Stationäres Fernglas auf einer Seebrücke mit Blick auf das Meer.

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Langfristige Kapitalmarktannahmen (Long-Term Capital Market Assumptions, LTCMA) für die Renditen einzelner Anlageklassen sind ein zentraler Bestandteil einiger systematischer, langfristiger Asset-Allokations-Ansätze. In den langfristigen Zusammenhängen zwischen Renditen und verschiedenen makroökonomischen Variablen wie dem Bruttoinlandsprodukt oder der Inflation lassen sich klare Trends erkennen. Um langfristige Kapitalmarktannahmen für alle relevanten Anlageklassen abzuleiten, zerlegen wir die Renditen daher in drei zentrale Bausteine: Ertrag, Wachstum und Bewertungen. Diese werden anschließend in anlageklassenspezifische Unterkomponenten aufgeteilt, wie etwa Dividenden, Renditen, Aktienrückkäufe, Inflation, Gewinnwachstum, Rollrenditen, Bewertungsanpassungen, Kreditmigrationen, Ausfälle usw. Diese langfristige Perspektive bietet einen institutionellen Ansatz zur Quantifizierung von Prognosen, der mindestens einen vollständigen Konjunkturzyklus abbildet und damit potenziell die für jede Anlageklasse verfügbare Risikoprämie erfasst. Für Investoren, die robuste Renditen bei vorgegebenem Risikoniveau anstreben, muss eine geeignete Asset-Allokation sowohl die Referenzwährung des Investors und die damit verbundenen Risiken berücksichtigen als auch das Abwärtsrisiko des Portfolios systematisch steuern. Langfristige Kapitalmarktrenditeannahmen können diesen Prozess unterstützen, indem sie stabilere langfristige Zielallokationen ermöglichen.

Langfristige Kapitalmarktannahmen: eine robuste Basis für strategische Asset-Allokation und Risikosteuerung.

Betrachtet man die Renditen reifer, breit diversifizierter Märkte wie etwa US-Aktien aus einer langfristigen Perspektive, so sind sie über längere Zeiträume tendenziell weniger volatil als über kürzere Zeiträume – was entsprechend auch für die zugehörigen Prognosen gilt. Der Einstiegszeitpunkt wird für langfristige Renditen als weniger relevant erachtet, da zyklische und kurzfristige Einflussfaktoren sowie Phasen extremer Bewertungen und deren Auflösung über den Anlagehorizont hinweg durch strukturelle Treiber ausgeglichen werden können. Langfristige Renditeprognosen sollten daher nicht mit den quartalsweise veröffentlichten 12-Monats-Prognosen verglichen werden. Ebenso berücksichtigt dieser Bericht die jüngsten Marktbewegungen nicht und basiert auf einer langfristigen Einschätzung mit Stand Ende 2025. Der Bericht hebt wesentliche Veränderungen der 10-Jahres-Prognosen seit der letzten Überprüfung hervor.

So funktioniert es: Schätzungen langfristiger Renditen

Wir können zukünftige Renditen einzelner Anlageklassen nicht exakt vorhersagen, doch müssen grundlegende Erwartungen an die langfristigen Renditen die Asset-Allokations-Entscheidungen leiten. Eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst diese Erwartungen, und Ansätze zur Berücksichtigung dieser Faktoren in strategischen Asset-Allokations-Prozessen stützen sich zunehmend auf eine vielschichtige Risiko-Rendite-Analyse – unter Einbeziehung möglicher struktureller Veränderungen innerhalb der jeweiligen Anlageklasse ebenso wie der aktuellen Markterwartungen. Durch die Kombination dieser Faktoren lassen sich erwartete Renditen über einen längeren Zeithorizont (z. B. zehn Jahre oder mehr) für eine Reihe von Sub-Assetklassen und geografischen Regionen abschätzen, die für strategische Asset-Allokations-Prozesse relevant sind. Unsere langfristigen Prognosen für die Renditen festverzinslicher Anlagen basieren beispielsweise auf zwei unterschiedlichen Ansätzen. Erstens analysieren wir für jeden Markt die aktuelle Zinsstrukturkurve (Renditen in Abhängigkeit von der Laufzeit). Die aus dieser Analyse abgeleiteten Renditen – unsere anfänglichen „Erwartungen“ – müssen anschließend verfeinert werden, etwa um Ratingveränderungen (d. h. Hoch- bzw. Herabstufungen) und Ausfälle zu berücksichtigen. Dieser „Steady-State-Ansatz“ wird durch eine „Erwartungshypothese“ ergänzt, bei der wir die Erwartungen der Finanzmärkte einbeziehen.

