicherheit im Zusammenhang mit den US-Midterm-Wahlen den USD belasten. Insgesamt erscheint der USD mittelfristig etwas in der Defensive, weshalb in unserem Basisszenario erwartet wird, dass EUR/USD bis Ende Juni 2027 auf 1,22 steigt.

JPY: Geldpolitische Normalisierung und Kapitalrückführung im Fokus

Dies hat im Jahr 2026 wiederholt zu kurzen, aber nicht nachhaltigen Erholungsphasen geführt, die weitgehend durch politische Signale und Interventionen getrieben waren. Phasen verbaler Interventionen und direkter Markteingriffe rund um die Marke von USD/JPY 160 haben den JPY vorübergehend gestärkt, doch diese Gewinne wurden durchweg wieder abgegeben, sodass das Währungspaar auf das Niveau um 160 zurückkehrte. Mit Blick nach vorn wird die Richtung des JPY von einer Kombination inländischer Faktoren abhängen – darunter Konjunkturdaten, Regierungs- und Geldpolitik sowie Kapitalflüsse – ebenso wie von globalen Einflussfaktoren, insbesondere der US-Zinsdynamik und geopolitischen Risiken.

Auf der Makroseite ist Japan mit solider Dynamik in das Jahr 2026 gestartet; das BIP wuchs im ersten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 0,5 Prozent. Im kurzfristigen Ausblick dürfte sich das Wachstum jedoch abschwächen, da höhere Energiepreise auf die Realeinkommen und die Unternehmensmargen drücken. Dennoch bleibt der breitere Ausblick robust, gestützt durch fiskalische Impulse, akkommodierende Finanzierungsbedingungen und strukturellen Rückenwind etwa durch KI-getriebene Investitionen. Mittelfristig dürfte sich das Wachstum wieder beschleunigen, insbesondere in Richtung 2027, wenn die Belastung durch hohe Importpreise nachlässt und ein positiver Kreislauf aus steigenden Löhnen, Einkommen und Konsum die Binnennachfrage zu stützen beginnt.

Die Inflation ist zu Beginn des Jahres 2026 gedämpft geblieben, unterstützt durch günstige Basiseffekte und staatliche Subventionen sowie durch fiskalische Maßnahmen, darunter ein im Dezember 2025 angekündigter Nachtragshaushalt in Höhe von 17,7 Bio. JPY (rund 114 Mrd. USD) und ein zusätzliches Paket über 3 Bio. JPY (rund 19 Mrd. USD) im Mai 2026, das Haushalte angesichts steigender Lebenshaltungskosten entlasten soll.

Diese Maßnahmen dürften den Preisauftrieb zunächst jedoch begrenzen; der schrittweise Durchschlag höherer Energiekosten auf die Haushaltsrechnungen sowie das stärkere Lohnwachstum dürften die Inflation von derzeit unter 2 Prozent auf etwa 2,3 Prozent im Jahr 2026 und 2,4 Prozent im Jahr 2027 anheben. Diese allmähliche Verfestigung des Preisdrucks dürfte eine Normalisierung der Geldpolitik ermöglichen. Wir erwarten, dass die BoJ die Zinsen zweimal um jeweils 25 Basispunkte anhebt, sodass der Leitzins von derzeit 0,75 Prozent bis Mitte 2027 auf 1,25 Prozent steigt. Gleichzeitig dürfte eine Verringerung des Zinsgefälles gegenüber der US-Fed eine graduelle Aufwertung des JPY unterstützen.

Obwohl sich der Renditeabstand zwischen US-amerikanischen und japanischen Anleihen bereits deutlich verringert hat, hat sich dies bislang nicht in einer nachhaltigen Stärke des JPY niedergeschlagen, was die Bedeutung der Kapitalflüsse unterstreicht. Seit dem Beginn von Abenomics Ende 2012 waren japanische Investoren bedeutende Käufer ausländischer Vermögenswerte und trugen damit zu einer anhaltenden Schwäche des JPY bei. Inzwischen zeigen sich jedoch erste Anzeichen einer allmählichen Umkehr: Inländische Investoren bauen erneut Positionen in heimischen Anleihen und Aktien auf, während internationale Investoren ihr Engagement in Japan ebenfalls ausgeweitet haben. Sollte sich dieser Trend einer stärkeren Beteiligung inländischer und internationaler Investoren verstärken, könnte dies mittelfristig zu einem zentralen Treiber einer Aufwertung des JPY werden.

