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Intraday Bayer AG
Aktien Frankfurt Ausblick: Dax will nochmal hoch
17.01.20 / 08:18 dpa-AFX (0 mal gelesen)

FRANKFURT (dpa-AFX) - In einer von Kurs-Stagnation geprägten Woche dürfte der Dax am Freitag nochmal einen Versuch nach oben starten. Der X-Dax als Indikator für den deutschen Leitindex signalisierte knapp eine Stunde vor dem Handelsbeginn ein Plus von 0,51 Prozent auf 13 498 Punkte.

Auf Wochensicht würde der Dax damit letztlich aber nur knapp im Plus landen. Die Commerzbank sieht den Dax zum Jahresende weiterhin bei "konservativen" 13 700 Punkten, da die Aktienmärkte bereits recht hoch bewertet und die Anleger sehr optimistisch seien. Der EuroStoxx 50 wird am Freitagmorgen mit 0,3 Prozent im Plus erwartet.

Während das deutsche Leitbarometer zurzeit kaum von der Stelle kommt, ist an der Wall Street der Aufwärtsdrang ungebrochen, Dow & Co erreichten am Vorabend erneut Rekordmarken. In Fernost verbuchten die Aktienmärkte Chinas und Japans am Freitag leichte Aufschläge. Chinas Wirtschaft wuchs 2019 vor dem Hintergrund des Handelskonflikts mit den USA und einer allgemein schwächeren Konjunktur mit 6,1 Prozent so langsam wie seit fast 30 Jahren nicht mehr. Damit hatten Experten allerdings gerechnet.

Die Ökonomen der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) wiesen zudem darauf hin, dass in China im Dezember die Investitionen, die Industrieproduktion und die Einzelhandelsumsätze spürbar gestiegen seien. "Per Saldo zeigen die Zahlen, dass sich die Wachstumsabschwächung verlangsamt hat und die Gegenmaßnahmen der chinesischen Regierung zu greifen beginnen."

Den Dax hatten zuletzt vor allem Kursverluste bei Automobilwerten gebremst. Das Risiko von Strafzöllen der USA auf Autoimporte hatte Investoren verschreckt. Analyst Michael Hewson vom Broker CMC Markets führte die relative Schwäche der europäischen Börsen auf die "nur mäßige konjunkturelle Erholung" in der Region zurück.

Unternehmensseitig geht es am Freitag erst einmal ruhig zu. Bayer Chart anzeigenKauf/Verkauf steht im Blick, nachdem die US-Klagewelle gegen den Konzern wegen angeblicher Krebsgefahren von Unkrautvernichtern mit dem Wirkstoff Glyphosat offenbar noch einmal drastisch zugenommen hat. Der im Rechtskonflikt zwischen den Streitparteien vermittelnde Mediator Ken Feinberg hält aber einen zügigen Vergleich für möglich. Er sei "verhalten optimistisch", dass innerhalb von etwa einem Monat eine Einigung erzielt werden könnte. Vorbörslich auf Tradegate legten die Aktien um 0,8 Prozent zum Xetra-Schluss zu.

Für die Aktien des Batterieherstellers Varta zeichnete sich eine Fortsetzung ihrer Erholung ab./ajx/mis

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