10-jährige annualisierte Renditeprognosen für ausgewählte Anlageklassen in Lokalwährung

10-jährige annualisierte Renditeprognosen für unterschiedliche Aktien-, Anleihe- und Rohstoffindizes. Bitte wenden Sie sich für einen Überblick an Ihre Beraterin oder Ihren Berater bei der Deutschen Bank.

Deutsche Bank AG, FactSet. Datenstand: 25. März 2026. Die bisherige Wertentwicklung lässt keine Rückschlüsse auf die künftige Wertentwicklung zu. Die Wertentwicklung bezieht sich auf einen Nominalwert, der auf Kursgewinnen/-verlusten beruht und die Inflation nicht berücksichtigt. Die Inflation wirkt sich negativ auf die Kaufkraft dieses nominalen Geldwerts aus. Je nach aktuellem Inflationsniveau kann dies zu einem realen Wertverlust führen, selbst wenn die nominale Wertentwicklung der Anlage positiv ist.

Jüngste Entwicklungen

Angesichts der Tatsache, dass die globale Wirtschaft weiterhin durch technologischen Fortschritt sowie handels- und politikbedingte Veränderungen geprägt wird, die sowohl Unternehmens- als auch staatliche Ausgaben stützen, bleibt unser makroökonomischer Ausblick insgesamt konstruktiv. Vor dem Hintergrund einer Neuordnung der globalen Handelsbeziehungen und anhaltender geopolitischer Spannungen – ein Beispiel hierfür ist der aktuelle Konflikt im Iran – dürften Phasen erhöhter Marktvolatilität jedoch weiterhin wahrscheinlich sein. Insbesondere die im vergangenen Jahr umgesetzten US-Handels- und Zollpolitiken führten zu höheren Zollsätzen, Anpassungen globaler Lieferketten und erneuten Sorgen über eine mögliche Wiederbeschleunigung der Inflation. Gleichwohl wurde das gesamtwirtschaftliche Umfeld nicht wesentlich beeinträchtigt, sodass die Zentralbanken in den meisten entwickelten Volkswirtschaften ihre geldpolitische Lockerung fortsetzen konnten.

Die Zinsvolatilität dürfte angesichts anhaltender fiskalischer Expansion erhöht bleiben, während die Finanzmärkte die Schätzungen des neutralen realen Zinsniveaus und deren Auswirkungen auf die Bewertung von Vermögenswerten aufmerksam verfolgen. Die US-Wirtschaft wird weiterhin durch steuerliche Entlastungen, steigende Ausgaben für Sicherheit und Verteidigung sowie Deregulierung gestützt. Gleichzeitig haben Europa, Japan und andere große Volkswirtschaften Programme zur Ausweitung der fiskalischen Ausgaben aufgelegt, wodurch Konsum und globales Wachstum unterstützt werden.

Zu Beginn des laufenden Jahres zeigte sich das makroökonomische Umfeld wachstumsfreundlich, getragen von KI-bezogenen Investitionen in Kombination mit expansiven Fiskalpolitiken in weiten Teilen der Weltwirtschaft sowie einer akkommodierenden geldpolitischen Ausrichtung der großen Zentralbanken. Langfristige inflationsbedingte Risiken im Zusammenhang mit fiskalischer Expansion in den großen entwickelten Volkswirtschaften bestehen fort, ebenso wie eine erneute Debatte über die künftige Ausgestaltung der US-Zollpolitik nach dem Urteil des Supreme Court gegen die auf dem IEEPA basierenden Maßnahmen, die am sogenannten Liberation Day im April 2025 angekündigt wurden, sowie den darauffolgenden Reaktionen der betroffenen Handelspartner. Über Zölle hinaus richten Investoren ihren Fokus weiterhin auf geopolitische Entwicklungen, insbesondere im Nahen Osten, aber auch in Osteuropa und Asien, sowie auf Veränderungen in Handelsbeziehungen und Lieferketten.