Insgesamt dürften die kurzfristigen Wechselkursbewegungen zwar volatil und stark politikgetrieben bleiben, doch strukturelle Faktoren wie die schrittweise geldpolitische Normalisierung und sich verändernde Kapitalflüsse sprechen über die Zeit für einen stärkeren JPY; unser Ziel für USD/JPY zum Ende Juni liegt bei 145.

CHF: Weiterhin der „sichere Hafen“

Bei einem EUR/CHF-Kurs von 0,897 wertete der CHF Mitte März auf den stärksten Stand auf, der jemals außerhalb der chaotischen Ereignisse vom 15. Januar 2015 verzeichnet wurde, als die SNB den Mindestkurs von 1,20 für EUR/CHF aufgab. Seit Anfang Mai hat die Volatilität im Währungspaar EUR/CHF jedoch deutlich abgenommen. Insgesamt bewegte sich das Paar in einer Spanne von rund 0,91 bis 0,92.

Der EUR wurde zuletzt etwas durch Erwartungen an bevorstehende EZB-Leitzinserhöhungen gestützt, während die Reaktionsfunktion der SNB auf weitere Inflationsanstiege angesichts des geringeren Preisdrucks deutlich langsamer ausfallen dürfte.

Der leichte Rückgang des CHF von seinen März-Höchstständen dürfte der SNB kaum ungelegen kommen. Schließlich hat sie wiederholt gewarnt, dass sie intervenieren könnte, um einer übermäßigen Stärke des CHF entgegenzuwirken. In ihrer geldpolitischen Lagebeurteilung vom 19. März 2026 erklärte die SNB ausdrücklich, dass ihre „Bereitschaft zu Interventionen am Devisenmarkt zugenommen hat“, um einer übermäßigen Aufwertung des CHF insbesondere im Umfeld geopolitischer Spannungen entgegenzuwirken.

Bislang hat die SNB klar signalisiert, dass Devisenmarktinterventionen ein aktives geldpolitisches Instrument sind. Sie hat in ihrer Lagebeurteilung jedoch nicht ausdrücklich bestätigt, dass solche Interventionen bereits durchgeführt wurden.

Die Schweizer Wirtschaft zeigte sich zuletzt relativ robust: Der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe verbesserte sich im Mai unerwartet weiter von 54,5 auf 57,3 Punkte und rückte damit tiefer in expansives Terrain vor, während der Dienstleistungs-PMI von 54,8 auf 56,0 stieg. Die Inflation erhöhte sich im April wie erwartet von 0,3 Prozent auf 0,6 Prozent, während die Kerninflation unerwartet von 0,4 Prozent auf 0,3 Prozent zurückging. Für Mai werden Inflationsraten von 0,7 Prozent beziehungsweise 0,3 Prozent erwartet. Nachdem das BIP-Wachstum in den letzten beiden Quartalen 2025 enttäuscht hatte, hat es sich inzwischen erholt und stieg im ersten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 0,6 Prozent.

Die SNB dürfte ihren Leitzins bei der nächsten Sitzung am 18. Juni unverändert bei 0,00 Prozent belassen. Die Swap-Märkte haben zuletzt mit nahezu vollständiger Sicherheit eine Zinserhöhung bis März 2027 eingepreist.

Unser Basisszenario geht von einer Deeskalation im Nahen Osten in den kommenden Wochen aus, was die Nachfrage nach dem CHF als „sicherem Hafen“ verringern dürfte. Hinzu kommt, dass sich der Zinsabstand zwischen EUR und CHF ausweitet. Andererseits leidet die Wirtschaft der Eurozone stärker unter dem Energiepreisschock.

Insgesamt spricht dies dafür, dass EUR/CHF bis Ende Juni 2027 in der Nähe des aktuellen Niveaus bei rund 0,92 notieren dürfte.

GBP: Politische Risiken und eine abwartende Haltung der BoE

In den vergangenen Wochen hat sich GBP/USD weitgehend parallel zu EUR/USD bewegt, mit im Wesentlichen ähnlichen Treibern: Auch das Vereinigte Königreich ist Nettoimporteur von Energie, und es wird erwartet, dass sich seine Wirtschaft im Jahresverlauf schwächer entwickelt als die der USA. Gleichzeitig wurden kurz nach der Eskalation des Konflikts im Nahen Osten Erwartungen an Zinssenkungen der Bank of England ausgepreist und durch Erwartungen an einen später im Jahr beginnenden Straffungszyklus ersetzt.

Allerdings fielen die Inflationsdaten – insbesondere im Dienstleistungssektor – im April deutlich stärker als erwartet, die PMI-Daten deuten auf eine mögliche konjunkturelle Schwächephase in den kommenden Monaten hin, und die Arbeitslosenquote ist gestiegen.

