Liquidität

Die Markterwartungen an die Geldpolitik wurden erhört: Die Euro-Währungshüter senkten den Einlagesatz im September wie erwartet auf -0,5%. Darüber hinaus gab der EZB-Rat bekannt, dass man das Zinsniveau so lange niedrig halten wolle, bis sich ein nachhaltiger Anstieg der Inflation in Richtung des Zwei-Prozent-Zielwerts abzeichnet. Das Geldmarktzinsniveau dürfte aller Voraussicht nach bis auf Weiteres niedrig bleiben.

Immobilien

Durch die zunehmend expansivere Geldpolitik und auch weiter niedrige Zinsen werden Immobilieninvestments mit regelmäßigen Ausschüttungen interessanter. Industrie- und Einzelhandelsimmobilien in den USA profitieren von dem starken Binnenmarkt der größten Volkswirtschaft der Welt. Ein über Regionen und Sektoren breit gestreutes Immobilieninvestment könnte als solides Basisinvestment in einem Portfolio dienen.

Renten

Auf den globalen Krisen-Schauplätzen kam es zuletzt zu leichten Entspannungen. China und die USA wollen die Handelsgespräche wieder aufnehmen. Auch ein „Hard Brexit“ ist unwahrscheinlicher geworden, nachdem der britische Premier Boris Johnson seine Mehrheit im Parlament verloren hat. Sollten die positiven Signale anhalten, dürfte sich die Zinssituation etwas normalisieren. Anleger sollten auf gemanagte und breit diversifizierte Rentenfonds setzen.

Aktien

Die Investoren scheinen wieder Vertrauen in die Aktienmärkte gefasst zu haben. Dies dürfte zum einen an entspannteren Tönen im Handelskonflikt liegen. Andererseits erwarten Analysten auch in Europa fiskalpolitische Maßnahmen gegen die abnehmende Wachstumsdynamik. Gepaart mit den Erwartungen zusätzlicher geldpolitischer Lockerungen könnte sich weiteres Kurspotenzial auf den internationalen Börsenparketts ergeben. Entsprechend risikobereite Anleger sollten geografisch breit gestreute Investments bevorzugen.

Rohstoffe

Am Ölmarkt herrschten jüngst wieder hohe Preisschwankungen. Ein Drohnenangriff auf saudi-arabische Ölraffinerien legte vorrübergehend die Produktion von rund 5,7 Millionen Barrel Öl pro Tag lahm – ca. 5% der globalen Ölproduktion. Die USA machen den Iran für den Angriff verantwortlich, die politische Situation dürfte angespannt bleiben. Die Krisenwährung Gold sollte im Portfolio weiterhin als Absicherung dienen.

 

Legende


Quelle: Deutsche Bank Private & Commercial Clients, CIO, Stand: 04.10.2019.
Detailinformationen zu einzelnen Anlageklassen sowie deren Chancen und Risiken gibt Ihnen gerne Ihr Berater.

 

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Redaktionsschluss: 04.10.2019