Die rasche Verbreitung künstlicher Intelligenz hat die Erwartungen an strukturelles Wachstum und langfristige Produktivitätsgewinne erhöht. Sowohl auf Unternehmens- als auch auf staatlicher Ebene ist ein intensiver Wettbewerb um eine führende Position in diesem Bereich erkennbar. Aus Investorensicht gewinnen Umfang und Effizienz der KI-bezogenen Investitionen zunehmend an Bedeutung und befeuern die Diskussion über erforderliche Investitionsausgaben und zu erwartende Renditen. Diese Debatten haben sich auf potenzielle Disruptionen bestehender Geschäftsmodelle ausgeweitet, was zeitweise insbesondere den Technologiesektor belastete und – mit Auswirkungen vor allem auf die Wertentwicklung des US-Aktienmarktes – gleichzeitig KI-ermöglichende Branchen wie Halbleiter- und Hardwarehersteller in Asien begünstigte. Diese Dynamiken wirkten sich vor allem auf kurzfristige Anlagehorizonte aus. Insgesamt dürften KI-bezogene Investitionen bis zur Mitte des kommenden Jahrzehnts auf über 5 Billionen US-Dollar ansteigen.

Der Bewertungsdruck an den globalen Aktienmärkten hat trotz jüngster Volatilitätsphasen im Zusammenhang mit Diskussionen über mögliche KI-bedingte Disruptionen bestimmter Geschäftsmodelle nur leicht nachgelassen. Über den Prognosehorizont von 2026 bis Ende 2035 dürften die Bewertungen risikobehafteter Anlageklassen weiterhin erhöht bleiben, während Wachstums- und Einkommensrenditen zu Beginn des kommenden Jahrzehnts insgesamt solide ausfallen.

Die 10-Jahres-Renditeprognosen für Aktien wurden gegenüber dem vorherigen Update nach unten revidiert und liegen insgesamt weiterhin unter den in der vergangenen Dekade realisierten Renditen. Dies reflektiert die starke historische Wertentwicklung sowie die hohen Bewertungen in den meisten globalen Märkten bis Ende 2025. Die Renditeerwartungen für US-Aktien wurden im Einklang mit dem globalen Aktienausblick moderat gesenkt und liegen weiterhin sowohl unter der vorherigen Prognose als auch unter den in den vergangenen zehn Jahren realisierten Renditen. Die Renditeannahmen für US- und europäische Aktien sind nun in Lokalwährung weitgehend angeglichen, da sich der zuvor bestehende Bewertungsaufschlag Europas infolge einer stärkeren Wertentwicklung europäischer Aktien sowie geringfügiger Anpassungen der Wachstumserwartungen weitgehend aufgelöst hat.

Dividendenrenditen, Aktienrückkäufe und fortlaufende Unternehmensreformen dürften die Renditen in etwa auf dem Niveau des Vorjahres stabilisieren und künftig potenziell sogar erhöhen, da die aktuellen Renditen weiterhin hinter denen anderer Regionen zurückbleiben. Für Schwellenländer belasten veränderte geopolitische Rahmenbedingungen, eine nur schrittweise Erholung der Konsumnachfrage sowie die anhaltende Schwäche des chinesischen Immobiliensektors die Erwartungen; ausgewählte Technologieführer in der Region stellen dabei eine positive Ausnahme dar. Insgesamt bieten Value-Aktien weiterhin höhere Dividenden- und Rückkaufrenditen sowie vergleichsweise attraktivere Bewertungen, während Growth-Aktien ein höheres Gewinnwachstum liefern. Insgesamt bestimmen Gewinnwachstum und laufende Erträge – über Dividenden und Aktienrückkäufe – den Renditeausblick für Aktien und gleichen damit den Gegenwind durch erhöhte Bewertungen aus.

Das normalisierte Renditeumfeld bleibt für den langfristigen Renditeausblick der Rentenmärkte günstig und spiegelt verbesserte Carry-Chancen wider. Während die Prognosen für in US-Dollar denominierte Anleihen leicht nach unten angepasst wurden, haben sich die Renditeannahmen für in Euro denominierte Anleihen moderat verbessert. Trotz einer deutlich stärkeren Abwärtsrevision ihrer Renditeerwartungen bieten Staats- und Unternehmensanleihen aus Schwellenländern in US-Dollar weiterhin Renditepotenziale am oberen Ende des Spektrums. Insgesamt bleiben die Renditeerwartungen für festverzinsliche Anlagen im Vergleich zu Anfang 2025 weitgehend unverändert und dürften weiterhin über den in der vergangenen Dekade beobachteten Niveaus liegen.