Darüber hinaus hatte sich insbesondere im Vorfeld der Kommunalwahlen am 7. Mai eine Risikoprämie aufgebaut, die die Möglichkeit eines Wechsels in der Regierungsführung und einer Verschiebung hin zu einer expansiveren Fiskalpolitik nach den Wahlen widerspiegelte.

Wie oben erwähnt, könnte im Jahresverlauf erneut Abwertungsdruck auf den USD entstehen, wenn der Konflikt im Nahen Osten kurzfristig deeskaliert werden kann.

Sollten sich die wirtschaftlichen Bedingungen und die innenpolitische Lage im Vereinigten Königreich als robuster erweisen als von vielen erwartet, könnte dies den Weg für eine Aufwertung des Pfund Sterling in Richtung GBP/USD 1,44 bis Ende Juni 2027 ebnen.

AUD: Zinserhöhungen und Rohstoffpreise

Anfang Juni war der australische Dollar bislang die zweitstärkste G10-Währung des laufenden Jahres und wurde nur von der NOK übertroffen. Diese Stärke lässt sich auf mehrere Faktoren zurückführen.

Australien ist im Jahr 2026 von einer späten Phase geldpolitischer Straffung geprägt: Die RBA hat in Reaktion auf anhaltende Inflation und eine starke Inlandsnachfrage drei aufeinanderfolgende Zinserhöhungen vorgenommen (im Februar, März und Mai). Weitere Zinsschritte werden diskutiert, wobei der Cash Rate bis Ende 2026 potenziell in Richtung rund 4,7 Prozent steigen könnte (basierend auf Annahmen der RBA).

Die australische Wirtschaft ist mit starker Dynamik in das Jahr 2026 gestartet; das BIP-Wachstum lag Ende des Vorjahres vorübergehend über dem geschätzten Potenzialwachstum, also dem maximal nachhaltigen Wachstumstempo. Als Nettoexporteur von Rohstoffen dürfte Australien von dem durch den Konflikt im Nahen Osten ausgelösten Anstieg der Erdgaspreise profitieren. Darüber hinaus sollte die australische Wirtschaft von der Rallye bei den Industriemetallpreisen profitieren. Der AUD wird zudem durch eine solide Fiskalposition, einen positiven Leistungsbilanzsaldo und ein stabiles Finanzsystem gestützt.

Gleichzeitig ist jedoch zu erwarten, dass die gestrafften Finanzierungsbedingungen und die erhöhten Energiepreise die wirtschaftliche Aktivität im weiteren Jahresverlauf belasten, auch wenn sich das Wachstum zunächst relativ gut gehalten hat. Dies dürfte zu einer allmählichen Abschwächung des BIP-Wachstums und zu einer Eintrübung des Arbeitsmarkts im Verlauf des Jahres führen.

Das bedeutet, dass der AUD gegenüber dem USD voraussichtlich nicht stark zulegen, sondern sich eher nur moderat aufwerten dürfte; Niveaus um AUD/USD 0,75 bis Ende Juni 2027 erscheinen dabei vorstellbar.

CAD: Inflation nahe am Ziel, Unsicherheit rund um USMCA

Die kanadische Wirtschaft ist im Jahr 2026 von einem Umfeld schwachen Wachstums und sich stabilisierender Inflation geprägt. Während die Inflation weitgehend zum Ziel zurückgekehrt ist, bleibt die wirtschaftliche Aktivität aufgrund von Handelsfriktionen, schwachen Investitionen und externer Unsicherheit gedämpft. Der Arbeitsmarkt schwächt sich allmählich ab (auch wenn der Bericht für Mai unerwartet stark ausfiel), und von der Bank of Canada wird erwartet, dass sie an einer vorsichtigen, weitgehend neutralen geldpolitischen Haltung festhält. Kanada bewegt sich damit in Richtung eines „Soft Landing“-Szenarios, allerdings mit nur begrenzter Wachstumsdynamik.

Die Exportleistung leidet unter Kanadas starker Abhängigkeit von den USA, während der Ausgang der Neuverhandlungen des USMCA-Abkommens (USA-Mexiko-Kanada-Abkommen) alles andere als klar ist. Abgesehen davon profitiert Kanada als Nettoenergieexporteur von höheren Ölpreisen, auch wenn höhere Energiekosten zugleich die Binnennachfrage belasten.

Sollten die USA und Kanada ein für beide Seiten vorteilhaftes Handelsabkommen schließen, könnte der CAD weiterhin Unterstützung durch erhöhte Energierohstoffpreise erhalten, und die Exportindustrie könnte von besseren Beziehungen zur EU profitieren.

Unser Zielwert für Ende Juni 2027 liegt bei USD/CAD 1,33.

NOK: Relative Stärke dürfte anhalten

Die NOK hat ihre Stärke in den vergangenen Monaten behauptet und wurde seit Beginn des Konflikts im Nahen Osten gegenüber dem EUR im Durchschnitt bei 10,99 gehandelt, verglichen mit 11,51 in den ersten beiden Monaten des Jahres. Störungen in den globalen Energieversorgungsketten haben die externe Nachfrage nach norwegischen Öl- und Gasprodukten erhöht und damit die Stärke der NOK unterstützt.

Die starke Dynamik im Kohlenwasserstoffsektor gab auch der norwegischen Wirtschaft im ersten Quartal Auftrieb. Das Gesamt-BIP-Wachstum erholte sich auf 0,4 Prozent nach –0,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal, während das Festlands-BIP (also ohne Offshore-Gebiete) wie im Vorquartal bei 0,2 Prozent verharrte. Die Inflationsdaten für April deuten darauf hin, dass Zweitrundeneffekte der höheren globalen Energiepreise begonnen haben könnten, auf die norwegische Wirtschaft durchzuschlagen, da die Gesamtinflation angezogen hat. Auch die zugrunde liegende Inflation (CPI-ATE), das von der Norges Bank bevorzugte Inflationsmaß, stieg von 3,0 Prozent im März auf 3,2 Prozent im April.

Vor der Veröffentlichung der Inflationsdaten für April überraschte die Norges Bank die Märkte auf ihrer geldpolitischen Sitzung am 7. Mai mit einer Anhebung des Leitzinses um 0,25 Prozentpunkte. Die Zentralbank verwies auf höher als erwartete Inflation und Lohnzuwächse, die im März und April bei über 4 Prozent blieben, als Gründe für den Zinsschritt.

Die restriktive Haltung lieferte zusätzliche Unterstützung für die NOK gegenüber dem EUR. Die Swap-Märkte preisen derzeit mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 80 Prozent eine weitere Zinserhöhung um 0,25 Prozentpunkte für September ein.

Die globale Risikostimmung und der attraktive Carry dürften die NOK stützen. Darüber hinaus dürfte die Fiskalpolitik der Regierung die Binnenwirtschaft weiter unterstützen und damit auch die Währung. Das größte Abwärtsrisiko für den Ausblick der NOK liegt in einer schwächeren externen Nachfrage nach Öl und Gas, sobald die Spannungen im Nahen Osten nachlassen und sich die Lieferketten normalisieren.

Unser Zielwert für EUR/NOK liegt im Juni 2027 bei 10,80.

SEK: Getrieben von soliden Fundamentaldaten

Seit Beginn des Konflikts im Nahen Osten hat die SEK einen Teil der Gewinne wieder abgegeben, die sie in den ersten beiden Monaten des Jahres 2026 gegenüber dem EUR erzielt hatte. Seit der Eskalation der Spannungen wurde die SEK gegenüber dem EUR im Durchschnitt bei 10,82 gehandelt, verglichen mit 10,66 im Januar und Februar.

Die geopolitischen Entwicklungen haben den Ausblick für globales Wachstum und Inflation beeinflusst und dazu geführt, dass die prozyklische SEK gegenüber dem EUR abwertete. Die frühere Stärke der SEK war durch positive Erwartungen hinsichtlich der Erholung der schwedischen Wirtschaft gestützt worden, was eine Verbesserung der inländischen und externen Nachfrage widerspiegelte.

Die jüngsten Konjunkturindikatoren aus Schweden deuten trotz höherer globaler Energiepreise und eines schwächeren globalen Ausblicks auf Widerstandsfähigkeit hin. Vorläufige Daten für April zeigen, dass die Gesamtinflation mit –0,6 Prozent gegenüber dem Vormonat weiter rückläufig war – ähnlich wie im März –, was vor allem auf sinkende Nahrungsmittelinflation zurückzuführen ist. Eine der fiskalischen Maßnahmen der Regierung, die Senkung der Mehrwertsteuer auf Nahrungsmittel von 12 Prozent auf 6 Prozent, trat am 1. April in Kraft. Die Unterkomponente der Kraftstoffinflation stieg im April jedoch um 7,9 Prozent gegenüber dem Vormonat. Die Indikatoren für Verbraucher- und Industrievertrauen im Mai verbesserten sich allerdings gegenüber April und deuten damit auf eine gewisse Entspannung der Sorgen über den Konjunkturausblick hin.