Über alle Anlageklassen hinweg notieren die Risikoprämien auf historisch niedrigen Niveaus, was die Bedeutung von Selektivität und diszipliniertem Risikomanagement unterstreicht.

Historische Wertentwicklung

Historische Wertentwicklung unterschiedlicher Rohstoffe und Wechselkurse in den vergangenen fünf Jahreszeiträumen. Bitte wenden Sie sich für einen Überblick an Ihre Beraterin oder Ihren Berater bei der Deutschen Bank.

Quelle: Deutsche Bank AG, FactSet. Datenstand: 25. März 2026. Die bisherige Wertentwicklung lässt keine Rückschlüsse auf die künftige Wertentwicklung zu. Die Wertentwicklung bezieht sich auf einen Nominalwert, der auf Kursgewinnen/-verlusten beruht und die Inflation nicht berücksichtigt. Die Inflation wirkt sich negativ auf die Kaufkraft dieses nominalen Geldwerts aus. Je nach aktuellem Inflationsniveau kann dies zu einem realen Wertverlust führen, selbst wenn die nominale Wertentwicklung der Anlage positiv ist.

Glossar

Abwärtsrisiko des Portfolios – das Risiko von Verlusten eines Portfolios in ungünstigen Marktphasen.

    Akkommodierende Geldpolitik – eine geldpolitische Ausrichtung der Zentralbank, die darauf abzielt, das Wirtschaftswachstum durch niedrige Zinsen und eine großzügige Liquiditätsbereitstellung zu unterstützen.

      Aktienrückkäufe (Buybacks) – Unternehmensmaßnahme, bei der eigene Aktien zurückgekauft werden, was häufig den Gewinn je Aktie und den Aktionärswert erhöht.

        Anlageklasse – eine Kategorie von Anlagen mit ähnlichen Merkmalen und Risikoprofilen, etwa Aktien, festverzinsliche Wertpapiere oder reale Vermögenswerte.

          Asset-Allokation – die strategische Verteilung von Investitionen auf verschiedene Anlageklassen (z. B. Aktien, Anleihen, alternative Anlagen), um ein angestrebtes Risiko-Rendite-Profil zu erreichen.

            Ausfälle (Defaults) – Situationen, in denen ein Schuldner seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt.

              Bewertung – Maß dafür, wie teuer oder günstig ein Vermögenswert im Verhältnis zu Fundamentaldaten wie Gewinnen oder Cashflows ist.

                Bewertungsanpassung – Preisveränderungen von Vermögenswerten infolge von Änderungen der Anlegerstimmung oder der Bewertungsmultiplikatoren, nicht aufgrund fundamentaler Faktoren.

                  Bruttoinlandsprodukt (BIP) – der Gesamtwert aller in einer Volkswirtschaft innerhalb eines bestimmten Zeitraums produzierten Güter und Dienstleistungen.

                    Carry (Carry-Ertrag) – der Ertrag aus dem Halten einer Anlage, typischerweise in Form von laufenden Zinsen oder Erträgen.

                      Diversifizierte Märkte – Märkte mit breiter Streuung über Sektoren, Unternehmen oder Instrumente, wodurch Klumpenrisiken reduziert werden.

                        Dividendenrendite – die jährlich gezahlte Dividende eines Unternehmens im Verhältnis zum Aktienkurs.

                          Ertrag (Anlageertrag) – der Teil der Anlagerendite, der aus laufenden Zahlungsströmen wie Dividenden oder Zinsen stammt.

                            Fiskalische Expansion – Ausweitung der staatlichen Ausgaben oder Steuersenkungen zur Ankurbelung des Wirtschaftswachstums.

                              Gewinnwachstum – der Anstieg der Unternehmensgewinne im Zeitverlauf; ein zentraler Treiber von Aktienrenditen.

                                Inflation – die Rate, mit der das allgemeine Preisniveau für Güter und Dienstleistungen steigt und die Kaufkraft sinkt.

                                  Institutioneller Ansatz – ein disziplinierter, modellgestützter Investitionsrahmen, wie er typischerweise von professionellen Investoren genutzt wird.

                                    Investitionsausgaben (Capex) – langfristige Investitionen von Unternehmen in den Erwerb oder die Modernisierung physischer Vermögenswerte wie Maschinen, Technologie oder Infrastruktur.