Die Riksbank beließ ihren Leitzins auf ihrer Sitzung im Mai unverändert und verwies auf die Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortdauer des Krieges sowie auf das schwache Wirtschaftswachstum im ersten Quartal 2026. Die Swap-Märkte preisen derzeit eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte bis September ein.

Solide makroökonomische Fundamentaldaten und eine Erholung der externen Nachfrage dürften die SEK unterstützen, sobald der Druck auf die globalen Energiepreise mit einer Normalisierung des Angebots nachlässt. Die Unsicherheit über den globalen Konjunkturausblick infolge von Störungen in der Energieversorgung stellt das wichtigste Abwärtsrisiko für die Prognose dar.

Wir erwarten EUR/SEK bei 10,60 zum Ende Juni 2027.

Schwellenmärkte: CNY setzt seine Aufwertung fort, LATAM-Währungen bieten weiterhin attraktiven Carry

CNY: Trotz eines stärker als erwarteten BIP-Wachstums im ersten Quartal und rekordhoher Exportzahlen deuten die jüngsten Aktivitätsindikatoren auf eine verhaltene Dynamik sowie auf eine uneinheitliche Erholung hin: Beim Blick auf die Industrieproduktion bleibt das Wachstum zwar positiv, hat sich zuletzt jedoch verlangsamt (auf 4,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr im April), nachdem es im ersten Quartal noch stärker ausgefallen war (rund 6,1 Prozent). Dies deutet auf eine nachlassende externe und inländische Nachfrage hin. Die Einzelhandelsumsätze blieben schwach und volatil; das Wachstum fiel zuletzt nahezu auf Stagnation zurück (0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr im April), was auf ein fragiles Verbrauchervertrauen und nachlassende politische Unterstützung hindeutet. Das Wachstum der Anlageinvestitionen wurde erneut negativ (–1,6 Prozent seit Jahresbeginn im April) belastet durch den Immobiliensektor, während Infrastruktur- und Hightech-Investitionen widerstandsfähiger blieben.

Der Immobiliensektor bleibt ein anhaltender Belastungsfaktor. Die Immobilienpreise sind weiterhin mit Abwärtsrisiken konfrontiert, wodurch Spillover-Effekte auf Beschäftigung und Haushaltsbilanzen erheblich bleiben.

Zumindest scheint der Disinflationstrend inzwischen zum Stillstand gekommen zu sein: Im April stiegen die Verbraucherpreise um 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr, während die Erzeugerpreise um 2,8 Prozent zulegten. Für Mai wird ein deutlicher Anstieg des PPI auf 3,8 Prozent erwartet.

Der CNY hat sich 2026 gegenüber dem USD besser entwickelt als die meisten anderen Währungen, mit einer Aufwertung von rund 3 Prozent seit Jahresbeginn, und zeigte sich selbst während geopolitischer Schocks widerstandsfähig. Zu den wichtigsten Treibern zählen starke Außenbilanzen, wobei hohe und weiter wachsende Leistungsbilanzüberschüsse – getragen von robusten Exporten – die strukturelle Nachfrage nach dem CNY stützen. Darüber hinaus toleriert die PBoC die graduelle Aufwertung und hält zugleich an ihrem Fokus auf Wechselkursstabilität fest.

Die Internationalisierung des CNY bleibt eine klare politische Priorität. Zudem scheint der jüngste US-China-Gipfel in Peking die Handels- und Zollrisiken zumindest vorerst weiter verringert zu haben. Einige Analysten gehen davon aus, dass starke Devisenrepatriierungsflüsse von Exporteuren die Währung weiterhin stützen. Und nicht zuletzt erscheint der CNY in den meisten gängigen Wechselkursmodellen weiterhin unterbewertet.

Insgesamt ist daher mit weiterer Stärke des CNY zu rechnen.

USD/CNY könnte folglich bis Ende Juni 2027 bei 6,60 notieren.

ZAR: Eher widerstandsfähig

Der ZAR ist mit einer soliden Ausgangslage in das Jahr 2026 gestartet und erreichte am 29. Januar mit USD/ZAR 15,64 seinen stärksten Stand seit Juni 2022. Gestützt wurde der ZAR durch eine Kombination von Faktoren, darunter hohe Realrenditen und attraktiver Carry, die die Nachfrage nach südafrikanischen Lokalwährungsanleihen weiterhin stützen: Portfoliozuflüsse in SAGBs blieben in den vergangenen Monaten ein zentraler stabilisierender Faktor für den ZAR.

Aus makroökonomischer Sicht könnten sich die Entwicklungen in Südafrika jedoch günstiger darstellen. Das BIP-Wachstum lag im vierten Quartal 2025 bei 0,4 Prozent gegenüber dem Vorquartal und im ersten Quartal 2026 bei 0,5 Prozent, was mit strukturellen Angebotsbeschränkungen und niedrigen Investitionen im Einklang steht. Die jüngsten Einzelhandelsumsätze (März) spiegeln im Wesentlichen begrenzte Realeinkommen und schwaches Vertrauen wider. Die PMIs bewegten sich um die Schwelle von 50 und signalisierten damit eher Stagnation als eine Expansion der industriellen Dynamik. Die Arbeitslosigkeit liegt mit 32–33 Prozent weiterhin auf einem der höchsten Niveaus weltweit.

Gleichzeitig gibt es mehrere Faktoren, die weiterhin einen starken ZAR unterstützen. Trotz eines jüngsten Anstiegs der Inflation auf rund 4 Prozent gegenüber dem Vorjahr bleibt sie innerhalb der Zielspanne der South African Reserve Bank (SARB). Vor dem Hintergrund des starken Anstiegs der Energiepreise hat die SARB ihren Leitzins zuletzt um 25 Basispunkte auf 7,00 Prozent angehoben und bietet damit einen attraktiven Carry. Günstige Terms-of-Trade-Dynamiken, gestützt durch hohe Metallpreise, liefern einen zusätzlichen Puffer. Darüber hinaus hat sich der Wachstumsausblick für die südafrikanische Wirtschaft, unterstützt durch eine anhaltend stabile Regierungskoalition, weiter verbessert. Eine Deeskalation des Konflikts im Nahen Osten könnte in diesem Zusammenhang eine moderate Aufwertung des ZAR begünstigen.

Unser Zielwert für Ende Juni 2027 liegt bei USD/ZAR 15,80.

BRL: Weiterhin der Liebling der Carry-Trader

Diese Währung weist weiterhin eine der höchsten Renditen im EM-Universum auf, und die BCB beabsichtigt, ihren Lockerungszyklus vorsichtig zu gestalten, sodass sie für Carry-Trades attraktiv bleibt.

Nach schrittweisen Senkungen von 15 Prozent liegt der SELIC-Satz nun bei 14,50 Prozent und bleibt damit klar restriktiv, was erhöhte Inflationserwartungen und anhaltende externe Unsicherheit widerspiegelt. Die Marktbewertung deutet auf einen langsamen und vorsichtigen Lockerungszyklus hin, nicht auf eine schnelle Normalisierung. Die Gesamtinflation (IPCA) liegt bei rund 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr – innerhalb des Zielbands, aber mit steigender Tendenz. Die Erwartungen nach vorn liegen für 2026 bei etwa 4,3–5,0 Prozent (also oberhalb des Zielmittelwerts von 3 Prozent), wobei Energie und Treibstoffe sowie eine hartnäckige Dienstleistungsinflation zu den wichtigsten Treibern zählen.

Brasilien ist Nettoenergieexporteur. Die Vertiefung der Handelsbeziehungen mit der EU im Zuge des EU-Mercosur-Abkommens dürfte die Exporte zusätzlich unterstützen.

Zentrale Risiken sind fiskalische Unsicherheit und politische Risiken, insbesondere im Vorfeld des Wahlzyklus. Der Wahlkalender lautet: erste Runde am 4. Oktober 2026, Stichwahl (falls erforderlich) am 25. Oktober 2026. Wichtige Themen der Wahlen dürften die Lebenshaltungskosten (Energie, Lebensmittel), die Fiskalpolitik und Sozialtransfers sowie institutionelle Stabilität und die Reformagenda sein.

Die hohe wahlbedingte Unsicherheit könnte die Währung belasten; zudem scheinen Long-Positionen im BRL bereits stark überlaufen zu sein. Dennoch könnten die makroökonomischen Fundamentaldaten den BRL weiterhin stützen, der sich 2026 gegenüber dem USD bereits um nahezu 6 Prozent aufgewertet hat und dabei ein 30-Monats-Hoch erreichte.

Wir erwarten USD/BRL bei 4,80 zum Ende Juni 2027.

MXN: Durch Geopolitik begrenzt

Im Jahr 2026 hat der MXN gegenüber dem USD zwar nicht so stark aufgewertet wie der BRL, aber dennoch Gewinne von rund 3 Prozent verzeichnet. Bemerkenswert ist, dass der MXN sich trotz der Handelsspannungen mit den USA aufgewertet hat.