                                      Konjunkturzyklus – das wiederkehrende Muster wirtschaftlicher Auf- und Abschwungphasen im Zeitverlauf.

                                        Kreditmigration – Veränderungen der Kreditqualität bzw. des Kreditratings eines Schuldners im Zeitverlauf.

                                          Künstliche Intelligenz (KI) – Computersysteme, die Aufgaben ausführen können, die normalerweise menschliche Intelligenz erfordern, etwa Lernen, Entscheidungsfindung und Mustererkennung.

                                            Langfristige Kapitalmarktannahmen (LTCMA) – modellbasierte Schätzungen zu erwarteten Renditen, Risiken und Korrelationen von Anlageklassen über einen langen Zeithorizont.

                                              Lieferkette (Supply Chain) – das Netzwerk von Produktions- und Distributionsprozessen zur Bereitstellung von Gütern und Dienstleistungen.

                                                Monetäre Lockerung – Maßnahmen der Zentralbank zur Stimulierung der Wirtschaft, etwa durch Zinssenkungen oder erhöhte Liquiditätszufuhr.

                                                  Neuordnung des globalen Handels – Veränderungen internationaler Handelsbeziehungen infolge von Politik-, Regulierungs- oder geopolitischen Entwicklungen.

                                                    Neutraler Realzins – der inflationsbereinigte Zinssatz, der die Wirtschaft weder stimuliert noch bremst.

                                                      Produktivitätsgewinne – Effizienzsteigerungen, die es einer Volkswirtschaft oder einem Unternehmen ermöglichen, mit gleichen Inputs mehr Output zu erzeugen.

                                                        Realisierte Renditen – tatsächlich erzielte historische Anlagerenditen im Gegensatz zu erwarteten oder prognostizierten Renditen.

                                                          Referenzwährung – die Währung, in der ein Anleger seine Renditen misst und das Währungsrisiko trägt.

                                                            Reife Märkte – hoch entwickelte, etablierte Finanzmärkte mit stabilen Institutionen und geringeren Wachstumsraten.

                                                              Renditebausteine – die grundlegenden Komponenten, aus denen sich Anlagerenditen zusammensetzen, typischerweise Ertrag, Wachstum und Bewertungsänderungen.

                                                                Renditeprognose – Schätzung der zukünftigen Wertentwicklung einer Anlage über einen bestimmten Zeitraum.

                                                                  Risikobehaftete Anlage (Risk Asset) – eine Anlage wie Aktien oder Hochzinsanleihen, die typischerweise höhere Renditechancen, aber auch höhere Volatilität aufweist.

                                                                    Risikoprämie – der zusätzliche Ertrag, den Investoren als Ausgleich für die Übernahme höherer Anlagerisiken erwarten.

                                                                      Rollrendite – Gewinne oder Verluste, die beim Rollen von Futures-Kontrakten beim Auslaufen und Ersetzen durch neue Kontrakte entstehen.

                                                                        Schwellenländer – Volkswirtschaften in einem Entwicklungsstadium mit meist höherem Wachstumspotenzial, aber auch höherem Risiko als in entwickelten Märkten.

                                                                          Selektivität – der Ansatz, Anlagen gezielt auf Basis fundamentaler Kriterien auszuwählen, statt einer breiten Marktabdeckung zu folgen.

                                                                            Strukturelle Treiber – langfristige Einflussfaktoren wie Demografie, Technologie oder Regulierung, die wirtschaftliche und marktbezogene Entwicklungen prägen.

                                                                              Value-Aktien – Aktien von Unternehmen mit vergleichsweise niedrigen Bewertungen, die häufig höhere laufende Erträge in Form von Dividenden bieten.

                                                                                Volatilität – das Ausmaß der Schwankungen von Vermögenspreisen über die Zeit; häufig verwendet als Risikomaß.

                                                                                  Wachstumsaktien – Aktien von Unternehmen, deren Gewinne voraussichtlich schneller wachsen als der Marktdurchschnitt.

                                                                                    Zentralbank – öffentliche Institution, die für die Geldpolitik eines Landes zuständig ist, Inflation steuert und die Finanzstabilität wahrt.

                                                                                      Zölle – Abgaben auf importierte Waren, die Handelsströme und Inflation beeinflussen können.

                                                                                      Aktuelle Marktkommentare erhalten Sie im täglichen Newsletter „PERSPEKTIVEN am Morgen“.

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