Der hohe Carry bleibt ein unterstützender Faktor. Allerdings haben die Zinssenkungen der Zentralbank (Banxico) von 7,00 Prozent auf 6,50 Prozent in den letzten beiden Sitzungen einen Teil der Attraktivität des MXN für Carry-Trades verringert. Die wirtschaftliche Aktivität blieb gedämpft, und hinsichtlich des Fortschritts bei den Neuverhandlungen des USMCA besteht weiterhin hohe Unsicherheit.

Andererseits wird der MXN durch die Glaubwürdigkeit der Zentralbank sowie durch die hohe Liquidität im Währungspaar USD/MXN gestützt. Zudem erscheinen die Positionierungsrisiken begrenzter als in früheren Zyklen, was die Wahrscheinlichkeit abrupter, carry-getriebener Abverkäufe reduziert.

Insgesamt sprechen die Fundamentalfaktoren weiterhin für einen widerstandsfähigen MXN: Unsere Prognose für USD/MXN liegt bei 16,50 zum Ende Juni 2027.

Abbildung 3: Prognosen per Ende Juni 2027

Tabelle mit zwei Spalten („Währungen“ und „Ende Juni 2027“) und 16 Zeilen. Ausgewiesene Zielkurse: EUR/USD 1,22; USD/JPY 145; EUR/JPY 177; EUR/GBP 0,85; GBP/USD 1,44; EUR/CHF 0,92; AUD/USD 0,75; USD/CAD 1,33; EUR/NOK 10,80; EUR/SEK 10,60; USD/CNY 6,60; USD/IDR 17.500; NZD/USD 0,64; USD/ZAR 15,80; USD/MXN 16,50; USD/BRL 4,80.

Quelle: Deutsche Bank AG. Stand: 19. Mai 2026. Die bisherige Wertentwicklung lässt keine Rückschlüsse auf die künftige Wertentwicklung zu. Die Wertentwicklung bezieht sich auf einen Nominalwert, der auf Kursgewinnen/-verlusten beruht und die Inflation nicht berücksichtigt. Die Inflation wirkt sich negativ auf die Kaufkraft dieses nominalen Geldwerts aus. Je nach aktuellem Inflationsniveau kann dies zu einem realen Wertverlust führen, selbst wenn die nominale Wertentwicklung der Anlage positiv ist.

Glossar

  • Abenomics bezeichnet ein wirtschaftspolitisches Programm in Ja-pan, das expansive Geldpolitik, fiskalische Impulse und Strukturre-formen kombiniert.
  • AUD ist der Währungscode für den australischen Dollar.
  • Banco Central do Brasil (BCB) ist die Zentralbank Brasiliens.
  • Bank of England (BoE) ist die Zentralbank des Vereinigten König-reichs.
  • Bank of Japan (BoJ) ist die Zentralbank Japans.
  • Basispunkte (bps) bezeichnen eine Maßeinheit für Zinsänderun-gen; ein Basispunkt entspricht 0,01 Prozentpunkten.
  • Bruttoinlandsprodukt (BIP/GDP) ist der monetäre Wert aller ferti-gen Güter und Dienstleistungen, die innerhalb der Landesgrenzen eines Landes in einem bestimmten Zeitraum produziert werden.
  • CAD ist der Währungscode für den kanadischen Dollar.
  • Carry (Carry Trade) bezeichnet eine Anlagestrategie, bei der Kapi-tal in höher verzinste Anlagen investiert wird, finanziert durch nied-rig verzinste Währungen.
  • CHF ist der Währungscode für den Schweizer Franken.
  • Chicago Mercantile Exchange (CME) ist die weltweit größte Ter-minbörse gemessen am offenen Interesse.
  • Disinflation bezeichnet einen Rückgang der Inflationsrate, d. h. die Preise steigen weiterhin, jedoch langsamer.
  • Europäische Zentralbank (EZB/ECB) ist die Zentralbank der Eu-rozone.
  • Euro (EUR) ist das einzige gesetzliche Zahlungsmittel der EU-Mitgliedstaaten, die ihn eingeführt haben.
  • Eurozone besteht aus 21 EU-Mitgliedstaaten, die den Euro als gemeinsame Währung eingeführt haben.
  • Exchange Traded Commodities (ETCs) sind Rohstoffe, die an der Börse gehandelt werden.
  • Exchange Traded Funds (ETFs) sind Investmentfonds, die an Börsen gehandelt werden.
  • Federal Reserve (Fed) ist die Zentralbank der USA.
  • Futures sind Finanzkontrakte über den Kauf oder Verkauf eines Vermögenswerts zu einem zukünftigen Zeitpunkt und Preis.
  • G10 umfasst wichtige Industrieländer.
  • GBP ist der Währungscode für das Britische Pfund (Sterling).
  • IDR ist der Währungscode für die indonesische Rupiah.
  • INR ist der Währungscode für die indische Rupie.
  • JPY ist der Währungscode für den japanischen Yen.
  • Kapitalrückführungsströme bezeichnen die Rückführung von im Ausland investiertem Kapital.
  • Leistungsbilanzüberschuss bezeichnet einen Überschuss, wenn Exporte Importe übersteigen.
  • Leitzins bezeichnet den Zinssatz der Zentralbank.
  • Midterm-Wahlen (USA) sind Wahlen zur Mitte der Präsidentschaft.
  • Month over month (MoM) bedeutet „Monat zu Monat“.
  • NOK ist der Währungscode für die norwegische Krone.
  • People’s Bank of China (PBoC) ist die Zentralbank Chinas.
  • One Big Beautiful Bill Act (OBBBA) ist ein US-Haushaltsgesetz.
  • Organization of the Petroleum Exporting Countries (OPEC) ist eine internationale Organisation zur Koordination der Erdölpolitik.
  • OPEC+ umfasst zusätzliche Ölproduzenten.
  • Unze entspricht etwa 27 bis 31 Gramm.
  • Over the counter (OTC) bezeichnet außerbörsliche Transaktionen.
  • Riksbank ist die Zentralbank Schwedens.
  • SEK ist der Währungscode für die schwedische Krone.
  • SELIC-Satz ist der brasilianische Tagesgeldsatz.
  • Silver Institute ist eine gemeinnützige internationale Vereinigung.
  • Schweizerische Nationalbank (SNB) ist die Zentralbank der Schweiz.
  • Staatsschulden (sovereign debt) sind die Gesamtverbindlichkei-ten eines Staates.
  • Spot-Transaktionen erfolgen innerhalb von zwei Handelstagen.
  • Swap-Markt bezeichnet den Markt für Zins- und Währungsswaps.
  • Terms of trade bezeichnen das Verhältnis von Export- zu Import-preisen.
  • Treasury Bills (T Bills) sind kurzfristige US-Staatsanleihen.
  • Treasuries sind Anleihen der US-Regierung.
  • US / USD steht für die Vereinigten Staaten bzw. den US-Dollar.
  • United States Mexico Canada Agreement (USMCA) ist ein Han-delsabkommen.
  • Volatilität ist das Maß für die Schwankungsintensität einer Kurs-entwicklung.
  • World Gold Council ist eine Organisation der Goldindustrie.
  • ZAR ist der Währungscode für den südafrikanischen Rand.
  • Zinsabstand bezeichnet die Differenz zwischen Zinssätzen.
  • Zweitrundeneffekte bezeichnen Folgeeffekte eines Preisschocks

Historische Wertentwicklung
Prognosen per Ende Juni 2027

Bitte wenden Sie sich für einen Überblick über die Wertentwicklungen von Währungen der vergangenen fünf Jahre an Ihre Beraterin oder Ihren Berater bei der Deutschen Bank.

Deutsche Bank AG, Bloomberg Finance L.P., LSEG Datastream. Stand: 9. Juni 2026. Die bisherige Wertentwicklung lässt keine Rückschlüsse auf die künftige Wertentwicklung zu. Die Wertentwicklung bezieht sich auf einen Nominalwert, der auf Kursgewinnen/-verlusten beruht und die Inflation nicht berücksichtigt. Die Inflation wirkt sich negativ auf die Kaufkraft dieses nominalen Geldwerts aus. Je nach aktuellem Inflationsniveau kann dies zu einem realen Wertverlust führen, selbst wenn die nominale Wertentwicklung der Anlage positiv ist.

Aktuelle Marktkommentare erhalten Sie im täglichen Newsletter „PERSPEKTIVEN am Morgen“.

Redaktionsschluss: 11.06.2026, 15 Uhr

Zum Schutz Ihrer persönlichen Daten werden das Video und die Verbindung zu YouTube erst nach einem Klick aktiv. Bereits beim Aktivieren des Videos werden personenbezogene Daten (IP-Adresse) an YouTube bzw. Google gesendet und gegebenenfalls auch dort gespeichert. Wenn Sie den Button "Video aktivieren" anklicken, wird ein Cookie auf Ihrem Computer gesetzt, sodass die Website weiß, dass Sie dem Anzeigen von eingebetteten Videos in Ihrem Browser zugestimmt haben. Weitere Details zu den von Google erhobenen Daten finden Sie unter https://policies.google.com/privacy.